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Show S94 Richwiller - Riedmühle. Richwiller s. Reichweiler. Rickenmattbach s. Isch 9. Rickringen, Wir. (Gde. Ottendorf, Ka. u. Kr. Bolchen. L.). 154 E. 52 Hsr. - Riechringen 1321, Ricringen 1606, _ War Wir. der Herrschaft, Vogtei und Pfarrei Ottendorf und hatte dieselben Schicksale wie diese. Rickringerbach s. Nied 8. Riebeisbach, Hs. (Gde. Wasserburg, Ka. Münster, Kr. Colmar, O.-E.). 7 E. 1 Hs. - A n der Ryppclspach 1441; Matten im Ribelspach 1690. Die Erbauungszeit des Hauses ist unbekannt. Ried (nebst Zusammensetzungen) s. a. Rieth. Ried s. Gemeinmark. Ried, Grafschaft, s. Uffried. Ried (bei Horburg) s. Horburger Ried. Ried, Hof (Gde. Murbach, Ka. u. Kr. Gebweilcr, O.-E.). 5 E. 1 Hs. - Im riet- die rietmatten 1453 (Flurname). Die Erbauungszeit des Hofes ist unbekannt. Ried, Rothes s. Rothes Ried. Riedbach s. Kleine Fecht 9; 11120; Mühlbachgraben 1. Riedbrunnen s. 111 54. Riedelsburg, Wir. (Gde. Rimbach. Ka. Masmünster, Kr. Thann, O.-E.i. 20 E. 4 Hsr. Soll seit etwa 1780 bestehen, Riedelsmattgraben s. Rhein 9. Riedgau s. Uftried. Riedgraben s. Blind *, 111 22, 57, Mühlbachgraben, Vogebach. Riedgrabenschluth s. 111 57. Riedheim, Df. Ka. Buchsweiler [s. 1790], Kr. Zabern, U.-E.). 237 E. 50 Hsr. 10 GRe. - 235 m. - AG. Buchsweiler (1,9); Bhf. Buchsweiler 2,4. - Creodcheim 784; ma. Riede. - StEBez. Buchsweiler. Armr. (Gründungsjahr unbekannt). Wasserltg. (Anlagejahr unbekannt). - Filiale der kath. und der prot. Pfarrei in Buchsweiler. Kirche der Krcuzertindung (3. Mai), simultan. R. wird schon 7S4 erwähnt; die Abtei Weissenburg hatte damals Güter daselbst. Später war R. im Besitz der Herren von Lichtenberg, wahrscheinlich als Allodialgut (nähere Nachrichten über Art des Erwerbes etc. fehlen), und kam mit dem Amte Buchsweiler, dem es angehörte, bei der lichtenbergischen Erbtheilung von 1480 an H a n a u - L i c h t e n-berg, 1736 an Hessen-Darmstadt. Den Dinghof zu R. besassen die Haffner von Wasselnheim als lichtenbergisches Lehen. Im 14. Jhdt. hatten die Herren von Lichtenberg eine bedeutende Stammschäferei zu R. - Kirchlich ist R. stets Filiale von Buchsweiler gewesen. 1545 wurde es protestantisch. Riedhof, Hf. (Gde. Hilsenheim, Ka. Markolsheim, Kr. Schlettstadt, U.-E.). 10 E. 1 Hs. 1838 entstanden. Riedhof, Hf. u. W . (Gde. Niederehnheim, Ka. Oberehnheim, Kr. Erstein, U.-E.). 4 E. 1 Hs. Zum 1. Mal erbaut 180S, 1835 abgebrannt; 1841 neu aufgebaut. Rieding, Df. (Ka. [s. 1790] u. Kr. Saarburg, L.). 1043 E. 200 Hsr. (12 GRe.) - 263 m. - AG. Saarburg (4,9); Bhf. R. (1,5). - Rodinga 789; Rüdingen 1336; Redingen 1370; Re"ding 1869. - Die Gde. umfasst den HO. R. (522 E. 91 Hsr.) und die AO. Bubenbach, Gross-Eich, Klein-Eich, Kreuzenacker. Im Banne der Gde. lag ferner die verschw. Kleinmühle. - P. F. Bhf. (s. 1877). StEBez. Saarburg I. Wasserltg. (3 Leitungen, 1835 und 1875 angelegt). Fw. (s. 1845, 1 Spritze). - Kath. Hilfspfarrei des Archipr. Saarburg is. 1802'. Kirche des hl. Petrus und Paulus (29. Juni). Die Reformirten gehören zur Pfarrei Saarburg. - Kleine Ziegelei (* Arbeiter); 3 Kalksteinbrüche; Dampfsägemühle; Mühle; Bau- und Möbeltischlerei (9 Arbeiter) mit Motorenbetrieb. Hausindustrie: Handschuhnäherei, für Firmen in Saarburg und Lixheim. R. gehörte zu dem Amte Saarburg, war meistens zu Lehen vergeben und zwar an die Herren von Saareck, mit welcher Herrschaft es lange vereinigt war. Es scheint der alte schon 789 genannte Ort < Rodinga» gewesen zu sein, wo die Abtei Weissenburg begütert war. 1346 wurde es vom Bisthum Metz den Grafen von Lützelstein mit Bühl und Hommartingen (s. d.) verpfändet und mit der Herrschaft Saareck vereinigt. Das Dorf wurde 1661 an Frankreich abgetreten. - Herren in R. waren 1668 die Streiff von La-wenstein neben den von Lützelburg, später die Lützelburg allein. - 1361 schon Pfarrei des Archipr. Saarburg. Kirche zuletzt 1754 erneuert; der Kirchensatz wurde 1594 von den von Braubach als Erben der von Heringen an die von Lützelburg verkauft. Im Gewanne < Kreuzenacker» gegen Lixheim zu Spuren einer Römerstrasse. - Der kürzlich abgerissene Kirchthurm war alt. - Die Inschrift der alten Glocke (unrichtig bei Kraus herausgegeben) lautet eigentlich: «A me resonante pia mala euneta repelle Maria». Gern ein de wald (Oberförsterei Saarburg) 45,1 ha. R iedingerw eihcrbaehg raben s. Loutre 2. Riedisheim, Df. (Ka. Habsheim [1790-95 Ka. Landser], Kr. Mülhausen, O.-E.). 3061 E. (Sterbf. 20,7, leb. Geh. 32,1 auf 1000) 441 Hsr. (21 GRe.) - A m Rhein-Rhonekanal. 255 m. - A.-, L.- und SchwG. Mülhausen (2,4); Bhf. Mülhausen (2,0). - R&dinsheim 1249; Ru dishein 14. Jhdt.; ma. Riedase, Riedise. - Die Gde. umfasst den HO. R. (2898 E. 414 Hsr.), die AO. A m Kanal, Nägeleberg, Rix-heimerweg, Tannenwald, Welsche Schweiz, Zimmersheimer-strasse und den verschw. O. Leibersheim (Kapelle St. Marx). Die früheren AO. An der Wanne, Baselstrasse, Hohrain, Modenhcimerweg, Mülhauserweg, Stoffelberg und Wolfacker hängen jetzt mit dem HO., der AO. An der Krone mit dem AO. Rixheimerweg zusammen. - P. T. Oeff. Fernsprechstelle (s. 1901). StEBez. Habsheim. Wasserltg. (s. 1886). Verbds.-Fw. (s. 1864, 2 Spritzen). - Kath. Hilfspfarrei des Dekanats Habsheim (s. 1802;. Schutzheilige hl. Afra. (5. Aug.). Die Lutheraner gehören zur Pfarrei Colmar. - Niederlassung der Redemptoristen, duldungsweise und widerruflich zugelassen den 15. Mai 1895. Zweck derselben ist hülfsweise und ausserordentliche Seelsorge. - 1 Steinbruch. Asphaltkocherei von F. Nikot, errichtet 1898. Oelmühle. Dampfsägerei und Eisenbahnschwellenbeize Gebr. Himmels-pach (10 Arbeiter), seit Ende 1899. Mechanische Ziegelei von Fünfgcld, 16 Arbeiter, 95 Dampfpferdekräfte. Kleine Korbfabrik. R. war Lehen der österreichischen Herrschaft Altkirch (s.d.). Inhaber: die Grafen von Thierstein, 1523 Gab. von Salamanca, Graf v. Ortenburg, 1632-47 die Stadt Mülhausen (durch Verpfändung), seit 1654 die Besenwald (Be-senval) von Solothurn. 1674 Dez. 29 siegreiches Gefecht der Franzosen gegen die Kroaten der Kaiserlichen bei R. - 1815 wurde das Dorf durch Feuer zerstört. - Kirchlich war R. bis 1766 Filiale von Rixheim. Später Pfarrei des Landkapitels Inter Colles des Bisthums Basel. Die Kollatur der St. Afrakirche, Schenkung Kaiser Karls IV., 1354, ein Viertel des Wein-, Frucht- und Hanfzehnten, den Neubruch- und Kartoffclzehnten sowie einen Hof in der G ewanne< Marxgarten» besass der deutsche Ritterorden. Komthurei Mülhausen-Rix-heim. Die früher vom Hauskaplan des Komthurs in Mülhausen bediente Filialkirche wurde 1651 mit Rixheim vereinigt. - Andere Zehntherren waren die von Besenwald in Brun-statt und das Domkapitel in Basel. - Bronze-, Hallstatt-und römische Funde. Gemeindewald (Oberförsterei Mülhausen) 66,6 ha. Riedbach s. 111 57. Riedmatten, Sennh. (Gde. Sulzern, Ka. Münster, Kr. Colmar, O.-E.). 1 Hs. Entstehungszeit unbekannt. Riedmühle, M. (Gde. Illhäusern. Ka. u. Kr. Rappoltsweiler, O.-E.). 3 E. 1 Hs. Die Mühle wird urkundlich zum ersten Male 1607 erwähnt (&die Riedtmühl ausserhalb 111- heussern»), Besitz der Herrschaft Rappoltstein, welche dieselbe theils selbst bewirthschaften liess, theils in Erbpacht gab (genannt 1607-1786). |