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Show monterchen - Montois-la-Montagne. 703 Monterchen, Df. (Gde. Rörchingen [s. 1812], Ka. Metzerwiese, Kr. Diedenhofen-Ost, L.). 168 E. 54 Hsr. Vor 1812 selbständig und 1790-1802 zum Ka. Lüttingen, dann zum Ka. Metzerwiese gehörig. Montigny 1375; Montigny les Aiey 1404; Montigny pres Tremery 1440; Mon-trichen 1681; Montrequienne 1869. - Gehörte zu der Herrschaft Talingen (s. d.). Annexe der Hilfspfarrei Rörchingen mit einer Kapelle zu Ehren des hl. Laurentius. O r t s w a 1 d (Oberförsterei Kedingen) 59,o ha. Montgoutte, B., s. Bödele. Montigny b. Metz, Df. (Ka. u. Kr. Metz, L. [1790 Ka. Augny, 1802-70 Ka. Metz III]). 6645 E. (Sterbf. 17,7, leb. Geb. 30,2 auf 1000) 435 Hsr. (24 GRe.) - An der Mosel 180 m. - A.-, L.- und SchwG. Metz (2,9); Bhf. Metz (1,8).- Montiniacum 893, Montinei 1160; Montigni 1341; ma. Mont'ni. - Die Gde. umfasst den HO. M. b. M. (6463 E. 410 Hsr.i, die AO. A m Kanal, Batterie am Kanal, Blory (s. 1809, vorher AO. von St. Privat). Grange-le- Mercier (dgl.), Horgne-au-Sablon (dgl.), Jerusalem, St. Andre", St. Privat (s. 1899, vorher selbständig) und den verschw. O. Folie. (Die früheren AO. Frescatelly, Grange aux Agneaux und Haut de St. Ladre hängen jetzt mit dem Dorfe zusammen.) Auf dem Banne von Montigny und Sablon lag die Kirchenvorstadt von Metz, Ad Basilicas (s. Basilicas). - Garn.-Laz. (im AO. St. Privat). - P . II. Kl. T. Werkstätten-maschineninspektion. Gendarmeriestation. Ortseinn. StEBez. Metz II. Bischöfi. Gymn. (Knabensem. Petit seminaire St. Louis de Gonzague, in M. b. Metz s. 1854, vorher in Metz [s. d.]. Das Gebäude ist grösstentheils auf Kosten des Bischofs Dupont des Loges erbaut worden. Kapelle des hl. Aloisius von Gonzaga. Seit 1873 bischöfi. Knabenseminar.) Evang. Haushaltungsschule (s. 1893 in Montigny, vorher in Metz, 1885 durch den Vaterland. Frauenverein gegründet). Spital der hl. Familie (1896 erbaut; durch die Schwestern von Allerheiligen aus Strassburg geleitet. 130 B. für Pensionäre, Arme, Waisenkinder und Idioten). Kloster Sacre" Cceur (1857 erbaut, 1873 aufgehoben, 1S95 wieder eröffnet, mit Pflegehaus verbunden i. 5 Aerzte, darunter 4 Mil.- Aerzte. Armr. (s. 1817). Sparkasse (s. 1893). Wasserltg. is. 1897). Fw. (s. 1857, 1 Spritze) Krgv. Montigny-Sablon (s. 7. Sept. 1878). Turnv. Montigny-Sablon (s. 1891). - Kath. Pfarrei II. Kl. (s. 1884, vorher s. 1802 Hilfspfarrei» des Metzer Archipr. Notre Dame. Kirche des hl. Privatus (21. Aug.). Zur Pfarrei gehört auch der Les Loges genannte Theil der Gde. Sablon (s. d.), sowie die AO. Bradin der Gde. Moulins bei Metz und La Luette und St. Ladre der Gde. Marly, dagegen gehören die AO. Grange-le-Mercier und Horgne-au-Sablon s. 1852 zur kath. Pfarrei Sablon. Ref. Hilfspfarrei > Montigny-Sablon) des Kons. Metz (s. 1892). zu der auch die Gden. Augny, Plantieres, Sablon und der ganze Ka. Verny gehören. (Vor 1892 Filiale von Metz.» Filiale des selbständigen Vikariats Augsb. Konf. in Metz. Die Israeliten gehören zum Rabbinat Metz. - Gasanstalt der St. Metz (55 Arbeiter), 1840 durch die Lyoner Gasgesellschaft gegründet. Hauptwerkstätte der Reichseisenbahnen (1190 Arbeiter). Essigfabrik (6 Arbeiter). Bau- und Möbelschreinerei (19 Arbeiter). Schreinerei (7 Arbeiter). Werkstätte für Eisenkonstruktionen von M. Simmelbauer (Schutzbrillen), s. 1S94 in Betrieb (26 Arbeiten. Champagnerfabrik von Eckel & Co., 1885 in Metz begründet und später nach M. b. Metz verlegt. Weinhandel. M. gehörte zu dem Pays Messin (Isle) und war Herrschaft mit ganzer Gerichtsbarkeit und Vogtei; es war ehemals Lehen des Bisthums Metz und noch früher ein bischöflicher Frohnhof. dessen Rechte, sowie die der Vögte, in einem Weisthum aus dem 12. Jhdt. noch erhalten sind. - M. b. Metz wurde im Laufe des Mittelalters mehrfach an Metzer Bürger verpfändet, so 1348. 1379-1404, 1434, 1455-60, 1465, endlich 1645 den ßenediktinerinnen in M. b. Metz zu Lehen überlassen. Lchensträger der Vogtei, mit welcher gewisse Rechte am bischöflichen Palaste in Metz und die i Bergfeste St. Blaise verbunden waren, waren vom 12. bis 15. Jhdt. die Neufchatel-Warrize, dann die Renguillon, Dc-sch, de Heu, 1681, die Besser, 1712-1791 die Baudinet de Cour-j Celles. Das Benediktinerinnen-Kloster wurde 1635 durch | Weihbischof Meurisse von Metz gegründet; eine Kapelle wurde 172'» durch den Bischof von Coislin neugebaut, und dient noch als Pfarrkirche. M. b. Metz war bis 1804 Annexe der Pfarrei St. Privat (s. d.). Die reform. Kirche ist 1894 durch freiwillige Beiträge mit Unterstützung durch S. M. den Kaiser erbaut worden. - Paläolithisches Steinbeil, nach dem Muster von St. Acheul. Gallische Münze. Römische Reste aller Art an der alten Römerstrasse Metz-Scarpone. Das alte , bischöfliche Schloss wurde 1552 zerstört, nur wenige Spuren übrig. - Auf dem Kirchhofe ein franz. Kriegerdenkmal und ein Massengrab von 1870. Soleirol. Note sur un os fossile trouve' ä M. (Mem. de l'Ac. de Metz 1835-36, App. 203). Mont igny-la-G ränge. Schi. u. Hf. 'Gde. Amanweiler, Ka. u. Kr. Metz, L.). 13 E. 2 Hsr. - Montigny dezous Genivaul 1404 ; ma. Mont'ni 1 a i grainge. Gehörte zu dem P a y s Messin (Val de Metz) und war Herrschaft mit ganzer Gerichtsbarkeit, mit welcher die Vogtei über Amanweiler verbunden war. Ehemals war Montigny-Ia-Grange Bestandtheil der Herrschaft Amanweiler (s. d.i. Die Abtei St. Vincenz verkaufte den Ort 1598 mit ganzer Gerichtsbarkeit an die Familie Gauvain. Die Vogtei über Amanweiler, welche im 13. Jhdt. in Händen der Familie von Chätel-St. Germain war, war 1404-1504 Besitz der Renguillon und de Vy, 14*9 der Papperei. 1514- 1552 der Remiat, dann der de Marteau, welche sie 1561 der Familie Humbert verkauften. 1606 wurde die Vogtei von der Abtei eingezogen und 1613 den Gauvain überlassen. Das feste Haus welches gewöhnlich dem Vogte überlassen war, wurde 1402 von dem Herren de Beirain eingenommen, aber bald von den Metzern befreit. Es war mit Gräben umgeben. - In der Nähe 3 Kriegergräber von 1870/71. Montingo, verschw. Hf. (Gde. Luffendorf, Ka. Pfirt, Kr. Altkirch. O.-E.i. 1880 unbewohnt; dann abgebrannt. Seit 1883 ganz verschwunden. Nach Stoffel vielleicht das alte Monjolet. Monjolet 1148 (Flurname); Monttingol 1332; Monteno 17. Jhdt. Montivus, verschw. O. (Gde. Tincry, Ka. Delme, Kr. Chäteau-Salins, L.). 101S als Grenzort erwähnt, in einer Urkunde, durch welche Kaiser Heinrich II. seinem Schwager, Bischof Dietrich von Metz, das jus forestandi über einen ausgedehnten Bezirk rechts der Mosel verlieh. M. lag auf dem Gewanne derriere Butelle*, zwischen Tincry und Xocourt, wo sich noch heute Mauerreste und Trümmer aller Art belinden. Montlibre (Fr ei ber g), 1793 -1814amtliche Benennung der Gde. Kaysersberg, Ka. Kaysersberg, Kr. Rappoltsweiler, O.-E. Montois-la-Montagne, Df. (Ka. Metz [1790 Ka.Gross- Moyeuvre, 1795 Ka. Rombach, 1802-70 Ka. Briey], Kr. Metz, L.). 371 E. 69 Hs,-. (10 GRe.) - 280 m. - AG. Rombach 7,8 : Bhf. Amanweiler (7,1). - Montois 1320; ma. Monteu. - Die Gde. umfasst den HO. M.-la-M. und die AO. Deutsches Haus, Grube Pauline (s. u.), Strasse nach Joeuf, Waldhaus - P. F. StEBez Rombach. Nebenzollami II. Kl. - Kath. Hilfspfarrei des Archipr. St. Vincenz in Metz (s. 1874, vorher s. 1802 des Archipr. Briey). Kirche des heil. Nikolaus (6. Dez.). Die Reformirten gehören zur Pfarrei Gr. i--.- Moyeuvre. - Geschäftssprache franz. - 5 Steinbrüche (133 Arbeiter), von denen einer einen steilen Bremsberg von 100 in Höhe besitzt. Eisenerzbergwerk, der Gewerkschaft Pauline, 1896 in Angriff genommen. 1899 wurden (bei 258 Arbeiter) 98472 t Eisenerze gefördert. Gehörte zu der Probstei Briey (s. d.i mehrfach im 14. und 15. Jhdt. an Metzer Familien verpfändet oder zu |