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Show 1174 Waldweisdorf - Walf. massig abgelassen und bebaut. Privatbesitz. Abfluss zum Ziegelweihcr (Altlixheim). W a l d w e i s d o r f , Df. (Ka. Sierck [s. 1790, nur 1795 bis 180b Ka. Launsdorf], Kr. Diedenhofen-Ost, L.). 459 E. 131 Hsr. (10 GRe.) - 230 m. - AG. Sierck (16,8); BSt. Gerst-lingen (9,3). - Wicedorf 1256; Wiestroff 1291; W e i s torf 1431; W a l d w e i s t r off 1779. - Zwischen W . und Bibisch lag der verschw. O. Collanhof. - P. F. StEBez. Waldwiese. - Kath. Hilfspfarrei des Archipr. Sierck (s. 1804); Kirche des hl. Hubertus (3. Nov.). - Die Reformirten gehören zur Pfarrei Diedenhofen. W . gehörte zu der Probstei und U nter-Probstei Sierck. Es scheint altes Lehenstück des Hauses Walcourt gewesen zu sein. 1291 war es zwischen den Herren von En-nery und von Freisdorf streitig, 1319 und noch 1431 dagegen im Besitze der Herren von Sierck. 1742 mit ganzer Gerichtsbarkeit in Händen der de Hafen zu Burgesch. - W . war vor 1804 Vikariat der trierischen Pfarrei Neunkirchen. Kirche 1842 zuletzt erbaut. In sämmtlichen Walddistrikten des Schutzbezirks W . zahlreiche Mardellen. Gallische Münzen. Römische Reste, wahrscheinlich einer Landvilla. Im Dorfbrunnen, bei einer Reinigung derselben, wurden 36 Pf. Römermünzen gefunden. G e m e i n d e wald (Oberförsterei Busendorf) 282 ha. (Eichen, Buchen, Hainbuchen). Mittelwald. Alter Besitz der Gemeinde. Waldweisdorferbaeh s. Heltenbach 5. W a l d w i e s e . Df. (Ka. Sierck [1790 Ka. W., 1795-1806 Ka. Launsdorf], Kr. .Diedenhofen-Ost. L.). 856 E. 224 Hsr. (12 GRe.) - 280 m. - AG. Sierck (15,6); Bhf. Sierck (16,6). - Weisse 10. Jhdt.; W i e r s s e 1030; W a l d w i z a 1317; ma. W a l d wisse. - Die Gde. umfasst den H O . W . (682 E. 169 Hsr.) und die A O . Bettingen (s. 1812, vorher selbständig), Gongelfangen (s. 1812, vorher AO. von Bettingen), Hin-tingerhof (Welschenhof), Lohmühle. - P. F. Ortsfern-sprecheinrichtung (s. 1901). S. 1895 Gerichtstage. Notar. Uebergangssteuerstelle. Ortseinn. StEBez. für die Gden. Flasdorf, Grindorf, Kirchnaumen, Laumesfeld, Launsdorf, Rcimelingen, Ritzingen, Waldweisdorf, Waldwiese. Kantonalarzt. Wasserltg. (s. 1888). Sparkasse (s. 1890). Oeff. Vorschusskasse (s. 1888). F w . (s. 1844, 1 Spritze). - Kath. Hilfspfarrei des Archipr. Sierck (s. 1802). Kirche der hl. Katharina (25. Nov.). Die Reformirten gehören zur Pfarrei Diedenhofen. - Kleine Dampfziegelei; kleine Gerberei. Wein- und Bierhandel. Hallstatt- und römische Funde (röm. Baureste besonders im Gewanne «Bei den Heidenhäusern •). Fränkische Gräber. W . gehörte zu der Herrschaft Meinsbe rg (s. d.) und war Gerichststelle derselben, zu welcher noch Flatten, Ze-ringen, Kottendorf, Gongelfangen, Bettingen, Grindorf in Lothringen und in Preussen Wellingen und Biringen gehörten. W . war alter Besitz der Abtei Rettel; die dortigen Karthäuser hatten noch bis zur Revolution Besitz mit Mittel-und Niedergerichtsbarkeit in W . inne. Auch die Nonnen des Klosters Rüsdorf hatten dort Güter. Der ganze Gerichtsbezirk wurde während des 30jährigen Krieges arg verwüstet. - W. war vor 1804 Pfarrei des trierischen Landkapitels Perl. Kirche 1828 zuletzt erbaut. Den Kirchensatz soll die Abtei St. Mathias bei Trier im 11. Jhdt. erhalten haben, nach einer angeblichen Schenkung der Jutta von Lothringen. Die Pfarrei bestand damals aus W., Hin-tingen (s. Hintingerhof), Bettingen, Gongelfangen, Biringen (in Preussen), Silwingen (dgl.) und Gerlfangen (dgl.). - Zahlreiche Mardellen in den Gemeindewäldern. Durch Grenzvertrag vom 23. Okt. 1829 hat Frankreich einen Theil des Bannes von W., den sogenannten Mol vingergrund, an Preussen abgetreten. G e m e i n d e w a l d (Oberförsterei Kedingen) 155,3 ha. (Buchen, Eichen und Hainbuchen. Mittelwald). W a l d w i e s e , Kanton. Der Ka. W., 1790-1795 zum Distrikt Saarlouis gehörig, umfasste die Gden. Bettingen, Bisingen, Grindorf, Kaienburg, Laumesfeld, Launsdorf, Reimelingen, Ritzingen, Scheuerwald, Waldweisdorf, W a l d wiese, Zeringen. Von diesen kam 1795 Zeringen zum Ka. Grosshemmersdorf, Kaienburg zum Ka. Inglingen, die übrigen zum Ka. Launsdorf. W a l e n , verschw. O. (Gde. Metzingen, Ka. u. Kr. Forbach, L.). 1298 erwähnt, als Lehen der Grafen von Salm zu Püttlingen, das die Herren von Schomberg trugen. Der Ort, dessen Lage links des Strichbaches in der Richtung gegen Hundlingen durch die Flurbezeichnung Wallrogärten angedeutet ist, wird noch 1350 erwähnt und dürfte 1405 in der Fehde der Grafen von Zweibrücken, Saarwerden und Salm gegen die Stadt Metz durch die Metzer zerstört worden sein. Der Bann wurde der Gemarkung Metzingen einverleibt. - L e m p f r i d , Verschw. lothr. Orte. (Jb. f. Gesch. Spr. u. Lit. E.-L.'s 4, 1*88, S. 97.) W a l e n b e r g , oder W e i l e n b e r g , H., 394,2 m, TP, zwischen Walheim und Lümschweiler, Ka. u. Kr. Altkirch. [Vff d e m w e l r n b e r g e 1345; vf d e m wei derb erg 1452; auff d e m Weil erbe rg ... W e ilenberg 1694; auff d e m W a l e n b e r g 17. Jhdt.; auff d e m w a h l e n b e r g 1739 . . . auff L u e m b s c h weiler oder W a h l h e i m b e r Berg 1763.] W a l e r t , Arb.-Kas. (Gde. Oettingen, Ka. Fentsch, Kr. Diedenhofen-West, L.). 226 E. 43 Hsr. 1866 erbaut. W a l f , Df. (Ka. Oberehnheim [1790-1802 Ka. Barr], Kr. Erstein, U.-E.). 1187 E. 294 Hsr. (12 GRe.) - 160 m. - AG. Oberehnheim (6,5); Hp. Goxweiler (3,8). - V a l u e 1367; ma. Fälf. - P. F. Oeff. Fernsprechstelle (s. 1898). Ortseinn, StEBez. Oberehnheim. Armr. (s. 1852). F w . (s. 1S89, 3 Spritzen). - Station der Krankenschwestern von St. Markus bei Ge-berschweier (s. 1878); desgleichen der Schulschwestern der göttlichen Vorsehung aus Rappoltsweiler (s. 1843). - Kath. Hilfspfarrei des Dekanats Oberehnheim (s. 1802). Schutzheiliger hl. Blasius (3. Febr.). Zur Pfarrei gehören auch die Katholiken in Burgheim. Kapelle der hl. Margarethe und der Mutter Gottes (beide neben dem Gemeindehause in W . ) ; Kapelle des hl. Blasius südl. von W . (1699 erbaut). Die Israeliten gehören zum Rabbinat Oberehnheim. Synagoge (s. 1855). Jüdischer Friedhof in Rosenweiler. Hausindustrie: Sockenstrickerei, Wollwaarenhäkelei für Firmen. Korbmacherei und Weberei, auf eigene Rechnung. Hopfen-und Viehhandel. Buchhandlung (s. 1887). Erheblicher Ta-backbau. W . wird schon 742 erwähnt; die Abtei Weissenburg hatte damals Besitz zu W . 778 war auch die Abtei Fulda dort begütert, im 9. Jhdt. auch Kloster Ebersmünster. U m 880 erhielt auch die damals von der Kaiserin Richardis gegründete Abtei Andlau durch Schenkung Karls des Dicken Besitz zu W., der ihr 9b5 von Otto I. bestätigt wurde. 1114 bestätigte Heinrich V. dem Kloster Estival seinen Besitz in W., darunter auch die dortige Kirche. Im 12. Jhdt. erscheint auch das Stift St. Leonhard bei Börsch in W . begütert, desgleichen Kloster Baumgarten. W . war bischöflich-strassburgisches Lehen der Landgrafen von Werd, seit dem 14. Jhdt. der Herren von Andlau, die am 3. Nov. 1334 unter sich einen Burgfrieden schlössen für Burg Andlau und die in W . zu erbauende Burg; 1349 nahmen sie den Edelknecht Heinz Brenke als Erbsassmann in ihre Burg W . auf. Der Dauphin Ludwig stellte aus Kestenholz (3. Okt. 1454) den Herren von Andlau einen Schutzbrief für W . und Andlau aus. Im Besitz der Andlau blieb es bis zur Revolution und gehörte zum Territorium der Reichs-ritterschaft. Das Schloss besass 1391 Ludwig von Utten-heim als Unterlehen der Andlau; später waren letztere wieder Alleinbesitzer desselben. 1444 im Sept. wurde W . von den Armagnaken verwüstet. - Kirchlich gehörte W . zum Landkapitel Andlau. Pfarrkirche, schon 1114 erwähnt, wurde i 1403 der Abtei Andlau incorporirt. Das Patronatsrecht |