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Show 70o Morloch - Morschweiler. errichtet. Die Kapelle ist 1868 erneuert worden; sie war damals fast in Verfall gerathen. Alt sind noch Chor, Tran-sept und Thurm: aus der Uebergangszeit des 12. Jhdt. Leber der Vierung steht ein schöner massiver zweistöckiger Stein-thurm. Sehr reich und geschmackvoll ist der Aussenbau des Chores und der Kreuzarme behandelt. O r t s w a 1 d (Oberförsterei Rombach) 97,4 ha, gemeinsam mit Nieder- und Ober-Remelingen. Morloch, Sennh. .Gde. Mühlbach, Ka. Münster, Kr. Colmar, O.-E i. 1 Hs. Soll sehr alten Ursprungs sein. Ent-stehungszeit unbekannt. Morsag Morsac), Staatswald, s. St. Johann und Mor- Morsbach, Df. 'Ka- [s. 1790] u. Kr. Forbach, L.). 800 E 130 Hsr. (12 GRe.) - 215 m. - AG. Forbach (3,2); Fbl. Kochern <2,b). - Moresbach 1365. - Die Gde. umfasst den H O M. (765 E. 125 Hsr.' und die AO. Gänsbacherhof u. Morsbachmühle. - StEBez. Forbach II.- Kath. Hilfspfarrei des Archipr. Forbach (s. 1897, vorher Annexe der Hilfspfarrei Rossbrücken). Kirche des hl. Sebastian (20. Jan.) 1849 erbaut. Die Protestanten gehören zur prot. Pfarrei Augsb. Konf. in Forbach. - M. gehörte zu der H er r s ch a f t Homburg-St. Avold (Meierei Kochern) (s. d.). Es wird 1365 unter den Dörfern der Vogtei St. Avold aufgeführt, und scheint bis zur Revolution immer mit Kochern eine Dorfschaft gebildet zu haben. Die Herrschaft Forbach hatte in M Grund-Besitz. - M. war im 18. Jhdt. Annexe der Pfarrei Folklingen; dann 1843-97 der Hilfspfarrei Rossbrücken. _ 1893 ist an der Römerstrasse Metz-Saarbrücken, ein bedeutendes gallo-römisches Grabfeld entdeckt worden. Mit Hülfe der Regierung und unter Leitung des dortigen Pfarrers Bour fanden ausgedehnte Ausgrabungen statt. Eine ungeheure Menge Aschenurnen und Thongefässe aller Art mit verschiedenen meistens gut erhaltenen Beigaben, jedoch ohne besondere Bedeutung, wurden damals zu Tage gefördert. Wahrscheinlich war da die alte Begräbnissstätte der in der Nähe von Herapel wohnenden ländlichen Bevölkerung in der römischen Zeit. G e m e i n d e w a 1 d (Oberförsterei St. Avold) 105,5 ha. (Hochwaldartiger Mittelwald). Alter Besitz der Gde. Morsbach, Wlf.. s. Rössel 12. Morsbachmühle, Hsr. 'Gde. Morsbach, Ka. u. Kr. Forbach, L.>. 19 E. 2 Hsr. Erbauungszeit unbekannt. Der Mühlenbetrieb ist seit Anfang der 80er Jahre des 19. Jhdts. eingestellt. Morsberg s. a. Marimont (Gde. Bourdonnaye, Ka. Vic). Morsberg, verschw. Hf. (Gde. Bettsdorf, Ka. Metzerwiese, Kr. Diedenhofen-Ost. L.). Lag im Banne des Dorfes Altdo'rf, und war ehemals Besitz der Abtei Villers-Bettnach, im 13. Jhdt. zum Hausgut des Hauses Valcourt gehörig. Scheint schon früh eingegangen zu sein (s. Hasenholz) Gde. Bettsdorf. Morsbronn, Df. (Ka. Wörth [1790-1802 Ka. Niederbronn] Kr. Weissenburg, U.-E.). 5M» F 116 Hsr. -12 GRe.) _ 200 m. _ AG. Wörth a. d. S. (5.0); Hp. M. (1,6). - Mors-burnc 1175, 1344; ma. Morschbrunn. - Die Gde. umfasst den HO. M. (548 E. 111 Hsr.) und die AO. Brückmühle, Hevdenldämmel, Lausberg (Albrechtshäuserhof). - Oeff. Fernsprechstelle (s. 1901». (Hp. M. [s. 1891] gehört zur Gde. Dürrenbach). Ortseinn. StEBez. Wörth a. d. S. 1. Armr. (s. 1837) - Kath. Hilfspfarrei des Dekanats Wörth (s. 1802). Kirchenfest 1. Nov. (Allerheiligen). Filiale: Hegeney. Prot. Pfarrei Augsb. Kont. (S. 1*4, vorher Filiale von Fröschweiler) des Kons. Wörth der Inspektion Weissenburg. Die Pfarrei umfasst die Gden. Biblisheim, Dürrcnbach, Eberbach, Eschbach, Forstheim, Hegeney, Laubach, Walburg. Simultankirche. - Getreidemühle (s. Brückmühle). Ueber das Bitumenbergwerk Walburg-M. vgl. Walburg. M. wird schon 995 erwähnt. Den Hof von M. tauschte Herzog Friedrich 1. von Schwaben gegen den von Annwe.ler am Anfang des 12. Jhdt. mit der Strassburger Kirche aus. Später (schon 1335) erscheint M. im Besitz der Herren von Lichtenberg, kam 1480 an deren Erben, die Busch-Zwe>- brücken, 1570 an Hanau-Lieh tenberg (Amt Wörh), 1736 an Hessen-Darmstadt. Adeliges Geschlecht von M. 11/5 erwähnt. In der Schlacht bei Wörth am 6. Aug. 1870 wurde M. vom 11. deutschen Korps genommen. - M. ist eine der ältesten Pfarreiendes Landes und war Mutterkirche von Durren-bach Eschbach, Hegeney, Forstheim, Walburg und Bibl.s-heim iLandkapitel Ober-Hagenau). Patronat und Zehnten besass seit oo;, die Abtei Selz, seit 1546 Kurpfalz, seit 1664 durch Tausch Hanau-Lichtenberg (seit 1736 Hessen-Darmstadt) 1571 Einführung der Reformation in M. Prot. Pfarr-sitz Von 1575 „der 1577?) bis 1632, von 1632-1795 Filiale der Pfarrei Wörth, 1795-1864 der Pfarrei Fröschweiler, seit 1864 wieder selbständige Pfarrei. Die Kirchenbücher gehen bis 1844 zurück. Simultaneum und kath. (königl.) Pfarrei schon 1698 vorhanden mit Filialen Hegeney und Eberbach. - M liegt am Keltenwege von Brumath nach Wörth. La Tene-Funde. Alter Kirchthurm. Auf dem Kirchhofe 3 Gräber und 1 franz. Denkmal bei Wörth gefallener Krieger, ausserdem im Gebiete der Gde. noch 5 Kriegergräber, worunter '"' Sammelgräber, und ein 2. franz. Denkmal. Reichard, Max, Bilder aus dem Leben der Dorfgemeinden Fröschweiler und M. Gütersloh 1889. Quelques Episodes de la Charge de Morsbronn (Revue de Cavalene III 29). Morsbronn, Wir. (Gde. Hilsprich [s. 1811], Ka. Saaralben, Kr. Forbach, L.). 97 E. 23 Hsr. - Morsbren 1/. Jhdt ; Morsbronn 1683. - Bildete vor 1811 eine Gde. mit Kaschweiler und gehörte seit 1790 zum Ka. Hellimer. s. 1802 zum Ka. Saaralben. Kapelle der hl. Anna, 1860 erbaut. - M 1683 als Weiler der Herrschaft Püttlingen (s. d.) erwähnt, wird 1594 unter den Dörfern dieser Herrschaft noch nicht aufgeführt. Morsbronnerbach s. Mutterbach B. Morschthalbächel s. Zinzel 10. Morschweier s. Nieder-, Obermorschweier. Morschweiler - auch Nieder-, Obermorschweiler. Morschweiler, Df. (Ka. [s. 1790] u. Kr. Hagenau, U.-E.). 575 E. 106 Hsr. (12 GRe.) - 230 m. - AG. Hagenau (15,0); Bhf. Pfaffenhofen (4,1). - Morasuuilari 771; Moresheim 860; Morswilare 920; ma. M o r seh w ill er. - Die Gde. umfasst den HO. M. und den unbew. O. Clause (Kap.); feiner lag zwischen M. und Grassendorf i Ka. Hochfelden, Ldkr. Strassburg' der verschw. O. Bachhofen. - ortseinn. StEBez. Hagenau I. Armr. (s. 1839). - Kath. Hilfspfarrei des Dekanats Hagenau (s. 1802.. Schutzheiliger hl. Stcphanus (26. Dez.). Frühere Filiale: Ringeldorf (s. 1S0S Filiale von Grassendorf). - Steinbruch. M. ist nach Beat. Rhenanus römischen Ursprungs(?). Urkundlich 771 zum ersten Male erwähnt, wo die Abtei Weissenburg dort als begütert erscheint. U m 920 erlangte das Thomasstift zu Strassburg durch Schenkung des Bischofs Richwin Besitz in M., 953 die Abtei Lorsch durch Schenkung Ottos I. 968 schenkte dann Kaiser Otto I. den Hof M. seiner Gemahlin Adelheid, und Otto III. gab 994 der von Adelheid gestifteten Abtei Selz die Kirche zu M. Aus alledem geht hervor, dass M. kaiserliches Gut war. So erscheint es auch später als Reichsdorf der Landvogtei Hagenau (seit 1648 königlich franz. Dorf», mit Schultheissenamt zugleich auch für Grassendorf und Ringeldorf. Im 15. Jhdt. erscheinen die Landolt von Hochfelden und die von Hammerstein (Etten-dortische und bischöfliche Lehen), im 17. und 18. die Alber-tini von Ichtratzheim als reich begütert in M. - Ein adeliges Geschlecht von M. 1272 erwähnt. - Kirchlich gehörte M. zum Landkapitel Ober-Hagenau. 995 wird eine Kapelle daselbst erwähnt, die die Kaiserin Adelheid der Abtei Selz geschenkt hat. 1380 Rektorat, 1521 der Abtei Neuburg in- |