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Show ooo Moincebach - Molringen. aux-Bois bei Pont-ä-Mousson. 1404 war M. in Händen des Spitals vom hl. Geiste, 1681 endlich Besitz der Abtei St. Svmphorian. - Die Vogtei, welche Lehen von Bar war, trugen die Herren von Louvigny, welche zuletzt die Herrschaft erworben zu haben scheinen. Moincebach s. Seille 21. Moitresse Jacques s Risholz. Molchthalbächel s. Zinzel 8. Molgraul", verschw. Hf. (Gde. Ueckingen, Ka. Hayingen, Kr. Diedenhofen-West, L.). Molgrauf 1731. 1681 erwähnt, gehörte 1731 mit einem Theile des Dorfes Ueckingen zur Herrschaft Bertringen. Molkenbronn, Hf. (Gde. Eckbolsheim, Ka. Schiltigheim, Ldkr. Strassburg, U.-E.). 22 E. 2 Hsr. (Früher V oge 1- bronn genannt). Im 18. Jhdt. Meierei, damals auch H i r - schel-Gut genannt. Molkenburg s. Gemar, Stadt. Molkenrain, Sennh. (Gde. Wattweiler, Ka. Sennheim. Kr. Thann, O.-E.). 1 Hs. Der Weidegang auf dem M. gehörte zum murbachischen Lehen Hirzenstein mit dem Weiderecht in den Bannen von Wattweiler und Uffholz. 1600 fand ein gütlicher Vergleich zwischen Wattweiler und Hans Christoph von Landenberg statt. 1652 errichtete Rudolf von Neuenstein eine freie Melkerei und Schäferei auf dem M., nicht ohne Widerstand und Einspruch der Bewohner von Wattweiler. Molkenrain, franz. Mulkren, B., 1125,1 m TP, nördl. Thann. [Wider den berg den man spricht Mei körn 1297; vff ein berg haist der Molkenrain 1550; montagne dite Mehl körn 1781; Mulkren (18. Jhdt., Cassini)]. Mollau, Df. (Ka. St. Amarin [1790-95 Ka. Thann], Kr. Thann, O.-E.). 643 E. 124 Hsr. (12 GRe.) - 470 m. - AG. St. Amarin (5,2); Bhf. Wesserling (3,4). - Mulenowe 1216; Millouw 1506; ma Mollo. - Die Gde. umfasst den HO. M. (576 E. 114 Hsr.) und die AO. Blosen, Denisruin, Kühlbach. M. bildete bis Ende des 18. Jhdts. mit Hüsseren- Wesserling, Storkensauen und Urbis e i ne Gde. («das Kirchspiel von M.»). - StEBez. St. Amarin. Fw. is. 1889, 2 Spritzen). - Kath. Hilfspfarrei des Dekanats St. Amarin (s. 1802). Schutzheiliger Joh. der Täufer (29. Aug.). Fil.: Storkensauen. Frühere Fil.: Hüsseren (bis 1S52, dann selbständig), Urbis (bis 1838, dann residirendes Vikariat, 1843 selbständig), Wesserling (bis 1852, dann mit Hüsseren vereinigt). - 1883-85 und 1889-93 wurde bei M. ein Kupfererzbergwerk Elisa betrieben. Sägemühle mit Wasser- und Dampfkraft. M. gehörte zum murbachischen Amte St. Amarin und zinste in den Dinghof daselbst. Dem Stifte St. Amarin hatte der anfangs unter eigenem Meier (dem Grassewatio) stehende murbachische Hof jährlich 2 mal das Salz zu liefern. 1550 zählte M. 8 Herdstätten, 1650 7 Bürger und 19 Kinder. Die im 14. Jhdt. unter der Mutterkirche zum hl. Martin in St. Amarin stehende Kirche zum hl. Johannes dem Täufer wurde später zur Pfarrkirche von M., Hüsseren, Storkensauen und Urbis erhoben und 1504 dem Tische der Conventualcn von Murbach incorporirt. Nach dem 30jährigen Kriege wieder mit St. Amarin vereinigt, wurde sie 1723 aufs neue zur Pfarrkirche des Landkapitcls Masmünster des Bisthums Basel erhoben und 1783 wieder Filiale von St. Amarin. Den Kirchensatz hatte die Abtei Murbach. Gemeindcwald (Oberförsterei St. Amarin) 335,5ha. (Tanne mit Buche.) Im Besitz der Gde. seit Isis jn Folge Theilung, seit der Revolution gemeinschaftlicher Besitz mit den Nachbargemeinden. Mollaubach s. Thur 18. Mollberg, langgestreckter Rücken. 5L'7,4 m, TP, auf dem linken Ufer des Magelthales, westl. über Mollkirch, Ka. Rosheim. Mollenbach s. a. Hinter-, Vorder-Mollenbach. Mollenbach, Hf. (Gde. Leberau, Ka. Markirch, Kr. Rappoltsweiler, O.-E.'. 7 E. 1 Hs. - Molenbech 1423; Bollenbach 1435; Mollen bach 1517; Mollembach 1596; am gleichnamigen Bache der von Süden in die Leber mündet. Mollenbach, Wlf., s. Leber 26. Mollenhütte, Hsr. Gde. Hausen, Ka. Andolsheim, Kr. Colmar, O.-E.i. S. Mariafeld (Mollenhütte; und Mollung-hüttc. Mollkirch. Df. (Ka. Rosheim [s. 1790], Kr. Molsheim, U.-E.). 650 E. 153 Hsr. (12 GRe.) - 320 m. - AG. Rosheim (9,1>; HSt. Gressweiler (7,2). - Molkirch um 13.50. - Die Gde. umfasst den HO. M. (433 E. 96 Hsr.), die AO. Fisch-hütt, Flösplatz, Girbaden (Hf. u. Fsths.), Girbaden (Jägerhs.), Klösterle, Langmatt, Laubenheim. Meyerhof, Neuhäusel, Untere Mühlmatt und den unbew. O. Ruine Girbaden. - P. u. HSt. Heiligenberg. Ortseinn. StEBez. Rosheim. Armr. (s. 1878). - Kath. Hilfspfarrei des Dekanats Rosheim (s. 1802). Schutzheiliger hl. Joseph (19. März). - Getreidemühle. 4 Sägemühlen. Hausindustrie : Sockenstrickerei für Firmen. Gehörte zum Distrikt Girbaden und kam mit diesem und dem grössten Theil der Dagsburgischen Erbschaft 1225 an das Bisthum Strassburg. Auch später, als alle übrigen Orte des ehemaligen Distrikts mit dem Amte Schirmeck (s. d.), zu dem sie gehörten, vom Bischof verpfändet worden waren (1366), blieb M. mit Laubenheim und Mühlbach eine Dependenz der Burg Girbaden und theilte die Schicksale derselben (s. d.). Hauptbesitzer waren die Rathsamhausen zum Stein '16. und 17. Jhdt.), unter deren Herrschaft es reichsritterschaftlich wurde, nach diesen die Rohan (18. Jhdt.). - Kirchlich war M. Filiale der Pfarrei Grendelbruch. Wallfahrtskapelle St. Valentin schon 1666. Gemeinde wald (Oberförsterei Oberehnheim) 71,3 ha. Mollochsattel, Einsattlung, 36.5 m. auf der Bezirksgrenze zwischen östl. Angelsberg und westl. Weihersberg, südwestl. Neunhofen, Ka. Niederbronn. Mollunghütte 'Molle nhütt ei, Bezeichnung einiger früher auf dem Banne der Gde. Hausen (Ka. Andolsheim, Kr. Colmar. O.-E) befindlichen Gebäude zum Backen und Trocknen von Backsteinen (moellons). Molmery (Bellevue), Hf. -Gde. Zemmingen, Ka. Dieuze. Kr. Chäteau-Salins, L. . 11 E. 1 Hs. 1829-30 erbaut. Molringen, Df. 'Ka. Albesdorf [1790-1802 Ka. Bessin-gen]. Kr. Chäteau-Salins, L. . 67 E. 17 Hsr. (10 GRe. - 250 m. - AG. Albesdorf (9,7); HSt. Nebing (6,0). - Malranges 1220; Malringa 1250; Mollering 1304; Mal-ringuen 1361. - Die Gde. umfasst den HO. M. und das Fsths. Molringen. - StEBez. Lauterfingen. - Annexe der kath. Hilfspfarrei Geinslingen (s. 1802). Ohne Vlkssch., benutzt die Vlkssch. von Geinslingen. - Geschäftssprache franz. - Hausindustrie: Korbmacherei (aus Weiden), auf eigene Rechnung. M. gehörte zu der Prevöte Dieuze, zuerst wahrscheinlich zu der Kastellanei Mörsberg, und zwar im 13. Jhdt. als Lehen derselben in Händen des von M. genannten Edel-geschlechts; scheint später von den Finstingen zu Lehen getragen worden zu sein. Der Ort welcher um 1220 zuerst aufgeführt wird, und in welchem 1250 die Abtei Wernesweiler begütert war, wird 1271 bei einer Schenkung an dasCollegiat- •still Münster genannt (s. Lohr). 1304 schenkten Bertrand von Marsal und Loretta von Craincourt. seine Ehefrau, ihre Besitzungen in M. der Abtei Vergaville. 1361 wird M. als Pfarrdorf des Archipr. Vergaville aufgeführt, noch 1472 wurden dort den Carmeliterinnen in Metz Renten von einem Bastarden von Finstingen zugewiesen. Bald nachher seheint das Dorf eingegangen zu sein. 173s: wird berichtet, dass der Ort, welcher seit mehreren Jahrhunderten verlassen werden war, mit Bewilligung des Herzogs von Lothringen vom 17. August 1698 wieder aufgebaut worden sei. 1711 wurde M. dem Baron de Theillieres zu Lehen gegeben, dessen Familie diese Herrschaft bis zur Revolution behielt. Die Abtei Vergaville hatte dort noch lo99 bedeu- |