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Show 974 St. Margareth - St. Markus. Metzerwiese geh. - Ste.Marguerite 1613. - Kap. der hl. Maagaretha. - W a r Dorf der Probstei Sierck s. d. Es ist 1613 auf einer Rodung im Vierherrenwald entstanden. Es gehörte, wie Monneren, den vier Besitzern des Vierherrenwaldes s. d.i. St. Margareth ist im 30jähr. Kriege zerstört und erst 1662, nachdem es 1661 an Frankreich abgetreten worden war, wieder neu hergestellt worden. - Im Walde von Monneren lag angeblich das Schloss Alt- Keste I s. d. . Orts w a l d s. Monneren. St. M a r g a r e t h , zerst, Kap. (Gde. Heinkingen, Ka. u. Kr. Bolchen, L.i. Stand noch 1778 zwischen Petringen und Volmeringen, auf dem alten Dorfbanne von Bingen iBeingeni is. d.). St. M a r g a r e t h a , Kap. östl. von Fessenheim (Ka. Truchtersheim, Ldkr. Strassburg, U.-E.). Wallfahrtsort. Steht an der Stelle der Pfarrkirche des verschw. O. Hi-m o l z h e i m (s. d i. St. M a r g a r e t h a , Kap. nordöstl. von Hellimer (Ka. Grosstänchen, Kr. Forbach, L.i. In der Xähe stand früher ein Wohnhaus, welches u m 1*37 abgebrannt ist. Die Kapelle verbrannte etwa u m dieselbe Zeit und lag in Trümmern bis 1852, wurde aber dann von dem Rentner Johann Land-frid in Hellimer wieder aufgebaut. St. M a r g a r e t h a , Wir. (Gde. Eptig, Ka. Barr, Kr. Schlettstadt, U.-E.). 185 E. 42 Hsr. - Ist vielleicht der älteste Theil von Eplig und hat sich wahrscheinlich u m die Kapelle St. Margaretha herum gebildet, die schon im 11. Jhdt. erwähnt wird frühromanische Todtenkapelle i und Mutterkirche der Umgegend war. 1516 baute man dazu eine spät-gothische Seilenkapelle. Die Margarethen-Kapelle wurde restaurirt auf Anregung des früheren Oberpräsidenten von Möller. A N geschichtliches Denkmal erklärt. Die Kaplanei wurde 1607 mit der Pfarrkirche von Eplig vereinigt. Gegenwärtig hängt der Wir. mit dem HO. unmittelbar zusammen. St. Margarethenmühle, M. (Gde. Hellimer, Ka. Grosstänchen. Kr. Forbach, L.). Nach Bouteiller frühere Bezeichnung des A O . Schenkel m ü h l e (s d.) derselben Gde. St. M a r i a , Hf. (Gde. u. Ka. Grosstänchen, Kr. Forbach. L.). 12 E. 1 Hs, 1840 erbaut. St. M a r i a im Feld, Kap. Gde. u. Ka. Habsheim, Kr. Mülhausen, O.-E.), S. St. Marien-Kapelle. Ste. Marie, Hs. (Gde. Oberdorf, Ka. Busendorf, Kr. Bolchen, L.). 5 E. 1 Hs. 1886 erbaut. Ste. Marie, Hf. (Gde. Monhoten, Ka. Diedenhofen, Kr. Diedenhofen-Ost, L.). lb E. 2 Hsr. Zwischen 1817 und 1834 erbaut Ste. Marie-de-Bickenholz, frühere Benennung eler Gde. Bickenholz Ka. Finstingen, Kr. Saarburg, L.i, die 1793 durch die heutige ersetzt wurde. Ste. Marie-aux-Chenes, Df. (Ka. Metz [1790 Ka. Jouaville, 1795 Ka. Valleroy, 1*02-70 Ka. Briey], Kr. Metz, L.i. 277 E. 88 Hsr. (10 GRe.) - 260 m. - AG. Rombach (12,5); Bhf. A m a n weiler (4,9). - St. M a r i a 1157; St. Maria A c h e s n e s 1202; S t. M a r i a a d Q u e r c u s 1305; ma. S a i n t e M ä y r e y e . - Die früheren AO. Barre, Cour aux Loups, Cour dame Isabelle, Gasseville liegen jetzt im Dorfe selbst; ausserdem lagen im Gebiet der Gde. die verschw. O. Har-loncourt und Merlots. - Xebenzollamt II. StEBez. Rombach. - Kath. Hifspfarrei des Metzer Archipr. St. Vincenz s. 1^71, vorher seit 1802 des Archipr. Briej . Kirche zu Ehren Maria Himmelfahrt (15. Aug.). - Geschäftssprache französisch. - Eisenerzbergwerk Sankt Maria« der Moselhütten-werke in Antwerpen, 1808 in Angriff genommen, beschäftigte 1899 132 Arbeiter. Ste. M.-a.-Ch. gehörte zu der Bar'schen Probstei Briey und war Sitz verschiedener kleinerer Lehensherrschaften. Es wurde öfters von Bar an Metzer Familien verpfändet, so 1320 an diele Hungreunddela Cour, dann an die de Gournay, 1456-1551 den Des Armoises als Lehen überlassen, später, aber nur mit Grundbesitz, den Du Mont. Das Lehen La Barre in Ste. M.-a.-Ch. ist nicht, wie oben (S. 59) gesagt ist, 1483 von den de Heu an die Abtei Justemont, sondern an St. Pierremont verkauft worden. Ein Ministerialengeschlecht des Namens erscheint von 1157- 145b. Auch das j Domkapitel von Metz war hier begütert. - A m 18. Aug. I 1870 von 3-3</2 UhrJNachmittags Kampf u m Ste. M.-a.-Ch. seitens Abtheilungen des preussischen Garde- und sächsi- ' sehen (XII.) Corps gegen Theile des 6. französischen Corps (Marschall Canrobcrti. Der Kampf endete mit der Erstürmung des Dorfes und der theilweisen Gefangennahme der Besatzung. - Ste. M.-a.-Ch. Mar früher Pfarrei des Archipr. Hatrize, Bisthum Metz. Kirche zum grössten Theil i 1783 neuerbaut. Kirchensatz und Zehnten hatten die Ortsherren und im 18. Jhdt. der König von Frankreich. Zur Pfarrei gehörte bis 1874 auch St. All (Frankreich). - Südlich vom Grimonvauxwald Spuren einer römischen Niederlassung. Auf der Stelle Chate» Ruine einer mittelalterlichen Burg. Von der alten spätgothischen Pfarrkirche sind nur noch das Chor und der dem Uebergangsstile des 13. Jhdt. angehörende Thurm erhalten. Spätgolhische Sakristei, ehemalige Kapelle. - Im Dorfe ein Denkmal für die 1870 gefallenen Soldaten des 94. französischen Linien-Infanterie-Regiments. Ausserhalb des Dorfes Denkmal des 2. Garde-Regiments zu Fuss, des Kaiser-Franz-Garde-Grenadier-Regiments 2, der 1. Garde-Infanterie-Brigade (und Friedhof derselben), des i Garde-Füselier-Regimcnts, und 110 Kriegergräber von 1870/71. Ste. Marie-aux-mines s. Markirch. St. Marien-Kapelle (St. Maria im Feld), Kap. südl. von Habsheim (Ka. Habsheim, Kr. Mülhausen, O.-E.). 8 E. 1 Hs. - Die Kapelle wird schon 1441 erwähnt. Ende des 15. oder Anfang des Ib. Jhdts. erneuert. Nach dem 30jährigen Kriege wurde die Kapelle, die vorher im Orte gelegen hatte und zerstört worden war, an der heutigen Stelle wieder aufgebaut. Wallfahrtsort. St. M a r i e n m ü h l e , Hs. (Gde. u. Ka. Fentsch, Kr. Diedenhofen-West, L.). Ursprünglich Mühle. Dieselbe ist [ 1870 abgebrannt. Ihre Ruinen wurden 1890 zur Anlage eines Fischteiches weggeschafft; aus den Nebengebäuden 18% eine Wohnung mit Schuppen errichtet. St. M a r k u s , Fsths. (Gde. Geberschweier, Ka. Rufach, Kr. Gebweiler, O.E.). 14 E. 1 Hs. 1834 erbaut. St. M a r k u s , Kl. (Gde. Geberschweier, Ka. Rufach, Kr. Gebweiler, O.-E.i. 10b E. 1 Hs. - Benediktinerkloster, nach ! Berlers unbegründeter Angabe 668 durch Dagobert begründet und ursprünglich dem hl. Sigismund geweiht, daher sein erster N a m e Sigismundzell; erst ca. 1050 soll es durch Leo IX. den Xamen St. Marx erhalten haben. Es lag in i dem obern M u n d a t und stand auch unter geistlicher Jurisdiktion von Strassburg. Es soll 1101 abgebrannt und durch den Abt von St. Georgen im Schwarzwald wieder aufgebaut worden sein, der einen Mönch Xarion von Laubgassen als Probst dahin schickte. Seitdem stand St. Marx unter St. Georgen. 1262 baute Bischof Heinrich von Geroldseck einen schönen grossen Thurm zu St. Marx, der noch im 16. Jhdt. stand, jetzt aber nicht mehr erhalten ist. 1300 nahm Bischof Friedrich von Lichtenberg dem Kloster seine Besitzungen in Sulzmatt, Pfaffenheim und Geberschweier. 1298 wurde das Kloster durch Adolf von Xassau, 1525 durch die Bauern verheert. Nachdem St. Georgen die Kirche an Ebersmünster abgetreten hatte, wurde sie 1760 wieder hergestellt (bis 1801 zum Landkapitel Markolsheim des Bisthums Strassburg gehörig). Doch wurde die Abtretung annullirt. Daneben entstand das Frauenkloster Mägdezell im 12. Jhdt., indem die Nonnen aus dem verbrannten St. Lienhard (Gde. Pfaffenheim) sich dortniederliessen. Esstand auch unter St. Georgen und wurde 1338 aufgehoben, die Einkünfte dem Mönchskloster überwiesen. Während der französischen Revolution wurde St. M. als Nationalgut verkauft und 1865 von den Schwestern vom hl. Joseph angekauft, welche seit 1869 |