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Show 1032 Sewen - Sicgelweyer. Kirchensatz, denn S. war der ehemalige Pfarrsitz von Herlingen. In S. bestanden noch bis 1*30 Kirche und Kirchhof. Sewen, Df. (Ka. Masmünster [s. 1790], Kr. Thann, O.-E.). 752 E. 1.52 Hsr. (12 GRe.) - 500 m. - AG. Masmünster (9,5); HSt. S. (0,8). -- Sewen 1312; ma. Seä we. - Die Gde. umfasst den HO. S. (674 E. 139 Hsr.) und die AO. Alfeld, Alfeldsee, Bärenbach, Bedelen (Ober-Alfcld), Fallengesick, i ,r"^langenberg, Isenbach, Kleinlangenberg, Lerchenmatt, Neuberg, Rundkopf, Wasserfall, Weisskritt. Die früheren AO. Ellbach, Focrstel und Seebach sind jetzt Theile des Dorfes. Die Gcbättlichkeiten der früheren AO. Fennematt und Latschgraben sind schon seit langer Zeit abgerissen. - P. T. HSt. (s. 1. Aug. 1901). StEBez. Masmünster. Met. Stat. 11. O. Alfeld. Regenstat. (502 m). Regenstat. Alfeld (620 m). - Kath. Hilfspfarrei (s. 1802) des Dekanats Masmünster. Titel der Kirche B. M. V. Consol. Afflict. (Früher hiess dieselbe «zur Himmelfahrt Maria».) Ein Vikariat errichtet 1863, aufgehoben 1882. Filiale war bis 1879 Dollern, das dann selbständige Pfarrei wurde.- 2 Steinbrüche. Baum woll Weberei der Firma Gebr. Zeller & Cie. in Oberbruck, mit Wasser- und Dampfkraft, zusammen 60 Pferdekräfte, 163 Arbeiter. 2 Sagemühlen mit Wasserkraft. Getreidemühle. S. gehörte zur Herrschaft Masmünster und war Hauptort des oberen Meierthums oder Meierthums Sewenthal, umfassend die Dörfer bez. Weiler Sewen, Dollern, Rimbach, Oberbruck. Wegscheid. Kirchberg, Stöcken, Niederbruck, Huppach, Oberburbach. Es unterstand dem Gerichte zu Gewenheim. Begütert in S. war die Abtei Masmünster, welche laut Weisthum von 1482 daselbst 4 Huber besass. Ehemals viel besuchter und von Seb. Brant in einem lateinischen Gedichte besungener Wallfahrtsort. In der Wallfahrtskirche zur Muttergottes, früher Eremus major genannt, die noch heute besteht, befand sich das im 18. Jhdt. verschwundene Marienbild, die Stiftung eines österreichischen Herzogs aus dem 14. Jhdt. Das noch vorhandene Bruderschaftsbuch enthält die Namen der Mitglieder bis ins 15. Jhdt. zurück. - Die Pfarrei mit den Filialen Dollern, Rimbach und Oberbruck gehörte bis 1801 zum Landkapitel Masmünster des Bisthums Basel; den Kirchensatz hatte die Abtei Masmünster. - S. liegt an einem Keltenwege im Dollerthale. Die Kirche ist gothisch (15. Jhdt.), der Thurm aus dem 13. Jhdt. Im Chore hübsches gothisches Sakramentshaus Der Kirchhof war anscheinend früher befestigt, hier befindet sich auch eine Schädelkapelle (Kärner) aus dem 15. Jhdt. Gemeindewald (Oberförsterei Masmünster) 562,6 ha. Bis 1100 m über dem Meere. Grauwacke, Porphyr. (Buche, Tanne, Fichte, Ahorn, Esche, Erle. Birke, Eiche.) Alter Besitz der Gde. Straub, A., L'ancienne image miraculeuse de N.-D.- des-Afflig6s au pelerinage de Sewen. (Rev. cath. d'Als. 2, j 1860, S. 97-100.) D es charrie res [C], Ladevotion äNotre- Dame de Sewen. Rev. cath. d'Als. 19, 1900, S. 323-332.) Sewener See, ortsübliche Benennung für den Alfeldsee, s. Stauseen 1. Sewen-See. im Dollergebiet, 0,4 km nordwestl. Sewen - b,4 ha. Fischerei. Wird nicht abgelassen. Gemeindebesitz. Zu- und Abfluss s. Doller 5. Sey, A n der, verschw. Hs. (Gde. Wölflingen b. Blies-brücken, Ka. u. Kr. Saargemünd, L.). U m 1881 abgerissen. Siberie, Schi. u. Hf. (Gde. Bertringen, Ka. Metzerwiese, Kr. Diedenhofen-Ost, L). 16 E. 2 Hsr. 1846 erbaut. Siccausen, verschw. M. Gde. Bust, Ka. Kattenhofen, Kr. Diedenhofen-Ost, L.). Anfang der 50er Jahre des 19. Jhdts. wegen Mangel an Wasser eingegangen und um 1882 abgebrannt. Sickert, Df. (Ka. Masmünster [s. 1790], Kr. Thann, O.-E.). 309 E. 51 Hsr. dOGRe.i - 42.5 m. - AG. Masmünster (2,2); Hp. S. (0,2). - Sickhert 1482; ma. Sicker. - Die Gde. umfasst den HO. S. (280 E. 45 Hsr.) und die AO. Graben, Herzenburg, Steinbruch (Das früher als AO. bezeichnete Hs. A m Berg hängt mit dem HO. zusammen.) - Hp. (s. 1. Aug. 1901). StEBez. Masmünster. - Gehört zur kath. Pfarrei Mis-münster; besitzt eine Kapelle des hl. Petrus und Paulus, 1846 erbaut. - Sägerei mit Wasser- und Dampfkraft. Gehörte zur Herrschaft Masmünster und unterstand dem Gerichte zu Gewenheim. Grundherrin war die Aebtissin von Masmünster, welche laut Weisthum von 1482 daselbst 2Huber besass. - Gehörte als Filiale der Pfarrei Masmünster zum Landkapitcl Masmünster des Bisthums Basel. Gemein de wal d (Oberförsterei Masmünster) 30 ha. Sickert, B., 519 m, nördl. Dagsburg. Sickertmühle, Hs. (Gde. Niederbruck, Ka. Masmünster, Kr. Thann, O.-E.). 4 E. 1 Hs. Der AO. soll seit Ende des 17. Jhdts. bestehen und seinen Namen von einem früheren Besitzer, einem Wirthe aus Sickert, haben. Aus den Jahren 1783 und 1837 sind Urtheile über Wasserrechterneuerungen vorhanden. Ursprünglich kleiner, ist die Mühle nach und nach vergrössert worden. 1879 wurde jedoch der Betrieb der Getreidemühle eingestellt und eine Sagemühle statt dessen eingerichtet; dieselbe ging jedoch 1883 auch wieder ein. Sickertrunz s. Doller 13. Sickingen, Staatswald in den Gden. Wingen und Klimbach (Ka. Wörth, Kr. Weissenburg, U.-E.). 645 ha. Oberförsterei Lembach. (Buche, Kiefer, Fichte, Eiche, Tanne.) Buntsandsiein. Der Wald gehörte zur Herrschaft Hohenburg (s. d.). Nach dem Erlöschen des Geschlechtes der Puller von Hohenburg kam die Herrschaft an die Herren von S. 1523 wurde die Herrschaft eingezogen, aber Hohenburg vom Erzbisthum Trier nach dem Tode von Franz von S. (1542) durch Vermittelung des Kaisers an die Söhne des Franz von S. wieder ausgeliefert. 1791 vom Staate eingezogen als Domäne einer reichsunmittelbaren Herrschaft; von der Familie Sickingen-Hohenhurg wegen der Lehenseigenschaft beansprucht, auf Grund der Ordonnanz vom 4. Okt. 1815 über Aufhebung des Sequesters, dann des Gesetzes vom 27. April 1825. A m 22. Aug. 1840 wurden die Ansprüche der Familie vom Staatsrath abgewiesen und die Sickingen-Hohenburg'schen Güter neuerdings als Staatsei-genthum erklärt. A m 6. Dez. 1874 wurde die Rückgabe der Güter durch den Reichskanzler unter Bezugnahme auf den Staatsrathsbeschluss von 1840 abgelehnt. 1376 der Bitsehhof (54 ha) dazu erworben. Siebach, Wir. (Gde. Felleringen, Ka. St. Amarin, Kr. Thann. O.-E.). 20 E. 5 Hsr. Entstehungszeit unbekannt; der Wir. soll so alt sein wie Felleringen selbst. Siebenbronnerbach s. Hausanbach 5. Siebe nbronnermühle, M. (Gde. Drachenbronn, Ka. Sulz u. W.. Kr. Weissenburg, U.-E.). 8 E. 1 Hs. Bestand wahrscheinlich schon Anfang des 18. Jhdts. Bereits 1772 scheint ein Theil der Mühle erneuert worden zu sein. Sieben Brüder, Tannengruppe am Br^zouard. s. Th. I, S. 212. Siebenbuch, abgeg. O., auf dem linken Breuschufer, nördl. von Oberhaslach, (Ka. u. Kr. Molsheim, U.-E.). Siben-buch 1127; Syenbuch, Symbuch Mitte des 14. Jhdts. - War bisehöflich-strassburgisches Eigengut. - 1389 zuletzt erwähnt. Sleben-Gemeindewald iGde. Lützelhausen, Ka. u. Kr. Molsheim, U.-E.). 92 ha. Oberförsterei Lützelhausen. (Tanne.) (Vogesensandstein.) 1578 Eigenthum des Kapitels von Haslach. Seit 1783 ungeteiltes Eigenthum der Gden. Dinsheim, Heiligenberg, Lützelhausen, Niederhaslach, Oberhaslach, Still und Urmatt. Siebentheilgraben s. Lauter 1. Siegelweyer, Ziegelhütte (Gde. u. Ka. Finstingen. Kr. Saarburg. L.). 1766 erw ahnt; identisch mit der heute noch bestehenden Ziegelhütte. Der Name ist Verschreibung für Ziegelweiher (s. d.). Einen Weiher dieses Namens gab |