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Show Vipucelle - Viviers. 1157 - Im Gebiet der Gde. lag der verschw. O. Tantelainville. - Nebenzollamt II. StEBez. Ars a. d. M. Fw. (s. 1880, 1 Spritze). - Kath. Hilfspfarrei des Archipr. Gorze (s. 1802). Kirche des hl. Clemens, Bischofs von Metz (23. Nov.). Südlich von V. eine Mariensäule, zu welcher am 7. Mai jedes Jahres eine Prozession stattfindet. Die Reformirten gehören zur Pfarrei Ars a. d. Mosel. - Geschäftssprache französisch. - Neutral (hinsichtlich des Zollverkehrs) erklärter Grenzweg zwischen Grenzstein 640 und 642, Länge 360 m, und Grenzstein 649 und 652, Länge 480 m. Angrenzende franz. Gde. ist Tronville. Die eine Hälfte der Wegelänge hat Frankreich, die andere die Landesverwaltung von Elsass-Lothringen zu unterhalten. Ueber den Grenzweg zwischen Grenzstein 588 und 611 vgl. Gde. Rezonville. V. gehörte zu der T e r r e de G o r z e (s. d.), wird schon im 12. Jhdt. als Besitz dieser Abtei erwähnt. Die Vogtei scheint noch im 14. Jhdt. in Händen der Grafen von Bar gewesen zu sein. - V. war schon vor 1802 Pfarrei des Archipr. Gorze, von welcher 1874 Tronville (in Frankreich) abgetrennt wurde. Kirchensatz und Zehnten hatte die Abtei Gorze. - A m 16. Aug. 1870 grosse Schlacht bei Vionville- Mars-la-Tour. Berühmter siegreicher Reiterangriff der 7. Kürassiere und 16. Ulanen. Durch die Schlacht wurde den Franzosen der Rückzug nach Verdun verlegt. Tm Gebiete der Gde. befinden sich 76 Kriegergräber und -Denkmäler, darunter das Denkmal des Inf.-Reg. 35, das des Inf.-Reg. 20, das des Oldenb. Inf.-Reg. 91, das des Inf.-Reg. 24 und 64, und ein grosses Massengrab (Deutsche und Franzosen), auf dem 1898 ein Denkmal errichtet worden ist. - Archäologisches: Steinbeil aus neolithischer Zeit gefunden. - Römerstrasse Metz-Verdun. Chorapsis und Glockenthurm der Pfarrkirche sind gesch. Dkm. G e m e i n d e w a l d (Oberförsterei Metz) 93.3 ha. Vipucelle, Df. (Gde. Vorbruck [La Broque], Ka. Schirmeck, Kr. Molsheim, U.-E.). 480 E. 84 Hsr. Vicbodi cella S26; Zell 1576. Entstand im Anschluss an das gleichnamige Priorat der Benediktinerabtei Senones (auch Cour d'en haut genannt), welches um 800 durch Abt Vicbod von Senones gegründet und 826 vom Kaiser Ludwig dieser Abtei überwiesen wurde. 1123 als Besitz derselben erwähnt; damals wurden in V. Wochenmärkte abgehalten. Es war überhaupt der Hauptort der ganzen, Vorbruck, Salm, Framont und Grandfontaine umfassenden Umgegend, die auch ursprünglich dem Priorat gehörte, später jedoch an die Grafschaft Salm überging. Das Priorat war schon im 18. Jhdt. verschwunden. - V. war bis ins IS. Jhdt. hinein Pfarrei mit Filialen Vorbruck, Grandfontaine, Framont, Albet und Fr6- conrupt, und war abhängig von der Abtei Senones. Seine Kirche ist jetzt noch die Pfarrkirche der Pfarrei Vorbruck. Virlisweiher im Larggebiet, 1 km südwestl. Friesen - 1,27 ha. Fischerei. Wird alle 6-10 Jahre abgelassen und bebaut. Privatbesitz. Abfls. über die Wiesen zur Larg. Vitringerbach s. Deutsche Nied 16. Vitringerhof, Hf. (Gde. Gänglingen, Ka. Falkenberg, Kr. Bolchen, L.i. 12 E. 2 Hsr. - Vinteringen 1278; Wittranges 1420. War 1648 Hof, Sitz einer Lehensherrschaft des Bisthums Metz mit ganzer Gerichtsbarkeit und getrenntem Banne. - Früher war es Dorf und Bestandtheil der Herrschaft Helflingen. 1278, in einer Urkunde der Abtei Longeville, wird Nicolaus presbyter de Vinteringen aufgeführt. Die Zeit der Zerstörung der Ortschaft ist nicht bekannt. 1595 wurde der öde Dorf bann durch die Grafen von Nassau an Helflingen gegen Zins vergeben und 1639 von Anna Sibille von Nassau, Frau von Kriechingen, dem Jobann Poutet für 20000 Pf. verkauft. Nach dieser Familie, welche noch 1720 Vintringen besass, erscheinen 1721 die Couet de Viviers, 1750 die de St. Blaise, 1760 die de Blair. Vittoncourt, Df. (Ka. Falkenberg, [1790 Ka.Wallersberg, 1795-1802 Ka. Remilly], Kr.ßolchen, L.). 419 E. 140 Hsr. (10 GRe.) - 230 m. - AG. Falkenberg (17,9); Bhf Remilly (3,2). - Wittoncort 1239. - Die Gde. umfasst den HO.V. (408 E. 139 Hsr.) und den AO. Faux-en-Foret. - Ortseinn. StEBez. Falkenberg I. - Kath. Hilfspfarrei des Archipr. Falkenberg (s. 1802), zu der auch Adaincourt und Voimhaut gehören. Kirche des hl. Gregor des Grossen (12. März), 1876 erbaut. Die Protestanten gehören zur Pfarrei Augsb. Konf. in St. Avold. - Geschäftssprache französisch. V. gehörte zu der Kastellanei Remilly (s. d.). Die Abtei Longeville hatte vor 1316 Besitz in V , welchen sie später gegen anderen Besitz vertauschte. - V. war vor 1802 Pfarrei des Archipr. Waibelskirchen. Kirchensatz und Zehnten hatte die Abtei St. Arnulf. Gemeindewald (Oberförstcrei Falkenberg) 207,3 ha. (Eichen und Buchen.) Der Walddistrikt Kleinholz ist alter Besitz der Gde.; der Zchntwald ist ihr 1808 durch Canton-nirung zugefallen. Vitry s. Wallingen. Vivier, verschw. Hf. (Gde. Ogy, Ka. Pange, Kr. Metz, L.). Wird erst in der zweiten Hälfte des 19. Jhdt. erwähnt. 1S97 abgerissen. Viviers s. a. Weiherstein. Viviers, Df. (Ka. Delme [s. 1790], Kr. Chäteau-Salins, L.). 192 E. 63 Hsr. (10 GRe.) - 260 m. - AG. Delme (3,6); Bhf. Baudrecourt (11,6). - Vifiley 893; Castrum de Viviers Ende des 11. Jhdts.; Vivaria 1222. - Im Gebiete der Gde. lag der verschw. Hf. Facherelle. - Ortseinn. StEBez. Delme. Wasserltg. (s. 1872). - Kath. Hilfspfarrei des Archipr. Delme (s. 1860, vorher Annexe der Pfarrei Tincry). Kirche z. Ehr. Maria Himmelfahrt (15. Aug.) Geschäftssprache französisch. - Weinhandel. War Sitz der Baronie Viviers (s. d.). V. wird zuerst in einem Güterverzeichnisse der Abtei Prüm 893 erwähnt. Später scheint V., wie die ursprüngliche Herrschaft, Besitz der Abtei Senones gewesen zu sein. Diese hatte dort ein Priorat errichtet zu Ehren der Jungfrau Maria, 1269 erwähnt, und öfters mit dem Priorat der Abtei St. Arnulf in Biver bei Mersch (Luxemburg) verwechselt. Das Priorat scheint nicht von Bedeutung gewesen zu sein und wurde im 15. Jhdt. zu Commende gegeben. Der Inhaber, der Pfründe verkaufte es 1625 dem Prinzen von Vaudemont, Herrn zu Viviers, welcher 1625 die Chorherren von der Regel des hl. Peter Fourier nach V. berief, und die Kirche von Tincry, sowie die Schlosskapclle dem Priorat einverleibte. Die alten Prioratsgebäude wurden damals neu erbaut und für 9 Patres eingerichtet. Sie zogen 1630 ein, mussten aber das Haus wegen des Krieges schon 1635 verlassen. Das Priorat wurde später wieder besiedelt und bestand mit wenigen Chorherrn bis zur Revolution. - Von der alten B u r g sind nur noch wenige Reste übrig. Sie scheint Ende des 11. Jhdts. erbaut worden zu sein. Gegen 1120 soll sie Bischof Stephan von Bar für seine Kirche erworben haben; er überliess sie aber gleich darauf, wie es scheint, den Grafen von Bar, die sie den Grafen von Salm zu Lehen gaben. Das Schloss, welches stark befestigt war, wurde 1489 durch die Metzer genommen und geplündert, 1634 von den französischen Truppen genommen, 1635 kam es wieder in den Besitz der Lothringer. 4. Juli 1642 wurde das Schloss auf Befehl von Richelieu belagert und beschossen. Es ergab sich am 8. Juli und wurde vom 8.-11. Juli zerstört. 1494 war im Donjon eine Schlosskapelle z. Ehr. N. D. de Gloire errichtet worden. Ein Wochenmarkt und zwei Jahrmärkte wurden in V. 15. Mai 1459 eingeführt. 1529 wurde dort ein Tabellionage (Notariat) errichtet. - V. war vor 1860 Annexe der kath. Pfarrei Tincry. - In V. sind wiederholt gallische, römische und mittelalterliche Reste und Münzen gefunden worden. Gemeinde wald (Oberförsterei Chäteau-Salins) 49,5 ha. Viviers, Baronie. Diese Herrschaft, ein altes Lehen von Bar, und zwar von Pönt-ä-Mousson rührend, umfasste als Lehen von Lothringen, etwa um 1650: I. Die Do- |