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Show 1040 Silly-sur-Nicd - Singlingen. Herrschaft mit ganzer Gerichtsbarkeit. Es war alter Besitz der Metzer Kirche. 1457 wird es noch als bischöfliches Lehen bezeichnet, von den Edeln von Abocourt getragen. Die Herrschalt, welche 1404 z. Th. in Händen der von Landre-mont war, erscheint z. Th. 1404 und 1600 im Besitze der Abtei St. Symphorian, deren Vögte wahrscheinlich die von Landremont waren. V o m 17. bis Ende des IS. Jhdts. gehörte das Dorf dem Domkapitel von Metz. Silly-sur-Nied s. Sillers. Silvange, Wir. iGde. Marange-S.lvange |s. 1809], Ka. u. Kr. Metz, L.i. 82 E. 19 Hsr. - Silviniaco villa 935; Silvigny 1207; Zulvinge 1314; Sulvange 1320. - Vor 1809 selbständig und seit 1790 zum Ka. Maizieres, seit 1795 zum Ka. Lorry b. Metz, seit 1802 zum Ka. Metz I gehörig. S. war Dorf der herzoglich Barschen Probstei Briey is. d.) und wie Rombach (s. d.) alter Besitz der Abtei St. Paul in Verdun und kam mit dem Herzogthume Bar 1430 an Lothringen. Bar scheint auch einige Rechte, wohl Vogteirechte, gehabt zu haben, welche es wiederholt an Metzer Familien verpfändete oder zu Lehen vergab. - In S. scheint schon 935 Gorze. 1207 St. Symphorian begütert gewesen zu sein. - S. gehörte bis 1804 zur kath. Pfarrei Rombach, wurde dann erst mit Pfarrei Marange vereinigt. Silzberg, Steinbruch (Gde. Waldhambach, Ka. Drulingen, Kr. Zabern, U.-E.). 1 Hs. Besteht seit 1896. Silzberg (MB. Sitzbergi, H., 290,3 m. bei Adamsweiler, (Ka. Drulingen, Kr. Zabern, U.-E.). Silzheim, Df. (Ka. Saarunion [1793 Ka. Neu-Saarwerden, 1794-1801 Ka. Harskirchen], Kr. Zabern, U.-E). 536 E. 04 Hsr. (12 GRe - 22"' m. - AG. Saarunion (17,0); HSt. Herbitzheim (6,0). - Sültzen 1329: ma. Silzum, Silze. - Die Gde. umfasst den HO. S. (523 E. 92 Hsr.) und den AO. Silzheim (Fsths.). - StEBez. Saarunion. Armr. (s. 1866). - Kath. Hilfspfarrei des Dekanats Saarunion (s. 1808, vorher Filiale von Herbitzheim). Schutzheiliger hl. Gallus (16. Okt.). Filiale der prot. Pfarrei Augsb. Konf. in Herbitzheim. - Getreidemühle. S. gehörte zur Grafschaft Saar wer den (s. d.); bei deren Theilung 11745) fiel es an Nassau-Weilburg (Amt Neusaarwerden ). Im Mittelalter scheint S. längere Zeit der Abtei Herbitzheim verpfändet gewesen zu sein. Die Pfandschaft ist 1518 durch Graf Nikolaus von Mörs-Saarwerden eingelöst, jedoch von neuem an Konrad Beyer von Boppart, Herrn von Saaralben, zu Lehen gegeben worden. Lothringen hat dann später auf Rechte, die es in S. wegen Saaralben besass, zu Gunsten der Grafschaft Saarwerden verzichtet (1621). - Kirchlich war S. Filiale von Herbitzheim (Landkapitel Bockenheim des Bisthums Metz). Die Reformation hielt sich nur bis zum Anfang des 17. Jhdts. ili>12-1622 prot. Pfarrei). Seitdem wieder kath. 1721 wurden die Protestanten nach Herbitzheim eingepfarrt. Silzheim, Fsths. Gde. Silzheim, Ka. Saarunion, Kr. Zabern, U.-E.). 6 E. 1 Hs. Soll um 1825 entstanden sein. Silzheim, Staatswald (Gde. Silzheim, Ka. Saarunion, Kr. Zabern, U.-E). 360 ha. Oberförsterei Saargemünd. Forsthaus Silzheim. (Eiche, Esche, Berg- und Spitzahorn, Rothbuche, Hainbuche, Eisbeere, Birke, Espe, Erle, Feldahorn). Muschelkalk. Domäne der Grafschaft Saarwerden, scheint lange Zeit im Pfandbesitze der Abtei Herbitzheim gewesen zu sein, 1518 ausgelöst. 1683-97 von Frankreich konfiszirt; durch Erbtheilung 1747 an Nassau-Weilburg gekommen. Nachdem durch Dekret der Nationalversammlung vom 14. Okt. 1793 die Vereinigung der Grafschaft Saarwerden mit Frankreich beschlossen worden war, ist die Einziehung der herrschaftlichen Domänen erfolgt. Simbach s. Saar 47. Simbacher Berg, Südwesthang, am rechten Ufer des Eichelthaies, zwischen Frohmühl und Tieffenbach, Ka. Lützelstein. Simbachmühle, M. (Gde. Grossblittersdorf, Ka. u. Kr. Saargemünd, L.). 30 E. 1 Hs. Soll schon Ende des 18. Jhdts bestanden haben. Seit 1893 ausser Betrieb. Simelachgraben s. Larg 15. Simelachweiher, im Larggebiet, 1,2 km südl. Füllern und nordöstl. Hindiingen - 4,5 ha. Fischerei. Wird alle 6-10 Jahre abgelassen und bebaut. Privatbesitz. Abfls. s. Larg 15. Simmeisberg, H., 283 m, nordöstl. Heimsbrunn,. Ka. Mülhausen-Süd. [Simansberg, a m Simelsperg 1537; am Simelsberg 1650 1 Simmerstöckel s. Obere, Untere Simmerstöckel. Simmingen, Wir. (Gde. Rodemachern [s. 1811], Ka. Kattenhofen, Kr. Diedenhofen-Ost, L.). 6.5 E. 17 Hsr. Vor 1811 selbstdg. und 1790-1802 zum Ka. Rodemachern, dann zum Ka. Kattenhofen gehörig. - Suningen 750; Su-mingen 842; S o m m a n g e 14. Jhdt. - Filiale der kath. Hilfspfarrei Fixem (s. 1838, vorher der Hilfspfarrei Berg). Kirche des hl. Petrus. S. war Dorf der Herrsch aft Rodemachern. Es gehörte zuerst zur Meierei Faulbach und war 1782 selbst Sitz einer Meierei. Ursprünglich königlicher Besitz. 842 schenkte Kaiser Lothar seinem getreuen Alpear Güter in Sumingen. 1161 wurde das Dorf als Besitz der Abtei Echternach bestätigt. Auch die Abtei St. Mathias bei Trier war dort bis zur Revolution begütert. Lehensträger der Herrschaft Rodemachern waren 1685 in S. die Sibricht von Diesdorf. - S. war im 18. Jhdt. selbständige Pfarrei des trierischen Landkapitels Remich, 1804-08 Communalsuceursale, dann Filiale der Hilfspfarrei Berg. Orts wald (Oberförsterei Diedenhofen) 24 ha; gemeinsam mit Faulbach, davon 3,4 ha im Herrenholze (s. d.). Simserhof, Hf. (Gde. Schorbach, Ka. Bitsch, Kr. Saargemünd, L.). 1 Hs. 1843 auf einer Rodung erbaut. Sindeisberg, Wir. (Gde. u. Ka. Maursmünster, Kr. ; Zabern, U.-E.). 152 E. 45 Hsr. - Sindeneshofa um 1120: Sindeni curia 1137 ; ma. Si n d 1 schb ar ri. - Kirche des hl. Blasius, Wallfahrt. Gehörte zur Mark Maursmünster (s. d.). 1115 gründete dort Propst Richwin von Maursmünster ein Benediktiner-Nonnenkloster (Sindenus mons), das bis 1488 selbständig blieb, dann aber der Abtei Maursmünster einverleibt wurde. Das Güterverzeichniss des Klosters von ca. 1120 sammt einer Abbildung der Kirche auf einem kunstvoll ausgestatteten Pergament befindet sich im Bezirks-Archiv zu Strassburg. Die Kirche, 1137 eingeweiht, 1332 erneuert, wurde 1525 sammt dem Kloster im Bauernkriege zerstört. - Der untere Theil des Kirchenschiffs stammt aus dem 11.-12. Jhdt., der obere aus dem 13.-14. Jhdt., desgleichen der Thurm und Chor. Die Thüren des Schiffs entstammen dem 11.-12. Jhdt. Unter der Tünche Wandmalereien aus dem 15. -16. Jhdt. Spach, L., L'abbaye de Marmoutier et le couvent de Sindeisberg. Strasbourg 1861 und in Sp.'s Oeuvres choisies 3, S. 87-114. Ders., Die Abtei von Maursmünster und das Kloster von Sindeisberg. (Strassb. Zeitung 1872, Nr. 133- 135, 137.) Sindelshofen, unbekannter Ort bei Sindeisberg (Gde. u. Ka. Maursmünster, Kr. Zabern, U.-E.). U m 1120 war Kloster Maursmünster begütert in Sindeneshofa. Wahrscheinlich identisch mit Sindeisberg (s. d.). Sindering, Fabr. (Gde. Lutterbach, Ka. Mülhausen- Nord, Kr. Mülhausen, O.-E.). 10 E. 2 Hsr. Ursprünglich Mühle, 1862 Färberei; dann ehem. Fabrik Fischesser & Cie. bis 1900. Jetzt Fabrik pharmazeutischer Präparate von Feigel und Färberei und ehem. Wäscherei von Welker & Haas. Singlingen, Wir. (Gde. Gross-Rederchingen [s. 1811], Ka. Rohrbach, Kr. Saargemünd, L.). 173 E. 54 Hsr. Singlin 1678; Singlingen 1681. - Vor 1811 selbstdg. und seit 1790 |