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Show Ostheim - Ottendorf. vereinigten Herrschaft Reichenweier (s. d.). 1701 wurde es jedoch von derselben losgetrennt, u m mit Altweier eine besondere Herrschaft zu bilden, die Herzog Georg von Württemberg seiner Tochter Anna überliess. Nach deren Tode 1733 stritten die Allodialerben Annas mit Württemberg um die neue Herrschaft, die desshalb von Frankreich unter Sequester genommen, 1759 jedoch Württemberg zugesprochen wurde. - Kirchlich gehörte 0. zum Landkapitel Ultra Colles des Bisthums Basel; schon 1187 ein Leutpriester erwähnt. 1441 Rektorat, Vikariat. 1.535 wurde die Reformation eingeführt. Prot. Pfarrei, deren Patronatsrecht der Herrschaft zustand und die auch Gemar und Illhäusern umfasste. Die Kirchenbücher gehen bis 1667 zurück. Simultaneum von 1687-1854. Kath. Pfarrei seit 1738 ; das Patronatsrecht derselben besass der Intendant d'Alsace. - An einigen Gebäuden romanische Skulpturreste aus dem IL-12. Jhdt. Einige alte Holzhäuser. G e m e i n d e w a l d (Oberförsterei Colmar-Ost) 23,4 ha. Iselin, Wiedererrichtung der kath. Pfarrei Ostheim. (Ecclcsiasticum Argentinense IX, Archival. Beilage S. 61-63). Ostheim, abg. Ort, an der Lauch, östl. von Isenheim, gegen Merxheim. (Ka. Sulz, Kr, Gcbweiler, O.-E.). Host-haim, O s t h a i m 811; Ostein 1697. - 1194 wird Lutoldus von O. genannt; u m 1807 starb Joh. Friedr. Karl Max Reichsgraf von 0. Grabstein eines Rudf. von O. (f 1594) in der Kirche zu Isenheim.. Murbachisches Lehen, kam 1303 als habsburgisches Lehen an die Ostein, wurde im 16. Jhdt. von der Abtei Murbach zurückgekauft, aber u m 1700 an die An-toniter von Isenheim verpfändet. - Begütert: ab 811 Kloster Murbach. O. war der Oberhof der Murbacher Dinghüfe. 1191 Kloster Goldbach; 1241 und 1287 die Deutschherren. - Pfarrei (1441) des Landkapitels Citra Colles Ottonis. Kirchenheiliger St. Bartholomäus. - Zerstört vermuthlich im 30jährigen Kriege. Einzelne Häuser standen bis 1780 und die Kapelle wurde bis 1792 benutzt. Grundmauern. - Merowingische Funde (Sarkophage). Knoll aine, Ch., D u village detruit d'Ostein ä propos d'une pierre tumulaire. (Rev. d'Als. X, 1859, S. 360-364). O s t h e i m e r s t r a s s e s. Colmarerstrasse (Ostheimer-trasse). Osthofen, Df. (Ka. Truchtersheim [1790-1802 Ka. Molsheim], Ldkr. Strassburg, U.-E.). 625 E. 142 Hsr. (12 GRe.) - 180 m. - AG. Truchtersheim (10,8); Bhf. Düttlen-heim (5,8). - Os tho v a 775; H o s t h o v e n 884 ; O st h o vin 1199. - T. Oeff. Fernsprechstelle. Ortseinn. StEBez. Wiwersheim. Armr. (Gründungsjahr unbekannt). - Kath. Hilfspfarrei des Dekanats Truchtersheim (s. 1802). Schutzheiliger hl. Jakobus der Aeltere (25. Juli). Zur Pfarrei gehören auch die Katholiken in Handschuhheim und Ittenheim. Die Israeliten gehören zum Rabbinat Ouatzenheim. Jüd. Friedhof in Rosenweiler. -- Getreide- und Hopfenhandel. Altes Dorf; schon 775 erscheint in einer Urkunde Karls des Grossen die Abtei Honau daselbst als begütert (desgl. 884 und 1199). U m 1120 halte auch die Abtei Maursmünster Besitz zu O., 1178 Kloster Sturzelbronn, ca. 1141 Kloster Haslach, 1139 Kloster St. Georgen, 1220 Kloster Steigen. Das Dorf war ursprünglich im Besitz des Bisthums Strassburg, später reichsritterschaftlich. 1295 verkaufte Burchart Beger von Dachstein die Hälfte von O. mit dem Schloss an Bischof Konrad. Ein anderer Theil von Dorf und Schloss befand sich als bischöfl. Lehen im Besitz der nach O. genannten Burggrafen von Osthofen (1320 erneuerte Belehnung), welche es noch 1410 inne hatten. Bald daraufkam das ganze Dorf in den Lehnsbesitz der Bock (1441 sind diese schon im Besitz). 1546 wurde es den von Seebach verliehen. Nach deren Aussterben kam es 1653 an die Zuckmantel von Brumath, die es his 1781 besassen. - Kirchlich gehörte O. zum Landkapitel Biblenheim. Im 15. Jhdt. inkorporirtes Rektorat, beständiges Vikariat, Frühmesserei und Muttergottes-kapelle mit Kaplanei. Später Pfarrei mit den Filialen Ittenheim, Handschuhheim. Fürdenh. im bis 1808) und Hürtigheim (dgl.i. Das Patronatsrecht besass die Abtei Haslach. Ostwald, Df. (Ka. «ieispolsheim [s. 1790], Kr. Erstein, U.-E.i. 1290 E. 257 Hsr. (12 GRe.) - 140 in. - A G . Illkirch- Grafenstaden (2,3); Bhf. (irafenstaden .2,2. - Wickers-hei m 974; Ille w i c k ersheim 1293. - Die Gde. umfasst den H O . O. (1201 E. 241 Hsr.. und die AO.: Feil, In den Winkeln, Waschhaus a. d. 111, W o o g , auch Fischerinsel genannt s. 188", vorher zu Ulkirch-Grafenstaden gehörig - StEBez. Ulkirch-Grafenstaden. Armr. (s. 1872). - Kath. Hilfspfarrei des Dekanats Geispolsheim (s. 1302). Schutzheiliger hl. Oswald (5. Aug... - Hausindustrie: Stroh-flechterci, für Firmen; Stickerei, auf eigene Rechnung. Bei O. befindet sich die sog. A c k e r b a u - K o l o n i e O. Ein im Banne von O. liegender, zwischen dieser Gde. und der Stadt Strassburg lange streitiger Wald von etwa 100 ha, der 1838 der Stadt Strassburg gerichtlich zugesprochen worden war, wurde gerodet und an seiner Stelle 1842 eine Beschäftigungsanstalt für arbeitsfähige Bettler und Landstreicher errichtet. Seit 1852 wurden dort Jugendliche- Gefangene untergebracht. 1854-1875 war das Gut Besser-ungs- und Waisenanstalt, daneben s. 1842 Ackerbaukolonie. 1875 wurde die Besserungsanstalt nach Hagenau verlegt; das Gut wurde, nachdem es noch bis 1. Mai 1876 in Regie weiter bewirthschaftet worden war, 1876 von der Stadt Strassburg verpachtet. Die Protestanten daselbst gehören zur Pfarrei Lingolsheim. O., bis zur Revolution 111 w i c k e r sheim genannt, war altes Reichsgut und theilte die Schicksale der mit ihm verbundenen Orte Ulkirch-Grafenstaden (s. d,). 1288 von Rudolf I. dem Claus Zorn verpfändet, kam es 1415 durch Verpfändung Kaiser Siegmunds in den Besitz der Stadt Strassburg. Das Schloss zu Illwickersheim, 1226 von König Heinrich (VII.) dem Bischof Berthold von Strassb irg verpfändet, wurde 1246 von den Strassburgern zerstört. Später gab es 2 kleinere Schlösser zu O. Eines gehörte seit 1675 verschiedenen Strassburger Bürgern, das andere wurde von Strassburg 1610 an die Mueg verkauft und kam 1684 an die Bock, später an die Müllenheim, - In O. war ursprünglich nur eine Kaplanei vorhanden (Wallfahrtskapelle St. Oswald), sie gehörte mit Illkirch zum Landkapitel Benfeld. V on Strassburg aus wurde im 2. Viertel des 16. Jhdts. die Reformation eingeführt. 1685-86 kehrte O. jedoch zur kath. Kirche zurück. Kath. Pfarrei seit 1688, zu welcher bis 1760 auch Illkirch und Grafenstaden gehörten. 1762 wurde O. dem Landkapitel Oberehnheim zugetheilt. Das atronats-recht besass die Stadt Strassburg. G e m e i n d e wald (Oberförsterei Strassburg) 40,4 ha. Memoire pour le Maire de Strasbourg, appelant princi-pal... contre l'Maire d'Ostwald... intim6 principal. [Strasb. o. J.] 4°. H u o t , P., Ostwald ancien et moderne, le Mettray d'Alsace. (Rev. d'Als. 1863, S. 529-542). Ostwaldgraben s. 111 82. O t h s. Deutsch-Oth. Ottendorf, Df. (Ka. u. Kr. Bolchen, L. [1790-1802 KHO]). 485 E. 152 Hsr. (10 GRe.) - 240 m. - A G . Bolchen | (5,7); Bhf. B. (6,4). - Ottonvilla 1137; Ott and o rf 1544 ; Ott on ville 1594 und 1869. Die Gde umfasst den HO. O. (313 E. 97 Hsr.) und die AO. Knallhütte und Rickringen, sowie die verschw. O. Buchingen und Graffloch. - StEBez. Bolchen II. F w . (s. 1861, 1 Spritzei. - Kath. Hilfspfarrei des Archipr. Bolchen (s. 1802). Kirche zu Ehren der Bekehrung des hl. Paulus (25. Jan.), letzter Bau 1846. Die Protestanten gehören zur Pfarrei Augsb. Konf. in St. Avold. - Kleine I Getreidemühle. O. gehörte zu dem Pai s Messin Haut Chemini und war Sitz einer Herrschaft mit ganzer Gerichtsbarkeit, zu welcher noch Rickringen und der verschw. O. Buchingen ' gehörten. Die Herrschaft war alter Besitz der Metzer Kirche |