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Show Moulins b. Metz - Movenvic. 715 Leute, geleitet von Schwestern von Vincenz von Paula (s. 1892). Armr. (s. 15. Mai 1817). Wasserltg. (s. 1897). Fw. (s. 1879, 1 Spritze). Krgv. Longeville-Moulins (s. Longeville). - Kath. Hilfspfarrei des Archipr. St. Vincenz in Metz (s. 1804). (Bis 1S81 gehörte Ste. Rufline, das dann selbst Pfarrei wurde, als Filiale dazu. Der AO. Bradin gehört zur Pfarrei Montigny b. Metz.) Kirche des hl. Petrus (29. Juni). Die Reformirten gehören zur ref. Pfarrei Metz, die Juden zum Rabbinat M. - Kleine Getreidemühle. Weinhandel. M. h. M. gehörte zu dem P a y s Messin (Val de Metz) und war Sitz einer Herrschaft mit ganzer < Gerichtsbarkeit. Sie war in folgende getrennte Banne eingetheilt, ein jeder mit ganzer Gerichtsbarkeit: Ban St. Paul, Besitz des Domkapitels von Metz. Ban St. Martin, Besitz der gleichnamigen Abtei mit Vogtei. Ban Noiron, mit Schloss Grignan (s. d. , war Besitz der Abtei Ste. Glossinde und von derselben zu Lehen vergeben. Ban de Moulins, mit Schloss Fabert, war ehemaliger Bestandtheil der Quatre Mairies, vom Bisthum zuerst als Lehen vergeben, später verpfändet und nicht eingelöst. Ban de Marly oder Ban de Fabert, mit Hof Maisnn-Rougc, war früher Theil der Herrschaft und des Bannes von Marly, welcher früher bis an die Mosel ging. Ende des 17. Jhdts. von Fabert erworben. - In M. b. M. war die Abtei Gorze 936 begütert. 1006 erscheint ein Martinus de Molcndinis, als Ministeriale der Abtei. Eine Metzer Familie von Moelains wird von 1276-1387 genannt, - ob sie von M. b. M. stammte ist unbekannt. Die Hacque waren damals den Neufchatel in M. b, M. als Lehensträger des Bisthums gefolgt. M. b, M. ging dann mit dem festen Schlosse an die le Hongre, Dieu-Amy und Baudoche über, an welche es durch das Bisthum 1455 verpfändet wurde. 1599 erwarben die Fabert die Herrschaft, jedoch ohne die A O . Bradin, Frescaty, Fristot. Das Dorfvvurde im Mittelalter oft geplündert, verwüstet und verbrannt. - M b. M. war bis 1804 Pfarrei des Archipr. Val de Metz und hatte Ste. Ruffine als Filiale (s.o.). Kirche 1750erbaut. Den Kirchensatz hatte das Domkapitel, während die Abtei Gorze die Zehnten bezog. - Mosel brücke. Wahrscheinlich auf der Stelle einer römischen Brücke. Bis 1014 ging die Mosel durch die elf Joche der Brücke, auf welcher 149S die Stadt Metz den Kaiser Maximilian bewillkommnete. Urkundlich wird die Brücke 1227 erwähnt und war schon im 13. Jhdt. Eigenthum der Stadt Metz. Die Bogen sind noch gut erhalten Schloss Fabert wurde wohl schon sehr früh angelegt, um die Brücke zu beschützen. Das Schloss stellt jetzt noch ein von vier runden Thürmen tlankirtes längliches Rechteck dar, mit Wassergräben und zum grössten Theil erhaltener Ringmauer. Der jetzige Zustand stammt z. Th. aus dem Jahre 1470. Schloss Grignan, das zuerst 1404 erwähnt wird, ist umgebaut worden, es sind nur zwei Rundthürme und ein Theil der Wassergräben erhalten. - Auf dem Kirchhofe der Gde. drei Kriegergräber von 1870/1. Bouteiller, E. de, Le Marechal de Fabert d'apres ses memoires et sa correspondance. Tours 1878. M o u l i n s b. M e t z , Kanton. Der Ka. M. b. M., 1790-95, zum Distrikt Metz gehörig, umfasste 1790 die Gden. Amanweiler, Ars a. d. Mosel, Chätel-St. Germain, Chazelles, Gravelotte, Jussy, Lessy, Longeville b. Metz, Moulins, Rozerieulles, Ste. Ruffine, Scy, Vaux, Verne"ville. 1792 k a m Amanweiler zum Ka. Lorry b. Metz, die übrigen Gden. wurden 1795 sämmtlich dem Ka. Rozerieulles zugewiesen. Moult, Hf., s. Eschburger Mühle (Moult). M o u s s e y , Df. (Ka. Rixingen [s. 1790], Kr. Saarburg. L.i. 374 E 94 Hsr. (10 GRe.) - 240 m. - AG. Lörchingen (18,0); HSt. M. (3,2). - M u n s e y s 1288; M u l s e c h 1490. - Die Gde. umfasst den H O . M. (348 E. 90 Hsr.), den A O . Xirxange und den verschw. O. Thiaville. - (HSt. M. [s. 1S64] gehört zur Gde. Rixingen.) StEBez. Rixingen. Fw. (s. 1834, 2 Spritzen). - Kath. Hilfspfarrei des Archipr. Rixingen (s. 1802). Kirche des hl. Nikolaus (ö. Dez.). Die Reformirten gehören zur Pfarrei Deutsch-Avricourt. - Geschäftssprache franz. - Hausindustrie: Weissstickerei, für Firmen in Strassburg. Bau und Unterhaltung der Brücke über den Remiremontbach bei Grenzstein 1521, im Strassenzuge SOrole (ferme) -Moussey, liegt der französischen Regierung ob. Die Kosten werden von Frankreich und Elsass-Lothringen gemeinsam getragen. M. gehörte zu der Herrschaft Rixingen (s.d.). Hier war die Abtei Haute-Seille schon 1288 begütert. Ferner hatte hier das Haus Blämont Besitz, überliess ihn aber durch Tausch an Rixingen (14.3.5). 1665 und 1670 wurden zwischen den Einwohnern und den Mitherren von Rixingen Vereinbarungen wegen der Frohndienste getroffen. Das Dorf ist gegen 1630 durch Brand bis auf 5 Häuser zerstört worden. 1509 hat Rixingen in M. die Leibeigenschaft aufgehoben. - Ehemals Pfarrei, schon im 12. Jhdt. erwähnt, des ehemaligen Archipr. Saarburg, zu der auch die ehemalige Kapelle St. Blasius (Gde. Rixingen gehörte. Den Kirchensatz hatte die Abtei Moyenmoutier. Moussierebach s. Breusch 2. Moutelotte, 11t. (Gde. Habudingen, Ka. u. Kr. Chäteau- Salins, L.). 18 E. 2 Hsr. Soll sehr alt sein. Entstehungs-zeit unbekannt. M o u z a i a , Hf. (Gde. Kriechingen, Ka. Falkenberg, Kr. Bolchen, L.i. 9 E. 1 Hs. 1846 erbaut. M o y e m o n t , pat. M a i m o n t 'Steinhergi, Kopf, ca. 7(io m, Südsüdöstl. Russ im Breuschthal. M o y e n n e - G o u t t e , Hl. (Gde. Urbach, Ka. Schnicr lach, Kr. Rappoltsweiler, O.-E.). lo E. 2 Hsr. L a Moienne ; Goutte 1441, eine Behausung; Chaumes de la M o y e n ne J Goutte 1656. Herrschaft Rappoltstein. M o y e n n e Goutte (Mitte 11halbach) s. Weiss 7. M o y e n v i c , Df. Ka. Vic [s. 1790], Kr. Chäteau-Salins, L.i. 005 E. 175 Hsr. (12 G R e ) - 204 m. - AG. Vic (3,0); j Bhf. Yic (3,1). - Medianus vicus auf merowingischen I Münzen; Medio vico 836; Abbatiola St. Pientii 895; M o y e n Vic 1183; M e d wich 13. Jhdt. - Die Gde. umfasst den H O . M. (657E. 172 Hsr.i, die A O . Guinguette, Moulin-Neuf, | St Jean und die verschw. O. Champagne, Chatrv (zw ischen M. und Vic), Salli castrum. - P. F. StEBez. Vic. Ortseinn. Armr. 's. 15. Febr. 1878; Grdbes. 2,0320 ha). Wasserltg. (s. 1738). Fw. (s. 1830, 2 Spritzen). - Kath. Hilfspfarrei des Archipr. Vic (s. 1802). Kirche des hl. Privatius (13. Märzi. Geschäftssprache franz. - Saline (10 Arbeiter). (Bis 1827 Schwefelsäurefabrikation, die dann nach Dieuze [s. d.] ver- | legt worden ist.) W a r Stadt der Bischöflichen Kastellanei Vic (s. d.). Wegen des Vorhandensein des dortigen Briquetage i s. Marsal) ist wahrscheinlich anzunehmen, dass dort schon in vorrömi- | scher und in römischer Zeit die Salzgewinnung betriebenwor-den ist. .M. erscheint jedoch erst später in der Geschichte und wird mit seinem Salzwerke erst 836 urkundlich genannt. Nach Nachrichten aus dem 10. Jhdt. lebten hier u m die Wende des fünften Jhdts. die hl. Pientius, Agentius und Columban. Der Bischof Endulanus liess gleich nach deren Tode und neben ihrer Grabstätte eine Abtei errichten, welche den Namen des hl. Pientius erhielt, und welche öfters, (ob mit Recht?) mit der unbekannten Abtei Salinis, in welcher der Verfasser der merowingischen Formeln, der Mönch Marculf, gelebt haben soll, identiticirt wird. Diese Abtei gerieth wahrscheinlich, wie manche andere, in Laienhände und wurde schliesslich (895) unter Bischof Ludhelm von Toul durch eine fromme Edelfrau Namens Praetoria der Touler Kirche überlassen. In der Nähe der Grabstätte der ge- . nannten Heiligen soll auch der hl. Gundelbertus, Stifter von Senones gelebt haben, auch dort gestorben und beigesetzt worden sein. Die Abtei wird später nicht mehr erwähnt, nur ein Priorat der Abtei St. Mansuetus bei Toul wird dort später aufgeführt. Die Kirche von Toul theiltc ihren dortigren Besitz unter den bischöflichen Abteien und |