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Show Reidelskopf - Reinhardsmünster. *75 von Pfastatt). Schutzheilige hl. Katharina (25. Nov.). Die Lutheraner gehören zur Pfarrei Colmar. die Reformirten zur Pfarrei Dornach. - Kleine Baumwollputzerei. im AO. Mühle (s. d.). R. war Lehen der zur Grafschaft Pfirt gehörigen Herrschaft Alt kirch und bis Anfang des 16. Jhdts. im Lehens-besitz der vom Huse. Durch Heirath mit deren Erbtochtcr kam Johann Theobald Waldner 1521 in den Besitz des Dorfes; dessen Erben es bis 1600 behielten. 1640-80 waren die von Diesbach Lehensinhaber von R., 1680-96 die von Reinach. Diesen folgten um 1700 die d'Huxelles und 1730 die von Bergeret, in deren Besitz es bis zur Revolution blieb. - Kirchlich gehörte R. vor dem Konkordat zum Landkapitel Sundgau des Bisthums Basel und war wahrscheinlich stets Filiale (von Pfastatt?) gewesen, jedenfalls nicht eigene Pfarrei. Reidelskopf, ca. 3b0 m, südl. Ausläufer gegen das Zinzelthal, zwischen Pfaffenthal (östl.) und dem beim Zellerhof mündenden Grossthal westl), westl. von Dossenheim, Ka. Lützelstein. Reimelingen, Df. (Ka. Sierck [1790 Ka. Waldwiese 1795-1S06 Ka. Launsdorf], Kr. Diedenhofen-Ost, L.). 377 E. 86 Hsr. (10 GRe.) - 290 m. - AG. Sierck (12.1); Bhf. Sierck 113,11. -Reimelinga 1084; R u m e 1 in gen 1150, 1594; R e i-me lin gen 1681; Remeling IS69. - StEBez. Waldwiese. Wasserltg. (s. 1886). - Kath. Hilfspfarrei des Archipr. Sierck is. 1804). Kirche des hl. Johannes des Täufers (24. Juni). Die Reformirten gehören zur Pfarrei Diedenhofen. R. gehörte zu der Probstei Sierck (s. d.i. Es scheint ehemals Kirchengut der Abtei Rettel gewesen zu sein, das später an das Haus Sierck gelangte. Erben desselben in R. wie in Mandern und Oberkontz wurden die Rollingen, dann die Kriechingen. Diese haben die Herrschaft fast immerwährend verpfändet, so 162S -1634 an die de Cobreville, 1691 an die de Flesgin und de Geissen ; 172* stand das Hochgericht Lothringen zu. Das übrige bildete ein Lehen der Probstei. Auch die Herrschaften Siersberg und Dalem hatten dort Besitz. - R. war 1804 Pfarrei des trierischen Landkapitels Perl, zu der auch der Tockenhof (s. Tockfeld) gehörte. Die jetzige Kirche stammt von 1762. Den Kirchensatz hatte das Kloster Honen bei Trier, das auch ursprünglich in R. begütert gewesen zu sein scheint. Gemeinde wald (Oberförsterei Kedingen) 119 ha. (Eichen, Buchen und Hainbuchen. Mittelwald). Alter Besitz der Gde. Reimeringen, Df. (Ka. Busendorf [1790 Ka. Berus, 1795-1802 Ka. Bisten], Kr. Bolchen, L.). 484 E. 123 Hsr. (10 GRe.).- 260m. - AG. Busendorf (11,1); Bhf. Hargarten (7.6). - Rimeringa 1121; Rimeringen 1293; Remeringen 1565; R 6 m er i ng 1S69. - Die Gde. umfasst den HO. R. (475 E. 122 Hsr.i und den AO. Ziegelhütte. Hatte 1811-30 Wil-lingen und Gauweisdorf als AO. StEBez. Busendorf I. - Kath. Hilfspfarrei des Archipr. Busendorf (s. 1S04), zu der bis 1831 auch Willingen gehörte. Kirche des hl. Gangolf (11. Mai). Die Protestanten gehören zur Pfarrei Augsb. Konf. in St. Avold. - Kleine Getreidemühle. Hausierhandel mit Besen und Dachschindeln. R. gehörte zu der Herrschaft Bertis (Landvogtei), zuletzt mit ganzer Gerichtsbarkeit. 1179 war die Abtei Busendorf in R. begütert. 1293 wird ein Hugo von R. genannt, wahrscheinlich als Belehnter von Lothringen. 1311-1324 stand das Dorf im Pfandbesitz der Herren von Bolchen, von welchen es dann eingelöst und mit Bertis vereinigt worden ist. - R. war vor 1804 Pfarrei des Archipr. St. Avold. Kirche zuletzt 1*12 umgebaut. Den Kirchensatz hatte (schon 1121) die Abtei Longeville. Gemeinde wald (Oberförsterei Busendorf i 114.5 ha. 220-380 m über dem Meere. (Eichen, Buchen, Hainbuchen. Mittelwald, i Alter Besitz der Gde. Reimersweiler, Df. (Ka. Sulz u. W . [s. 1790], Kr. ! Weissenburg, U.-E.). 20E E. 46 Hsr. (10 GRe.) - 1*0 m. - AG. Sulz u. W . (2,7); Bhf. Schwabweiler (2,3).- Rippols-wilre 1332; Reinboldesweiler 14. Jhdt.; Reimbretz-wilre 1391 ; ma. R eimerschwill er. - StEBez. Sulz u. W . Armr. (s. 1832). - Filiale der kath. Pfarrei Schwabweiler (s. 1820, vorher von Surburg i. Schutzheiliger hl. Laurentius. Filiale der prot. Pfarrei Augsb. Konf. in Hohweiler (s. 1846, vorher von Oberbetschdorf). R., 1332 zum ersten Male erwähnt, gehörte zu den 7 Dörfern des Hattgaus (s. d.i, der anfangs in landgräflichem, seit 1332 lichtenbergischem (zunächst unter Mitbesitz der Fleckenstein), seit 1480 hanau-lichtenbergischem Besitz war und 173o an Hessen-Darmstadt kam. - Um 1540 wurde die Reformation in R. eingeführt; es wurde Filiale der prot. Pfarrei Hohweiler, später von Oberbetschdorf. Den Zehnten besass anfangs Kloster Surburg. Ein Theil desselben war als lichtenbergisches Lehen im 15. Jhdt. im Besitz der Herren von Doppelstein und kam 151b an die von Falkenstein. Die Katholiken von R. gehörten im 18. Thdt. zur Pfarrei Surburg, seit 1820 zur Pfarrei Schwabweiler. Reimherrmühle, M. (Gde. Obenheim, Ka. u. Kr. Erstein, U.-E.). " E. 1 Hs. 1890 erbaut. Rein de Salm s. Kahle Kopf, Der. Reinacker, Kloster (Gde. Reutcnburg, Ka. Maursmünster, Kr. Zabern,U.-E.). Alte Wallfahrtskapellei St.Maria), 1358 eingeweiht, im 15. Jhdt. als dreischiffige Hallenkirche (spät-gothisch) eingerichtet; zuerst Eigenthum der Mark Maursmünster, stets jedoch von der Abtei Maursmünster beansprucht, in deren Besitz sie 1629 definitiv überging. Schon 1458 war die Kirche von Bischof Ruprecht der Abtei incorporirt worden. Der Thurm 1693 vollendet. In der Revolution wurde die Kirche verkauft; 1830 kam sie in den Besitz von Schwestern des 3. Ordens des hl. Franziskus, die dort eine Niederlassung errichteten; sie widmen sich der öffentlichen Krankenpflege; seit 1888 pflegen sie die Zöglinge in verschiedenen Anstalten Elsass-Lothringens. - Ob früher bei der Kapelle auch ein Dorf R. vorhanden war, ist nicht zu erweisen. - Vergl. Fischer, Die Wallfahrtskirche von Reinacker. Strassb. 1868. Reinange s. Reningen. Reinbach s. 111 1. Reinbachsäge, Sgm. (Gde. Lüxdorf, Ka. Pfirt. Kr. Altkirch, O.-E.). Kleine Sägemühle mit Wasserkraft. Nur Betriebsstätte. Soll seit Anfang des lc>. Jhdts. bestehen. Reinboltsweiler, abgeg. Ort bei Sentheim, bei der heut. Fabrik (Ka. Masmünster, Kr. Thann. O.-E.). Reyn- ! b o 11 z v o i 11, R e y b o 11 z w e y 1 e r 1347; R i m b o 11 z w e i 11 e 1 1568. Der Ueberlieferung nach durch die Schweden zerstört. Reincorne, Hf. (Gde. St. Pilt, Ka. u. Kr. Rappoltsweiler, O.-E.'. Weniger üblicher Name des AO. Seh wein s- I bach is. d.i derselben Gde. Reineck, ehem. Burg (Gde. Leimen, Ka. Hüningen, Kr. Mülhausen, O.-E.'. Lehen der Abtei Murbach. Lehensträger im 13. und 14. Jhdt. die Zu Rhein. Später erscheinen die Vitzthum als Besitzer, die die Burg den Habsburgern aufgegeben und zu Lehen zurück empfingen. Aus den Händen der Rotberg kam R. 1453 an die Reichenstein und die Andlau. 1515 auf Anordnung Kaiser Maximilians I. abgebrochen, die Steine zur Ausbesserung und Verstärkung von Landskron verwendet. Reinenberger-Hof s Clausenhof, Wir. Reinenthai, Wir. (Gde. u. Ka. Markirch, Kr. Rappoltsweiler, O.-E.). s. St. Philipp. Reinhardshof, Wir. (Gde. Bärenthal, Ka. Bitsch, Kr. Saargemünd, L.). 46 E. 9 Hsr. Reinhardhof 1798. - Ehemaliger Hof der Herrschaft Falkenstein (s. d.); soll schon im 16. Jhdt. bestanden haben. Reinhardsmünster, Df. (Ka. Maursmünster [s. 1790], Kr. Zabern, U.-E.). 496 E. 120 Hsr. (10 GRe.> - 320 m. - |