| OCR Text |
Show 1100 Sulzbach - Sulzern. tannc, Kiefer, Tanne). Ueber den Erwerb des Waldes vgl. Münster (S. 737). Sabourin de N an ton, Les Hadstatt de Soultzbach (Bull, de la Soc. p. la cons. des mon. hist. d'Als. 2e ser. 7, Mem., S. l-7.i Die Litteratur über das Bad S. siehe bei dem Artikel Bad Sulzbach. Vergl. auch Jdie Litter. zum Artikel Niederbronn. Sulzbach, Wlf. s. Doller 8, Fecht 21, Larg 22, Kleine Seille 12. Sulzbach, Bei, Hs. (Gde. Weier im Thal, Ka. Münster, Kr. Colmar, O.-E.). 1897 erbaut. Sulzbachrunz, Grosser und Kleiner, s. Lauch 11, 12. Sulzbad, Df. Ka. [s. 1790] u. Kr. Molsheim, U.-E.). 74.5 E. 180 Hsr. (12 GRe.) - 180 m. - AG. Molsheim (3.8K Bhf. S. (0,5). - Sulcen 1182; Sultze 14. Jhdt.; ma. Sulz. Die Gde. umfasst den HO. S. (699 E. 170 Hsr.) und die AO. ßiblenheim und Kollenmühle. - P. F. Bhf. (s. 1864). Ortseinn. StEBez. Molsheim. Armr. (s. 1859 >. Verbds.-Fw. (s. 18S4, 1 Spritze). - Kath. Hilfspfarrei des Dekanats Molsheim (s. 1*|)2). Schutzheiliger hl. Mauritius (22. Sept.). (Hatte 1856- 1869 Irmstett als Filiale). Filiale der prot. Pfarrei Augsb. Konf. in Scharrachbergheim. Die Israeliten gehören zum Rabbinat Mutzig; jüd. Friedhof in Rosenweiler. - Oel-mühle ; 2 Getreidemühlen. Bad. Brom- und jodhaltige Kochsalzquelle. S. wird schon in dem (gefälschten Testament der hl. Odilia erwähnt, laut welchem die Abtei Niedermünster daselbst Besitz erhalten hätte. Um 1120 war die Abtei Maursmünster in S. begütert, um 1141 (bestätigt 1182) auch Stift Haslach. S. gehörte zum Bisthum Strassburg, Amt Dachstein. Doch scheint auch das Reich Ansprüche auf den Ort gehabt zu haben, denn im Vertrag von 1293 zwischen König Adolf von Nassau und dem Bischof wurde bestimmt, dass beide Contrahenten das Dorf gemeinsam besitzen sollten. Bald darauf ist aber das Bisthum in den Besitz des ganzen Ortes gekommen. Den Dinghof St. Marx zu S. besassen die Johanniter von Dorlisheim. lö*2 liess Vau-ban drei Steinbrüche bei S. für den Bau der Strassburger Citadelle ausbeuten i daher war lange der Name Sulz pres les carrieres gebräuchlich). 12b2 wurde S. von den Strass-burgern verwüstet, 1333 abermals von ihnen eingenommen. 7.-16. Aug. 1815 war in S. das Hauptquartier des Generals Prinzen von Hohcnzollcrn bei der Blockirung von Strassburg. Das Bad zu S. (heute zur Gde. Wolxheim gehörig) wird schon 1484 erwähnt, als es vom Bischof verpachtet wurde; 1581 renovirt, lo69 neue Badgebäude errichtet. Etschen-reuther und Wecker s.u.) haben zuerst Beschreibungen des Bades geliefert. - Kirchlich gehörte S. zum Landkapitel Molsheim. Pfarrei mit Filiale Biblenheim, dessen Kirche (hl. Markus i jedoch ursprünglich Mutterkirche war. Schon 1144 Kirche erwähnt. 14o4 Rektorat (dem Stift Haslach incorporirt, das auch Patronatsrecht und Zehnten besass), Plebanat und Primissariat (seit 1362). Amanduskapelle seit dem 15. Jhdt. - S. liegt am Keltenwege von Molsheim nach Zabern. Chor und Thurm der Kirche stammen aus dem 12. Jhdt., mit späterem Aufbau aus dem 1.5. Jhdt. - Der Humanist J. Wimpfeling hielt sich in seiner Jugend nach dem Tode seines Vaters (1463) viel bei seinem Oheim und Pflegevater Ulrich Wimpfeling, Kirchherrn und Leutpriester in S., auf; derselbe hatte den Neffen zu seinem Nachfolger erkoren, weshalb dieser auch unter seinen Altersgenossen «der Rektor von Sultz» hiess. Etsch enreuther, Aller heilsamen Bäder und Brunnen Natur 1571. Wecker, Antidotarium speciale. Basel 1588. fol., Lib. I, S. 9. Eissen, E., Soultzbad, Le bain de Soultz, pres Molshcim. Paris 1857. Gerboin, A. C, Analvse chim. des eaux minerales de S. Strasb. 1806. Kirsch leger, F. et Kopp, E., Notice sur les eaux miner. de S. et Analyse nou-velle de ces eaux. Strasb. 1*44. Kirsch leger, F., Les eaux de S. au XVIIe siecle. (Rev. d'Als. 2e ser. le anne"e 1860.) Schurer, J. J., Diss. inaug. med. sistens descrip-tionem balnei Sulzensis prope Molshemium. Argentorati 172o. 40. A., J. H., Sulzbad im Mossigthal. Vogesen-Blatt, Beil. d. *Strassb. Post» 1898, Nr. 20.) Vgl. auch die Litteratur zu dem Art. Niederbronn. Sulzbächel s. Breusch 27, Moder 8, Sauer 10. Sulzberg, rehenbewachsener H., 292,5 m, auf dem linken Ufer der Mossig, nordöstl. über Sulzhad, Ka. Molsheim. Sulzen, M. (Gde. Montenach, Ka. Sierck, Kr. Diedenhofen- Ost, L). 12 E. 2 Hsr. - Sulzen 1319; Soltzem 1409; Zu Item 175o. - War Mühle der Meierei Montenach (s. d.i. ursprünglich aber Dorf der alten Kastellanei Sierck, als solches noch 1409 erwähnt. Dorf S. war alter Besitz des Hauses Sierck, später (1639) dem Stifte Marienfloss (s. d.) gehörig. Sulzen, abgeg. Ort (Gde. Wolfskirchen, Ka. Drulingen, Kr. Zabern, U.-E). Im 14. Jhdt. als zur Grafschaft Saarwerden gehörig bezeichnet. War schon 1523 nicht mehr vorhanden. Der Bann kam an Wolfskirchen. Erhalten die Namen : Sultzenbrunnen, -berg, -wald, -matt. Sulzerbächlein s. Wunach 10. Sulzer Belchen s. Belchen, Grosser. Sulzerenbach s. Kleine Fecht 8. Sulzerer See s. Darensee und Stauseen 12. Sulzer Kopf, 511,8 m, (TP. auf dem nordöstlichen Kopfe 502,8 in . noidnordwestl. Lobsann, Ka. Sulz u. W. Sulzer Nase s. Grossberg. Sulzern, Df. Ka. Münster [s. 1790], Kr. Colmar, O.-E.). 1399 E. 2S5 Hsr. (12 GRe.) - 543 m. - AG. u. Bhf. Münster (4,8). - Sulzrein 13. Jhdt.; ma. Sulzer e. - Die Gde. umfasst den HO. S. (1044 E. 181 Hsr.) und die AO. Altenwasen, Bornacker, Breitmiss, Buchteren, Bühl, Dickgras (Grossmatt), Ebene, Eck, Eichwäldle, Gärtlesrain, Gebräch, Geisberg, Glasborn, Grossrunz, Gschweng, Hofacker, Hungerloch, Huslisberg, Kaltenborn, Kerbholz, Krey wasen, Langeren, Laubühl, Lenzenwasen, Londenbach, Lybruck, Mägeisberg, Millmen, Mittelbühl, Müssen, Murbachmatt, Murbachrieth, Nowasen, Otterloch, Pfaffenmatt, Pferchwasen, Radersmatt, Rappenkopf, Riedmatten, Schildmatt, Schirbach, Schleif, Seestädtlein, Sommersosser, Steinwasen, Stempfenmatten, Stillenbach, Wassle, Wetzstein; ferner die früheren AO. , Erle, Insel, Langeregass, Neubruck, Oberhof, Roos, Striet, 1 Winkel (diese sind jetzt Theile des Dorfes) und der verschw. O. Brambach. - P. F. Oeff. Fernsprechstelle (s. 1898). Neben-i Zollamt II. StEBez. Münster II. Fw. (s. 1879, 4 Spritzen), - Filiale der kath. Hilfspfarrei Stossweier. Prot. Pfarrei j (s. 1793, vorher Filiale von Münster) des Konsistoriums Münster Inspektion Colmar. Frühere Filiale: Stossweier j (jetzt selbständig). - 3 Baum woll Webereien mit Wasser-und Dampfkraft, E. u. A. Immer, 3.56 Webstühle, 157 Arbeiter. Gebr. Ertle, 133 Webstühle, 62 Arbeiter. Gebr. Graff in Stossweier, 60 Webstühle, 19 Arbeiter. Bürstenholzfabrik und 2 Sagemühlen mit Wasserkraft. Getreidemühle mit Wasserkraft. 2 Oelmühlen. Käsehandel. Elektrische Beleuchtung. S. war eins der 6 grossen Dörfer der Herrschaft Münster, deren Schicksale es theilte (s. daselbst). Sitz einer prot. Pfarrei seit 1793; vorher Filiale von Münster. Die Kirche wurde 1550 erbaut, 1735 und 17*1 erneuert. Der heutige Kirchthurm stammt aus dem Jahre 1870. Die Katholiken von S. gehörten bis 1808 zur Pfarrei Mühlbach, dann zur Pfarrei Münster, s. 1869 zur Pfarrei Stossweier. Eine dem hl. Benedikt gewidmete Kapelle wurde 1463 geweiht. Gemeinde wald (Oberförsterei Münster) 1095,1 ha. 600-1300 m über dem Meere. Granit, Vogesensandstein. (Tanne, Fichte, Kiefer, Eiche, Buche, Lärche.) S. gehörte zu den Dörfern des Münsterthaies die mit der kaiserlichen Stadt Münster in gemeinschaftlichem Besitze der Forsten des Thaies (Gross- und KleinthaH waren. Erst im Jahre 1833 |