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Show 1111 Thannenkircherbach - Thedingen. geübt worden zu sein [cappellanus beate Marie (vermuthlich von Bergheim i in Thannenkilch 1441]. Von 1470-1681 hin und wieder durch besondere Pfarrer (1580 Präsentation eini - solchen durch Egenolf IV. von Rappoltstein), meistens aber durch die Pfarrer von Bergheim versehen. 1681 richtete die Gemeinde an den Pfalzgrafen Christian II. von Birkenfeld das Ansuchen um einen eigenen Pfarrer, der dann auch lb83 in der Person des Quirinus Benedictus gegeben wurde. Seitdem war zu Th. eine eigene Pfarrei, die vermuthlich grösstenteils aus der St. Katharinen-Pfründe dotiert war. Den Kirchensatz hatten Christian II. von Birkenfeld und seine Nachkommen (als Grafen von Rappoltstein). ! Neubau des Pfarrhauses 1683, welches 1697 niederbrannte. Neubau der Kirche 17b9. Vergrösserung derselben und Neubau des Thurmes 1S99. Der dem Baseler Stift zuständige Zehnte wurde 1344 verpfändet, er gelangte 1427 in den Besitz der Rappoltsteiner, von denen die Edlen von Walbach denselben von 1453 bis etwa 1580 zu Lehen hatten. G e m e i n d e w a 1 d (Oberförsterei Rappoltsweiler) 149,6ha. 1- 1-950 m über dem Meere. Hauptsächlich Vogesen-Sand-stein. Nur Hochwald (Tannen und Kiefern.) Der Wald war, als zur Herrschaft Rappoltsweiler gehörig, zur Zeit der franz. Revolution im Besitze der Herzoge von Zweibrücken. Nach derselben wurde er der noch in anderen herrschaftlichen Waldungen berechtigten Gemeinde Th. als Ablösung für Weidgang eigenthümlicb zugesprochen. D a n z a s , H , Notes sur Bergheim et Th. (Mitth. d. Ges. f. Erh. d. gesch. Dkm. i. E. 2. F. 20, 1, 1899, S. 289-322.) [Auch besonders:] Strassb. 1899. Thannenkircherbach s. 111 52. T h a n n e r Hubel, östliche Ausstrahlung des Rossberges (s. d.i, der östlichste der höheren Berge in dem K a mm /.wischen Doller- und Amarinthal, 1182,3 m, mit berühmter Aussicht. T h a n n e r Hübel, Sennh. 'Gde. Bitschweiler, Ka. u. Kr. Thann, O.-E.). 1 Hs. 1790 an Stelle einer älteren Sennhütte erbaut. Auf Cassinis Karte T h a n o b e r genannt. Thannerstrasse, A n der, Hs. (Gde. Steinbach, Ka. Sennheim, Kr. Thann, O.-E.). 10 E. 1 Hs. U m 1.855 erbaut. Thannhurstlerunz s. Ohmbach 2. T h a n n w e i l e r , Df. Ka. Weiler [s. 1790], Kr. Schlettstadt, U.-E.). 367 E. 79 Hsr. (10 G R o - 231 m . - A G . Weiler (4,9); Bhf. Th. (0,4). - Juxta T a n n a e villam 787; I Danwilre 1031; Tanwilare 113*; ma. Thawillcr. - Die Gde. umfasst den HO. Th. (2b5 E. 5b Hsr. i, die AO. Bei St. Moritz, Bei St. Petersholz, Gaufbrey und den ver- \ schw. <>. Hunschweiler. - P. T. Oeff. Fernsprechstelle s. 1901 . Bhf.(s. l-"l .(Ortseinn. StEBez. Weiler I. Armr.iGrün-dungsjahr unbekannt . Fw. s. 18b9, 1 Spritze). - Kath. Hilfspfarrei des Dekanats Weiler (s. 1802); Schutzheiliger hl. Jakobus 25. Juli . - Weberei. Th. wird schon im 8. Jhdt. erwähnt. V o m 8.-12. Jhdt. waren die Abteien Moyenmoutier und Ebersmünster in Th. begütert. 1138 übertrug der Bischof von Strassburg eine von Regenhard und Friedrich von Kestenholz dem Strassburger Domkapitel geschenkte Mühle zu Th. der Abtei Hugshofen. Einige Rechte und Güter zu Th. besass das Bisthum Strassburg; es übertrug sie 1269 gegen Verzicht auf die Vogtei im Mundat Rufach an Rudolf von Habsburg. Der grösste Theil der Hoheitsrechte war jedoch im Besitz der Abtei Moyenmoutier und kam dadurch, dass die Vogtei über dieselbe in lothringischem Besitz war, an Lothringen. Seitdem war Th. auch Herrschaft Th. genannt, lothringisches Lehen und zwar bis 1540 im Besitz der Herren von Hattstatt; von 1540-1572 waren die von Wittringen Lehensinhaber. Deren Nachfolger vergrösserten die Herrschaft durch Ankauf von Lattenrein (abgeg. Ort) und von Gütern zu St. Moritz und St. Petersholz. Im 17. und 18. Jhdt. fand ein fortwährender Wechsel der Lehnsträger statt. 1786 kam die Herrschaft, die seit 1766 als Oberlehensherrn den König von Frankreich hatte, in die Hände der Herren de Dartein, in deren Besitz Schloss und Gut auch nach der Revolution blieben und 1*27 durch Heirath an die Herren de Castex übergingen, die sie noch heute besitzen. Der Ort stand seit 1751 unter dem Bailliage St. Die. Ein Schloss zu Th. soll schon um 1084 von einem Verwandten des Grafen Hugo von Egisheim erbaut worden sein. Im 14. Jhdt. war es im Besitz der Hattstatt. 139b wurde Joh. Schwarber aus Strassburg vom Herzog von Lothringen damit belehnt, 1410 Joh. von Rathsamhausen, u m 1480 Becht. Manse von Mansenburg. Nach 1490 k a m es wieder in den Besitz der Hattstatt, ging 1540 an die von Wittringen über und theilte seitdem die Schicksale der Herrschaft. 1571 brannte das alte Schloss ab, danach Neubau, lbb3 vollendet. 1870 (Aug. 18) kleines Gefecht bei Th. - Kirchlich gehörte Th. zur Pfarrei St. Petersholz. Eigener Kaplan seit 1707. Pfarrei seit 171b. Pfarrhaus 1724, neue Kirche 1784 erbaut. Castex, M. de, Histoire de la Seigneurie Lorraine de Tan viller-en-Alsace, Paris et Nancy 188b. Dartein, F. de, Notice sur le chäteau de Thanville. (Bull, de la Soc. p. la cons. des mon. hist. d'Als. II, 1857/58, S. 79-S7.) D e g erm a n n , J., Etat du tcmporel de quelques paroisses situges en Alsace et autrefois d^pendantes du duche de Lorraine. (Bull, de la Soc. p. la cons. des mon. hist. d'Als., 18. Jahrg. l89b/97.) Kroeber, A., Travaux de reparation executes au chäteau de Thanville 10 janvier 1507. (Rev. d'Als. 1872, S. 578 f.) T h a n n w e i l e r , Wir. i,Gde. Sulzmatt, Ka. Rufach, Kr. Gebweiler, O.-E). 15 E. 3 Hsr. W o h l Rest des abgeg. O. gl. N. s. d.). T h a n n w e i l e r , abgeg. Ort, westl. von Sulzmatt (Ka. Rufach, Kr. Gebweiler, O.-E.). D a n n w e y l e r 1389; Thannweiler 18. Jhdt. - Begütert 14*7 Kloster Murbach. - Im Banne von Th. befand sich das Kloster S ch w a r z enthann (1149 gegründet), später Frauenstift des Augustinerordens, zu Anfang des 16. Jhdts. dem Kloster Schönensteinbach einverleibt. (1124 S w a r c e n d a n , 14,87 m o n a s t . monialium in Nigro Pino, 1772 Sc h w a r tz en T h an n.) Trümmer desselben waren Anfang des 19. Jhdts. noch vorhanden. In Schwarzenthann schrieb die Nonne Guta 1154 ihr Martyro-logium des hl. Usuard u. s. w., das nachher der Stiftsherr Sintram in Marbach bemalte; seit dem Untergange von Herrads • Hortus» die werthvollste Handschrift jener Zeit.- Ein Ueberrest des Ortes ist wohl Wir. Th. (s. d.). T h a n n w e i l e r , Herrschaft, s. Thannweiler, Df. T h a n n w e i l e r , Meierthum, mairie. Herzoglich lothringisches A m t und Erstgericht für das lothringische Gebiet im Weilerthale mit dem Sitze in Th., umfasste die Banne von St. Moritz i theilweise dem Domkapitel von Strassburg gehörig und ohne das zum österreichischen Weilerthale gehörige Df. Trimbach), St. Petersholz (ohne Hohwarth und die Höfe Hunschweiler, die österreichisch waren) und Thannweiler (Lehen). Das Meierthum, ursprünglich Besitz der Abtei Moyenmoutier, in welchem die Herzoge von Lothringen nur Vogteirechte hatten, war lb05 von Prinz Erich von Lothringen, Bischof von Verdun und Abt von Moyenmoutier, an Lothringen verkauft und dem Bailliage Vosges zugetheilt worden und wurde durch Edikt vom Juni 1751 dem Bailliage St. Die" unterstellt. [dPr.] Thannweilerbach s. Ohmbach 2. T h e d i n g e n , Df. Ka. [s. 1790] u. Kr. Forbach, L.). 572 E. 127 Hsr. (12 GRe.) - 300 m. - AG. Forbach (9.3); Bhf. Kochern 4,5). - Tatinga 1252; T a t h a n g e s 1281; T h e d i n g 1869. - Die Gde. umfasst den H O . Th. (570 E. 126 Hsr.), den AO. Kronenmühle, den unbew. O. Herapel (z. Th, vgl. Kochern und Rossbrücken) und die verschw. 0. Girlingen und Voloch (?) - StEBez. Forbach IL - Kath. Hilfspfarrei des Archipr. Forbach (s. 1802). Kirche der hl. Margarctha (20. Juli). Sandsteinbruch (20 Arbeiter;. Dampf- |