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Show Saareinsberg - Metz 18b9. [Aus: Revue de l'Est 1869, S. 105.] Ders., Notes sur la Lorraine allemande. La terre de S. sous la famille de Custine. Journ. de la Soc. d'arch. lorr., 13, 1S64, S. 44-55. Saareinsberg, Df. (Ka. Bitsch [1790-1802 Ka. Lemberg], Kr. Saargemünd, L.). 1497 E. 208 Hsr. (12 GRe.) - 4(i(i m. - AG. Bitsch 11,3); Bhf. Lemberg (3,1). - M o n t - R o y a l (Königsberg) 174b; der heut. N a m e s. 1793; 1811-37 AO. von Götzenbrück, dann bis 1838 A O . von Althorn, dann wieder selbständig. - Die Gde. umfasst den H O . S. (1092 E. 141 Hsr.), die A O . Althorn (s. 1838; Vi , her 1810-1837 AO. von Mutterhausen; 1837- 1S38 und vor 1810 selbständig , Althorner Mühle, Schönthal und den verschw. O. Hörn. - StEBez. Bitsch. - Gehört zur kath. Hilfspfarrei Götzenbrück und zur prot. Pfarrei Bitsch. - Ueber die Brillenglasschleiferei vgl. Althorner Mühle. S. gehörte zu der Herrschaft Bitsch. Es wurde 174o auf einem Theile des Bannes von Götzenbrück unter dem Namen Mont-Royal oder Königsberg gegründet. Der Name wurde während der Revolution in Saar-Rheinsberg umgeändert, weil S. auf der Wasserscheide zwischen Saar und Rhein liegt, und hat sich, im Gegensatze zu den meisten anderen damals in Elsass-Lothringen eingeführten und 1*14 wieder abgeschafften Benennungen, erhalten, jedoch unter Aenderung der richtigen Schreibweise Saar-Rheinsberg in Saareinsberg. 1793 befand sich bei S. das Lager des Volksaufgebotes, welches die Pässe nach Lothringen vertheidigen sollte. Saareinsmingen. Df. (Ka. Ls. 1790] und Kr. Saargemünd, L.). 920 E. 160 Hsr. (12 GRe.) - 200 m. - A.- und LG. Saargemünd (5,1); HSt. Saareinsmingen (0,b). - Hesemingen 1152; Hasemingen 1079; Asmange-sur- Sarre 13b5; Saarensmingen 1594. - Die Gde. umfasst den HO. S. (913 E. 158 Hsr.' und den AO. Rebberg. - P. T. (HSt. S. [s. 1895] liegt im Banne von Settingen . - StEBez. Saargemünd II. - Fw. (s. 1836, 1 Spr.) - Wasserltg. (s. 1801. - Kath. Hillspfarrei des Archipr. Saargemünd (s. 1804 . Kirche des hl Cyriakus (8/8), 1824 zuletzt erneuert. Muttergotteskapelle, ungefähr zur Zeit der franz. Revolution erbaut. Die Protestanten gehören zur Pfarrei Saargemünd. - Kalksteinbruch mit Drahtseilbahn, den Solvay werken in Saaralben is. d.i gehörig (38 Arb.); 3 kleine Getreidemühlen; Hausindustrie: Zetteln und Spulen von Seide für eine Fabrik in Saargemünd. S. war Lehen der Kastellanei Saargemünd (s. d.). Der Ort soll 1131 durch Graf Friedrich v. Saarwerden gegründet worden sein. Es scheint jedoch nicht ausgeschlossen, dass S. das im 13. Jhdt. erwähnte Dorf Ensmingen, Besitz des Bisthums Verdun, war, welcher sich damals in Händen der Grafen von Castel befand. S. ist später, wie die anderen Besitzungen des genannten Bisthums i s. Wölferdingen und Dieuze), an Lothringen gekommen. Lehenträger von Lothringen waren zuerst die Grafen von Saarbrücken, dann durch Heirath die Grafen von Lützelstein, welche noch 1437 dafür reversirten. 1446 war es an die Verwandten der Lützelstein, die Grafen von Leiningen-Rixingen, gelangt, die es mit ihrer Herrschaft Forbach vereinigten. Die Abtei Herbitzheim, welche schon sehr früh dort begütert war, hat ihre Güter 1137 der Abtei Wadgassen gegen einen jährlichen Zins überlassen. Auch die Abtei Wernesweiler war im 13. Jhdt. in S. oegütert. Als Lehenträger der Grafen von Lützelstein und Leiningen erscheinen folgende Familien : 1348 die Repper von Saarbrücken, 13-88 die von Ingenheim, 1466 die Studigel von Bitsch, von den von Lellich und von Bettendorf von We-i-desheim beerbt; 1633 und 16.36 war die Herrschaft als Lehen von Forbach im Besitz der von Heinsberg, genannt Kirschbaum. 16S9 erscheint die Familie Maurice, welche sich 1775 Maurice von Plunkett betitelt, im Besitz des Dorfes. Später von den Grafen de Vergennes gekauft, wurde das Dorf mit der Baronie Wölferdingen vereinigt. - S. war früher Annexe der Pfarrei Wölferdingen (s. d.). Saargau-Merzig. 943 Gerne i ii d e w ., 1 d (Oberförsterei Saargemünd : 267,8 Buche, Eiche, Hainbuche, Esche und Espe.) Saarelfing. Ilt (Gde. Zittersdorf, Ka. und Kr. Saarburg, L. . 11. E. 1 Hs. - Celle fin gcr bann 1556. - War Hof der Herrschaft Saareck mit eigenem Banne und mit ganzer Gerichtsbarkeit. Es war wahrscheinlich in früheren Zeiten bedeutendes Lehen der Herrschaft. - Im 18. Jhdt. Annexe der Pfarrei Saarburg. Saargau <Oberer) ehem. pagus. Pagus Saroensis, pagus Saruensis 700; pago Sarinse 713; in pago I Sarahgawe 78"; in pago Saraegowe 801; in pago q u o d vocatur S a r a h g e w i 851; S a r a c h o w a s u p e r i o r 870; S a r a c h o v a superior subter montes 931. Der [ Ober-Saargau dehnte sich über das obere Gebiet der Saar aus, zwischen den Vogesen im Osten, dem Bliesgau im Neiden, dem Seillegau im Westen und dem Chaumontois im Süd-Westen. Der Gau war schon 931 im Besitz der Metzer Kirche. - Das Castrum de Sarburgo - Stadt Saarburg) war schon 700 H O . des Gaues. S a a r g a u - M e r z i g , gemeinschaftl. A m t von Lothringen und Kurtrier. - Saargau-Merzig oder «Merzig und Saargau war der N a m e eines dem Herzogthum Lothringen und dem Kurfürstenthum Trier gemeinschaftlichen unver-theilten Amtes auf beiden Seiten der Saar, etwa von der Mündung der Nied in die Saar bis Mettlach reichend. Lothringen und Kurtrier regierten auf Grund eines Vertrages vom 30.Juli lo2i) (vom Reiche genehmigt 4. Dez. 1623), gemeinschaftlich dieses ungethcilte Gebiet bis durch Vertrag vom 1. Juli 177*, nachdem Lothringen 17(.b französich geworden war, Kurtrier die Dörfer links der Saar an Frankreich abtrat, welche theils zum Saargau, theils zum Amte Merzig gehörten, während Trier die Dörfer rechts der Saar unter dem Namen Merzig behielt. Fortan verblieb der N a m e Saargau dem lothringischen, der N a m e Merzig dem trierischen Theile des früheren gemeinschaftlichen Gebietes. Bemerkeiiswerth ist dabei, dass der Name Saargau nicht i das rechts der Saar gelegene, an die Grafschaft Saargau anstossende Gebiet von Alters her führte, sondern das an den Niedgau grenzende Gebiet links der Saar. W e n n auch nach den Grenzfeststellungen zwischen Preussen und Frankreich im zweiten Pariser Frieden vom 30. November 1*1"' und im Grenzregelungsvertrage vom 23. Oktober 1829 keine dieser 1778 der Provinz Lothringen (Bailliage Busendorf) zugetheilten Ortschaften bei Frankreich verblieb, so muss doch hier wegen des engen Zusammenhangs der Geschichte des Saargaues mit der des Herzogthums Lothringen selbst j eine kurze Notiz über dieses A m t gebracht werden, da überdies die auf beiden Ufern der Saar gelegenen Herrschaften ; Sierck, Mensberg, Freisdorf einerseits, andererseits Fremers- I dorf, Siersberg, Berus, Moncler u. s. w. wie auch die Besit-zungen der grossen Stifte Rettel, Marienfloss, Busendorf, Freisdorf einerseits, Mettlach, Wadgassen, St. Maximin u s. w. andererseits, auf beiden Ufern der Saar durch Jhdte. hindurch begütert waren. - Das Erzbisthum Trier, das schon durch König Pipin 761 gräfliche Rechte in seinen Gebieten, bestätigt durch Karl den Gr. 778, erhalten hatte, erwirkte von König Zwentibold von Lothringen 898, dass alle Abteien und Kirchen im Sprengel von Trier, die von fränkischen Königen oder [ anderen Wohlthätern gestiftet waren, eine Grafschaft (Co-mitat) bilden sollten, in welchem dem Bischöfe allein die j Gerichtsbarkeit zustehen sollte. Dieses Vorrecht bestätigte 947 Kaiser Otto I., weil Trier die älteste Kirche des Fränkischen Reiches sei. So entzogen sich die Bischöfe von Trier der herzoglichen Gewalt und als die Theilung des Herzogthums Lothringen in die Herzogthümer Ober-und Nieder-Lothringen erfolgte, da war die Ausscheidung des weltlichen Besitzes der Kirche schon vorhanden. Karl der Gr. hatte bei der Bestätigung der kirchlichen Rechte von Trier diesem Bisthum auch die königlichen Rechte in ] dem grossen Bannforste geschenkt, der sich von den Quellen |