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Show Sulzerncr Eck - Sundenmühle. 1101 wurde die Theilung der gemeinschaftlichen Waldungen der Thalgemeinden angeordnet und 1846 zur Ausführung gebracht. Der Wald wurde in dem Verhältniss den betheiligten Gden. als Eigenthum überwiesen, wie sie im Jahre 1789 Einwohner hatten (s. Münster und Metzeral). Sulzerner E c k s. Taubenklangkopf. Sulzerwaldbach s. Isch 10. Sulzmatt s. a. Bad Sulzmatt. Sulzmatt, Df. (Ka. Rufach [s. 1700], Kr. Gebweiler, O.-E.). 2589 E. (Sterbt. 22,6. leb. Geb. 25,5 auf 1000). 491 Hsr. (21 GRe.) - A m Ohmbach. 280 m. - AG. Rufach (6,7); Bhf. Rufach (7,8). - Sulzmata 1044. - Die Gde. umfasst den HO. S. (2178 E. 415 Hsr.), die AO. Gauchmatt (Kälbling), Hagenmühle, Lobelhaus, Ritzenthal, Schäferthal, Thannweiler, Winzfelden, den unbew. O. Feldkapelle und die verschw. O.Instetten,Sehwarzenthann, Thannweiler, Wasserstelzen. (Der frühere AO. Bad Sulzmatt ist 1S93 abgebrannt; das daselbst errichtete Mineralwasserversandhaus, sowie die in der Nähe befindlichen Sägemühlen Friedmann und Gall zählen jetzt zum HO.). - P. III. Kl. T. Oeff Fernsprechstelle. Ortseinn. StEBez. Rufach IL 2 Aerzte, darunter 1 Kantonalarzt. Armenhs. (s. 1882, 6 Betten;. Armr. (s. 1824, Grundbesitz 0,22 ha). Sparkasse (s. 1887). Oeff.Vorschusskasse (s. 1889). Wasserltg. (s. 1892). Fw. (s. 1888, 4 Spritzen). - Kath. Hilfspfarrei des Dekanats Rufach (s. 1802; 1858 erhielt der AO. Winzfelden ein residirendes Vikariat. Schutzheiliger hl. Sebastian (20. Jan. i. 2 Muttergotteskapellen ; Feldkapelle und Schäferthal. Die Lutheraner gehören zur Pfarrei Colmar. 1808-86 Sitz eines" Rabbinates; Synagoge seit 1808. Judenfriedhof in Jungholz. - Spinnerei und Weberei Sulzmatt, Baumwollspinnerei und -weberei. Die Spinnerei besteht seit Anfang der 20er Jahre, die Weberei seit Anfang der 60er Jahre des 19. Jhdts. 17000 Spindeln, 415 Webstühle, 600 Pferdekräfte, davon bis zu 100 Wasserpferdekräfte; 417 Arbeiter. Seidenspinnerei der Industrie-Gesellschaft für Schappe in Basel, gegründet 1873 von der Firma Simon & Schöllhammer. 110 Arbeiter. 2 Steinbrüche; 1 Getreidemühle (vgl. Hagenmühle); Oelmühle. Mineralquelle (alkalischer Säuerling), jetzt nur noch als Tafelwasser benutzt. S. gehörte zum Mundat Rutaeh des Bisthums Strassburg. 1298 durch Adolf von Nassau verwüstet. Begütert waren: St. Marx, 1183 Stift Lautenbach, 1191 Goldbach, 1256 Reuerinnen (Maria Magdalena) in Basel, Murbach 1279, Schwar-zenthann 1279, Deutschherren zu Beuggen 1281, Pairis 1283, St. Klara zu Basel 1287, St. Blasien 1333, Klingenthal bei Basel 1287, Johanniterkomthurei Sulz 1359, Deutschordenskomthurei Sundheim-Rufach. Von den 12 Hubgütern des Strassburger Dinghofes waren S an Adlige verliehen. In und bei S. gab es 5 Schlösser, von denen eines, die W a g e n bürg, noch steht; es wurde erbaut durch die Adelsfamilie der Stör und gehörte vom 16. -18. Jhdt. den Breiten-Landenberg, gegenwärtig der Familie Ingold.das SchlossWas ser stelzen war im 16.Jhdt. Eigenthum der Jestetten; Schloss J estette n lag in unmittelbarer Nähe von S. - Obenan im Dorfe lag das Schloss Z u brück (Zur Erucken i, welches 1352 von Joh. von Rappoltstein, der es vom Bisthum Strassburg zu Lehen trug, den Hanneman vom Haus aus Isenheim zu 2 Dritteln, dem Bertschin Zu Brück zu einem Drittel zu Lehen gegeben wurde. Dann soll noch bei S. das Schloss Z illh ausen gelegen haben, das die Dormenz an die S. verkauft haben und das die Gde. dann niederriss. Eine adlige Familie der Burggrafen von S. wird vom 13.- 15. Jhdt. erwähnt. S. gehörte zum Amt Egisheim, später zur Stabhalterei Rufach, in kirchlicher Hinsicht zum Baseler Landkapitel Citra Colles; den Kirchensatz hatte Stift Lautenbach. Bis 1771 war die Pfarrkirche in Osenbach (s. d.) Annexe der Pfarrei S. Die ursprünglich romanische Kirche hat noch alte Theile, viele Grabmäler. - Neolithische und Bronzefunde. Die Kirche des hl. Sebastian a. d. 11-12. Jhdt. wurde im 15.-16. Jhdt. stark umgebaut. Der Thurm a. d. 11. Jhdt. ist noch ganz erhalten; im Innern schöne Grabdenkmäler und Grabsteine a. d. 15.-18. Jhdt. In der Sakristei Ostensorium und Messkelch a. d. 15. Jhdt. und Holzgemälde aus gleicher Zeit; alte Glocke von 1367 im Thurme. Der Kirchhof scheint früher befestigt gewesen zu sein. Ueber die alten Schlösser siehe oben! Die alten Befestigungswerke und Thore sind verschwunden. Im Orte viele alte gothische und Renaissance- Steinhäuser, auch ein Brunnen a. d. 17. Jhdt. Gemeindewald. (Oberförsterei Rufach). 854,21 ha, 355 bis 770 m. über dem Meere. Granit, Grauwacke, Kalkstein und Buntsandstein. (Weisstanne, Buche, Eiche, Fichte, Douglastanne, Kiefer,Lärche,Ahorn, Hainbuche, Birke, Espe.) Im Jahre 1543 kaufte die Gde. S. vom Bischof den soge- . nannten Nonnenwald, d. h. den alten Besitz von Schwarzen-thann und den Spannwald auf dem Hohberg. Die hierdurch mit Rufach entstandenen Streitigkeiten wurden erst im Jahre lbl7 durch einen Vertrag der beiden Gden. geregelt. j (S. Rufach, Westhalten und Osenbach). Im Sulzmatter ! Wald befand sich früher eine Erzgrube. Dürr well, G., Histoire d'une ville d'Alsace et de ses environs. 2me partie. IX. Rouffach. X. Soultzmatt. (Rev. d'Als. N. S. 13, 1899, S. 151-163). Zur Geschichte des Thals und der Gde. S. im oberen Mundat, 1574 - 1674. Einleitung und Anmerkungen von Aug. Stöber. (Als. IX, 167-205). Le Wagenburg de Soultzmatt. (Wanderer im Elsass, IV, S. 254 f). Arnold, L., Considerations pratiques sur l'emploi de l'eau balsamique de S. Strasbourg, Paris 1852. Ders., Eau balsamique de S. .. . Mulhouse 1860. Bach,Lettre me- I dicale sur l'eau bals. gazeuse de S. (Extr. de la Gazette ! me"d. de Strasb. du 20 Janv. 1851.) Strasb. 1851. Ders., Des eaux gazeuses alcalines non ferrugineuses de S. Paris, Strasb. 1853, 1859 u. 1876. B e" c h a m p, A., Analyse qualitative et quantitative de l'eau minerale alcaline gazeuse de Soultzmatt. Strasbourg 1853. Des eaux gazeuses alcalines de S Mulhouse 1881. Grimaud, A., De la gravelle urique et de son traitement par l'eau min. de S. Colmar 1SC5. H u der, Des eaux gazeuses alc. de S. Strasb. 1854. Kessler, F., Notice sur Soultzmatt (Mitth. d. Philomath. Ges. in E.-L. 8, 1901, S. 218-220). Me g 1 i n, J. A., Analyse des eaux min. de S. [Strasb.] 1779. Rani eaux, Notice sur les eaux min. de I S. Strasb. 1838. Ring, [M. de, La butte de St. George, Strassburg [o. J.]. Rothmüll er, J., Soultzmatt. Extr. du musee pittoresque et hist. d'Alsace. Colmar 1862. - Vgl. auch die i Litteratur zu Niederbronn. Sulzthal, Hs. (Gde. Windstein, Ka. Niederbronn, Kr. Hagenau, U.-E.). 6 E. 1 Hs. Soll schon im 14. Jhdt. unter I dem Namen Wannethal bestanden haben. Sulzthal, Pr.-Fsths. (Gde. Lembach, Ka. u. Kr. Weissen-j bürg, U.-E.i. 6 E. 1 Hs. Wurde früher als Weiler bezeichnet und schon 1650 erwähnt, grösstentheils von Mennoniten bewohnt. Die letzten Häuser ausser dem Fsths. wurden vor 20 Jahren abgebrochen. Jetzt sind die Aecker meist mit Wald bepflanzt. Es befand sich hier ein Mennonitenkirch-hof, von dem jedoch kaum noch eine Spur übrig ist. 1870 übernachtete der durch seinen kühnen Rekognoszirungsritt bekannte Graf Zeppelin nach dem Gefecht bei Scheuerlenhof (s. d.) bei einem Pächter im Sulzthal. Sulzthaler Eck, Kopf, 530 m, zwischen Weiler Trautbronn und Hof Sulzthal, Gde. Lembach, Ka. Weissenburg. S u m p f e n s. Zwölfmühlenkanal 4, Wunach. Sumpfenkopf, B., 900 m, südl. Sewen im Dollerthal. [Im Sumpff 1567]. Sumpfgraben s. Doller 25, Eberbach 14, Selzbach 7. Sumpfweiher im Dollergebiet, 0,2 km südwestl. Sewen - 0,4 ha. Fischerei. Privatbesitz. Abfluss zur Doller. Sundebruch, abg. Ort, im Breuschthal, linkes Ufer (Ka. Schirmeck, Kr. Molsheim, U.-E.). 1336 als bisch. Strassb. Eigengut (Amt Schirmeck) genannt. Sundenmühle, M. s. Sundheimer Mühle (Sundenmühle). |