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Show 734 Münchhof - Münster. Kloster Neuburg «curtem Adalmanswilre cum appendiciis». 1481 verpachtete das Kloster den Hof den Jörger von Strassburg; 152b verkaufte es ihn dem Strassburger Bisthum in dessen Besitz er bis zur Revolution blieb und stets verpachtet wurde. Das Hauptgebäude 1614 errichtet. In der Revolution wurde der M. als Nationalgut versteigert. Münchhof, verschw. Hf. bei Niedermorschweier (Ka. Kaysersberg, Kr. Rappoltsweiler, O.-E.), s. Forst. Münchhof (Althof), verschw. Hf. bei Ingolsheim. (Ka. Sulz u. W., Kr. Weissenburg, U.-E.), Lag etwa 100 m nordwestl. von Ingolsheim am Wege nach Kleeburg. 1697 als Eigenthum der Abtei Sturzelbronn erwähnt. Während der franz. Revolution als Nationalgut erklärt und veräussert, 1856 abgebrochen; der Platz ist jetzt Wiese. Münchinhard verschw. O., in der Nähe von Bensdorf und Vahl (Ka. Albesdorf, Kr. Chäteau-Salins, L). Im 12. Jhdt. wird mit Bensdorf eine Villa Münchinhard erwähnt, beide als Annexe der Pfarrei Vahl, wo die Abtei Mettlach den Zehnten besass. 1302 erscheint es wieder mit Vahl und da als Lehen der Grafen von Salm und durch den Johann von Xowenberg (Schauenberg) getragen. - Der Ort scheint schon sehr früh verschwunden zusein, er wird später nicht mehr erwähnt. Münchmühle, M. (Gde. Krautweiler, Ka. Brumath, Ldkr. Strassburg, U.-E). 10 E. 2 Hsr. 1754 erbaut. Münchsberg, Hf. (Gde., Ka. u. Kr. Mülhausen, O.-E.). lo E. 3 Hsr. Im 14. Jhdt. Lehen der Edlen Münch von Landskron; kam 1422 durch Kauf an die Stadt Mülhausen. Münchsberg, M ü n z berg, B., bei Mülhausen s. Mönchsberg. Münchsberg, H„ 229 m, südöstl. Ernolsheim, Ka. Zabern. Münchsgraben s. Isch 8. Münichhof, Hf. (Gde. Walscheid, Ka. u. Kr. Saarburg, D . 6 E. 1 Hs. - M u n i c k o h o f 1775. - Soll früher Sitz einer besonderen Herrschaft (Seigneurerie) gewesen sein, welche durch Tausch einem Herrn Gerard überlassen worden sei. 1775 und 1777 soll der Hof Theil der Herrschaft Insweiler gewesen sein. (?) Münster, Df. (Ka. Albesdorf [s. 1790], Kr. Chäteau- Salins, L.). 415 E. 120 Hsr. (10 GRe.) - 220 m. - AG. Albesdorf (4,3); Bhf. Insmingen (7,9).-Mon str e 1262; Munstre 1270; Monasterium 1271; Moutier en Allemagne 1349. - Auf dem Gebiet der Gde. lag der verschw. Hf. Kriechingen, zwischen M. und Insweiler der verschw. O. Roth. - StEBez. Albesdorf. Fw. (s. 187S, 1 Spritze). - Kath. Hilfspfarrei des Archipr. Albesdorf (s. 1802), zu der bis 1834 auch Givrycourt gehörte. Kirche des hl. Nikolaus (6. Dez.). - Hausindustrie: Strohhutflechterei, für eine Firma in Saarunion. Anfang Mai und Anfang Dez. Krammarkt. Bauholzhandel. M. gehörte zu der Gemeinherrschaft Finstingen (s. d.), ursprünglich jedoch zu einem Viertel dem Kollegiats-stift (s. u.) St. Nikolaus von Münster; ein weiteres Viertel war schon früh als Lehen von Finstingen an die Edeln von Dorsweiler gegeben worden; später an die Kriechingen vererbt, ging es schon vor 1675 durch Kauf in Besitz von Lothringen über. Auch das Haus Kirkel war im 13. Jhdt. in Münster begütert (s. Lohr). Im 18. Jhdt. dagegen war die Herrschaft im alleinigen Besitz von Lothringen, das es einem Herren Gerard als selbständige Lehensherrschaft vergab. 1349 wurde durch Metzer Truppen -Moutier en Alle-maigne- verwüstet. - Kollegiatstift. Durch Merbode von Malberg, Ahnherrn der Edeln von Finstingen, und seine Frau Ida Anfang des 13. Jhdts. gegründet, wurde das St. Nikolausstift schon vor 1224 durch den Bischof Conrad von Metz bestätigt und für 12 Kanoniker bestimmt. Des Gründers Sohn, der Erzbischof von Trier, Heinrich von Finstingen, stattete diese Gründung mit pratrimonialen Gütern und kirchlichen Privilegien weiter aus. Das Stift erhielt von ihm ein Viertel in der Herrschaft Münster und Güter in Geinslingen. Weitere Wohlthäter im Laufe der Zeiten waren die Grafen von Saarwerden, welche den Kirchensatz zu Insweiler, die Grafen von Zweibrücken die den zu Bessingen schenkten, die Edeln von Kirkel (s. Lohr), von Dorsweiler etc. Durch die Rheingrafen, welche die Reformation in M. einführten (1565), wurde das Stift aufgehoben und die Kanoniker gezwungen, den Ort zu verlassen. A m 2. August 1594 ist das Stift mit dem von Vic durch Bischof Karl von Lothringen vereinigt worden. Diese Vereinigung hat 1595 der Herzog von Lothringen bestätigt. 1667 scheint der Prinz von Vaudemont, Herr von Finstingen, die Absicht gehabt zu haben, das Stift wieder herzustellen. - Es ist wahrscheinlich, dass die alte Klosterkirche (Monasterium) ursprünglich auf einer anderen Stelle stand, denn 1262 erklärte Erzbischof Heinrich von Finstingen, dass er die Stiftskirche zu erbauen begonnen habe auf seinem eigenen Allode, und auf Grundstücken, die er gegen andere Stiftsgüter eingetauscht habe. Es wäre vielleicht an die alte St. Nikolaus-Kapelle im Münsterwald, welche 1331 der Bischof von Metz dem Kloster Hessen überliess, zu denken. Die noch erhaltene Stiftskirche, jetzt Pfarrkirche, ist in neuerer Zeit durch Pfarrer König z. Th. restaurirt worden. Sie gehört zu den merkwürdigsten Bauten des Landes. Diese schön angelegte dreischiflige Basilika, mit Querbau von prächtigen Verhältnissen, deren Formen die Frühgothik der zweiten Hälfte des 13. bezw. der ersten Hälfte des 14. Jhdts. verrathen, ist leider in den letzten Jahren arg vernachlässigt worden. (Gesch. Dkm.) - M. war vor 1802 Pfarrei des Archipr. Mörchingen und hatte Givrycourt und Ged-weiler als Annexen. Kirche 12b0 begonnen (s. o.). Den Kirchensatz hatte das Stiftskapitel, später die Herzoge von Lothringen wegen der Herrschaft Finstingen. Benoit, A., L'ancienne eglise collegiale de St. Nicolas de Munster (Meurthe). Luneville 1867. Lepage, H., Note sur l'epoque de la construetion de l'eglise de Munster (Meurthe). (Journ. de la Soc. d'arch. lorr. 6, 1S57, S. 5b-bl.) Paulus, E., Note sur les fondateurs et la date de fondation de la Collegiale de Munster en Lorraine. (Mem. de l'Ac. de Metz 1893-94, S. 75-85.) Münster, St. (Ka. gl. N. [s. 1790], Kr. Colmar, O.-E.). 5800 E. (Sterbt. 26,6, leb. Geb. 32,7 auf 1000) 502 Hsr. (24 GRe.) Serv.-Kl. III. - Am Zusammenflusse der Fecht und des Kleinbachs. 380 m. - KrHO Colmar (18,7); Bhf. M. (0,5). - Monasteri olum Conflentis 675; ma. Meinschter, Min seht er. - Die Gde. umfasst den HO. M. (4827 E. 439 Hsr.) und die AO. Badischhof (früher Himbelgut genannt), Bretzel (s. Anfang des 19. Jhdts., vorher zu Hohrod gehörig), Erlenwasen, Eschbacherweg (Quatre-Vents), Haag. Hammer, Haslach, Kalbenstein, Kappel, Klebach, Leimel, Nagelstall, Oberkalbach, Ober-Mönchberg, Schlosswald (früher auch Schlossmatte genannt), Solberg, Spitalacker, Unterkalbach, Weiher, Widenthal (s. Anfang des 19. Jhdts., vorher zu Hohrod gehörig). Hatte bis 1801 noch die AO. Eschbach, Hohrod und Luttenbach, welche dann selbständig wurden. Die früher noch genannten AO. Bleiche, Birken, Dubach, Dumbühl, Eim, Fesseneck, Leimelweg, Leimengrube, Mönch-berg. Sandbuckel, Walsbach, Wasen, sind jetzt Theile des HO.; die in neueren Ortsverzeichnissen noch genannten A0. La Carriere und Zellenberg sind in der Gde. nicht bekannt. Auf der Gemarkungsgrenze zwischen M. und Griesbach liegt die Ruine Schwarzenburg. Ferner lag im Gebiet der Gde. der verschw. Weiler Heidenbach. P. IL Kl. T. Stadtfernsprecheinrichtung. Bhf. (s. 1868). AG., umfassend den Ka. M.2 Notare. Gerichtsvollzieher. Kantonalpolizeikommissar für die Ka. M. und Winzenheim. Gendarmeriestation. Oberförsterei (Forstaufsichtsbez. Col-mar- Süd). Met. St. IL O. (392 m). Regenstat. Hauptzollamt. Obergrenzktr. VerkehrsSt A. StEBez. Münster I, umfassenddie Gden. Günsbach, Hohrod, Münster, Stossweier, Sulzern, |