| OCR Text |
Show St. Johann - St. Johann und Morsag. 969 ungcn des Klosters waren Ende des 17. Jhdts. noch übrig das Dorf St J. (s. d.) und der Wir. Zornhof. Letzterer wurde 1708 an das Bisthum Strassburg abgetreten, von dem das Kloster dafür das Dorf Eckartsweiler eintauschte, das zu seinen verloren gegangenen Besitzungen gehört hatte. Dinghöfe besass die Abtei zu Gimbrctt, Monsweiler und Eckartsweiler. - 1439 wurde das Kloster von den Armag-naken geplündert. Im Bauernkriege (1525) und im 30jäh-i igen Kriege hat es stark gelitten. In der Revolution wurde es 17S9i geplündert, 1703 in ein Militärlazareth verwandelt und bald darauf als Nationalgut verkauft. [Agricola, Meinrad], S. Michael archistrategus, Oder Ertz-Kämpffer : d. i. Kurtzer Begriff der hl Ertz-Englischen Michaelis Bruderschaft sampt dero Ursprung, Zunehmen und Ablasen: eingesetzt auff S. Michaelis Berg bei S. Johann de Choux, ohnweit Elsas-Zabern im Jahr 1593. . . . Strassb. Ib93. Christ mann, J., Les tapisserics de St.-Jean-des- Choux . . . Saverne 1885. Fischer, Dag., Notice hist. sur l'abbaye de St.-Jean-des-Choux. Extr. du Bull, de la Soc. p. la cons. des mon. hist. d'Als. [2e ser. t. 5.J Paris 1867. Levy, Jos., Necrologium Monasterii Saneti Joannis ad Caules (St. Joh. b. Z.). (Mitth. d. Ges. f. Erh. d. gesch. Dkm. im Elsass II. F. 20, 1890, S. 231-288.) [Auch bes.:] Strassburg 1891. St. Johann, Staats- und Gcmeindewald. (Gde. St. Johann, Ka. u. Kr. Zabern, U.-E.i. 525 ha. Oberförsterei Buchsweiler, Forsthaus Eckartsweiler, i Tanne, Buche, Kiefer.) Buntsandstein. Ein Drittel dem Staat, ein Drittel der Gde. St. Johann, ein Drittel der Gde. Eckartsweiler gehörig. St. Johann, Schi. (Gde. Dorlisheim, Ka. u. Kr. Molsheim, U.-E.). 15 E. 3 Hsr. - Früher Johanniter-Komthurei (bis zur Revolution), die im ersten Drittel des lS.Jhdts. (1211?) gegründet worden ist. Ein Gotteshaus St. J. schon lull von Bischof Werner von Strassburg gestiftet. Es war zuerst im Besitze der Templer, dann erhielten es die Johanniter. Die Komthurei mit den dazu gehörigen Häusern (sammt Hospital i war ehemals mit Mauern und Graben umgeben, hatte 2 Thore und bildete einen privileginen Ort für sich mit eigener Kirche und besonderer Pfarrei, die durch einen Religiösen von Molsheim pastorirt wurde. In der Kirche wurde Bischof Walther von Geroldseck 12b3 beigesetzt. Die Komthurei zählte 1367 5 1520 12) Priesterbrüder und 7 (1520 4i Schwestern. Komthur 1302: Heinrich. 1592 wurde die Komthurei von lothringischen Truppen gänzlich niedergebrannt und nicht wieder hergestellt. Die Kirche stand noch im 18. Jhdt., war exempt und durch einen Priester des Ordens bedient. U m 1830 kauften die Freiherren von Wangen zu Geroldseck die Ruinen der Komthurei und erbauten das heutige Schloss. St. Johann, W. dde. Dentingen, Ka. u. Kr. Bolchen, L.). 1 Hs. Soll um die Mitte des 19. Jhdts. erbaut worden sein. St. Johann, verschw. Hs. (Gde. Herlingen, Ka. Falkenberg, Kr. Bedchen, Li. U m 1**1 abgebrannt. War früher eine Bleiche. St. Johann, verschw. Kap. (Gde. Metzeresch, Ka. Metzerwiese, Kr. Diedenhofen-Ost, L.i. S. St. Sebastian. St. Johann von Bassel, Df. (Ka. Finstingen [s. Dez. 1790, vorher Ka. ßerthclmingen], Kr. Saarburg, L.). 635 E. 63 Hsr. (12 GRe.) - 260 m. - AG. Finstingen (5,9); Bhf. Berthelmingen (2,6). - Bassela 1240; Beatus Johannes de Bassele 13. Jhdt.; D o m u s de Bassala 1256; St. Jean-de-Bassel 18b9. - StEBez. Finstingen. - Kath. Hilfspfarrei des Archipr. Finstingen (s. 1844, vorher Filiale von Gosselmingen). Kirche des hl. Johannes des Täufers (24. Juni). Die Reformirten gehören zur Pfarrei Saarburg. - Mutterhaus mit Noviziat, Lehrerinnenseminar. Emeritenhaus und Waisenhaus der Schwestern des Ordens der göttlichen Vorsehung (Schulschwestern), mit 193 Stationen in Eis.-Lothr. und einem Mädchenpensionat in Finstingen (s. d Der Orden wurde 1762 durch Joh. Mart. Moyc, Priester des Bisthums Metz. Missionar in Asien, gestiftet. Das eiste Mutterhaus befand sich in Zittersdorf (Kr. Saarburg, L.i; von da wurde es nach Siersthal (Kr. Saargemünd) verlegt für die deutschsprechenden Aspirantinnen, während die Kandidatinnen aus dem französischen Sprachgebiet zu Kuttingen i Kr. Chäteau-Salins., dem Geburtsort des Stifters, versammelt wurden. Nach der französischen Revolution sammelten sich die Trümmer des Ordens in Hof bei Saar-burg (L.); von da ab wohnte die kleine Ordensfamilie nach einander in Insmingen (Kr. Chäteau-Salins) und Hommartingen (Ka. u. Kr. Saarburg), bis sie sieh 1826 endgültig in St.J. v. B. niederliess. - Hausindustrie: Perlenstickerei, für eine auswärtige Firma. St. J. v. B. war Dorf und bischöfliches Lehen in der Kastellanei Freiburg (s. d.). Ursprünglich Besitz (mit ganzer Gerichtsbarkeit) des dortigen, wenig bekannten Augustinerinnen-Klosters, zuerst im 13. Jhdt. erwähnt. Anfang des 15. Jhdts. war das Kloster in Verfall gerathen, worauf die letzte Aebtissin, Katharina von Niedeck, zu Gunsten des Metzer Bischofs Conrad Beyer von Boppart resignirte. Derselbe vergab das Dorf, während des Basler Concils 1446, den Johannitern als Lehen des Bisthums. Zu der dort eingesetzten Komthurei, die vom Maltheser Gross-priorat in Deutschland abhing, gehörten ausser St. J. v. B. ein Drittel von Gosselmingen, grundherrliche Rechte in Langd, Disselingen, St. Medard, Berthelmingen, sowie der Kirchensatz in Bettborn. Wirmingen und Dolvingen. 163b brannten die Komthureigebäude nebst der Dorfkirche ab. Das Chor allein blieb übrig; das Schiff ist jetzt zum Theil als Wohnung eingerichtet »früher Pfarrhaus). - St.J. v. B. war Pfarrei des alten Archipr. Bockenheim, Bisthum Metz. Von 1801-1807 wurde es durch die Pfarrer von Berthelmingen pastorirt, dann Filiale von Gosselmingen. Den Kirchensatz hatten die Johanniter daselbst. - In der Pfarrkirche gothi-sches Chor mit Sakramentshaus und anderen bemerkens-werthen Einzelheiten. St. Johann-Brauweiler, W h . (Gde. Brauweiler, Ka. Pfalzburg, Kr. Saarburg, L.). 60 E. 14 Hsr. - Schon im vorigen Jhdt. Annexe der Pfarrei Brauweiler, bestand 1756 nur aus zwei Häusern. St. Johann-Brauweiler und St. Johann- Kurzerode (s. d.) scheinen anfänglich nur eine Ortschaft gebildet und z. Th. zu Brauweiler, z. Th. zu Kurzerode gehört zu haben. St. Johann-Brauweilerbach s. Geh 9. St. Johann-Kurzerode, Df. Ka. Pfalzburg [s. 1790], Kr. Saarburg, L.). HO E. 28 Hsr. (10 GRe.) - 320 m. - AG. Pfalzburg (5,5); Bhf. Pfalzburg (5,3). - franz. St. Jean- Courtzerode. - Die Gde. umfasst den HO. St. J.-K. (76 E. 18 Hsr.) und den AO. Kurzerode. - StEBez. Pfalzburg. - Kath. Hilfspfarrei des Archipr. Pfalzburg (s. 1853, vorher Filiale von Burscheid i. Kirche zu Ehren Johannes Enthauptung (29. Aug.), 1*44 erneuert. Zur Pfarrei gehört auch Waidenburg. Die Protestanten gehören zur Pfarrei Pfalzburg. - Kleine Ziegelei, 2 Sandsteinbrüche (28 Arbeiter). St. J.-K. ist neueren Ursprungs; lbbl noch nicht erwähnt, scheint erst später entstanden zu sein, war 175b nur ein Weiler mit b Häusern, von denen zwei zu Brauweiler gehörten (s. St. Johann-Brauweiler und Kurzerode). War Annexe der Pfarrei Burscheid bis 1807, dann von Brauweiler bis 1*27, dann wieder von Burscheid bis 1853. - Archäologisches: Gegen 1850 römische Reiterstatue 0.37 m hoch gefunden. St. Johann-Kurzerodebach -. Isch 9. St. Johann und Morsag, Staatswald in den Gden. Dieuze, Weisskirchen, Gissellingen, Gebling, Lindre-Basse und Tareiuinpol (Ka. Dieuze, Kr. Chäteau-Salins, L. . 585 ha. Oberförsterei Dieuze. Forsthaus Dieuze. (Eiche, Buche. Esche, Hainbuche, Espe, Lindei. Keuper. Morsag (Morsac) Domanialwald, zum herzoglichen Amte Dieuze gehörig zum |