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Show 704 Montori - Moosch Lehen gegeben. Der Ban St. Pa u 1 in M.-la-M. war Sitz einer Grundherrschaft des Domkapitels von Metz. Das von der Familie Gauvain 1589 erbaute feste Haus, zu welchem ein Hof gehörte, war Sitz einer Lehensherrschaft des Herzogthums Bar, mit ganzer Gerichtsbarkeit. Der übrige Besitz bildete eine besondere Grundherrschaft, welche 1681 durch de Ras-case, de Seltzer, de Mouzon, 1747 durch die Sailly, 1787 durch die de Cappy zu Lehen getragen wurde. - M. war bis 1802 Annexe der Pfarrei Malancourt. - Auf der Gemarkung wurde nebst römischen Münzen ein bedeutendes fränkisches Grabfeld mit Reihengräbern gefunden, wovon der grösste Theil noch unerforscht geblieben ist. Auf dem Kirchhof ein Sammelgrab 1870/71 gefallener Krieger. G e m e i n de w a 1 d (Oberförsterei Rombach) 95,6 ha. Huart, E m m . d\ Notice sur le village de Montois (Revue d'Austrasie). Montori, der letzte Gipfel, 78b,4 m, in dem vom Welschen Belchen gegen SO. streichenden Grenzkamm; auf franz. Gebiete die spärlichen Reste des alten Schlosses Rougemont, deutsch Rothenburg. Montoy s. Haut-, Petit-Montoy. Montoy, Df. (Ka. Pange [1790 Ka. Flanville, dann Noisseville, 1795-1802 Ka. Ars-Laquenexy], Kr. Metz, L.). 322 E. 103 Hsr. (10 GRe.) - 220 m. - A.-, L.- u. SchwG. Metz (8,8); HSt. Pange (8,1). - Montois 1190; Montoiz 1240; ma. M o n t ö. - Die Gde. umfasst den HO. M. (213 E. 71 Hsr., und die AO. Amitie", Flanville (s. 1812, früher selbständig), Haut- Montov, Lauvalliere, Moulin, Petit-Montoy, Planchette, St. Agnan. - Ortseinn. StEBez. Kürzel. Fw. (s. 1869, 1 Spritze). - Filiale der kath. Hilfspfarrei Noisseville (s. 1804, vorher von St. Agnan, doch gehören die AO. Flanville, Lauvalliere, Petit-Montoy und St. Agnan heute noch zur Pfarrei St. Agnan). - Geschäftssprache franz. - Dampfbrauerei «Metzer Bürgerbräu » im AO. Lauvalliere, 1893 an Stelle einer kleineren Anlage gegründet, 26 Arbeiter, 22000 hl Jahresproduktion. (Die Bemerkung in dem Artikel 'Lauvalliere» ist danach zu berichtigen.) Gehörte zu dem Pays Messin (Haut-Chemin) und war Sitz einer Herrschaft mit ganzer Gerichtsbarkeit und stark befestigtem Schlosse, zu welcher Wir. Lauvalliere gehörte. M. war ursprünglich Besitz des Bisthums Metz, welches es 1290-1388 einem gleichnamigen Geschlecht, welches wahrscheinlich aus dem Hause Vry stammte (s. Flanville), zu Lehen vergab. Es folgten im Besitz 1391-1475 die Groignat, durch Heirath die Chaverson und 1485 die von Heu, letztere wurden von dem Baron de Clervant beerbt, welchem die Villarnould und d'Orthe folgten, dann 1655-1677 Le Bey de Batilly, 1681 Jeger, 1686 de Feuquieres, 1737 de Brazy, 1747 de Charuel. - Als alten Besitz der Metzer Kirche hatte dort das Domkapitel eine Grundherrschaft behalten, den sogenannten Ban St. Paul, welcher 1686 an die de Feuquieres verkauft wurde. Die Deutschordenskomthurei in Metz besass in M. ein Haus, das Spital von M. genannt. Auch das Stift St. Arnual bei Saarbrücken war 1276 in M. begütert. Diese Güter wurden damals dem Metzer Spital des Bordes gegen jährliche Renten überlassen. - 157S wurde den Protestanten das Scbloss des Baron de Clervant zum Gottesdienst eingeräumt, nachdem 1512 Farel dort den Protestantismus eingeführt hatte. Das Dorf wurde 1495 von den Luxemburgern genommen und 1518 durch Franz von Sickingen verbrannt. A m 31. Aug. 1870 'Schlacht bei Noisseville) wurde das nahe den preussischen Vorposten gelegene M. von den Franzosen im ersten Anlauf besetzt. Oberst von Böcking eroberte es mit grösseren Theilen des Regiments 44 zurück, musste aber dem weit überlegenen Vorstoss der Divisionen Montaudon und Fauvart-Bastoul weichen. Die Besatzung zog sich auf Flanville zurück. A m 1. Sept., Mittags 11 Uhr, musste M. jedoch wegen der allgemeinen Gefechtslage von den Franzosen ohne Kampf geräumt werden. - M. war bis 1804 Annexe der Pfarrei St. Agnan. - Römische Reste im Dorfe 1886 gefunden. Das gegenwärtige Schloss, ein Bau der Barockzeit, hat zwei Thürme des älteren bewahrt. Eine Burgkapelle wird öfter erwähnt. - 5 Kriegergräber von 1870/71. Mont-Pelage s. Pelage. Montplaisir, Wir. (Gde. St. Kreuz im Leberthal, Ka. Markirch, Kr. Rappoltsweiler, O.-E.). 36 E. 7 Hsr. Soll schon Anfang des 18. Jhdts. bestanden haben. Montrequienne s. Monterchen (Gde. Rörchingen). Montreu x-Jeune. -Vieux s. Jung-, Alt-Münsterol. Montroyal Königsberg). Frühere Benennung 'bis 1793) der Gde. Saareinsberg, Ka. Bitsch, Kr. Saargemünd, L.). Mont St. Jean, unbewaldeter B., 749,5 m, TP, zwischen Waldersbach und Solbach im Steinthal (oberes Breuschthal). Montveaubach s. Mosel 8. Moorfeld s. Mordfeld. Moos, Df. (Ka. Pfirt [s. 1790], Kr. Altkirch, O.-E.). 250 E. 62 Hsr. (10 GRe.) - 425 m. - AG. Pfirt (8,4); Bhf. Plirt (7.7;. - Mosa 1139. - StEBez. Pfirt I. Ohne Volkssch., die Gde. benutzt die Schule in Niederlarg und zahlt dafür eine jährliche Miethe. - Seit 1802 kath. Hilfspfarrei des Dekanats Pfirt mit AO. Niederlarg (Ka. Hirsingen). Schutzheiliger St. Blasius (3. Febr.). Die Lutheraner gehören zum Vikariat Mülhausen, die Reformirten zur Pfarrei Altkirch. M. gehörte zur Herrschaft Pfirt, Meierthum Liebsdorf, später zu dem von Mörnaeh. Hier war 1139 St. Ursitz begütert, noch mehr aber das Kloster Lützel, 1258 verzichtete der Graf Ulrich von Pfirt zu Gunsten desselben auf alle seine Rechte in M. - Die Pfarrei war früher eine Filiale von Dürlinsdorf und gehörte bis 1801 zum Landkapitel des Eisgaus. Gemeinde wald (Oberförsterei Pfirt) 68,4 ha. Moos, verschw. Fsths. (Gde. u. Ka. Kaysersberg, Kr. Rappoltsweiler, O.-E.i. Eigenthum der Gde. Kienzheim, 1862 abgebrochen und durch das Fsths. Dogenbach (s. d.) ersetzt. Moos(bach)brücke, franz. Pont le Mousse, in der grossen Kehre der Dononstrasse zwischen Grandfontaine und dem Dononsattel; hier war 1870 durch Aufrollen von einigen Tausenden Baumstämmen ein eigenartiger Verhau durch Franctireurs hergestellt, der, obgleich nicht verthei-digt, die deutschen Truppen 24 Stunden aufhielt. Moosbacherweiher, 3 Weiher im Modergebiet, Gde. Egelshardt, 0.12, 0,7 und 0,12 ha. Forellentischerei. Werden nicht abgelassen. Staatseigenthum. Zu- und Abfls. s. Windsteinerbach 2. Moosbäohel s. Breusch 29, Moder 3, Windsteinerbach 2. Moosberg bei Altweier s. Müsberg. Moosberg, !'.., 527 in, am rechten Ufer des obern Hasellhales, östl. von den Höfen Gensburg, Gde. Oberhaslach. Ka. Molsheim. Moosch, Df. Ka. St. Amarin [179:1-1802 Ka. Thann], Kr. Thann, O.-E.). 2433 E. (Sterbf. 24,3, leb. Geb. 35,8 auf 1000) 251 1 Isr. ; is (; Re.) - An der Thur. 380 m. - AG. St. Amarin (2.5); Bhf. Moosch (0,4). - Mose 1477; Mosca 1550. - Die Gde. umfasst den HO. M. (2375 E. 243 Hsr.) und die AO. Bichlacker. Gehren, Gsang, Rossberg; die früheren AO. Mooschbach und Werschholz hängen jetzt mit dem HO. zusammen. - P. F. Oeff. Fernsprechstelle (s. Sept. 1900). Bhf. (s. 1863). StEBez. St. Amarin. Spital der Niederbronner Schwestern vom göttlichen Erlöser, gegründet 1S90 durch Manufakturist H. Junk in Basel (7 Betten). Schlachthaus. Fw. (s. 1879. 2 Spritzen). - Kath. Hilfspfarrei des Dekanats St. Amarin (s. 1855, vorher Filiale von St. Amarin). Schutzheiliger hl. Augustin (28. Aug.). - Spinnerei und Weberei der Firma Isaac Koechlin Söhne in Weiler mit Wasser- und Dampf kraft. Die Spinnerei beschäftigt 11684 Spindeln, 100 Arbeiter und hat 100 Pferdekräfte zur Verfügung; die Weberei (im AO. Gehren) beschäftigt 298 Webstühle, ca. 150 Ar- |