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Show Oberschnellcnbühl - Oberspechbach. 801 einigt. Den Bewohnern des rappoltsteinischen Theiles des Markircher Thaies war hier das Weiderecht nicht gestattet 1659, auch 1699 nicht trotz ihrer Eingaben. 1794 wurden die Höfe mit der Gde. Altweier vereinigt. Oberschnellenbühl, M. u. Hf. (Gde. Heidolsbeim, Ka. Markolsheim, Kr. Schlettstadt, U.-E.). 12 E. 2 Hsr. 1828 entstanden. Oberseebach, Df. (Ka. u. Kr. Weissenburg, U.-E. [1790 Ka. Sulz. 1802-77 Ka. Selz]). 1741 E. 325 Hsr. (18 GRe.) - 160 m. - AG. Weissenburg (9,0) ; HSt. Hunspach (3,3). - Sebach 967. - Die Gde. umfasst den HO. O. (1704 E. 318 Hsr.) und den AO. Frohnackerhof. - P. T. Oeff. Fernsprechstelle (s. 1902). Ortseinn. StEBez. Niederrödern. Armr. (Gründungsjahr unbek.). Fw. (s. 1891, 2 Spritzen). Krgv. (s. 20. März 1839). - Kath. Hilfspfarrei des Dekanats Weissenburg (s. 1878, vorher s. 1802 des Dekanats Selz). Schutzheiliger hl. Martin (11. Nov.). Filiale der prot. Pfarrei Augsb. Konf. in Rott. Ref. Pfarrei des Konsistoriums Bischweiler. Sprengel: Oberseebach, Niederseebach, Schleithal und (theilweise) Altenstadt. Die Israeliten gehören zum Rabbinat Weissenburg. Jüdischer Friedhof in Trimbach. - Oelmühle. Hausindustrie: Haarnetzstrickerei, für Firmen. Getreide-und A'iehhandel. Vichzuchtgcnossenschaft. O. gehörte zu den Dörfern des Untern Mundats (s. d.) der Abtei Weissenburg, 967 wird es als südliche Grenze desselben erwähnt. Seit 1546, wo der jeweilige Bischof von Speier zugleich auch Propst von Weissenburg war, gehörte O. zum Bisthum Speier. Doch besass Kurpfalz die Hälfte des Ortes, wie auch des ganzen Amtes (Kastenvogtei) Altenstadt (s. d.), zu der er gehörte, als Weissenburger Lehen. Erst 1709 kam auch diese Hälfte durch Vertrag wieder an die Propstei Weissenburg, bezw. das Bisthum Speier, zurück. 1610 wurde O. von Mansfeld zerstört. - 1569 wurde die Reformation in O. eingeführt. Pfarrsitz der protestantisch-reformirten Kirche von 1569-1709, dann wieder seit 1781. Die Kirche 1782 erbaut. Die Protestanten Augsb. Konf. gehörten seit 1701 zur Pfarrei Rott. Kath. Pfarrei des Landkapitels Weissenburg des Bisthums Speier, seit 1709 mit Filiale Niederseebach. - O. liegt an einem Keltcnwcge von Sulz nach der Bienwaldmühle (Pfalz). Römische Funde. Gemeinde wald (Oberförsterei Weissenburg) 45,4 ha. Lortz, M. Geschichte der cvangclisch-reformirten Gemeinde Oberseebach-Schleithal. Strassburg 1894. Lutz, J., Mittheilungen aus der Geschichte der reformirten Gemeinde in Oberseebach und Schleithal. Weissenburg 1883. [Stern, Eng.,] Aus der Leidenszeit der evangelischen Kirche des Elsass. [Oberseebach im 17. Jhdt.]. (Elsässisches evangelisches Sonntagsblatt 28, S. 726-720). Lortz, M., Der Oberseebacher Schulmeister im Jahre 1722. (Elsässisches evangelisches Sonntagsblatt 1S93, S. 346f.). Volkstrachten in Oberseebach (Kr. Weissenburg). (Jahrbuch für Geschichte, Sprache und Litteratur Elsass-Lothringcns 10. 1894, S. 284 f.). Spin dl er. Karl, Beiträge zur eis. Trachtenkunde. II. Frauentracht von Seebach und Umgegend. (Eis. Rundschau I, 2. 1898). Obersengern, Wir. (Gde. Linthal, Ka. u. Kr. Gebweiler, O.-E.). 16 E. 6 Hsr. Wegen der Geschichte des Wlrs. s. Sengern (Gde. Lautenbach-Zell). Obersept, Df. (Ka. Hirsingen [1790-O5 Ka. Altkirch], Kr. Altkirch, O.-E.). 348 E. 83 Hsr. (10 GRe.) - 390 m. - AG. Hirsingen (9,6); HSt. Hirzbach (9,9). - Sept 1303; Seppois-le-Haut 1869. - StEBez. Niedersept. Fw. (Gründungsjahr unbek., 1 Spritze). - Bis 1859 zur Pfarrei Niedersept gehörig, dann kath. Hilfspfarrei des Dek. Hirsingen. Schutzheiliger hl. Hubertus (3. Nov.), Hl. Kreuzkapelle (12.-14. Jhdt.). Die Lutheraner gehören zum Vikariat Mülhausen. die Reformirten zur Pfarrei Altkirch. - Kleine Getreidemühle mit Wasserkraft. Oelmühle. O. war habsburgisches Meierthum des Amtes Dattenried (Delle) der Herrschaft Beifort, dem Röschliz (RecheAy, Frankr.), Ueberstrass, Nidersept, Bysol, Orenzach (Erzach, abg. Ort, s.d.) Largitzen und Plene (Pleigne Schweiz) steuern halfen; dort besass die österreichische Herrschaft einen Hof Weithube. Später war das Meierthum auf Obersept allein beschränkt. - O. liegt im Kreuzlingspunkte von zwei Kelten-, nachmaligen Römerwegen, von Pruntrut nach Altkirch und von Beifort durchs Largthal nach Köstlach u. s. w. Römische Funde. Die Kreuzkapelle stammt aus dem 14. Jhdt., enthält aber noch ältere Bautheile. Gemeinde wald (Oberförsterei Altkirch) 118 ha. (Eiche, Buche, Hainbuche, nebst einigen Weichhölzern; durchpflanzt mit Esche, Ahorn, Fichte, Schwarzkiefer. Hochwald). Alter Besitz der Gemeinde. Obersierck, Df. (Gde. Kerlingen [s. 1811], Ka. Sierck, Kr. Diedenhofen-Ost, L.). 251 E. 51 Hsr. Vor 1811 selbständig und seit 1790 zum Ka Sierck gehörig (1802-06 Ka. Launsdorf); 1811-25 zum Ka. Metzerwiese gehörig, wie Kerlingen. - Houdensierk 1319; U d e n s i e r k 1594; O u d e n C i r i| u e 1622; Haute-Sierck 1869. - Kapelle des hl. Nikolaus. O. gehörte zu der Probstei Sierck (s. d.); 1661 an Frankreich abgetreten. - Es scheint alter Bestandtheil der Herrschaft Kerlingen gewesen zu sein. Die Herren von Walcourt, welchen die Moncler, dann die Sierck folgten, waren wohl als Vögte der Abtei St. Arnulf bei Metz, dort begütert. Diese Güter wurden im Ib. Jhdt. durch Lothringen von den Erben der Herren von Sierck erworben und Obersierck dann der Meierei Bisingen zugetheilt und mit dieser wiederholt verpfändet. - Im Walde Hügelgräber und zahlreiche Mardellen, merowingischer Grabfund ; ein Walddistrikt heisst «Am alten Schloss . Ortswald: 29,2 ha (Oberförsterei Kedingen); ausserdem 8,97 ha Antheil an dem Gdewald Kcrlingcn und Genossen (ebd. i. Obersierck, Fsths. (Gde. Kerlingen, Ka. Sierck. Kr. Diedenhofen-Ost, L.). 7 E. 1 Hs. - 18S4 erbaut. Met. St. IL Ordn. und Regenstation, 275 m. Obersierckerbach s. Montenacherbach 4. Ober-Solberg, Hsr. Gde. Eschbach, Ka. Münster, o Kr. Colmar, O.-E.). 22 E. 4 Hsr. C u n r a d u s de Solge 13. Jhdt.; an dem So Ige berge 1339; Solgegass, Solge weg 1456; a m So 1 berg 1557; ma. Solbarg. Ober-Sommerhof, verschw. Hf. (Gde. Neuweiler, Ka. Schirmeck, Kr. Molsheim, U.-E.). Anfang des 19. Jhdts. erbaut, 1894 abgebrannt; die Grundstücke zur Aufforstung bestimmt. Oberspechbach, Df. (Ka. [s. 1790] u. Kr. Altkirch, O.-E.). 403 E. 85 Hsr. (10 GRe.) - 277 m. - AG. Altkirch (7,8); Bhf. Illfurt (5,3).- Ober-Spechbach 1420; Spechbach- le-Haut 1869; ma. O w werspachbi. - Zwischen O., Illfurt u. Gallingen (Ka. Mülhauscn-Süd) lag der verschw. O. Dornhatisen; ausserdem zwischen Ober- u. Niederspech-bach die ehem. Burg Braungartsburg, sowie die Kapelle Finsterwald. - StEBez. Altkirch I. - Kath. Hilfspfarrei des Dek. Altkirch s. 1802; Schutzheiliger St. Martin 11. No\.), Die Pfarrei umfasste bis 1845 noch die AO. Brünighofen und Enschingen, aus welchen 1845 ein Vikariat gebildet wurde; 1857 wurden beide als selbständige Pfarrei vereinigt (s. Enschingen). Die Lutheraner gehören zum Vikariat Mülhausen, die Reformirten zur Pfarrei Altkirch. O. bildete mit Niederspcchbach zusammen das Lehen Spechbach (s. Spechbach ehem. Burg). Es gehörte zum niedern Gericht Burnhaupt, Herrschaft Thann. Begütert war die Abtei Masmünster. Die Benediktiner-Propstei St. Morand (s. d.) hatte hier einen Dinghof. welcher der Oberhof aller Dinghöfe dieses Klosters war. In O. gab es 2 Schlösser, von denen eines den Reinach, das andere den zu Rhein gehörte. Das letztere wurde 1743 abgebrochen, dann wieder aufgebaut, 1840 abgetragen. Die Kirche, deren Kol-latur der Aebtissin von Masmünster zustand, gehörte bis 1801 zum Dekanat des Sundgaus des Bisthums Basel. - O . liegt 51f |