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Show Rothlach Rothlach, flache Einsattlung, 378,2 m, mit Wegekreuzung, nordöstl. der an der Strasse Zabern-Pfalzburg stehenden «Säule» (Colonne). Rothlaohbächel s. Moder 5. Rothlambach, Plateau, 410,3 m, südöstl. über Schorbach, Ka. Bitsch. Rothlambach,1 Staatswald. (Gde. u. Ka. Bitsch. Kr. Saargemünd, L.). (Oberförsterei Bitsch-Nord) 323 ha. (Eiche, Buche, Birke, Erle, Kiefer, Tanne, Fichte, Lärche, Douglastanne). Muschelkalk. War Domäne der Herrschaft Bitsch, 1298-1570lothringisches Lehen der Grafen von Zweibrücken; 1570 von Lothringen eingezogen. Rothleible, Fsths. (Gde. Hausen, Ka. Andolsheim, Kr. Colmar, O.-E.). 3 E. 1 Hs. 1167 wird der Wald, quae dicitur R o th 1 o b 1 e, erwähnt und gesagt, dass ... eandemque vocabant Für ban. Im 15. Jhdt. kommt der Name Rotleybe wiederholt vor. Einige halten R. für die verschwundene Ortschaft R o d e n k a m p , wo das Kloster Heilig-Kreuz durch Schenkung der Gräfin Mathilde von Dagsburg (1090) Renten hatte und für den Ort Rothfeld (rubens campus), wo S33 Kaiser Ludwig der Fromme mit seinen Sühnen zusammentraf. Das jetzige Fsths. R. wurde um 1840 erbaut. Rothleiblen, Fsths. (Gde. Hirzfelden, Ka. Ensisheim, Kr. Gebweiler, O.-E.). 6 E. 1 Hs. - Ze hirzvelden von demeRotlüp 1350; R o 11 ei pl e n 18. Jhdt. - (Jetziger Bau erst seit 1869.) - Vielleicht Ruhunleuua der Urkunde Heinrichs II. von 1004, welches die Nordgrenze des an das Basler Bisthum vergabten Hartwaldes (s. d.) angibt. - Tumuli der Hallstatt-La Tene-Zeit. Rothmannsberg heisst der Südhang auf dem linken Ufer des Andlauthales, von der Thalsohle bis zu dem Kamm, gipfelnd im Spiess (785), Rosskopf (780) und Rebstall (69.5), westl. bis zum Lautenbachthal (Fischweiher), östl. bis zur Ruine Spesburg reichend. Der Name von einem früheren Besitzer des Waldes. Ueber die daselbst lokali-sirte Sage s. Stöber, Elsass. Sage. Neue Ausg. II, S. 31. Rothmeer, Fbr. und Hsr. (Gde. Dornach, Ka. Mül-hausen- Süd, Kr. Mülhausen, O.-E.). 12 E. 5 Hsr. Kämmerei, Bleicherei, Färberei, Druckerei und Appretur der Firma Aktien-Gesellschaft Rothes Meer. Gegründet, nachdem schon im 16. Jhdt. eine Handbleicherei dort bestanden haben soll. anfangs des 18. Jhdts. als Färberei, (hauptsächlich Türkischroth- Färberei - daher der Name), Handdruckerei und Malerei. Die Familie Schlumberger war bei der Gründung betheiligt. Im ersten Viertel des 19. Jhdts. wurde die Schnellbleicherei eingeführt. Bis zu Anfang der 60 er Jahre 800 Handdrucker und 4 Druckmaschinen. Diese wurden ursprünglich mit Ochsen betrieben. Die Appretur hat sich nach und nach entwickelt. Zur Zeit sind 19 Druckmaschinen und 10 Appreturmaschinen vorhanden. Es stehen ca. 500 Pferde-kräftc zur Verfügung und es werden ca. 550 Arbeiter beschäftigt. Rothmiss. Holzplatz im obern Lauchthal unterhalb der Lauchenfälle. Rothmühle, M. (Gde. Siersthal, Ka. Rohrbach, Kr. Saargemünd, L.). 11 E. 1 Hs. Soll schon im 17. Jhdt. bestanden haben; war bis in die 39 er Jahre des 19. Jhdts. Oelmühle. Rothmühle (Rimlinger Mühle), Hs. (Gde . Ka. und Kr. Saarburg, L.i. 4 E. 1 Hs. Erbauungszeit unbekannt. Bis Mitte der 80er Jahre des 19. Jhdts. Mühle. Rothrain, Hs. Rougerain, 650 m, B. südwestl. Breitenau. Ka. Weiler, Kr. Schlettstadt. Rothrieth, Sennh. (Gde. Stossweier, Ka. Münster. Kr. Colmar, O.-E.). 1 Hs. Soll Jhdte. alt sein. Rothriethbach s. Kleine Fecht 1. Rothrunz s. Thur 20. Rothsmatt. Fsths. (Gde. Hatten, Ka. Sulz u. W., Kr. Weissenburg, U.-E.). 4 E. 1 Hs. Von der Gde. Hatten 1848 - Rotteisheim. 921 erbaut. R. ist der Name eines Theiles des Waldes Aspruch (s. dj. Rothsmattbächel s. Sclzbach 18. Rothstein, Wir. Gde. Walscheid, Ka. u. Kr. Saarburg, L.i. 22 E. 4 Hsr. Entstehung^zeit unbekannt. Rothstieg, Fsths., s. Reversweiler, Fsths. (Gde. und Ka. Bitsch, Kr. Saargemünd L.i. Roth wasen. franz. Rouge gazon, Weidefläche auf I dem Grenzkamm (die Melkerei gl. N. jenseits der deutseh-franz. Grenze), am oberen Ende des Brüekenbachthals, südwestl. Urbis, Ka. St. Amarin, Kr. Thann. Rothwasenkopf, franz. Tete-du-Rouge-Gazon, 1171,5 ra, im Grenzkamm, nördl. der Weidefläche Rothwasen (s. d.). Die franz. Bezeichnung wird vielfach, aber unrichtig, auf den Sternseekopf übertragen is. d.i. Rott, Df. (Ka. [s. 1790] und Kr. Weissenburg, U.-E.). 397 E. 121 Hsr. (10 GRe.) - 230 m. - AG. und Bhf. Weissenburg >3,6). - Crodo 745; Rode 14. Jhdt. - Die Gde. um-fasst den HO. R. (392 E. 120 Hsr.) und den AO. Rötzmühle. - Telegraphenbetriebsstelle mit öff. Fernsprechstelle (s. 1901). Ortseinn. StEBez. Weissenburg. Armr. (s. 1856). - Filiale der kath. Pfarrei in Weiler (s. 1S56, vorher der in Kleeburg i. Schutzheiliger hl. Georg. Prot. Pfarrei Augsb. Konf., s. 1802 zu Konsistorium und Inspektion Weissenburg gehörig. Zur Pfarrei gehören noch die Protestanten in Höfen, Huns- | pach, Ingolsheim, Kleeburg, Oberhofen bei Weissenburg, Oberseebach, Schleithal und Steinselz. Die Reformirten gehören zur Pfarrei Steinselz. Simultankirche für Lutheraner, Reformirte und (alle 3 Wocheni Katholiken. - Getreidemühle. Altes Dorf; schon 745 war die Abtei Weissenburg daselbst begütert ;es gehörte zum pfa lz-zweibrückenschen Amte Kleeburg (s. d.>, war ursprünglich im Besitz der Abtei Weissenburg, kam früh an Kurpfalz, wurde 1401 als Reichslehen, 1407 als Unterlehen von Kurpfalz den Puller von Hohenburg verliehen, fiel 1455 an Kurpfalz zurück, wurde dieser 1504 von Maximilian I. genommen und an Pfalz-Zweibrücken gegeben, das es bis zur Revolution behielt. Der Bischof von Speier besass das Recht, in R. den Schultheissen zu ernennen. Die alten Mundatsrechte (Rechte am uberen Mundatwalde [s. d.]i der Gde. wurden erst 1855 abgelöst, - 1523 wurde die Reformation in R. eingeführt. Prot. luth. Pfarrei von 1542 bis 1588, dann wieder seit 1702 (Kirchenbücher gehen bis 1735 i zurück). Die Plarrei umfasste schon 1702 die heute zu ihr gehörigen (iden. Prot.-reform. Pfarrei von 15.S4 -17o7 (1770), seitdem Filiale von Steinselz. Die Katholiken gehörten zur Pfarrei Kleeburg. Simultaneum für alle drei Confessionen seit Anfang des 18. Jhdts. Die Kirche 17ö2 I erbaut. Patronatsrecht besass Pfalz-Zweibrücken. Gemein de wald (Oberförsterei Weissenburg) 17,2 ha. Rott, Hs. (Gde. Gambsheim, Ka. Brumath, Ldkr. Strass- | bürg, U.-E.i. 8 E. 1 Hs. 1880 gebaut. Rott (Auf derRleiche), Hfe. (Gde., Ka. u. Kr. Erstein, U.-E.) Bestehen seit 1815; früher AO.. jetzt Theil des HO. Rotte, Wlf., s. Franz. Nied 7. Rotteisheim, Df. (Ka. Brumath [s 1790], Ldkr. Strassburg, U.-E.i. 230 E. 4(> Hsr. (10 GRe) - 185m. - AG. Brumath (3,7); Bhf. Brumath (3,5). - Radulfouilla 774; Ratolfesdorf 828; Ratolfesheim 12. Jhdt.; Ratolvis-heim 1332; ma. Rott eise. - StEBez. Brumath. Armr. (s. 1863). - Filiale der kath. Pfarrei Kriegsheim (s. 1872, vorher von Bernolsheim). Kirche des hl. Martin. - Hausindustrie: Leinenweberei, auf eigene Rechnung. Altes Dorf, schon im 8. Jhdt. erwähnt; die Abtei Weissenburg erscheint in den Jahren 774, 776, 780, 797 und 828 daselbst als begütert. Besitz zu R. hatte im 12. Jhdt. auch die Abtei Lorsch (Hessen). R. war ursprünglich im Besitz der unter-elsässischen Landgrafen von Werd. Diese verkauften es 1332 an die Herren von Lichtenberg, die es jedoch nicht be- |