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Show Tencherhof - Terwen.] 1107 Tencherhof, verschw. Hf. (Gde. u. Ka. Saaralben, Kr. Forbach, L.i s. Tenschen, verschw. O. Tennschen, Df. (Ka. Vigy [1790, wie es scheint, kurze Zeit KHO., dann Ka. Haiss, 1792 Ka. Kürzel, 1795-1802 Ka. Vry], Kr. Metz, L.). 317 E. 94 Hsr. (10 GRe.) - 220 m. - A.-, L.- u. SchwG. Metz (16,4); Bhf. Landonvillers (1,4). - Tanner 1137; Les Estans 1281; Tenchen, Lestanche, les Etanges 1594; Les Etangs 18b9. - Die Gde. umfasst den HO. T. (312 E. 93 Hsr.) und den AO. Bonfey (bis zur Revolution auch den AO. La Bruyere, der dann zur Gde. Glatigny [s. d.J geschlagen wurde. Ein anderer früherer AO. La Beuverie ist mit dem HO. verschmolzen, ferner der verschw. O. Coupillon. - StEBez. Kürzel. Armr. (s. Ib. Juni 1869). Comit£ Michel Marcus (s. 1844, zur Unterstützung von Kranken und Waisen in natura). - Kath. Hilfspfarrei des Archipr. Vigy (s. 1802), zu der auch der AO. Bruyere (Gde. Glatigny) gehört. Kirche des hl. Johannes des Täufers (24. Juni . Die Reformirten gehören zur Pfarrei Kürzel. - Weinhandel. Der AO. Bonfey ist jetzt Elektrizitätswerk für das Schloss Landonvillers. Das Dorf war früher getheilt. - T. selbst war Dorf der lothringischen Kastellanei Bolchen und zwar Lehen derselben, wahrscheinlich zur Herrschaft Waibelskirchen gehörig (s. d.). - Das Schloss, von Wassergraben und vier Eckthürmen umgeben, mit Wir. Beuverie (jetzt mit dem Dorfe T. zusammen gewachsen), Wir. Bruyere, einer Mühle, zwei Weihern und etwa 1000 Morgen Wald, bildete eine Herrschaft mit ganzer Gerichtsbarkeit des Pays Messin (Haut-Chemin). Diese Herrschaft war schon im 12. Jhdt. allodialer Besitz eines gleichnamigen Rittergeschlechtes (1137-1310), welches durch die Rollingen-Kriechingen beerbt wurde. Diese scheinen Schloss Tennschen Luxemburg zu Lehen aufgetragen und die Besitzung als Afterlehen von Luxemburg Metzer Familien überlassen zu haben, welche dafür von 1362-1574 gehuldigt haben, so die Drouin 1362- 142b, die Le Hungre 142b, die Baudoche 1469-1552 zur Hälfte, die Desch 1488-1530, später (bis 1639) die von Raigecourt, 1650 Marsal, IbSl de Guillemin zur Hälfte, lb79-1789 die Blair, zuerst zur Hälfte und dann im 18. Jhdt. allein. - Schloss T., das 1404 (sowie 1489, 1493 und 1518) genommen und zerstört worden war, wurde 1552 durch die Franzosen bestürmt und abgebrannt, jedoch bald nachher wieder errichtet. Die Ansprüche Luxemburgs auf die Souveränität über T., welche noch nach dem Pyrenäischen Frieden geltend gemacht wurden, sind von Frankreich nicht beachtet worden, das die Herrschaft als franc-alleu des Bisthums mit dem Pays Messin vereinigte. - T. war seit 1750 Pfarrei des Archipr. Noisseville, ehemals aber Annexe von Retonfey. Kirche 1743 erbaut. Der Kirchensatz gehörte zum Seminar St. Simon in Metz. - Auf einem Acker der Gde. ein Kriegerfriedhof von 1870/1. Tennschenbach s. Französ. Nied 20. Tensch, Hf. u. M. (Gde. u. Ka. Grosstänchen, Kr. Forbach, L.). 15 E. 3 Hsr. - Gag nage de Tenschen(f) 145">; court deTainey 1472.-Muttergotteskapelle (Notre- Darae de Bon Secours). - Gehörte zu der Herrschaft Hingsingen, Meierei Grosstänchen (s. d.). Die Mühle wird schon 1472 erwähnt und gehörte damals zur Herrschaft Hingsingen. Seit 1894 ist sie ausser Betrieb. Tenschbach s. Mosel 31. Tenschen, verschw. O. (Gde. u. Ka. Saaralben, Kr. Forbach, L.). Tennichen 1237; Tenchen 1303; pres Albe 1566; Teckenhof, cense dependant du Haras de Saaralbe 1779. - Zerstörtes Dorf der Herrschaft Saaralben (s. d.). 1237 trug Sigfried von Alben gegen 200 Pf. dem Grafen von Bar sein Allod in dem Dorfe Tennichen, zwischen Püttlingen und Alben gelegen, auf. Später war es im Lehens-Besitze des Wirich von Lützelburg. Der Ort scheint früh eingegangen zu sein. 1566 wird T. nur noch als j Hof gut bezeichnet, 1722 als Freihof. U m 1867 sind die Hofgebäude abgerissen worden. Tenscherweiher [Tenschwige re 1472], im Saargebiet (231 m über dem Meere), 5 km südöstl. Grosstänchen - b ha. Abfls. s. Albe 4. Tentdingen. Df. (Ka. [s. 1790] u. Kr. Forbach, L.). 544 E. 115 Hsr. (12 GRe.) - 300 m. - AG. Forbach 1(8,7); Hp. Dieblingen (3,7). - Tatalinga 960; Tentelingen 1316, 1594. - Die Gde. umfasst den HO. T. (317 E. 72 Hsr.) und den AO. Ebringen (s. 1311, vorher selbständig). - StEBez. Forbach II. Wasserltg. (s. 1881). Fw. (s. 1888, 1 Spritze). - Kath. Hilfspfarrei des Archipr. Forbach (s. 1802). Kirche des hl. Petrus (29. Juni'. T. gehörte zu der Kastellanei Saargemünd. Es wird im 10. Jhdt. unter den Besitzungen der Abtei St. Pierre in Metz 3 mal erwähnt. Die Abtei scheint jedoch ihren dortigen Besitz nicht behalten zu haben. 1594 wird der Ort unter den j Dörfern der Kastellanei Saargemünd aufgeführt und zwar als Kirchengut und Lehen. 1733 wurde die ganze Gerichtsbarkeit dem Freiherren von Breiten-Landenberg zu Lehen überlassen. Die Herrschaften Forbach und Bettingen hatten dort Antheile. 1300 war die Deutschordenskomthurei Saarbrücken in T. begütert. 1702 besass sie 5 Hofstätten und hatte als Zehntherrin die Kirche zu -unterhalten. 1475 war auch die Deutschordenskomthurei Beckingen in T. be-begütert. - T. war vor 1802 Pfarrei des Archipr. St. Ar-nuald, zu welcher auch Dieblingen gehörte. Den Kirchensatz hatten die Ortsherren. Kirche 1782 umgebaut. Römerstrasse {Herapel-Saargemünd. Oestlich vom Orte eine verfallene Kapelle. Ge meinde wald (Oberförsterei Saargemünd) 49,1 ha. Tentelingerbach s. Saar 45. ~ Terlingen, verschw. Ortsch. (Gde. Metzeresch (?), Ka. Metzerwiese, Kr. Diedenhofen-Ost. L.). - Terlinga 875; Terlingen 1139. - War Besitz der Metzer Abtei Ste. Glossinde, später Bestandtheil der Herrschaft Bertringen mit voller Gerichtsbarkeit. Ib31 durch die Truppen des Herzogs von Weimar zerstört. Ternel, Wir. (Gde. Marange-Silvange, Ka. u. Kr. Metz, L.). Umfasst die früher getrennten AO. Moulin-de- Ternel (s. d.) und Ternel und'zählt (1900) 379 E. und 38 Hsr. Die Erbauungszeit des einen Hauses, welches früher den AO. T. bildete, ist unbekannt. Die übrigen Häuser des Wlrs. (ausser Moulin-de-Ternel) sind erst in den letzten Jahren des 19. Jhdts. entstanden. Terre de Gorze s. Gorze, Besitz der Abtei. Terres-aux-Bois, verschw. Hs. (Gde. Borny, Ka. u. Kr. Metz, L.i. 1873 erbaut, 1894 abgebrochen. Tertre de la Fille morte, am Nordhang des Bre-zouardmassivs, s. Jungfrauenplatz. Terville s. Terwen. Terwen, Df. (Ka. Diedenhofen U790-1802 Ka. Flör-chingenj, Kr. Diedenhofen-Ost, L.). 499 E. 102 Hsr. (10 GRe.) - 160 m. - AG. Diedenhofen (3,1); Hp. Flörchingen (3,8). - Terwen 1282; Tre ville 1447; Terville 1869. - 1810-94 AO. von Weimeringen, vor- und nachher selbständig. - Die Gde. umfasst den HO. T. (484 E. 100 Hsr.) und , den AO. Rothc-Mühle. (Der früher gleichfalls zur Gde. gehörige AO. Gassion ist 1807 durch die Gde. Diedenhofen im Tausch gegen einige Hufen Landes erworben worden.) - StEBez. Diedenhofen.- Katholische Hilfspfarrei des Archipr. Diedenhofen (s. 1897, ^vorher zur Pfarrei Weimeringen). Kirche des hl. Sebastian (20. Jan.). Etwaige Reformirte gehören zur Pfarrei Diedenhofen. - Kleine Getreidemühle. T. gehörte zu der Propstei Diedenhofen is. d.i. 1282 schenkten Johann von Thionville und Mathilde, seine Ehefrau, dem Kloster Bonnevoie in Luxemburg eine Grundherrschaft in T., für welche das Kloster 16S1 und noch 1748 reversirte. Die ganze Gerichtsbarkeit, welche zur Propstei gehörte, mit einem Theil des Grundbesitzes, war 174S als |