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Show 1142 Valettegrabcn - Valmünster. zum Ka. Püttlingen, seit 1802 zum Ka. St. Avold gehörig. Hat seinen besonderen Bann behalten. - Gehört zur kath. Hilfspfarrei Cappel. Kapelle des hl. Ludwig. W a r Dorf der Herrschaft Homburg-St. Avold (s. d.). Es wurde lb09 durch die Aebtissin von Ste. Glossinde geb. de la Valette, auf einer Rodung im alten Banne der Gde. Host gebaut und nach ihr benannt. A m 4. Jan. 1614 wurde die ganze Gerichtsbarkeit über das Dorf durch Herzog Heinrich von Lothringen der Abtei überlassen. Ortswald 'Oberförsterei Püttlingen) 24,8 ha. Chabert, F. M., Note sur un Medaillon de La Valette. duc d'Epernon. (M6m. de l'Ac. de Metz 18b3-b4. 2e ptie., p. 309.. Valettegrabcn s. Mutterbach 3. Vallee s. Grande-Val!e>. Vallerade, Hf. (Gde. u. Ka. Albesdorf, Kr. Chäteau- Salins, L.). 7 E. 1 Hs. - Ste. Marie cy-devant appel^e la Valleracht 1604; L a cense de la V a l r a d e lb96. - Durch Urkunde vom 20. Febr. Ifcö2 überliess Karl von Lothringen, Bischof von Metz, dem Balthasar Rouyer, Ge-neralprocurator des Bisthums, 268 Morgen Land an der Stelle, genannt «en la Valleracht» im Banne der Gde. Albesdorf u m dort ein Haus zu errichten, welches a m 10. Mai desselben Jahres zum Freihaus erhoben und zuerst Ste. Marie de la Walleracht genannt wurde. Vallerysthal, Df. (Gde. Dreibrunnen, Ka. u. Kr. Saarburg, L ) . 288 E. 63 Hsr. - P. III. Kl. Vallerysthal-Drei-brunnen. T. - Filiale der kath. Hilfspfarrei Hochwalsch. Kapelle des hl. Augustin. - Das Dorf ist seit der Gründung der dortigen Glasfabrik (1836, vgl. Dreibrunnen i entstanden. Vallerysthalbach s. Biber 6. Vallieres, Df. (Ka. Metz [1790 Ka. Borny oder Noisse-ville, 1795 KHO., 1802-70, Ka. Metz IL], Kr. Metz, L.). 600 E. 130 Hsr. (12 G R e ) 170 m . - A.-, L.-u. SchwG. Metz (4,1); Bhf. Metz (5,3). - Wallerias 1053; Valeria 117s. - Die Gde. umfasst den HO. V. (410 E. 93 Hsr.), die A O . Baille-en-Haut, Bordes, Corchade, Cugne, Lorient, Pont-Sauvage, Trou-de- Lievre, W a d e und den unbew. O. Senivaux ; der früher noch .m(geführte AO. Ecrevisse gehört zu dem Wir. Wade. - P. F. Ortseinn. StEBez. Metz II. Armr. (s. 6. Juli 1834). Verbds.-Fw. (s. 184b, 1 Spritze). Krgv. Vallieres-Vantoux (s. 2. März 1892). - Kath. Hilfspfarrei des Metzer Archipr. St. Segolena (s. 1SU2). Kirche der hl. Lucia (13. Dez.). Filiale Vantoux is. 1802, vorher Filiale von Mey). - 2 Steinbrüche. Kleine Ziegelei. 2 Kalkbrennereien. Leim- und Beinschwarzfabrik" von Lametz (1S60 errichtet, 6 Arbeiter; 1900 wurde die Entfettung der Knochen mittelst Benzin eingeführt). Dampfsägemühle. V. gehörte zu dem P a y s Messin (Saulnois) und war Herrschaft mit ganzer Gerichtsbarkeit, in vier getrennte Banne getheilt. 1. Ban St. Vincent, der grössere, zwei Drittel der Herrschaft, mit ganzer Gerichtsbarkeit, war Theil der Herrschaft St. Julien (s. d.). 2. Ban des Treize, Besitz der Stadt Metz. 3. Ban Faulquenel, wie der vorgenannte, mit ganzer Gerichtsbarkeit, bestand aus 102 Morgen Ackerland und 25 moue"cs Weinbergen. Besitzer lbb5-1681 die de Martigny, 1720 die Duchesne, 17b7 die Leseur. 4. Ban St. Paul, war eine Grund- Herrschaft des Domkapitels. Der ehemalige Besitz der Abtei Senones wurde 1551 durch die Abtei St. Pierre erworben. A m 14. Aug. 1870, Abends gegen 9 Uhr, fand bei V. ein kurzes, unentschiedenes Feuergefecht des 1. Bat. Regts. 41 unter Führung des Oberst von Merscheid-Hüllesscm gegen die Arriere-Garde des Corps Ladmirault statt. - Französisches Kriegerdenkmal und sechs Kriegergräber von 1870/71. - V. war bis 1802 Pfarrei des Archipr. Metz. Zur Pfarrei gehörte auch der 1870 zerstörte Hof Chätillon (s. d.) der Gde. St. Julien b. Metz. Der Kirchensatz, welcher 117S der Abtei St. Vincenz bestätigt worden war, stand im 18. Jhdt. dem Domkapitel zu. Von der alten, 1759 abgebrochenen Kirche sind noch einige romanische Reste übrig. Vallieres, Kanton. 1795-1802, seit 1800 zum Arron- 1 dissement Metz gehörig, umfasste die Gden. Borny, Chieulles, Cre"py, Grigy, Magny, Mey, Noisseville, Nouilly, Peltrc, Plantieres, St. Julien, Vallieres, Vantoux, Vany, Villers-l'Orme. Von denselben gehörte Chieulles vorher zum Ka. Argancy und Noisseville zum Ka. Noisseville, die übrigen zum Ka. Borny. 1802 kamen Cr6py, Magny und Peltre zum Ka. Verny, Noisseville und Nouilly zum Ka. Vigy, die übrigen zum Ka. Metz II. Vallieresbach s. Mosel 10. Vallieres-Thal, Hsr. (Gde. St. Julien b. Metz, Ka. u. Kr. Metz, L.). 73 E. 15 Hsr. Unter dieser Bezeichnung werden seit 1898 die früher besonders geführten AO. Bei Pont-Sauvage, Moulin de St. Julien und St. Simon zusammengefasst. Vallis lutosa, Landkapitel des Bisthums Basel, s. Leimenthal. Valmont s. Walmen. Valmünster, Df. (Ka. Bolchen [1790-1802 Ka. Ottcn-dorf], Kr. Bolchen, L.i. 120 E. 35 Hsr. (10 GRe.) - 215 m. - AG. Bolchen (8,5); Bhf. Teterchen (5,7). - Walamonas-terii 11. Jhdt.; Walamunstre 1145; W a l e monas-tcrio 1293. - StEBez. Bolchen II. - Kath. Hilfspfarrei des Archipr. Bolchen (s. 1802), die Gden. V. und Welwingen umfassend. Kirche des hl. Johannes des Täufers (24. Juni). Etwaige Protestanten gehören zur Pfarrei Augsb. Konf. in St. Avold. - Ein offener und ein unterirdischer Gipssteinbruch. Sitz der lothringischen Lehensherrschaft V. der Kastellanei Bolchen (s. d.), zu welcher Valmünster, Welwingen, Fehringen, Eblingen, Buchingen (verschwunden) und Tüttingen (dgl.), Hollingen und Remelfangen, sowie Güter in Hecklingen mit ganzer Gerichtsbarkeit gehörten. V. war alter Besitz der Abtei Mettlach und soll ihr nach der Aufzeichnung des Reliquiars des Klosters durch einen Grafen Udo und seine Gemahlin Matgund geschenkt worden sein. In einem Güterverzeichnisse des 10.-12. Jhdts. werden als zum Besitz gehörig, ein Frohnhof mit 45 Hüben, Kirchensatz und Zehnte erwähnt. Nach dem Weisthum vom Jahre 1417 war der Abt von Mettlach ^rechter Lehens-, Grund-und Bannherr, soweit die Banne der Dörfer Valmünster, Welwingen, Fenningen (Fehringen), Eblingen, Buchingen (verschwundenes Df.), Tüttingen, Hollingen und Remelfangen und die St. Peters-Güter gehen, dazu Bann und Mann, Zug und Flug, Wasser und Weiden etc.» Die Obervogtei über den genannten Besitz, wie auch später die Hochgerichtsbarkeit, hatte Lothringen den Grafen von Saarbrücken zu Lehen überlassen. U m längeren Streitigkeiten ein Ende zu machen, fand zuerst zwischen Herzog Ferry, dann zwischen Herzog Raoul von Lothringen und Saarbrücken 1331 eine Einigung statt wegen Hollingcn, Eblingen, Tüttingen, des Hofes in V. und der Wälder St. Kreuz im Warent. Diese wurden damals den von Saarbrücken für 300 Pfund verpfändet. 1496 und noch 1582 haben dieselben an Lothringen reversirt. Die Grundherrlichkeit war der Abtei allein geblieben, und der Sitz derselben war Hollingen (s. Meierei Hollingen). Mit der Unter-Vogtei hatte Saarbrücken zuerst die Herren von Siersberg belehnt. Nach dem Vertrag von 1331 gab Lothringen, welches die Dörfer Valmünster, Welwingen, Lauterfangen und Buchingen erhalten hatte, dieselben den von Siersberg-Dillingen zu Lehen. Schon 1382 haben die Herren von Dillingen Erbgüter an die Abtei Mettlach verkauft; 1547 thaten ihre Erben dasselbe. Das Haus Saarbrücken hat am 5. Febr. 1662 seine Vogteircchte über die Meierei Hollingen, welche noch 1555 durch die Herren von Freisdorf getragen waren, an die Grafschaft Kriechingen abgetreten ; es scheint aber, dass der Herr von Paviot in Dillingen, welcher dort den Braubach und den von Lantwin von Bockenheim gefolgt, und mit Ernestine von Nassau vermählt war, sich dieser Abtretung widersetzte. |