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Show Weibel - Weier im Thal. 1187 13. Jhdt.; ma. W a g s c h a i d . Die Gde. umfasst den H O . W . (392 E. 76 Hsr.) und die A O . Entzenberg, Rossberggesick, Sattel, Stahlberg; der frühere AO. Heimbach zählt jetzt zum HO. - HSt. Kirchberg-Wegscheid (s. 1. Aug. 1901). StEBez. Masmünster. - Gehört zur kath. Pfarrei Kirchberg (s. 1802). - OelmUhle mit Wasserkraft. Kleine Messing-giesserei nebst Schlosserei. Baumwollweberei der Firma Gebr. Zeller & Cie. in Oberbruck mit 135 Wasser- und 150 Dampfpferdekräften; ca. 150 Arbeiter. W . gehörte zur Herrschaft M a s m ü n s t e r , in das obere Meierthum oder Meierthum Sewenthal und unterstand dem Gerichte zu Gewenheim. Im 13. Jhdt. erscheint Walther von W . als Zinspflichtiger der Abtei Münster im Gregorienthaie. 1720 errichtete J. H. Anthes eine königl. privil. manu-facture de fers blancs; das Eisen wurde aus Oberbruck bezogen. Die Fabrik bestand noch in der ersten Hälfte des 19. Jhdts. - Als Filiale der Pfarrei Sewen gehörte W . bis 1801 zum Landkapitel Masmünster des Bisthums Basel. G e m e i n d e w a l d (Oberförsterei Masmünster) 30 ha. W e i b e l . Sgm., Fbr. etc. (Gde. u. Ka. Kaysersberg, Kr. Rappoltsweiler, O.-E.). 32 E. 3 Hsr. Strbst. (s. 1885). - Holz-stoffschleifereien und Sägemühlen von Victor Weibel. Die Firma besteht seit 1865, die Schleifereien seit 1876, 1880 und 1891, die Firma beschäftigt ca. 140 Arbeiter und besitzt ca. 1000 Wasser- und 500 Dampfpferdekräfte. W e i d b a c h s. Fecht 28, Nied 5. W e i d b ä c h e l s. Mossig 14. W e i d e l b r u n n , abgeg. Ort, zwischen Weissenburg und Weiler (Gde., Ka. u. Kr. Weissenburg, U.-E.). W i d e l - burne, W i d e l b r u n n 13b0; mit Weissenburg zusammenhängend. 'Weideisberg, 395 m, nördl. Klimbach, Ka. Weissenburg, an der elsass.-pfälz. Grenze. W e i d e n b e r g , Hf. (Gde. Meisengott, Ka. Weiler, Kr. Schlettstadt, U.-E.). 5 E. 1 Hs. 1846 entstanden. Der Flurname Wittenberg kommt schon im 17. Jhdt. vor. W e i d e n s e e l , B., 384 m, nördl. Rothbach, Ka. Niederbronn. W e i d e n t h a l h o f s. Witterthalhof. W e i d e s h e i m , Wir. (Gde. Kaihausen [s. 1811], Ka. Rohrbach, Kr. Saargemünd, L.i. 82 E. 10 Hsr. W e d e n - g e s h e i m 134b; W e i d e s h e i m 1506; ma. W ä d s u m. - Vor 1811 selbständig und s. 1790 zum Ka. Rohrbach gehörig. W a r Lehen mit Hochgerichtsbarkeit und Schloss der Herrschaft Bitsch (s. d.). 1346 in Händen eines Adelsgeschlechtes dieses Namens, welches 1408 mit Petermann von W . ausgestorben zu sein scheint. Der Nachlass wurde zwischen den Kriechingen und den Schelm von Saarwerden getheilt. Das Schloss war 1380 in den Fehden der Grafen von Saarwerden gegen Bitsch zerstört worden. 1506 fand zwischen Heinrich von Finstingen und Simon von Bitsch- Gentersberg ein Vertrag wegen der Herrschaft von W . statt. Die v.on Bitsch-Gentersberg waren schon 1480 und noch 1578 im Besitze eines Theiles (der Hälfte) von W., welcher an die von Bettendorf vererbt wurde. Der Finstingen'sche Theil scheint später durch Lothringen an die Streiff von Lawenstein und Quadt von Landskron vergeben worden zu sein. Diese erscheinen zuerst lb64. Im 18. Jhdt. treten die Herren von Hausen als Eigenthümer auf. Dieselben Hessen das alte Schloss zu Ende des Jhdts. durch einen modernen Bau ersetzen. - W . war vor 1802 Pfarrei des Metzer Archipr. Hornbach. - A m Eichelbach Spuren eines alten Thurmes. Kapelle der hl. Barbara, mit Grabmal zweier Kinder der Familie von Bettendorf. Weidesheimerbach s. Saar 38. Weidrunz s. Thur 3b. W e i e r a u f m Land, Df. (Ka. Andolsheim [1790-1802 Ka. Horburg], Kr. Colmar, O.-E.). 357 E. 82 Hsr. (10 GRe.) - 186 m. - A.-, L.- u. SchwG. Colmar (4,3); Hp. W . a. L. (0,1). - Wilre 1090; W e ie r b. H orburg 14. u. 15. Jhdt.; S i f r i d s w e i 1 e r 15. Jhdt., auch Weier im Ried genannt; W i h r-en-Plaine 1869; ma. Wir. - Die Gde. umfasst den HO. W . a. L. (351 E. 81 Hsr.) und den AO. Ziegelscheune ; ferner lag im Gebiete der Gde. der verschw. O. Gundelheim (s. u.). - Oeff. Fernsprechstelle (s. 1901). Hp. (s. 1*90). StEBez. Colmar II. Verbds.-Fw. (s. 1841, 2 Spritzen). Jungfrauenverein (zu wohlthätigen Zwecken). - Filiale der kath. Hilfspfarrei in Horburg (s. 1802) und der prot. Pfarrei ebendaselbst (s. 1552). Simultankirche (seit der Revolution, vorher kath.). Schutzheiliger hl. Michael (29. i Sept.). Die Reformirten gehören zur Pfarrei Markirch. - Flurbereinigungsgenossenschaft, 1898 autorisirt. W. a. L. gehörte zum Amte Zellenberg, wurde von Walther III. von Horburg 1252 befestigt und dann dem Bischof von Strassburg zu Lehen aufgetragen. Nach dem Verkauf der Herrschaft Horburg an Ulrich von Württemberg musste dieser im Vertrage von 1329 auf Zellenberg verzichten. Dorf und Burg W . a. L. trugen schon vor 1390 und noch 1426 die von Niblung zu Lehen, schliesslich seit 1478 die Herren von Rappoltstein. Begütert in W . a. L. war um 1090 das Kloster Heiligkreuz, 1326 die Johanniter-komthurei Colmar. Der Dinghof stand den Rappoltstein zu. Die Ordnungen von 1480 s. Stoffel, Weisthümer S. 210. 1472 besass Graf Eberhard von Württemberg ein Viertel des Zehnten. Ferner hatte auch die Benediktinerabtei Pairis dort ein Landgut, das 1734 in den Besitz der Familie Gloxin überging; nach deren Aussterben (1847) gelangte es durch Testament in den Besitz der Gde. W . a. L., die, dem Willen des Erblassers entsprechend, eine Kleinkinderschule darin einrichtete. - Die kath. Pfarrei gehörte bis 1802 zum Landkapitel Ultra Colles Ottonis des Bisthums Basel. - W. a. L. liegt an einem Römerwege von Horburg nach Munzenheim, wo er in die Consularstrasse einmündete. Rö- I mische Funde. Hier lag wahrscheinlich eine spätrömische I Villa. Die Kirche (simultan) ist ganz aus dem 15. Jhdt. In j dem 1505 durch Smassmann von Rappoltstein erbauten j Thurme, welcher das Chor bildet, alte Wand- und Decken-j maiereien (gesch. Dkm.). Das ehemalige Schloss, Sitz der Grafen von Horburg, noch 1477 erwähnt, ist jetzt ver- ' schwunden; nur noch einige Mauerspuren mit romanischen | Fenstern sind sichtbar. - Auf dem Banne von W . a. L., wahrscheinlich in der Nähe des verschwundenen Dorfes Heitweiler (s. d.), lag wohl auch das verschwundene Dorf Gundelheim, das 1426 noch erwähnt wird. Eine dort be- ! findliche Burg hatte damals Ludger Niblung als Lehen. H e r r e n s c h n e i d e r, E. A., Versuch einer Ortsgeschichte von Weier aufm Land. Colmar 1890. Ders.. Aus dem Gemeindebuch von Dorf Weier. (Jahrbuch für Geschichte, Sprache und Litteratur Elsass-Lothringens 3, S. 77-80.) Ders., Die Kirche von Weier aufm Land. (Der Wanderer im Elsass 5, S. 269 f.) Schoell, Th., Le passö d'un village d'Alsace. (Suite.) (Rev. d'Als. 44, 1893, S. 480-492; 45, 1894, S. 239-269.) Ueber Gundelheim vgl. Rapp. Urk.-Buch III, S. 236, Nr. 449. 'Weier i m Thal, Df. (Ka. Münster [1790 Ka. Türk- 1 heim, 1802-80 Ka. Winzenheim], Kr. Colmar, O.-E.). 862 E. 142 Hsr. (12 GRe.) - 320 m. - AG. Münster (5,4); HSt. W . i. Th. (1,0). - Bonefacii vilare 896; W i h r - a u - v al 1869; ma. W i r im Thal. - Die Gde. umfasst den H O . W . i. Th. (819 E. 135 Hsr.) und die A O . Bei Sulzbach, Gigers- ( bürg und Staufen, sowie den verschw. O. Altenbach. Der i früher noch aufgeführte A O . Beim neuen Wirthshaus gehört jetzt zur ESt. W . i. Th. Im Gebiet der Gde. liegt ferner ; die Heilig-Kreuz-Kapelle. - P. T. Oeff. Fernsprechstelle (s. | 1901). HSt. (s. 1868). Ortseinn. StEBez. Münster 1. W a s - I serltg. (s. 1864). F w . (s. 1882, 4 Spritzen . - Kath. Hilfs- J pfarrei des Dekanats Egisheim (s. 1802). Schutzheiliger hl. Martin (11. Nov.). Filiale der prot. Pfarrei in Günsbach. - I 2 kleine Ziegeleien. Oelmühle. Baumwollweberei mit Dampf- |