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Show Valmünster - Varsberg. 1143 1672 wurde noch processirt, und die de Paviot blieben im Besitze. - V. war vor 1802 Pfarrei des Archipr. Kedingen, von welcher 1802 Hollingen und Remelfangen abgetrennt wurden. Kirchensatz und Zehnte hatte der Abt von Mettlach. - Die alte Bergkirche ist eine dreischiffige Basilika, deren Thurm noch aus der romanischen Periode des 11.-12. Jhdt. stammt. Das Chor vom 13. Jhdt., das Schiff aus verschiedenen Zeiten der Gothik. Schloss modern. Gemeinde wald (Oberförsterei Bolchen) 26,8 ha. Boulange, G., Eglise de V. (Mem. de l'Ac. de Metz 1853-54, Ire ptie. p. 309). Valmünster, Meierei später Lehen, s. Hollingen. Vannecourt, Df. (Ka. Chäteau-Salins [1790-1802 Ka. Habudingen (Dalheim)], Kr. Chäteau-Salins, L.). 2b0 E. 86 Hsr. (10 GRe.) - 255 m. - AG. Chäteau-Salins (8,3); HSt. Hampont (7,6). - Warnugo curtis 777; Venecurtis 110b; Varnecort 1344. - Die Gde. umfasst den HO. V. (269 E. 85 Hsr.), den AO. Primatiale; die verschw. O. Alibach, Frescati, Gossoncourt. - StEBez. Chäteau-Salins. Armr. (Gründungsjahr unbekannt). WTasserltg. (Anlagejahr unbekannt). Verbds.-Fw. (s. 1884, 1 Spritze). - Kath. Hilfspfarrei des Archipr. Chäteau-Salins is. 1802). Kirche des hl. Dionysius (9. Okt.). - Geschäftssprache franz. V. war Dorf und Kirchengut mit ganzer Gerichtsbarkeit in der Kastellanei Amance. V. bildete ehemals mit Gossoncourt (s. d.) eine Herrschaft, welche alter Besitz des Priorats Salonnes war. (S. Art. Gossoncourt). Die letzten Inhaber der dortigen Vogtei waren 1630 die Charles von Salonnes, IbSl die Duplessis, Baillivy de Bezanes und Hor-dal du Lys; 1773 die de Valiee. - V. war vor 1802 Annexe der Pfarrei Vaxy und besass früher eine Kapelle zu Ehren der hl. Anna. Gemeinde wald (Oberförsterei Chäteau-Salins) b3,0 ha. Vannecourtbach s. Kleine Seille 9. Vanoue, Hf. (Gde. Cheminot, Ka. Verny, Kr. Metz, L.). 10 E. 1 Hs. - La Vannowe 1350; L e Waiquage de la Valnowe 1404; ma. Lai Wainau. - Gehörte zu dem Pays Messin (Isle) und war Bestandtheil der Herrschaft und der Pfarrei Cheminot. Vantoux, Df. (Ka. Metz [1790 Ka. Borny oder Noisseville, 1795 Ka. Vallieres, 1802-70 Ka. Metz II], Kr. Metz, L.). 317 E. 70 Hsr. (10 GRe.) - 180 m. - A-, L.- u. SchwG. Metz (5,3); Bhf. Devant-les-Ponts (6,3). - Vento 1121; Vantous 1128. - StEBez. Metz II. Armr. (s. 1874). Schlachths (s. 1834). Krgv. Vallieres-Vantoux (s. Vallieres). - Filiale der kath. Hilfspfarrei Vallieres (s. 1802, vorher der Pfarrei Mey). Kapelle des hl. Bartholomäus. - Zum Rabbinat Metz. Geschäftssprache franz. V. gehörte zum Pays Messin (Saulnois), war Herrschaft mit ganzer Gerichtsbarkeit in vier Banne, ein jeder mit ganzer Gerichtsbarkeit, getheilt: 1. Ban St. Vincent, Bestandtheil der Herrschaft St. Julien (s. d.); 2. Ban St. Paul, schon 1128 als Besitz des Domkapitels Metz bezeichnet; 3. Ban St. Clement, schon 1435 der gleichnamigen Abtei gehörig, mit einer Vogtei, welche 1755 in Händen der Herren von Tschudy war; endlich 4. Ban St. Martin de Glandiere, , ehemaliges Gut der Abtei Longeville, 1121 durch Schenkung i zu V. gekommen, lbOO in Händen der de Montigny, 1682 der de Laudiere, 1711 der de Douzan, 17b2-72 der Pagel de la Croix. - 1161 wird ein Ministerialengeschlecht des Namens V. erwähnt. - Die alte Kapelle, gegenwärtig nur noch als Scheune benutzt, war ein romanischer Bau des beginnenden 11. Jhdts. mit sehr kleinen Fensterchen; Reste älterer Bema-lungen noch vorhanden. (Gesch. Dkm.) Im Gebiete der Gde. j befindet sich ferner das sogen. Louve-Kreuz (Croix de Louve auch Croix aux trois jambes genannt), eines der 5 Hochkreuze, die 1449 Nie. Louve an den Grenzen der Metzer Bannmeile aufrichten Hess. Es stellt einen auf drei Pfeilern ruhenden, nicht umlagerten, gothischen Aufbau dar. Vor einigen Jahren ist es von der Stadt Metz angekauft und vollständig restaurirt worden. (Gesch. Dkm.). - 12 Kriegergräber von 1870/71, wovon eines auf dem Kirchhof. Vany, Dl. (Ka. Metz [1790 Ka. Argancy oder Borny 1795 Ka. Vallieres, 1802-70 Ka. Metz II.], Kr. Metz, L.). 14b E. 55 Hsr. (10 GRe.) - 190 m. - A.-, L- u. SchwG. Metz (8,5); Bhf. Devant-les-Ponts (9,6). - Vairney 1300 und noch 1629; ma. Värnö. - Die Gde. umfasst den HO. V. (74 E. 24 Hsr.). den AO. Villers-l'Orme (s. 1819, vorher selbstdg.) und den verschw. O. Augny-sous-Grimont. - StEBez. Metz II. Wasserltg. - Filiale der kath. Hilfspfarrci Failly. - Geschäftssprache franz. V. gehörte zu dem Pays Messin, i Haut-Chemin) und war Herrschaft mit ganzer Gerichtsbarkeit, zu welcher der verschwundene Hof Augny-sous-Grimont (s. d.) gehörte. V. war 1404 Besitz der Meltry und Guedange. 1665-1681 der Roncel, 1728 der d'Orthe, 1754 der de Faultrier, 1778 der de Seillon. - A m 23. Sept. 1*70 fand ein Ausfall der in Metz eingeschlossenen französischen Armee gegen V. und Chieulles zu Verproviantirungszwecken statt. Der Vorstoss suchte Rupigny (s. d.) zu erreichen, wurde aber durch starkes Artilleriefeuer auf deutscher Seite abgewiesen.- V. war schon vor 1S02 Annexe der Pfarrei Failly.- Das alte, feste Haus ist noch z. Th. erhalten. Vaquenoux, Wir. (Gde. Vorbruck [La Broque], Ka. Schirmeck, Kr. Molsheim. U.-E.). öS E. 14 Hsr. Weberei von Jacquet. Der Ort war schon 157b vorhanden und gehörte zur Grafschaft Salm (s. d.). Varansailles, verschw. Hf. (Gde. Ommeray, Ka. Vic, Kr. Chäteau-Salins, L.). 1858 niedergerissen. Varcon ville, verschw. O. (Gde. Niederhof, Ka. Lörchingen, Kr. Saarburg, L.). Gehörte zu der Lehensherrschaft Türk stein (S. d.). Die Abtei Hugshofen war dort schon im 12. Jhdt. begütert. Diese Güter wurden 1224 der Abtei Hochforst (Haute-Seille) überlassen, welche früher selbst schon in demselben Orte Schenkungen erhalten hatte. (S. Neuscheuern). Varingoutte, Hsr. (Gde. u. Ka. Schnierlach, Kr. Rappoltsweiler, O.-E.). 8 E. 2 Hsr. - Zu W e r in goutte 1441 (Flurname); La Voiringoutte 1760 (2 Häuser). - Herrschaft Rappoltstein. Varize s. Waibelskirchen. Varriere, Wir. (Gde. Deutsch-Rumbach, Ka. Markirch, Kr. Rappoltsweiler, O.-E.i. 22 E. 7 Hsr. Entstehungszeit unbekannt. Varsberg, Df. (Ka. Bolchen [1790 Ka. Berus, 1795 Ka. Bisten, 1802-15 Ka. Saarlouis]. Kr. Bolchen, L.). 454 E. 109 Hsr. (10 GRe.) - 240 m. - AG. Bolchen (13,4); HSt. Kreuzwald (5,2). - Warsberg 16S1. - Die Gde. umfasst den HO. V. (434 E. 106 Hsr.), die AO. Obermühle und Unterste Mühle; und die verschw. O. Glasbrück und Grieslingen. - StEBez. Bolchen II. Wasserltg. (s. 1873). - Kath. Hilfspfarrei des Archipr. BoJchen (s. 1802). Kirche des hl. Blasius (3. Febr.); Muttergotteskapelle, ausserhalb des Dorfes, 1872 vergrössert. Die Protestanten gehören zur Pfarrei Augsb. Konf. in St. Avold. - 2 Kalksteinbrüche und Sandsteinbruch (zusammen 9 Arbeiter). Wattefabrik, 1862 durch Joh. Even in einer Mühle errichtet (14 Arbeiter). Vgl. Unterste Mühle. V. gehörte der Abtei Longeville (s. d.). Es war Kirchengut mit ganzer Gerichtsbarkeit in der Kastellanei Bolchen und alter Besitz der Abtei. In die Vogtei, welche ursprünglich wohl den Herren von V. aus dem Haus Rollingen zugestanden hatte, theilten sich 1688 die Herren von Kerpen Kriechingen, Warsberg und die Abtei Lubeln, die den Antheil der von Heilungen (ein Achtel) erworben hatte. Ueber Schloss Alt-Varsberg und Neu-Varsberg s. Varsberg, Herrschaft. - V. war vor 1802 Pfarrei des Archipr. St. Avold, noch 1580, wie das verschw. Dorf, Grieslingen (s. d.) genannt. Kirchensatz und Zehnt gehörten der Abtei Longeville. |