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Show 960 St. Amarin - St. Antoine. Lefebvre, welche V. Sardou unter dem Namen 'Madame Sansgeno auf die Bühne gebracht hat. Gemeindewald iOberförsterei St. Amarin) 5b9,3 ha. (Tanne [drei Fünftel] mit Buche. Im Besitz der Gde. seit 1813 (bis dahin seit der Revolution ungetheilter Besitz mit den Nachbargemeinden i. In ihren Besitz gelangt nach der Aufhebung der Abtei Murbach durch die Revolutionsgesetzgebung von 1792. St. Amarin, Kanton. (Kr. Thann, O.-E.). Umfasst die Gemeinden Altenbach, Felleringen, Geishausen, Goldbach, 1 lüsseren-Wesserling, Krüt, Malmerspach. Mitzach, Mollau, Moosch, Odern, Ranspach, St. Amarin, Storkensauen, Urbis, Wildenstein und enthält auf 166,7989 qkm 2417 bewohnte Häuser etc., mit 16039 Einwohnern. - Der Ka. St. A., 1795 gebildet, 1800-1870 zum Arrondissement Beifort gehörig, umfasste 1795-1802 die heutigen Gemeinden mit Ausnahme von Altenbach, Geishausen, Goldbach. Malmerspach und Moosch, welche erst 1802 aus dem Ka. Thann in den Ka. St. A. übergingen. Vor 1795 gehörten alle seine Gemeinden zum Ka. Thann. St. Amarinthal, Name des Amtes oder der Vogtei der Abtei Murbach im Thurthale mit dem Sitze in St. Amarin. Die Vogtei umfasste anfänglich nur das mittlere Thurthal d. h. die heutigen Gemeindebannc Altenbach, Bitschweiler, Geishausen, Goldbach mit Neuhausen, Hüs-seren- Wesserling mit der Burg Störenburg, Malmerspach, Mitzach, Mollau, Moosch, Ranspach, St. Amarin mit Hinter-vogelbach und Burg Friedburg, Storkensauen, Urbis und Weiler. Das obere Thurthal, Odernthal oder Niklausthal genannt (s. d.) mit Burg Wildenstein und den durch Theilung (1821) aus dem alten Kirchspiele Odern entstandenen Gden. Felleringen, Krüt, Odern und Wildenstein war ursprünglich im Amte St. Amarin nicht inbegriffen. Das Haus Habsburg, das durch mehrere Verträge (1244, 1253 und 1259) die Vogtei im mittleren Thurthale, welche die Grafen von Horburg zu Lehen trugen, an die Abtei Murbach abgetreten hatte, behielt damals die Vogtei im hinteren Thurthale oder Niklausthale mit Burg Wildenstein, welche die Herren von Bollweiler zu Lehen trugen. Durch Vertrag von 153b verzichtete Oesterreich auf seine Vogteirechte im Niklausthale und gestattete dem Lehensträger Hanns von Bollweiler den Verkauf des Vogtlehens an die Abtei. Diese ordnete die Rechtsverhältnisse im Niklausthale, das eigenen Zwing und Bann mit Stabgericht erhielt (1537); später hat die Abtei das Niklausthal mit der Vogtei St. Amarin vereinigt, die bis zur Revolution das ganze obere Thurthal von Thann bis Wildenstein umfasste. L. du Sundgau, La vallee de St. A. (Passe-Temps 8, 1897, S. 225-227, 240-252, 273-275; 9. 1898, S. 17-18, 33-34, 49-50.) Ehret, A., Culturhistorische Skizze über das obere St. Amarinthal. Rixheim 1889. Hans, E., Des Pfarrers Joh. Mich. Stippich Aufzeichnungen und die kirchlichen Zustände im St. Amarinthal nach dem 30jährigen Kriege. Ibb8- lb75. (Archivalisehe Beilage des Ecclesiasticum Arg. 11, S. 49-69.) Lint z er, E., Die Pfarreiendes St. Amarinthales in der ersten Hälfte des 17. Jhdts. (Archivalische Beilage zum Ecclesiasticum Arg. 11, S. 93-99.) Gensanne, de, Sur l'ex-ploitation des Mines d'Alsace et du comte de Bourgogne. (M€m. de Math, et de Physique pres. ä l'Ac. Roy. des Sc. 4, 17o3, S. 141-181.) (Betrifft von elsass. Bergwerken die bei St. Amarin und Steinbach.) [dPr.] St. Andre, Hs. u. Fbrk. (Gde. Montigny b. Metz, Ka. u. Kr. Metz, L.). 24 E. 3 Hsr. Cichorienrösterei (s. 1887). Das Haus ist 1856 erbaut worden. St. Andre, Bourg, ehem. Vorstadt von Metz. 1552 auf Befehl des Herzogs von Guise abgerissen. An ihrer Stelle entstand das Dorf S a b 1 o n (s. d.). St. Andreas, Kap. südl. von Struth, (Ka. Hirsingen, Kr. Altkirch, O.-E.i. Sehr alt; das Chor gewölbt und mit Strebepfeilern unterstützt. Neben der Kapelle soll sich früher der Gottesacker für die Gde. Struth befunden haben, - Vgl. Fuess, Die Pfarrgemeinden des Ka. Hirsingen. S. 190. St. Andreaskapelle, Kap. südöstl. von Andlau, (Ka. Barr, Kr. Schlettstadt, U.-E.). In der Mitte des 18. Jhdts. erbaut, doch scheinen die beiden unteren Stockwerke des Thurmcs älter. Ueber die Hilfspfarrei und den Gottesdienst darin s. Andlau und Eichhofen. St. Andreaskapelle, Bei der. Zgl. Gde. Andlau, Ka. Barr, Kr. Schlettstadt, U.-E.). 9 E. 1 Hs. Soll 200-300 Jahre alt sein. St. Anna, Hf. (Gde. u. Ka. Diedenhofen, Kr. Diedenhofen- Ost, LJ. 8 E. 2 Hsr. - Scheint auf der Stelle einer ehemaligen Ber.e licialenkapclle entstanden zu sein. Die Kapelle stand noch Ende des 18. Jhdts. Das Verleihungsrecht gehörte den Herren von Lüttingen zu St. Anna, Hf. (Gde. Monneren. Ka. Metzerwiese, Kr. Diedenhofen-Ost, L.i. * E. 1 Hs. 1*57 erbaut. St. Anna, Hospiz u. Waisenhs. (Gde. u. Ka. Albes- I dort". Kr. Chäteau-Salins, L.). 45 E. 2 Hsr. Gegründet 1862, I 43 Betten, davon 35 für Kranke und Sieche, 8 für Waisen. Die Pflegerinnen sind Schwestern vom Orden de St. Charles (Mutterhaus Nanc) . Grundbesitz 35,2305 ha. Es ist eine Stiftung I eines Herrn Thiebaut aus Insmingen. Ursprünglich war dort eine Wallfahrtskapelle (die noch besteht) und Einsiedelei, vor 1515, gestiftet von den Familien der Brullant und Tor-lothis. St, Anna, Kap. (Gde. Fameck, Ka. Hayingen, Kr. Diedenhofen- West. L.). Stand schon im 1*. Jhdt. 1838 neugebaut. St. Anna, Kap. (Gde., Ka. u. Kr. Forbach, L.), s. Kreuzkapelle. St. Anna, Kap. u. W . (Gde. Jungholz, Ka. Sulz, Kr. Gebweiler. O.-E.). 10 E. 1 Hs. Bis 1880 AO. von Sulz. Die Kapelle ist 1723, das Wirlhshaus 1793 erbaut worden. Die Kapelle war ursprünglich ein achteckiger, vielleicht romanischer Bau. Hübsche Statue der hl. Anna. Luftkurort (400 m). Frequenz 1899 bis Mitte Aug. 300 Personen. St. Anna, zeit. Kap. (Gde. u. Ka. Barr, Kr. Schlettstadt, U.-E.i. Gehörte der Herrschaft Barr und ging durch Verkauf der Herrschaft durch die Herren von Ziegler an die Stadt Strassburg über (s. Barr, Herrschaft). Wahrscheinlich diente sie nach der Reformation nicht mehr zum Gottesdienst, denn lblO hatten die Jagdhüter der Stadt Strassburg die Nutzniesung des Gebäudes von St. Anna und des daneben befindlichen Gartens. Ueber Erbauung und Zerstörung der Kapelle ist nichts bekannt, jedenfalls aber war sie schon vor der franz. Revolution zur Ruine geworden. St. Anna, verschw. Kap. bei Grundweiler, (Ka. u. Kr. Saargemünd, L.). 1S72 abgebrochen ; das noch brauchbare Material wurde zum Neubau der Kirche in Grundweiler verwendet. St. Anna, verschw. Kap. (Gde., Ka. u. Kr. Schlettstadt, U.-E.). lb% gestiftet; seit der franz. Revolution verschwunden. Ste. Anne, Hf. (Gde. Norroy-le-Vcneur, Ka. u. Kr. Metz, L.i. * E. 1 Hs. U m 1820 erbaut. A m 7. Okt. 1870 gelangte Ste. Anne, das nur von deutschen Vorposten besetzt war, gelegentlich des Ausfallgefechtes bei Bellevue vorübergehend in den Besitz der französischen Truppen, wurde aber noch am selben Tage von den Deutschen wieder genommen. St. Antoine, Kupfersehm.iGde. Oetingen, Ka. Fentsch, Kr. Diedenhofen-West, L.). 4 E. 1 Hs. - 1814 entstanden, ehemaliges Walzwerk; 1882 theilweise abgerissen; seit 1885 Kupferschmiede (s. auch Ober-Tetingen). St. Antoine, verschw. Einsiedelei (Gde. Marimont, Ka. Albesdorf, Kr. Chäteau-Salins, L.). Soll 500-600 m westl. vom Dorfe im Walde Bois St. Antoine gelegen haben. Zeit und Gelegenheit des Abganges sind unbekannt. Eine Art Fundamente sind noch vorhanden, sowie in der Nähe eine mit Steinen eingefasste Quelle. |