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Show Ochsenküpfel - Oderfangerweiher. 805 Ochsenköpfel, 347 m, am obern Ende des bei Philippsburg, Ka. Bitsch, mündenden Krappenthaies. Ochsenkopf, Hf. (Gde. Vogelgrün, Ka. Neubreisach, Kr. Colmar, O.-E.). 6 E. 1 Hs. Soll seit der Mitte des lS.Jhdts. bestehen. Ochsenkopf, H., 362 m, westl. über Weiler Jägerthal, Gde Windstein, Ka. Xiederbronn. Ochsenläger, Fsths. (Gde. Börsch, Ka. Rosheim, Kr. Molsheim, LT.-E.i. 4 E. 1 Hs. Soll um 1750 entstanden sein. Gehört zur Pfarrei Klingenthal. Ochsenmühle, Fsths. (Gde. Schorbach, Ka. Bitsch, Kr. Saargemünd. L.). 7 E. 1 Hs. 1855 erbaut. Ochsenmühle, M. (Gde. u. Ka. Bitsch, Kr. Saargemünd, L.). 3 E. 1 Hs. 1739 erbaut. In der Xähe soll der im 30jährigen Kriege zerstörte Ort Wi r sc h weile r oder Wustweiler (s.d.) gelegen haben, daher auch Würschweilermühle genannt. Ochsenmühle, verschw. Hf. (Gde. u. Ka. Landser, Kr. Mülhausen, O.-E. . 1884 abgebrannt. Ochsenmühlenbach s. Vogelbach 4 Ochsenriedgraben s. Gebolsheimerbächel. Ochsenställe, eine ziemlich geräumige, durch eine Art Felsenpfeiler getheilte Höhle,in der Einsattlung zwischen dem Kleinen Vorberg und dem Seelberg, nordöstl. Erkartsweiler, Ka. Lützelstein. Ochsenstein, Burgruine (Gde. Reinhardsmünster, Ka. Maursmünster, Kr. Zabern, U.-E.). 584 m. Aus drei untereinander verbundenen, jede auf einem Felsen, in ungleicher Höhe erbauten Burgen bestehend (wahrscheinlich auf früherer keltischer Siedelung; Bronzefunde); die westlich gelegene als grosses Schloss- bezeichnet, die mittlere als <kleines*>, die dritte, dicht bei letzterer errichtet, als Wachelheim, unter welchem Namen später die beiden letztgenannten Burgen zusammen begriffen sind. - Erste urkundliche Erwähnung des nach der Burg benannten und dieselbe als bischöflich Metzer Lehen besitzenden Geschlechts 1187. (Vgl. u.i. 1284 wurde O. durch Walther von Hohenstein, LTnterlandvogt im Elsass, genommen und zerstört; 1370 oder 1382 bereiteten die Strassburger dem -kleinen Schloss» dasselbe Schicksal. Xach dem Aussterben der O. gelangten die Burgen 1485 an die Zweibrücken-Bitsch. Jakob von Zweibrücken liess um die Mitte des lo. Jhdts. das grosse Schloss> wieder herstellen; kurz darauf wurde es durch eine Feuersbrunst zerstört. Von den Zweibrücken-Bitsch kam O. an die Hanau-Lichtenberg, 1736 an Hessen-Darmstadt. - 1554 war die Burg noch bewohnt. 1672 wurde sie von den Schweden demolirt. Gesch. Dekm. Vgl. Dag. Fischer, O. Saverne 1878. Nach O. nannte sich ein Dynastengeschlecht, das wahrscheinlich gleichen Stammes mit den Landgrafen von Werd aus dem Hause Saarbrücken war, und 1187 mit Bur-kard von 0. zuerst erwähnt wird. Otto IL von O., um 1250 vermählt mit Kunigunde von Habsburg, war der Schwager König Rudolfs von Habsburg. Otto III. von O., Landvogt im Elsass, fiel 129S in der Schlacht bei Göllheim. Johann von O., Dompropst zu Strassburg, in der ersten Hälfte des 15. Jhdts. Der letzte des Geschlechts war Georg, gest. 1485. Seine Besitzungen erbte sein Schwiegersohn Graf Heinrich von Zweibrücken-Bitsch, der seinen Namen dann noch ein v. O. hinzufügte. Die 0. besassen Lehen vom Reich (Niederbronn, Pfaffenhofen, die Burgen Löwenstein und Meisterseel i, vom Bisthum Strassburg (Reichshofen). von der Abtei St. Stephan (Wangen) und hatten sehr lange Zeit bedeutende Rechte in dem zum Bisthum Strassburg gehörigen nördl. Theil des Breuschthals (s. O. Vogtei). Ihre bedeutendste Besitzung aber war die sogenannte Herrschaft Ochsenstein. Ochsenstein, Herrschaft. Diese bildete zweifellos ursprünglich einen Theil der Mark Maursmünster (S. d.), erscheint jedoch schon im Anfang des 14. Jhdts. von derselben abgetrennt als Lehen des Bisthums Metz im Besitz der Herren von O. und umfasste ursprünglich ausser der Burg O. und dem dazu gehörigen Walde die Orte Lindowe (abgeg.), Eichelberg abgeg.), Dillersmünster (später Reinhardsmünster), Hengweiler, Wolschheim und Furchhausen spater reichsritterschaftlich). Später 15. Jhdt. wurden noch die Dörfer Alienweiler, Jettersweiler (nachher bischöf-lich- strassburgisch), Eckweishiim nachher leiningisch, s. 1710 hanau-lichtenbe-rgischi, Geudertheim z. Th. (nachher hanau-lichtenbergisch i und Schweinheim (galt nachher als Allod, reichsritterschaftlich) dazu gerechnet, sowie der Dinghof von Dunzenheim. Nach dem Aussterben der O. 1485) war die Herrschalt - und jetzt erst wird in den Urkunden von einer solchen gesprochen - streitig zwischen den Rappoltstein und den Grafen von Zweibrücken-Bitsch, wurde jedoch 1490 auf dem Rechtswege den letzteren zugesprochen. 1527 von Graf Georg von Zweibrücken an die Rathsamhausen zum Stein verpfändet, 1559 vom Grafen Jakob wieder eingelöst, kam die inzwischen stark zusammengeschmolzene und nur noch aus Allenweiler. Furchhausen i verlehnt), Hengweiler, Dillersmünster (Reinhardsmünster) mit Haberacker, Wolschheim und der Burg O. bestehende Herrschaft nach dem Aussterben der Zweibrücken 1570 an Hanau-Lichtenberg. Dieses verpfändete sie 1661 an die Grafen von Fürstenberg und löste sie eist 1703 wieder ein. 1736 ging die Herrschaft durch Erbschaft an Hessen-Darmstadt über. - Von der Herrschaft abhängige Lehen waren Fegersheim, Irmstett und Schiltigheim. D. Fischer, Ochsenstein. les chäteaux et la seigneurie. Saverne 1873. Krem er, Geschichte des alten Ardennischen Geschlechts. Frankfurt u. Leipzig 1785. [S. 99-119. Chartu-lariane Werdense et Ochsensteinense]. Ochsenstein, Vogtei im Breuschthal, s. Schirnieck, Amt Ochsenstein, B., in der L'mgegend kurz Schlossberg genannt. 584,2 m mit den Ruinen der Schlösser Ochsenstei n, nördl. Forsths. Haberacker, Gde.Reinhardsmünster, Ka. Maursmünster. Ochsenweiher im Modergebiet, 0,5 km nördl. Sturzelbronn - 0,30 ha. Fischerei. Wird nicht abgelassen. Privatbesitz. Zu- und Abfluss s. Windsteinerbach 1. Ochsenwörth, Wachths. (Gde. Strassburg, Ka. Süd [extra muros], Stdtkr. Strassburg, U.-E). 7 E. 1 Hs. 1872 erbaut. Odamichbach s. Mosel 33. Odenhofen, Wir Gde. Oberdorf. Ka. Busendorf, Kr. Bolchen, L.). 79 E. 22 Hsr. - Odenhobe 1165; Ode-nowe 1195; Odenhofe 1357. - Wasserltg. A888|9 theilweise umgebaut . - Gehörte zu der Herrschaft Berus (s. d. , welche dort nur die Hochgerichtsbarkeit besass. Das übrige war alter Besitz der Abtei Rettel und Sitz einer alten Meierei derselben, zu welcher die Güter der Abtei in Oberdorf, Odenhofen, Tromborn, Gauweisdorf, Alzing und Elig, Ede-lingen und Brettnach gehörten. Die Vogtei über diesen Besitz der Abtei wurde von den Belehnten, 1357 durch die Herren von Mengen zu Dalheim, erworben. Odenhofen, das jetzt, wie Oberdorf, zur Hilfspfarrei Tromborn gehört, war vor 1802 Pfarrsitz. Die Kirche steht noch im Weiler. Oderbachrunz s. Fecht 7. Oderberg, Osthang westl. Thal bei Maursmünster. Oderfanger Mühle, Hf. (Gde. u. Ka. St. Avold, Kr. Forbach, L.). 1 Hs. - Oder fingen 1556. - War bis 1895 Mühle. Es war früher Besitz der Abtei St. Avold und Kirchengut des bischöflichen Bailliage Vic mit ganzer Gerichtsbarkeit. Erst durch den Vertrag von Paris 1718 an Lothringen abgetreten. Oderfanger, Nissinger oder Nisingerweiher [Usselange 1414; Ussing 1483; Etang d'Essin 1704; Essing 1756; Nessing 1302] im Saargebiet 1233 m ü. d. M.) 1,4 km, nordwestl. St. Avold - 32 ha. Karpfen-Fischerei. |