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Show 732 Mülhausen - Mümpelgard. Mieg. Ferner von M. Graf, Gesch. d. St. M. 4 Bde. Mülh. 1S19-1826. Weitere Fortsetzung von E. Schneider bis 1.888. - Einzeluntersuchungen: K a u f m a n n , A., D. Entstehung d. St M.u.ihre Entwickelung zur Reichsstadt M. 1894. K untz, J., «,esch. d. Einführung d. Reformation. M. 1888. Das Bulletin du Musee historique de Mulhouse (1876ff.) enthält mehrere Artikel von E.Benner, G. Gide, Lutz, E. Meininger, X. M o s s m a n n , A. Stöber. Für die Gesch. von M. im 19. Jhdt. vgl. Meininger,E., Essai de description de Mulhouse. M. 1885. Dollfus, A., Souvenir de la guerre 1870-71. Meininger, E., M. pendant la guerre de 1870-71. Verwaltungsberichte des Bürgermeisters. Von 1828 an. H a c k , C, Statistische Mittheilungen, 1872-1875. Ders., Das Unterrichtswesen der Stadt M. 1898. V o r t m a n n , W „ Eine Handelsakademie in Mülhausen i. E„ gegr. 1781. (Handelskursus zu Mülhausen i. E. Bericht üb. d. 22. Schulj. 1897-98.) Mülh. 1898. Histoire documentaire de Industrie de Mulhouse et des environs au 19e. siecle. Publ. par la Societe" industrielle de Mulhouse. M. 1902 (konnte für diese Darstellung nicht mehr benutzt werden). - Vgl. im Uebrigen die S. 257 und 258 genannten elsässischen Bibliographien. M ü l h a u s e n (Nord u. Süd), Kanton (Kr. gl. N., O.-E.). Die Ka. M.-Nord und M.-Süd umfassen zusammen einen Flächeninhalt von 139,7374 qkm. Die Grösse der Thcilflächen ist nicht festgestellt. Der Ka. M.-Nord umfasst die Gden. Kingersheim, Lutterbach, M. (nördl. Theil), Pfastatt, Reichweiler, Reiningen, Wittenheim, und enthält 4316 bewohnte Häuser etc. mit 51966 Einwohnern. Der Ka. M.-Süd umfasst die Gden. Brubach, Brunstatt, Didenheim, Dornach, Flachslanden, Gallingen, Heimsbrunn, M. (südl. Theil), Niedermorschweiler, Zillisheim, und enthält 5234 bewohnte Häuser etc. mit 56178 Einwohnern. Der Ka. M. besteht seit 1798, w o M. französisch wurde. Er gehörte 1800-1857 zum Arrondissement Altkirch, dann bis 1870 zum Arrondissement M. 1798 bis 1802 umfasste er die Gden. Mülhausen und Illzach, seit 1802 die heutigen Gden. ausser Flachslanden, welches ihm erst 1879 zugetheilt wurde (vorher Ka. Landser), und Brubach, welches bisher zum Ka. Landser gehörte, aber durch Verordnung des Statthalters v o m 6. Jan. 1902 dem Ka. M.Süd zugewiesen wurde. Die Gden. des Ka. M. gehörten vor 1802 sämmtlich zum Ka. Lutterbach. Die Eintheilung in die Ka. M.-Nord und M.-Süd rührt her vom Jahre 18bl. M ü l h a u s e n , Kreis (O.-E.). Umfasst die Ka. Habsheim, Hüningen, Landser, Mülhausen-Nord und Mülhausen-Süd, mit zusammen 75 Gemeinden und enthält auf 625,8706 qkm 18568 bewohnte Häuser etc., mit 159733 Einwohnern. Gebildet als Unterpräfektur den 4. Febr. 1871 aus dem Arrondissement M., soweit es nicht zum Kr. Altkirch gezogen wurde; Kreis durch Gesetz v o m 30. Dez. 1871. D as Arrondissement M. existirte erst seit 1857, vorher Is. 1800) war Altkirch der Hauptort desselben. Es umfasste die Ka. des früheren Ar-ri. ndissements Altkirch, nämlich: Altkirch, Habsheim, Hirsingen, Hüningen, Landser, M. und Pfirt. M ü l h a u s e n , Reichstagswahlkreis, umfasst nach Beschluss des Bundesrathes (Bekanntmachung des Reichskanzlers vom 1. Dez. 1873) den Kr. M. Wahlergebnisse: Jahr 1874 1377 1*78 1881 1884 1887 1890 1893 Eingeschr. Wähler 27636 30829 29 387 26795 26 382 27162 28093 31387 Abgegeb. Stimmzettel. u/0 58,6 51,0 52,8 40,8 45,4 82,7 57,0 77,3 Davon l. d. Gewählten°/n 52,b 50.0 43,2 37,8 32,7 02,3 34,7 38,7 ( ..wählt: IIa lieh. Dollfus. ders. ders. ders. Lalance. Hickel. Blieb. M ü l h a u s e r s t r a s s e , Hsr. (Gde. Illzach, Ka. Habsheim, Kr. Mülhausen, O.-E.). 13 E. 2 Hsr. Besteht s. 1S97. Mülhauser Vorstadt, Hsr. (Gde. Brunstatt, Ka. Mülhausen-Süd, Kr. Mülhausen, O.-E.). Früher AO., jetzt Theil der Gde. Brunstatt. Mülhauserweg, Hsr. (Gde. Riedisheim, Ka. Habsheim, Kr. Mülhausen, O.-E.). Früher AO., jetzt Theil der Gde. Riedisheim. Müllerhof (Merkenau), Fbrk. (Gde. Mühlbach, Ka. Rosheim, Kr. Molsheim, U.-E.). 18 E. 4 Hsr. Baumwollspinnerei und -Weberei. 1843 gebaut. Gehört zur Pfarrei Urmatt. Der Name Merkenau (eine Breuschinsel) kommt schon in einer Grenzbeschreibung von 1567 vor. M. soll eine Zeit lang Aufenthalt der Friederike Brion gewesen sein. Müllerhof (Rebberg), Hsr. (Gde. Urmatt, Ka. u. Kr. Molsheim, U.-E.;. Arbeiterinnenheim, 1898 durch die Fabrik Müllerhof (s. d. vor. Art.) gebaut. Bewohnt meist von Waisenmädchen unter der Aufsicht von Kreuzschwestem. Müllersgarten, Hs. (Gde. Lupstein, Ka. u. Kr. Zabern, U.-E.). 4 E. 1 Hs. Müllerwegscheid, M. (Gde. u. Ka. Rosheim, Kr. Molsheim, U.-E.). Frühere Bezeichnung des AO. Schäffers-mühle derselben Gde. Mümpelgard (Montbeliard), Grafschaft, liegt ausserhalb der Grenzen des Elsass, ist aber hier kurz deshalb zu erwähnen, weil ein Theil des ursprünglich sehr ausgedehnten Gebietes im Reichslande liegt, nämlich die Grafschaft Pfirt (s. d.) und ein Theil der Herrschaft Beifort (s. d.). Durch den Präliminarfrieden von Versailles vom 26. Febr. 1871 war Beifort selbst mit den Kantonen Beifort, Delle und Giromagny und der westliche Theil des Kantons Fontaine mit Deutschland vereinigt, in diesem Vertrage selbst aber und im Frankfurter Vertrage vom 16. Mai 1871 war auf die Erwerbung von Beifort wieder verzichtet worden; im Zusatzartikel 3 erhielt Frankreich weitere 20 Dörfer, (Theile der alten Herrschaften Beifort und Thann und die alte Herrschaft Rothenburg, 1250 und 1292 Rougemont en Allemaigne genannt). Erwähnung verdient M. aber auch aus dem Grunde, weil einerseits das Herzogthum Elsass der Eti-chonen (683-739) die Grafschaft M. umfasste; sodann wegen der verwandtschaftlichen Beziehungen zwischen dem Hause M. und dem Hause Elsass einerseits, und andererseits, weil Nachkommen des Hauses M., die Grafen von Pfirt, von Bar (Erben des Hauses Oberlothringen) und von Lützelburg ausgedehnte Besitzungen im Reichslande hatten und in dessen Geschicke vielfach eingegriffen haben. Die Grafschaft M. stand auch von 1397 bis 179b in Personalunion mit den württembergischen Herrschaften Horburg und Reichenweier im Oberelsäss. - Die Grafschaft M. war ein im ehemaligen Eisgau gelegenes Allod des herzoglichen Hauses der Eti-chonen, später ihrer Nachfolger im Elsass, der Grafen im Nordgau. Nach Viellard (s. unten) soll durch Hildegarde, Tochter des Grafen Hugo IV. von Elsass, M. dem Grafen Dietrich von Chiny als Mitgift zugebracht worden sein, während Andere die Grafen von M. für Nachkommen der Etichonen im Mannesstamme halten. Der Sohn aus dieser Verbindung, Ludwig, Graf von Mousson, durch seine Heirath mit Sophie von Oberlothringen Erbe der Allode dieses Hauses - Bar u. s. w. - wird 1044 als Herr von M. genannt. Nach Ludwigs Tod wurde der Besitz getheilt. Dietrich erhielt M. und Bar, erbte Mousson von seinem Bruder Lud-w ig und erwarb dazu 1096 die Grafschaft Verdun. Friedrich, Markgraf von Suza, erhielt Besitz im Unterelsass; seine Nachkommen nannten sich Grafen von Lützelburg und von Falkenstein, Vögte von Strassburg und von Rheinau. Von den Söhnen Dietrichs erhielt 1125 Dietrich II. M., Reinhold erhielt Bar und wurde Stammvater des Hauses Bar, Friedrich ist der Ahnherr der Grafen von Pfirt. Dietrich II. (t 1162), dessen Sohn Dietrich III. schon 1160 ohne Nachkommen verstorben war, hinterliess die Grafschaft M. seinem Enkel Amadeus, Grafen von Montfaucon, der Dietrichs III. Schwester, Sophie von Mümpelgard, zur Mutter hatte. Der |