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Show Salzbach - Sand. 957 Dorf von Neuem. Bald darauf verschanzten sich die Schweden gegen Gallas in S. und wütheien bei dieser Gelegenheit gegen das Priorat. Die Kirche wurde geplündert, die Bücher zerstreut, die Reliquien profanirt; den Kopf des hl. Privatus warfen die Schweden in einen Brunnen. I00O konnte man erst an die Restauration der Kirche denken, welche 1670 einem Unternehmer übertragen wurde. Seit 1715 wurde der Pfarrsitz nach Chäteau-Salins verlegt und die Kirche blieb ihrem Zerfall überlassen. Erst 1740 fand eine Vereinbarung unter den Baupflichtigen statt. Die Kirche wurde in ihrem gegenwärtigen Zustand mit Benützung von Resten der alten erbaut. - Saline. Wie weit die Ausbeutung der Saline hier zurückreicht, ist nicht festgestellt; aber aus dem Bestehen des sogenannten «Briquetagc •> (s. Marsal) ist zu schliessen, dass diese schon in vorrömischer Zeit vorhanden gewesen ist. 110b dagegen war sie nicht mehr im Betriebe, denn in der Bestätigungsurkunde der Güter des Priorats werden Salzpfannen in Vic erwähnt. Die Saline dürfte um 1277 von Lothringen wieder angelegt worden sein, denn damals verband sich der Herzog von Lothringen mit dem Grafen von Bar gegen den Metzer Bischof wegen der Aufrechthaltung ihrer Rechte. In einem Vertrage von 1381 erkannten die drei genannten Fürsten ihre gegenseitigen Rechte an, denen 1379 der Graf von Bar zu Gunsten Lothringens entsagte. Herzog Rene liess 1484 ein neues Salzwerk anlegen, nachdem 1473 ein starker Einfluss von Süsswasser eingetreten war. Noch 15L'4 waren die Salinen in gutem Zustande. Wie oben gesagt brannten die Gebäude 150h ab, und da es zu dieser Zeit nicht mehr gelang, den Zufiuss von Süsswasser abzulenken, ging die Saline zu Grunde. Sie wird zuletzt noch 1631 erwähnt. - Alte Pfarrei des Archipr. Delme (vor 1802), zu der vor 1715 auch Chäteau-Salins gehörte. Den Kirchensatz hatte seit lb02 die Prim.uialkirche zu Nancy. - Prähistorische Funde (s.Art. Morville 1. Neolithischer Grabfund, Körper in hockender Stellung, als Beigabe lagen daneben 1 Messer und 2b Pfeilspitzen aus Feuerstein. Gallische und römische Münzen. Römische Reste. - Die alten Gebäude des Priorats dienen jetzt z. Th. als Pachthof, Pfarr- und Schu'.haus. Von der alten Kirche: Portal aus dem 15. Jhdt. mit einem spätgothi-schen Taufstein au» dem Jahre U49. G e m e i n d e w a l d (Oberförsterei Chäteau-Salins) 30,3 ha. Litter.: Pierson, G., Le PricurS de S. (Bull, et Mem. de la Soc. d'archeol. lorr. 2. Ser. 12, 1870, S. 116-138.) Salzbach, Sennh. (Gde. Metzeral, Ka. Münster, Kr. Colmar, O.-E.). 1 Hs. Entstehungszeit unbekannt. Salzbach, Wlf., s. Fecht 3, 111 30. Salzbour, Min.-Wass.-Anst. (Gde. Niederkontz, Ka. Sierck, Kr. Diedenhofen-Ost, L.i. 1 Hs., 1853/54 erbaut. Das Wasser enthält im wesentlichen Chlornatrium, Chlorkalium, schwefelsaure Kalkerde, mit etwas kohlensaurem Eisenoxydul. Es wird nur zum Trinken verwendet. Der Brunnen wird schon 1013 erwähnt. Salzbronn, Wir. (Gde. u. Ka. Saaralben, Kr. Forbach, L.). 282 E. 49 Hsr. - Salzborn bey Alben 1417. - Salzsteueramt II. Wasserltg. (s. 1891). - Kapelle des hl. W e n delin, 1870 erbaut. - Schon in den ältesten Zeiten wurde hier Salz gewonnen, doch wurde diese Industrie 1590 vollständig eingestellt und erst 1825 durch Joh. Wilh. von Thon, Direktor der Staatssaline in Württemberg, durch neue Bohrversuche, welche 1829 zum Ziele führten, wieder ins Leben gerufen. Jetzt Saline «Salzbronn > vormals von Thon & Co. i24 Arbeiter), Produktion 6bS0 t Siedesalz. Die zur Saline Salzbronn gehörige Mineralquelle (zur Gde. Herbitzheim, Bezirk U.-E. gehörig) ist durch Verordnung vom 25. Jan. 1882 als gemeinnützig erklärt worden, und es ist für dieselbe im Bezirk U.-E. ein Schutzgebiet von 20* m Radius (nur Halbkreis) festgesetzt worden. Seit 1897 Bad (Soolbad, auch Kneipp'sche Behandlung). 1899 wurden gegen 2400 Bäder genommen. S. war Dorf der Herrschaft Saaralben (s. d.i. Die Abteien Stürzelbronn und Herbitzheim hatten Antheil an dem Banne und an dem Salzwerke; letztere durch Schenkung des Grafen Albert von Dagsburg (1200). Anfangs des 14. Jhdts. entstanden zwischen beiden Abteien Streitigkeiten. Als oberer Lehensherr entschied der Metzer Bischof (1302): jeder Abtei wurde ein Drittel des Besitzes zugewiesen. Das Bisthum behielt das letzte Drittel und die Oberschutz- ; herrschaft. Der Antheil der Abtei Stürzelhronn kam durch Kauf 1539 an Lothringen. Der Theil von Herbitzheim, 1544 | zuerst von Saarbrücken erworben, fiel später durch Kauf an Lothringen. Die Rechte des Bisthums Metz erwarb Lothringen 1561, die auf Nassau-Saarbrücken übergegangenen j Rechte der Abtei Herbitzheim 1581 ; Nassau-Saarbrücken ! unternahm darauf den Versuch, die Soole auf seinem Gebiete abzufangen und erneuerte diesen Versuch 1737. Durch Vertrag vom 27. August 1741 verpflichtete sich Nassau- Saarbrücken, in seinen Aemtern Saarbrücken, Saarwerden, I Herbitzheim, Ottweiler und Homburg auf Salzgewinnung zu verzichten, w-ogegen Lothringen an Saarbrücken eine i Salzrente von 400 Scheffeln auf die lothringischen Salinen ' verschrieb. Im 17. Jhdt. wurde der Betrieb eingestellt, 1779 aber wieder aufgenommen. Orts w a l d Oberförsterei Saarunion 1 77,2 ha. S a l z b r o n n e n , Quelle am Südosthang des Ungers-berges, nördl. über Hof Ungersberg, Gde. St. Petersholz, Ka. Weiler, Kr. Schlettstadt. Sie mündet in den Estergot-bach oder Kühlbronnen, s. Giessen 15. Salzbüchsel. franz. la Sauere, eine eigenthümliche Felsbildung am linken Hang des Kapellenthales, Südsüdwest]. Breitenau, Ka. Weiler, Kr. Schlettstadt. S. Bleicher et Faudel, Materiaux IV, 173 mit Abbild. Salzgrabenhagweiher im Larggebiet 1,5 km südwestl. Niedcrsept - 2,10 ha. Fischerei. Wird alle 6-10 Jahre abgelassen und 2 Jahre lang bebaut. Privatbesitz. Abfluss zum Storkenweiher. Salzlecke, Fsths. (Gde. Baldersheim, Ka. Habsheim, Kr. Mülhausen, O.-E.). 7 E. 1 Hs. U m lSb7 erbaut. Regenstation, 220 m. Salzleckkopf, 1*0 m, zwischen dem Thale der 1 Weissen Zorn und Dorf Dagsburg. S a m s o n , B., östlicher Ausläufer des Bornthaler Kopfes (s. d.); an der südlichen Abdachung die Ruine W i n e c k, 339 m, über Katzenthal, Ka. Kaysersberg. S a m s t a g b e r g , auch Oberes Köpfel oder H o c h felsen genannt, Nordhang gegen Pfirt und Alt-Pfirt mit dem Gipfel b53,b m. [Der S a m b s t a g b e r g 1567; der S a m s t a g b e r g 156S]. S a n c t - *. Sankt-. S a n c y , Kastellanei, später Probstei des Herzogthums Bar in der Prevöte" dem späteren Bailliage von Longwy gelegen. Dazu gehörten im heutigen Bezirke Lothringen Bettstein, Bollingen, Lommeringen, Havingen, Gondringen, Neunhäuser. Von diesen Dörfern waren 1589 Havingen und Gondringen dem Lehen Bettstein in der Gde. Bollingen überwiesen worden. Die Probstei wurde 1751 aufgehoben und die dazu gehörigen Dörfer dem Bailliage Briey zugetheilt. S a n d , Df. (Ka. Benfeld [s. 1790], Kr. Erstein, U.-E.). 818 E. Ib5 Hsr. (12 GRe.) - 158,5 m. - AG. Benfeld (2,9 ; HSt. Matzenheim (2,5). - Sant 1309. (Auch Gross-Sand ! genannt). - Die Gde. umfasst den H O . S. (77b E. 158 Hsr.) 1 und den A O . Ehl. - StEBez. Benfeld. Armr. (Gründungsjahr unbekannt). Verbds.-Fw. (s. 1888, 2 Spritzen). - Kath. Hilfs- I pfarrei des Dekanats Benfeld (s. 1802, vorher Filiale von Matzenheim). Schutzheiliger hl. Martin (11. Nov.). Die Protestanten gehören zur Pfarrei Benfeld. - Steinbruch. Getreidemühle (Alfred Albrecht, etwa 30 Arbeiter). Erheblicher Tabackbau. S. war ursprünglich im Besitz der Landgrafen im Unter- |