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Show 1162 Vogesen - Voimhaut. haltene Grundmauern von Wohnstätten aufgedeckt wurden. Grabsteine vereinzelt an den erwähnten Oertlichkeiten. Litter.: Schöpflin, Als. Hl. 1751 I, p. 529; D u g a s de Beaulieu, Recherches sur le Comte de Dachsbourg, au-jourd'hui Dabo, 183b. 2. Aufl. 1858 s. t. Le Comte de Dags- I bourg, an versch. Orten ; Schneider , J ac, Beiträge zu den Befestigungen in den Vogesen. 1844. S. 5 ff. (Sehn, hält die Mauerlinien auf dem linken Zornufer bei Hommert mit Unrecht für Reste von Befestigungsanlagen, (Zufluchtstätten); U h r ich, Notice sur quelques monuments funeraires etc. in Mem. de l'Acad. de Metz XXNII, p. 194 suiv.; Goldenberg, Castrum gallo-romain du Gross-Limmersherg, mit grossem Plan im Bull, de la Soc. hist. d'Als. 1. se"r. III, M e m . p. 127 suiv. (Goldenb. sieht hier ebenfalls Befestigungsanlagen); de Morlet, Notice sur quelques monuments etc. ibid. 2. ser. I, M e m . p. 159 suiv.; Benoit, in Mem. de la Soc. d'arch. lorr. 2. ser. X, p. 261; B e c h s t e i n im Jahrb. der Ges. für lothr. Gesch. 5, 1893, S. 202 f. Vogesen-Clu b. Der a m 31. Oktober 1872 infolge eines Aufrufes desLandgerichtsratl.3^ Stieve in Zabern gegründete V o g e s e n c l u b bezweckt, «de Zugänglichkeit und Bereisung der Vogesen zu erleichtern, sowie die Kenntniss derselben, namentlich in geschichtlicher und naturwissenschaftlicher Beziehung, zu erweitern und zu verbreiten». Derselbe zählte 1902 b270 Mitglieder in 44 Sektionen, die alle ihren Sitz in Elsass-Lothringen haben. Die Leitung des Gesammtvereins I liegt in den Händen eines «Centralausschusses > von 5 Mitgliedern mit dem Sitz in Strassburg. Der Vog.-Club veröffentlicht «Mitteilungen aus d e m Vogesenclub» in zwanglosen Heften (in der Regel eins im Jahre), die neben geschäftlichen Mittheilungen (Jahresberichten u. s.w.) wissenschaftliche Abhandlungen aus dem Vereinsgebiet enthalten (bis 1902 3b Hefte), ferner eine K a r t e der V o g e s e n, 1 : 50000, in fünffachem Farbendruck. Von dem auf 20 Blätter berechneten Werke sind bis Frühjahr 1903 14 Blätter erschienen. Als V e r e i n s a b z e i c h e n führt der Vog.-Club ein silbernes Blatt der Stechpalme <Ilex aquifolium). - Mit dem Vog.-Club in Verbindung steht der Litterarisch-historische Z w e i g verein des V o g . -Clubs, der unter einem besonderen Vorstande alljährlich einen Band des »Jahrbuches für Geschichte, S p r a c h e und Litte-ratur Elsass-Lothringens» herausgiebt, das die Mitglieder des Vog.-Club zu einem ermässigten Preise erhalten (bis 1902 18 Bde.i. ( L u t h m e r und Bechstein, Bericht über die Thätigkeit des Vogesenclubs in den ersten 25 Jahren seines Bestehens in «Mitteilungen a. d. Vog.-Club Nr. 31. 1897). Ueber die V o g e s e n (in geographischer und geologischer Hinsicht) s. Th. I, S. 9-13 u. 34, 47 u. ff. Aus der Litteratur über die Vogesen sei hier nur angeführt: Haillant, N., Bibliographie des cartes et plans geographiques des Vosges im-primes et manuserits. Epinal 1887. B ürgi, J., Carte du Massif prineipal des Vosges, publ. p. la Soc. industr. de Mulhouse. gr. fol. [Reliefkarte.] Gley, G., Geographie physique, industrielle, administrative et historique des Vosges. 4. ed. Epinal 1870. Mündel, C , Die Vogesen. 9. Aufl. Strassb. 1899. - Im Uebrigen sei auf die Th. III, S. 257 u. 258 verzeichnete Litteratur und die daselbst erwähnten Bibliographien, sowie auf die Bibliographien im 1. Bande der Abhandlungen zur geol. Spezialkarte von E.-L. verwiesen. V o g e s e n (Vosges), Bailliage, eines der drei Aemter, in welche das alte Herzogthum Lothringen getheilt war (s.d.). Diesem Bailliage war ursprünglich auch der lothringische Besitz im Ober-und Unterelsass (Markirch,Leberthal, St.Pilt, Thannweiler u. s. w.) zugetheilt; später wurde die Probstei St. Pilt der Cour Souveraine in Nancy unmittelbar unterstellt. 1751 wurde der lothringische Besitz im Elsass dem Bailliage St. Die zugetheilt, das zum Siege präsidial durch Edikt vom Juni 1772 erhoben wurde. Die Gemeinde Raon-les- Leau, von welcher gemäss Beschluss der Grenzregulie-rungskommission vom 24/27. Aug. 1872 einige Banntheile an Deutschland abgetreten wurden, war seit 1751 dem damals errichteten Bailliage Blämont zugetheilt. Litt er. s. Vogesen, Departement. |dPr.] V o g e s e n (Vosges), franz. Departement. Von diesem wurden durch den Präliminarfriedensvertrag vom 26. Febr. 1871 an Deutschland abgetreten : der ganze Ka. Schirmeck (von dem jedochdie Gde. Raon-sur-Plainebisauf einige Theile ihrer Gemarkung auf Grund des Artikels 10 der Zusätzlichen Uebereinkunft vom 12. Okt. 1871 zu dem Friedensvertrage an Frankreich wieder zurückgegeben wurde) und vom Ka. Saales die Gden. Saales. Bourg-Bruche, Colroy-la- Roche, Plaine, Ranrupt, Saulxures und St. Blaise, ferner durch Beschluss der Grenzregulirungskommission vom 31. Aug. 1S72 Theile des Bannes von Raon-les-Leau; letztere wurden durch Verordnungen vom 1. und 6. März 1873 dem Ka. Schirmeck, Kr. Molsheim, zugetheilt. Der Ka. Schirmeck und die oben erwähnten Dörfer des Ka. Saales gehörten von Alters her zum Elsass, und zwar theils zum weltlichen Besitze des Bisthums Strassburg (Amt Schirmeck, s. d.), theils zur gefürsteten Grafschaft Salm (s. d.), theils zu den Herrschaften Steinthal und Weiler (s. d.). Diese Stücke des Elsass waren theils 1790 bei der Bildung des Departements Vosges diesem zugetheilt worden, nachdem die früheren lothringischen Besitzungen im Elsass (Markirch, Leberthal, St. Pilt. Thannweiler u. s. w.) mit den Departements Haut-und Bas-Rhin vereinigt worden waren, theils 1795, als mehrere Gden. der Herrschaft Steinthal die Zutheilung zum Departement Vosges aus dem Grunde verlangt hatten, um den vom Nationalkonvente über das Elsass wegen des Widerstandes gegen die Neuerungen verhängten Requisitionen sich zu entziehen; spätere Anträge dieser Gden., welche die Wiedervereinigung mit dem Elsass anstrebten, fanden keine Berücksichtigung. Das im französischen Departement Vosges gelegene Dorf Raon-les-Leau, von welchem einzelne Bannstücke i Waldungen) gemäss Beschlusses der Grenzregulirungskommission vom 24./27. Aug. 1872 an Deutschland abgetreten wurden, gehörte bis dahin zum Ka. Lörchingen, Arrondissement Saarburg. Die an Deutschland abgetretenen Bannstücke sind durch Verordnungen vom 1. und 6. März 1873 v o m Bezirke Lothringen abgetrennt und dem Bezirke Unterelsass, Kr. Molsheim, Ka. Schirmeck (Gde. Grandfontaine) zugetheilt worden. Litt er.: L e p a g e , Henri, et Charton, Ch., Le de-partement des Vosges, statistique, historique et administrative. Nancy 1845. 2 Bde. L e o n , Louis, Le departement des Vosges. Description, histoire, statistique. Epinal 1887. 7 Bde. Fournier, O., Topographie ancienne du departement des Vosges. (Annales de la Society d'emulation des Vosges.) Epinal 1^98. Laussedat, La delimitation de la frontiere franco-ailemande. Paris 1901. [dPr.] Vogteien, Cronenburger, s. Cronenburger Vog-teien. Vogteierbann s. Ban. Vogtensperger, W . (Gde. Retzweiler, Ka. Dammerkirch, Kr. Altkirch, O.-E.). 16 E. 1 Hs. Das Wirthshaus besteht seit 1867; vorher war eine Ziegelei an der Stelle. Voimhaut. Df. (Ka. Falkenberg [1790 Ka. Wallersberg, 1795-1802 Ka. Remilly], Kr. Bolchen, L.). 214 E. 79 Hsr. (10 GRe.) - 230 m. - AG. Falkenberg (18,9); Bhf. Remilly (2 2). - Wein val 1284; Wainvalz 1297; Ho-wamvault 1398. - Zur Gde. gehörte der verschw. O. St. Vincent. - StEBez. Falkenberg I. - Annexe der kath. Hilfspfarrei Vittoncourt. Die Protestanten gehören zur Pfarrei Augsb. Konf. in St. Avold. - Geschäftssprache franz. V. gehörte zum Pays Messin (Franc alleu) und war Sitz einer Herrschaft mit ganzer Gerichtsbarkeit, doch gehörte ein Theil zur Herrschaft Adaincourt. V., das ursprünglich zur bischöflichen Kastellanei Remilly gehörte, scheint dann als Vogteigut vom Domanialbesitz, unbeschadet des |