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Show Weiler - Weilerthal. 1191 Hof und Lehensherrschaft in der Kastellanei Dieuze. In der unechten Stiftungsurkunde der Abtei Vergaville (966) wird als zum Besitz derselben gehörig ein Willardes Dorf > erwähnt. Ob dies Weiler ist, ist unsicher. Das Dorf war alter Besitz des Stiftes St. Sauveur in Metz und stand früher unter der Kastellanei Freiburg. Die Herren von Rodt- Germingen trugen die dortige Vogtei im 13. und 14.Jhdt. vom Bisthum Metz zu Lehen. Dorf Weiler scheint während des Ib. Jhdts. eingegangen und der öde Bann mit Essesdorf vereinigt worden zu sein. 154b war das Kapitel St. Sauveur noch dort begütert, und das Dorf bestand damals noch. lolS er-theilte der Herzog von Lothringen seinem Forstmeister in Dieuze die Erlaubniss, den Wald, Weiler genannt, auszuroden und auf der Stelle des früher dort vorhanden gewesenen Dorfes ein neues zu bauen. Weiler wird aber später doch nur als Lehen und Freihof aufgeführt. 1772 waren die de Glimont und Vanoncle de Venette Lehensträger von Lothringen in W. •Weiler, abgeg. O. bei Ammerschweier, I Ka. Kaysersberg, Kr. Rappoltsweiler, O.-E.). Wilra juxta Amalrici vilare 13. Jhdt.; Wiler veld in A m er ch w ier ban 1325; in der Wilre gelachen 1407. - 134o Gerin und Katharina von W . 1444 Junker Dietrich von W . - Vielleicht = Katzenweiher s. d. Bei W . (apud Wilram) soll der hl. Deodatus sich niedergelassen haben. Reste seiner Behausung und eine nach ihm benannte Quelle sollen später noch gezeigt worden sein. •Weiler, abgeg. O. zwischen Attenschweiler, Nieder-ranspach und Obermichelbach (Ka. Hüningen, Kr. Mülhausen, O.-E.). Melwilre 1142; Willer am Breitenhag 1591. - Begütert: 1142 Kloster Obermichelbach. - Erhalten Weg-und Flurnamen: Willerweg, Nieder-, Oberwiller. "Weiler, verschw. O., bei Bendorf, gegen den Berg Altschloss zu, (Ka. Pfirt, Kr. Altkirch, O.-E.). Will er feld 1725; in d e m Wyller 1738. - Erhalten die Flurnamen Willerfeld, Willerfeldweg. Der Ueberlieferung nach soll daselbst ein Dorf gewesen sein. "Weiler, verschw. O. (Gde. Bergheim. Ka. u. Kr. Rappoltsweiler, O.-E.). Abgegangener Weiler zwischen Bergheim und Burg Reichenberg: Wilre 1313; Wilr 1350; Wilere 1408; Willer 1441; Weyler 1686. W . (bei oder hinter Bergheim) gehörte zu Ende des lS.Jhdts. den Herren von Rappoltstein, wurde 1313 mit der Stadt Bergheim an Oesterreich verkauft und theilte vermuthlich alle Schicksale der Pfandschaft bezw. Herrschaft Bergheim (s. Bergheim, Stadt; vgl. auch St. Peter und Tempelhof). Die Einwohner von W., welche nachweislich an der Einlösung der Pfandschaft Bergheim 1361 betheiligt waren, hatten das Bergheimer Bürgerrecht. "Weiler, verschw. O., bei Bischweiler (Ka. Bischweiler, Kr. Hagenau, U.-E.). Im 14. Jhdt. erwähnt. "Weiler, abgeg. O., nordwestl. von Burbach (Ka. Drulingen, Kr. Zabern, U.-E.). Wilre 14. Jhdt. Weiler, abgeg. O. bei Ebersmünster (Ka. u. Kr. Schlettstadt, U.-E.). Im 11. Jhdt. erwähnt; die Abtei Ebersmünster besass damals daselbst die Kirche St. Remigius und den Zehnten. Noch im 15. Jhdt. als Wiler genannt. Der Name ist noch heute in Willerhof (s. d.) vorhanden. Weiler, abgeg. O. bei Fegersheim (Ka. Geispolsheim, Kr. Erstein, U.-E.). Wilre 1272,1368. Begütert: 1272 Kloster Eschau. Im 14. Jhdt. war der Ort als Lehen der Ochsenstein in den Händen der Rathsamhausen. - Mit Fegersheim (s. d.) vereinigt. "Weiler, abgeg. O. nördl. von Gries (Ka. Brumath, Ldkr. Strassburg, U.-E.). W M Ire 1292. 1415 Besitz der Schöffenfamilie Kleinkuntz von Hagenau. Gehörte zu dem lichtenbergischen Amte Brumath, das als erzbischöflich-mainzisches Lehen 1332 von den Landgrafen an die Lichtenberg kam. (Häufig mit Krautweiler verwechselt, das auch bis ins 16. Jhdt. nur Wilre hiess). - Zerstört 1444 durch die Armagnaken. - Erhalten Flurnamen: Weilerweg, -feld, -gärten. "Weiler, verschw. Df. (Gde. Johanns-Rohrbach. Ka. Saaralben, Kr. Forbach, L.i. Zi weiler 1179. - War Besitz der Abtei Wadgassen. Auf der Stelle entstand 1723 der Hof Trosslerie (s. d.). Weiler, alte Bezeichnung des Dorfes Lützelburg (Ka. Pfalzburg, Kr. Saarburg, L.i. "Weiler, verschw. O. (Gde. St. Quirin, Ka. Lörchingen, Kr. Saarburg, L.). 1122 als Kirchdorf erwähnt, später Lehen des Bisthums Metz, früher wohl zur Herrschaft Türkstein gehörig. 1430 verpfändete Heinrich von Germingen die Hälfte des Bannes von Wilre dem Priorat St. Quirin. 1550 wurde diese Hälfte dem Johann von Germingen gerichtlich zugesprochen. - Im 17. Jhdt. wurde das Dorf zerstört. Auf der Stelle desselben wurde später der Hof Courtegain [ (s. d.) erbaut, welchen die Erben der Germingen, die von Custine (schon 1561 im Besitze von W.). 1718 dem Priorat St. Quirin verkauft haben. Weiler, verschw. O. (Gde. Vahl, Ka. Albesdorf, Kr. Chäteau-Salins, L.). W ar Bestandtheil der Herrschaft Vahl (s. d.); auf der alten Dorf statte dürfte wohl Neu fvil läge gebaut worden sein. "Weiler, verschw. Df. (Gde. Willerwald, Ka. Saaralben, Kr. Forbach, L.). Le ban de Vueiler 1534. Siehe Albweiler. "Weiler, Kanton (Kr. Schlettstadt, U.-E.). Umfasst die ] Gden. Bassenberg, Breitenau. Breitenbach, Diefenbach, Erlen? j bach, Gereuth (Krüt), Grube, Lach. Meisengott, Neukirch, St. Martin, St. Moritz, St. Petersholz, Steige, Thann- | weiler, Triembach, Urbeis, Weiler und enthält auf 115,6821 qkm 24bl bewohnte Häuser etc., mit 11753 Einwohnern. Der Ka. W „ 1790-1705 zum Distrikt Benfeld, s. 1800 zum Arrondissement Barr, 180b-1870 zum Arrondissement Schlettstadt gehörig, umfasste 1790-1802 im Wesentlichen dieselben Gden. wie heute, nur dass Hirtzelbach noch bis 1815 I selbständige Gde. war (jetzt AO. von Neukirch) und dass Lach 1790 als AO. seines jetzigen AO. Charbes geführt wird. Ferner wurden dem Ka. 1828 noch Bellefosse, Belmont, Bliensbach, Fouday (Urbach) und Solbach aus dem Ka. Rosheim zugewiesen, welche jedoch 1872 in den Ka. Schirmeck, Kr. Molsheim, übergingen. Einen weiteren Gebietsverlust erlitt der Ka. 1867, indem der Weiler Hohwald (Gde. i Breitenbach) nebst Theilen der Gemarkung von Erlenbach , dem Ka. Barr zugewiesen wurde, um dort die selbständige j Gde. Hohwald (s. d.i zu bilden. Weilerbaeh s. 111 31. "Weilerberg, H. nordöstl. Alteckendorf, Ka. Hoch- 1 felden, Ldkr. Strassburg. Weilerfeld. Zgl. (Gde. Gries, Ka. Brumath, Ldkr. j Strassburg. U.-E.K 9 E. 1 Hs. Besteht s. 1856. Weilerpfad. Fsths. (Gde. Dambach, Ka. Barr, Kr. Schlettstadt, U.-E.). 4 E. 1 Hs. 1844 gebaut. Weilerthal, österreichische Herrschaft (auch A 1 - br echtsthal [Alberti vallis] und Obrechtsthal genannt), ' umfasste die Burgen Bilstein, Ortenberg und Ramstein sowie die Orte Bassenberg, Bourg-Bruche, Breitenbach Col-roy- la-Roche, Diefenbach, Erlenbach (Albe), Hohwald (bis 1867 AO. von Breitenbach), Lach mit dem Weiler Charbes (Mittelscher), Meisengott mit Engelsbach (Guirligotte) und Wagenbach, Ranrupt mit den Weilern Salcee und Stampou-mont, Saales, Scherweiler, St. Martin mit Schloss Hugshofen (Honcourt), St. Petersholz mit Hohwarth und Hunschweiler, z. Th., Steige, Triembach, Urbeis und Weiler. Die Herrschaft umfasste den grössten Theil des W . (neben ihr enthielt dasselbe noch die Herrschaften Frankenburg (s. d.) und Thann-weiler (s. d.i und bildete seit frühester Zeit die Grafschaft Hohenberg-Ortenberg. Nach dem Aussterben der Hohenberg ! kam dieselbe an das rechtsrheinische Haus Haigerloch- : Ortenberg und von diesem als Mitgift der Anna von Hohen- |