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Show Umwurf - Unter-Elsass. 1131 i zur Kohlenabladung) verbreitert. An dem Zufahrtskanal liegt der Petroleumhafen - 200 m lang, 45 m breit. Sümmtliche Häfen sind durch Eisenbahngeleise unter sich und mit dem Güterbahnhof Neudorf verbunden. U m w u r f , B., 0J5 rn, südöstl. Ausläufer des Schneeberges, südl. Wangenburg, Ka. Wasselnheim; an seinem Fusse der Pandurenplatz, früher Umwerf genannt. Der Name ist wohl erst später von hier auf den Berg übertragen worden. S. Pandurenplatz. Uner-Acker, Bergrücken, 317,5 m., TP., zwischen Thedingen, Ka. Forbach, und Pfarrcbcisweiler, Ka. St. Avold, Kr. Forbach. Ungersberg, Fsths. (Gde. Erlenbach, Ka. Weiler, Kr. Schlettstadt, U.-E.). 2 E. 1 Hs. Hiess bis 1899 Kohl-bächel. 1744 wurden in der Nähe Kohlen entdeckt (daher der ehem. Name?). Ungersberg, verschw. Hf. (Gde. St. Petersholz, Ka. Weiler, Kr. Schlettstadt, U.-E.). 1888 abgerissen. Ungersberg (unter diesem Namen urkundlich schon 1104 erwähnt, 1552 «der Ungerische Berg» [Streit zwischen den Andlau und den Herren von Bollweiler wegen der Jagd auf dem Ungerischen Berg]), 901 m, TP., isolirt aufragender Bergkegel zwischen Weiler- und Rheinthal, nordöstl. Weiler bei Schlettstadt (Gde.-Zeit. f. E.-L., 1880, Nr. 12 . Von dem kleinen steinernen Aussichtsthurm des Vog.-Clubs auf dem Gipfel umfassende Rundsicht. Nach vielfachen Berichten verschworen sich auf der Spitze des Berges am 23. März 1493 die Bauern, um Schlettstadt zu überfallen; dabei wurde zum ersten Male die Fahne mit dem Bundschuh aufgepflanzt. Der Stein, in dem die Fahne befestigt, der «Fahnenstein , wurde noch im 19. Jhdt. gezeigt. (Die Nachweise s. bei St ob er. Elsass. Sagen. Neue Ausg. 2, S. 287; dazu vgl. auch S. 27.) - Karte, vgl. Hohwald. Ungersheim, Df. (Ka. Sulz [1790-1802 Ka. Ensis-heim], Kr. Gebweiler, O.-E.). 7bS E. 170 Hsr. (12 GRe.) - 220m.- AG. Sulz (6,4); Hp. U. (0,3). - Anngehisesheim 763; ma. Ungersche. - Die Gde. umfasst den HO. U. (752 E. 168 Hsr.) und den AO. Ungersheimer Mühle. - Hp. der schmalspurigen Nebenbahn Colmar- Ensisheim-Bollweiler s. 24. Okt. 1901). StEBez. Sulz. - Kath. Hilfspfarrei des Dekanats Sulz (s. 1802). Schutzheiliger hl. Michael (29. Sept.). Die Lutheraner gehören zur Pfarrei Colmar. U. war Eigenthum von Murbach, das durch die Vogtei in habsburgischen Besitz kam ; demnach werden die Herren von U., zuerst erwähnt (1213) Konrad, erst murbachische, dann habsburgische Lehensleute gewesen sein. Dieser Konrad soll 1220 das Schloss erbaut und dazu Steine von der Kirche verwandt haben. Es ist heute verschwunden; doch erinnern die «Schlossmatten» noch daran. Nach dem Aussterben derU. (Anfang des lS.Jhdts.) kam U. an die Reinach, von ihnen 1534 an die Bollweiler (s.d.). Ein Drittel gehörte zur Stadt Ensisheim. 1262 war die Johanniterkomthurei Colmar, 1311 die Johanniterkomthurei Sulz daselbst begütert; die Deutschordenskomthurei Gebweiler besass dort einen Hof. - Die Pfarrei gehörte zum Baseler Landkapitel Citra Colles, den Kirchensatz hatte das Stift Lautenbach. - Römische Funde (1864 und 1884). Die Kirche ist modern, der Thurm aus dem 12. Jhdt. und zur Verteidigung eingerichtet; der Kirchhof war befestigt. Gemeindewald (Thurwald) (Oberförsterei Sulz) 162,1 ha. (Mittelwald. Eichen mit Hainbuchen, Erlen, Eschen und Weichholz.) Alter Besitz der Gde. Ungersheimer Mühle, M. u. Hf. (Gde. Ungersheim, Ka. Sulz, Kr. Geb weiler, O.-E.). lb E. 2 Hsr. Die Mühle besteht seit 15b5, der Hof seit 1858. Die Mühle wird durch Wasserkraft getrieben. Ungerstein, ehem. Burg, s. Hungerstein. Unsere Liebe Frau Notre Dame), ehem. Grundherrschaft (Gde. Freisdorf. Ka. Busendorf, Kr. Bolchen, L. i. ; Alter Besitz der Cisterzienser Frauenabtei Marienfloss s. d. und Freisdorf, Herrschaft). Unten a m Dorf, Hsr. Theil des HO. der Gde. Sonderlich (Ka. Münster, Kr. Colmar, O.-E.i. früher als AO. derselben Gde. bezeichnet. Unten a m Ottensbühl, Landkapitel, s. Colles Ot-tiuiis. Unter, Sgm. (Gde. Philippsburg, Ka. Bitsch, Kr. Saargemünd, L.). 1 Hs. Besteht seit 1860, Unter, verschw. Fsths. < ,de. Philippsburg, Ka. Bitsch, Kr. Saargemünd, L. . 1878 abgebrochen. Unter, Weiher, s. Falkensteinerbach und Falken-steinerbach 1. Unter-AIlmend, Ldhs. Gde. Wanzenau, Ka. Brumath, Ldkr.Strassburg.U.-E.). 7E. 1 Hs. 1883erbaut. Früher befand sich eine Ziegelei an der Stelle. Unter-Barville, Fsths. (Gde. Nitting, Ka. Lörchingen, Kr. .saarburg, L. . 2 E. 1 Hs. Theil der früher selbständigen, 1820 /wischen Nitting und Weiher getheilten Gde. Barvillc (s, d.), schon im 18. Jhdt. entstanden. - In der Nähe wurden gallische Münzen und römische Reste gefunden. Unter-Barville, Bahnstation (HSt.). iGde. Nitting, Ka. Lörchingen, Kr, Saarburg, L.\ 7 h 2 Hsr. Besteht seit 1892 Unterberg, verschw. Hsr. iGde. Kurzenhausen, Ka. Brumath, Ldkr. Strassburg, U.-E.). U m 1876 abgerissen. Unterbüttenwasser s. Blind 9. Untere Bers, Hf. (Gde. Rimbach, Ka. Masmünster, Kr. Thann, O.-E i. 2 E. 1 Hs. Soll seit etwa 1720 bestehen. Unterebersbächel s. Doller 7. Untere Bildmühle, Hs. (Gde. Lemberg, Ka. Bitsch, Kr. Saargemünd. L.). 1 E. 1 Hs. Bis 1880 Mühle. Unter-Eckersberg, Hsr. iGde. Breitenbach. Ka. Münster, Kr. Colmar, O.-E.). S. Eckersberg, Wir., AO. derselben Gde. Untere Dermicher Mühle, M. . < .de. Mandern, Ka. Sierck, Kr. Diedenhofen-Ost, L . 7 E. 1 Hs. Soll seit Mitte des 18. Jhdts bestehen. Der .Name stammt vom Besitzer der Mühle. Untere Fliess s. Rothbach, Moder 5. Untere Hasselmühle (Fritzenmühle), verschw. ; M. (Gde. Kleeburg, Ka. u. Kr. Weissenburg, U.-E.). 1889 ab-i gebrochen. Untere Heid, s. Heid, (Obere und untere Heid), Wir. (Gde. Dagsburg, Ka. Pfalzburg, Kr. Saarburg, L.). Unter-Eichbaracken, Wir. (Gde. u. Ka. Pfalzburg, Kr. Saarburg, L.i. 218 E. 52 Hsr. - frz. Baraques-du- Bois-de-Chene-d'en-Bas. - Wasserltg. (s. 1898). - Schon im 1*. Jhdt. erwähnt. Untere K ö p p e n m ü h l e s. Köppenmühle, Untere. Unter-Elsass, Bezirk. Umfasst die Kreise Stadtkreis Strassburg, Landkreis Strassburg, Erstein, Hagenau, Molsheim, Schlettstadt, Weissenburg, Zabern und enthält auf 4781,7140 Quadratkilometern 100143 bewohnte Häusei etc. mit 638624 Einwohnern. Gebildet durch Gesetz von 30. Dez. 1871 aus dem früheren Departement Niederrhein und den an Deutschland gefallenen Theilen der Kantone Schirmeck und Saales des Vogesendcpartements. Eine Aender-ung der Bezirksgrenze fand zuerst 1872 statt, indem die ! Gde. Raon-sur-Plaine bis auf einige Theile ihres Gebietes : an Frankreich zurückgegeben wurde, dann 1873, indem die zu Deutschland gezogenen Theile der Gde. Raon-les-Leau (Ka. Lörchingen, Kr. Saarburg, L.) mit dem Ka. Schirmeck, Kr. Molsheim, vereinigt wurden, dann 1884, indem ein Theil der i Gde. Hägen (Ka. Maursmünster, Kr. Zabern) an die Gden. I Garburg und Hültenhausen i Ka. Pfalzburg, Kr. Saarburg, L.) abgetreten und dafür ein Theil der Gemarkung der Gde. Hültenhausen der Gde. Hägen zugewiesen wurde. Das dem jetzigen Bezirk U.-E. entsprechende, 1790 gebildete Depar-i tement duBas-Rhin umfasste 1790-1795 die Distrikte |