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Show Schwinggraben 1902; die Katholiken gehörten zur Pfarrei Mommenheim. Die jetzige kath. Kirche ist 1901 erbaut worden. - Seh. liegt an einem Keltenwege von Brumath über Hochfelden nach Zabern und im Kreuzungspunkte mit einem solchen von Wasselnheim nach Niederbronn. Neolithische Funde. Romanischer Kirchthurm. Schwinggraben s. Doller 23, Zorn 4°. Schwingmühle. M. (Gde. Hanweiler, Ka. Bitsch, Kr. Saargemünd, L.). 9 E. 1 Hs. Auf dem alten Bann des verschwundenen Dorfes Würschweiler gebaut und schon 1758 aufgeführt. Schwinsschaftweiher oder -pfuhl im Saargebiet, 24o m über dem Meere, 1,3 km nordwestl. Niederstinzel. - 3.36 ha. Fischerei. Wird alle 3- 4 Jahre abgelassen und bebaut. Besitzer: Landgerichtspräsident Jannequin in Lun6- vi'le Abfluss zum Langweiher, mit dem er durch einen Damm zusammenhängt. Schwitz, Hsr. (Gde. u. Ka. Wasselnheim, Kr. Molsheim, U.-E.). 30 E. 4 Hsr. Sollen zu Anfang des 19. Jhdts. entstanden sein. Schwoben. Df. (Ka. [s. 1790] u. Kr. Altkirch, O.-E.). 173 E. 38 Hsr. (10 GRe.). - 300 m. - AG. Altkirch (6,3); Hp. Walheim (5,9). - Suaben 1286; Swoben 1399. - StEBez. Altkirch IL Die Gde. hat mit Heiweiler und Tagsdorf ein gemeinsames Schulhaus in Tagsdorf. - Die Katholiken gehören zur Pfarrei Tagsdorf, die Lutheraner zum Vikariat Mülhausen, die Reformirten zur Pfarrei Altkirch. - Kleine Getreidemühle mit Wasserkraft. Seh. gehörte zum Meierthum im Hundsbacherthal der Herrschaft Altkirch und war Annexe der Pfarrei Tagsdorf. Gemeindewald (Oberförsterei Altkirch) 30 ha. Schwobsheim, Df. (Ka. Markolsheim [s. 1790], Kr. Schlettstadt. U.-E.). 249 E. 50 Hsr. (10 GRe.) - 170 m. - AG. Markolsheim (8,4); Strbst. Richtolsheim (1,9). - Svabes-heim 953; ma. Schwobse. - StEBez. Müttersholz. Armr. (s. 1828). - Kath. Hilfspfarrei des Dekanats Markolsheim (s. 1802); Schutzheiliger hl. Jakobus (25. Juli). Filiale: Bösen-biesen. Seh. wird zuerst erwähnt in einer gefälschten Urkunde Kaiser Ludwigs des Frommen für die Abtei Ebersmünster von 829. Doch war dieselbe im 11. Jhdt. sicher in Seh. begütert. Auch das Bisthum Chur hatte Besitz daselbst, den ihm Otto I. 953 zurückgab. Im 13. Jhdt. war Seh. bischöflich strassburgisches Lehen der Landgrafen von Werd. Unterlehner derselben waren 1306 die Gebur von Schlettstadt. 132.5 wurde das Dorf von Bischof Johann 1. zurückgekauft und verblieb nun bis zur Revolution im Be- | sitz des Bisthums. Es gehörte anfangs zur Vogtei Bernstein, später zum Amte Markolsheim. - Kirchlich gehörte Seh. zum Landkapitel Rheinau. Kirche schon 953 erwähnt. 14o4 Rektorat, Plcbanat. 1666 Pfarrei mit Filiale Richtols- I heim, 17ö3 mit Filiale Bosenbiesen. Das Patronatsrecht besass die Aebtissin von Andlau. Gemeinde wald (Oberförsterei Schlettstadt) 2,63 ha. Schwolb, s. Schwalb. Scie, 11 f. '«.de. Urbeis, Ka. Schnierlach, Kr. Rappoltsweiler, O.-E.i. 3 E. 1 Hs. En Mez a la haul te Tannet dit a la Scie 1651. Herrschaft Rappoltstein. Scierie, Hsr. (Gde. u. Ka. Schnierlach, Kr. Rappoltsweiler, O.-E.). 16 E. 2 Hsr. 1853 als Säge- und Oelmühle bezeichnet; erstere ist 1871, letztere 1867 eingegangen. Scierie-Communale, Sgm. (Gde. u. Ka. Schirmeck, Kr. Molsheini, U.-E.). 5 E. 1 H,. 1834 erbaut. Scierie-du-Chäteau, Sgm. (Gde. Türkstein, Ka. ! Lörchingen, Kr. Saarburg, L.). 1 Hs. Soll sehr alten Ursprungs sein. Erbauungsjahr unbekannt. Scierie du Village. Ehemalige Benennung der jetzt «Lampertstein • genannten Sgm. (Gde. St. Quirin, Ka. Lörchingen, Kr. Saarburg, L.i. - Seche Cöte. 1021 Scotelaincourt, verschw. M. (Gde. Cheminot, Ka. Verny, Kr. Metz, L.). Scotelemcort 1211, 1211 verzichtete Fulco, Ritter von Norroy, zu Gunsten der Abtei St. Arnulf auf das Lehen, welches er von ihr in Cheminot trug: unter anderen Stücken, auf die Mühle von S. citra st rata m veteremiwohl die alte Römerstrasscnach Scarpone gemeint). Spuren dieser Mühle sind 189.5 aufgefunden worden. Scy, Df. ( Ka. Metz [1790 Ka. Moulins bei Metz, 1795 Ka. Rozerieulles, 1802 Ka. Metz I.], Kr. Metz, L.i. 1350 E. 152 Hsr. (12 GRe.i - 215 m. - A.-, L.- u. SchwG. Metz (6,0) ; Bhf. Moulius bei Metz (0,9). - Siago 745; Siacum 945; Sigeiuin 10. Jhdt.; Sye 1143. - Die Gde umfasst den HO. S. (1219 E. llo Hsr.) und die AO. Au-Pont-de-Scy, Chazelles (s. 1809, vorher selbständig), Cheneau, Fort Manstein, Fort Veste Prinz Friedrich Karl, Maison-de-la-Ville Prillc (früher Gugpratte genannt). - Bhf. Moulins (s. 1873). Hp. Longeville is. 1894). Ortseinn. StEBez. Longeville bei Metz. Herz-Jesu-Kloster (s. Chazelles). Armr. (s. 28. Dez. 1852 Wasserltg. (s. 1893). Fw. (s 1*44. 1 Spritze). - Kath. Hilfspfarrei des Melzer Archipr. St. Vincenz (s. 1802). Kirch' des hl. Remigius (1. Okt.). - Champagnerfbrk. von Brom-be- rg; Brennerei. Weinhandel. S. gehörte z. Th., zu dem Pays Messin (Val de Metz), z. Th. auch zu der bischöflichen Herrschaft «Quatre Mairies , und war Sitz einer Mairie derselben, zu welcher Scy (z. Th.), Lessy, Chazelles und Longeville gehörten, das übrige war Pays Messin, mit ganzer Gerichtsbarkeit, die auch der bischöfliche Theil hatte. - S. war ursprünglich Besitz der Metzer Kirche und noch im 12. Jhdt. Sitz eines Frohnhofes derselben. 949 hatte die Abtei Gorze dort 9 Hüben mit Kirchensatz und Zehnten, welche aus der Schenkung ihres Gründers Bischof Chrodegang herstammten und den späteren Ban de Gorze oder Ban St. Gorgon bildeten. Auch das Domkapitel von Metz hatte dort einen ausgedehnten Besitz mit 17 Häusern, den Ban St. Paul, mit ganzer Gerichtsbarkeit. Der Antheil des Bisthums, welcher zu Lehen gegeben war, bestand aus den Bannen Cour und Fercourt. Lehensträger derselben war 1777-1780 die Familie Bournac. - S. war früher Pfarrei des Archipr. Val de Metz, von welcher Longeville bei Metz 1802 abgetrennt wurde. Kirche zu Ehren des hl. Remigius, schon 945 als Kapelle erwähnt, deren alte Mutterkirche auf dem St. Quentinberg lag. Der Kirchensatz, früher Besitz der Abtei Gorze, wurde gegen 1220 der Kathedrale überlassen; die Abtei behielt aber die Zehnten bis zur Revolution. - Das Schloss von S. wurde im Sept. 1444 von französischen Truppen in Besitz genommen, um, wie viele andere Schlösser der Gegend, als Stützpunkt bei der Belagerung von Metz zu dienen. - Römische Reste, Substruktionen und Münzen, besonders eine Wasserleitung mit Ziegelbedeckung nach Moulins. In der Nähe der Kirche Rundthurm. Die Pfarrkirche ist eine zum Theil umgebaute dreischiffige Basilika aus der romanischen Zeit. Thurm auf der alten Vierung aus dem 11. oder 12. Jhdt. Chor aus dem 15. Jhdt. an der Stelle des alten Portals, während der gegenwärtige Eingang durch den ehemaligen Chor führt. Alte frühgothisehe Madonna, Glasgemälde, Bruchstücke aus dem 14. Jhdt. - S. ist der Geburtsort von P. D. Bazaine (Geburtsjahr und Todesjahr sind unbekannt), Ingenieur-General in russischen Diensten, der 1812 nicht gegen Frankreich zu Felde ziehen wollte und auf kurze Zeit nach Sibirien verbannt wurde. Verfasser zumeist mathematischer Werke. Gemeinde wald (Oberförsterei Metz) 1^,4 ha. Sebastianuskapelle, Kapelle südl. von Bliesbrücken (Ka. und Kr. Saargemünd, L.). 1814 durch Jakob Meyer erbaut. Sebastopol, Hf. (Gde. Borny, Ka. u. Kr. Metz, L.). 9 E. 1 Hs. - 1864 erbaut. Sechebach s. Mosel 24. Seche Cöte s. Heidekopf bei Russ, Ka. Schirmeck. |