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Show Wiesweilerbach - Willenbach. 1211 Die Jesuiten von Bockenheim waren im 18. Jhdt. in beiden Dörfern Pfandherren geworden. Sie hatten dort den Kirchensatz und Grundbesitz. - W . war früher (schon 1360) Pfarrei des Metzer Archipr. Hornbach, mit Wölflingen als Annexe. Die Kirche, durch die Jesuiten um die Mitte des 18. Jhdts. erbaut, ist zuletzt 1823 erneuert worden. Gemeindewald (Oberförsterei Saargemünd) 201,5 ha. (Hainbuchen, Eichen. Buchen, Espen, Birken.) Den Gden. Wiesweiler und Wölflingen gemeinsam gehörig. Wiesweilerbach s. Saar 40. Wigenheim, abgeg. Ort auf dem Ochsenfelde, nicht weit vom LUtzelhof (Gde. u. Ka. Sennheim, Kr. Thann, O.-E.). W i g e h e m 1156; Wigenheim 1224. - Gehörte zur Grafschaft Pfirt. Begütert Kloster Lützel ab 1150, Oelen-berg ab 1181, das daselbst einen Hof besass. Der Lützel'sche Besitz wurde nach Untergang des Ortes (wohl durch den Einfall der Engländer, 137b) zum Lützelhof geschlagen, der ölenbergische zu des Klosters Hofgütern in und bei Sennheim. An den lützel'schen Besitz erinnern die Namen Lützelacker, -matte, -wald, -wingarten. Das nach W . benannte Geschlecht waren wohl pfirtische Lehensmannen in Uffholz. (Rudolf von W., geb. 1340 in Uffholz.) Wihr-au-Val s. Weier im Thal. Wihr-en-Plaine s. Weier aufm Land. Wildberg, 699,2 m, B. südl. über den Höfen Gensburg im obern Haselthal, Gde. Oberhaslach, Ka. Molsheim. Wildberg, H., 238 m, südl. Hassenburg, Ka. Saaralben, Kr. Forbach. Wildbergsattel, 636,5 m, zwischen südl. Kotzenberg (902,4 m) und nördl. Wildberg (699.2 m) im obern Haselthal, westl. Forsthaus Weinbächel, Gde. Oberhaslach, Kr. Molsheim. Wildenguth, Wir. (Gde. Reipertsweiler, Ka. Lützelstein, Kr. Zabern, U.-E.). SO E. 18 Hsr. Gehörte zur lei-ningischen Herrschaft Oberbronn (s. d.). Kirchlich wie Reipertsweiler. Kapelle des hl. Wendelin. Wildenstein, Df. (s. 1796 selbständig, vorher AO. von Krüt) (Ka. St. Amarin [1790-95 Ka. Thann], Kr. Thann, O.-E.). 422 E. 90 Hsr. (10 GRe.) - 580 m. - AG. St. Amarin (14,2); Bhf. Wesserling (11,0). - Die Gde. umfasst den HO. W. (347 E. 65 Hsr.), die AO. Bramonl, Brückle, Felsen, Hasenloch, Holzhauermatten, Kleinrunz, Neuroth, Obergerstenbach, Rothenbach, Untergerstenbach und die verschw. O. Grossrunz und Woll. Der früher noch erwähnte AO. Einlege liegt unmittelbar am HO. - P. F. StEBez. Felleringen. Met. St. II. O. (570m). Regenstat. (dgl.). - Kath. Hilfspfarrei des Dekanats St. Amarin (s. 1836, vorher Filiale von Krüt). Schutzheilige hl. Peter und Paul (29. Juni). - Baumwollspinnerei und -weberei (vgl. Einlege). W. gehörte zum murbachischenAmte St. Amarin, in das Meierthum des oberen Thaies. Das Dorf entstand lb99 um eine von Murbach in den Waldungen hinter Schloss Wildenstein angelegte Glashütte durch Ansiedelung von Glasbläsern aus den Aemtern und Herrschaften Pfirt, Frohburg und Mörsperg. 1789 wurde in den 10 Schmelzen eine Viertel-Million Flaschen produzirt, für welche 50000 1. gelöst wurden. Die Glashütte ist 1887 abgebrochen worden. 1796 wurde W., das bis dahin kirchlich zu Odern gehört hatte, zu einer selbständigen Gemeinde erhoben und der Gemeinde Krüt eingepfarrt, deren AO. es vorher gewesen war. S. a. Odern und Niklausthal. Gemeinde wald (Oberförterei St. Amarin) 717,2 ha. (Buche.) Im Besitz der Gemeinde seit 1817. Vorher, seit der Revolution, ungetheilter Gesammtbesitz des Oberthaies; früher Besitz der Abtei Murbach. Wildenstein, Burgruine (Gde. Krüt, Ka. St. Amarin, Kr. Thann, O.-E.). Wildenstein 1312; Villedestin lb34. Von Peter von Bollweiler 1312, sicherlich im Einvernehmen mit dem Abte von Murbach errichtet. (Das 1356 durch Erdbeben zerstörte W., nach dem sich auch das Adelsgeschlecht benennt, ist W . im Jura.) 1377 an Wilhelm Waldner verpfändet. 1536 gelangte W . durch Kauf an Murbach, dessen Abt Johann Rudolph von Stör es neu mit Mauern und Thürmen befestigte. Die Burgkapelle zum hl. Kreuz bediente der Pfarrer von Odern. 1626 war Gabriel Neunhofer mur-bachischer Burghauptmann. 1631 neu in Vertheidigungszu-stand versetzt, wurde W . Ib33 von lothringischen Truppen besetzt; diese wurden von den Franzosen nach 8wöchiger Belagerung am 10. Aug. Ib34 zur Uebergabe gezwungen. Nachdem die Burg 1635 durch die lothringischen Obersten Bon Enfant und Laporte wiedergewonnen war, wurde sie 1644 den Lothringern durch die Schweden unter General Ludwig von Erlach von Neuem entrissen und gesprengt. Die Steine 1 wurden 1693 von der Gemeinde Odern zum Wiederaufbau ihrer Kirche verwendet, doch sind noch Reste der Ruine vorhanden. Bardy, H., Miscellanees. (N. 4: La Bresse et le chäteau ! de Wildenstein.) St. Die" 1S96. E., A., Wildenstein («Aus j alten und neuen Tagen», Beilage zum «Hausfreund» Nr. 6. Mülhausen 1891, S. 1-4). La prise et reduetion de la ville | et du Chasteau de Vildenstein ä l'obeissance du Roy. Par M. de la Bloquerie. Ce 9e jour d'Aoust 1634. Lyon 1634. | Robichon.F. A., Le chäteau de Wildenstein (Histoire et legende). Passe-Temps 1, S. 260-262. Stöber, Aug., Schloss W. im St. Amarinthale. (Neue Alsatia, Mülhausen 18S5, S. 67-73.1 Wilder Hirt, B. s. Hirt. "Wildersbach, Df. (Ka. Schirmeck [1790 Ka. Rosheim, 1795 Ka. Rothau, Distr. Senones, Dep. Vosges, 1800 ders. Ka. im Arr. St. Die (Vosges), 1802-70 Ka. Schirmeck in dems. Arr.], Kr. Molsheim, U.-E.). 604 E. 124 Hsr. (12 GRe.) - 500 m. - AG. Schirmeck (6,2); Bhf. Rothau (3,4). - Wil-gensbach 1489; Wilgerspach lb'23; ma. Wildichbö. - Die Gde. umfasst den HO. W . (594 E. 122 Hsr.) und den AO. Perheux. - StEBez. Schirmeck. Armr. (s. 1870). Fw. (s. 1859, 1 Spritze). - Filiale der kath. Pfarrei Rothau. Prot. Pfarrei Augsb. Konf. (s. 1875, vorher Filiale von Rothau), Konsistorium Rothau, Inspektion St. Thomas in Strassburg. - Geschäftssprache französisch. - Webereien: Commandit- | gesellschaft Blech (1S94: 40 Webstühle), Gebr. Claude (1894: o'| Arbeiter). W. gehörte zur Herrschaft zum Stein (s. d.), deren Schicksale es theilte. 1489 zählte es 9, 157S 16 Häuser. - Durch die Rathsamhausen, die Herren des Steinthals, wurde die Reformation in W . eingeführt. Das Dorf, ursprünglich Filiale der prot. Pfarrei Waldersbach, seit 1685 der Pfarrei Rothau, wohin auch die Katholiken 1724 eingepfarrt wurden. Seit 1875 selbständige prot. Pfarrei Augsb. Konf. Die prot. Kirche ist 1862 erbaut worden (Thurm 1892), vorher prot. Betsaal nebst Schule. Die Kirchenbücher gehen bis 1874 zurück. Gemeinde wald (Oberförsterei Rolhau) 155,3 ha. Granit und Grauwacke. 400-950 m üb. Meere. (Weisstanne und Bliche.) Im Besitz der Gemeinde seit 1848, vorher ungetheilter Wald des Ban de la Roche. Wildersbach s. Breusch 13. Wildgrethbach s. Nied 22. Wildsaulache, llacher Wassertümpel auf der Bloss I im Odilienbergmassiv. Wildschweinbach s. Rixingerweihcr 2. Wilgoltzheim s. Wingelsheim. Wilhelmsbronn s. Kreuz wald-Wilhelmsbronn. Wilhelmsthalkopf, 608 ra, im Andlauer Wald, östl. Forsthaus Gruckert hei Reichsfeld. Ka. Barr. Willenbach, abgeg. Ort bei Diefenbach (Ka. Wörth, 1 Kr. Weissenburg, U.-E.). Wilinbach 1147; Willenbacher oder V e lbacher Hof 18. Jhdt. 1763 als Filiale ! der Pfarrei Diefenbach genannt. Begütert: ab 1147 Kloster Neuburg. |