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Show Sundheim - Surpense. 1103 plündert von den englischen Söldnern und Rufacher Bürgern, 1525 abermals von Bauern geplündert; 1487 Verlegung des Komthureisitzes nach Rufach (s. d.i. Die Stätte heisst noch «Deutsch-Haus . Die Deutschordens-Schwestern von S. wurden 1331 nach Beuggen iBadeni versetzt. S. Sund-heimer- Mühle. Sundheim, verschw. O. (Gde. Lingolsheim, Ka. Geispolsheim, Kr. Erstein, U.-E.). Wahrscheinlich im 13. Jhdt. in den Kriegen des Bischofs Walther von Geroldseck mit der Stadt Strassburg zerstört. Sundheimef Mühle (Sundenmühle), M. (Gde. u. Ka. Rufach, Kr. Gebweiler, O.-E.). * E. 1 Hs. - Kleine Getreidemühle mit Wasserkraft. Rest des U44 zerstörten Dorfes Sundheim (s. d.); b\ des sontheym molin 1489. Sundhofen, Df. (Ka. Andolsheim [1790 Ka. Horburg, 1705-1802 Ka. Rufach], Kr. Coimar, O.-E.). 933 E. 216 Hsr. (12 GRe.) - 193 m. - A.-, L.- u. SchwG. Colmar (6,7); Bhf. S. (0,9). - Sunt ho f 76*. - Im Gebiet der Gde. lagen die verschw. O. Blienschweiler und Nordhofen. - P. T. Oeff. Fernsprechstelle (s. 1901). Bhf. (s. 1878). StEBez. Colmar II. Fw. (s. 18SS, 2 Spritzern. - Filiale der kath. Pfarrei II. Kl. in Andolsheim. Simultankirche (Schutzheiliger hl. Joseph). 3,6 ha Kirchenwald (Oberförsterei Colmar-Ost . Prot.-luth. Pfarrei (s. 1563), seit 1802 zum Konsistorium Andolsheim, Inspektion Colmar gehörig. 2,2 ha Kirchenwald (Oberförsterei Colmar-Ost). Filiale: Appenweier. Die Reformirten gehören zur Pfarrei Markirch. S. gehörte den Grafen von Horburg, deren Landeshoheit sich aus ihrer Vogtei über den dort befindlichen Dinghof entwickelt zu haben scheint. Begütert in S. war 76S Fulrad, Abt von St. Denis, 89b und noch im 18. Jhdt. die Abtei Münster, 903 Kloster St. Trudpert in Baden, 1114, 1196 Kloster St. Die", 1181 Kloster Truttenhausen. Im 15. Jhdt. besassen Lehen daselbst die Rappoltsteiner, welche damit 1451 Klaus von Orschweier und 1492 Heinrich von Balschweiler belehnten. Der Dinghof zu S. (Ordnungen desselben s. Stoffel, Weisthümer S. 152 ff.) wurde vom Strassburger Bischof Richwin (916-932) dem Italiener Humfrid abgekauft und dem Thomasstifte in Strassburg geschenkt, 1251 von diesem tauschweise an das Bisthum Strassburg abgetreten und 1269 von letzterem dem Grafen Rudolf von Habsburg zu Lehen gegeben. Seit 1358 gehörte er dem Kloster Unter-linden in Colmar. Mit dem Besitze dieses Dinghofes war die hohe und niedere Gerichtsbarkeit verbunden. Als 1444 das zwischen Colmar und Heiligkreuz gelegene Dorf Blienschweiler durch die Armagnaken zerstört worden war, fiel sein Bann S. zu. Dieses wurde 1466 durch Wilhelm von Hattstatt in einer Fehde mit den Landsperg geplündert und verbrannt, bald darauf aber auf beiden Seiten der 111 wieder aufgebaut. - Die Reformation wurde 1538 eingeführt, eine prot. Pfarrei mit der Filiale Appenweier 1563 errichtet. Die Kirche, seit 1686 simultan, wurde 1S32 erneuert. Das Patronatsrecht hatten die Grafen von Württemberg. Die kath. Pfarrei mit der Filiale Andolsheim (bis 1762) gehörte bis 1801 zum Landkapitel Citra Rhenum des Bisthums Basel; der Kirchensatz stand bis 1648 Württemberg, dann dem Könige von Frankreich zu. Seit 1802 ist S. Filiale von Andolsheim. Gemeinde wald (Oberförsterei Colmar Ost; 28,5 ha. Sur s. den Hauptnamen, z.B. Sur-le-Pre" s. Pre, Sur-le-. Surbronner Berg, Plateau, 265 m, nördl. Saarunion, Kr. Zabern. Surbrunnenbach *. Saar 25. Surburg, Df. (Ka. Sulz u. W . [s. 1790], Kr. Weissenburg, U.-E.). 1233 E. 272 Hsr. (12 GRe.) - 175 m. - AG. Sulz u. W . (4,3); HSt. S. (1,0). - Suraburgo monasterio 748, 766; ma. Surburri, Sürburri. - Die Gde. umfasst den HO. S. (1190 E. 263 Hsr.) und die AO. Bruchmühle, Mittelmühle, Untermühle; zwischen S. und Retschweiler lag der verschw. O. Rotzenhofen (Bg.) - P. T. Oeff. Fcrnsprech-stelle( s.l901).HSt.(s. 1893).Hp. S.-Hölschloch s.1855). Ortseinn. StEBez. Sulz u. Wald. Armr. 's. 1*56; Grundbesitz 1,50 ha.) - Kath. Hilfspfarrei des Dekanats Sulz u. W . (s, 1802). Schutzheiliger hl. Arbogast (21. Juli). Die Protestanten ge- ! hören zur Pfarrei Kutzenhausen; die Israeliten zum Rabbinat Sulz u.W. s. Ende der 50er Jahre des 19. Jhdts., vorher war S., s. etwa 1825, selbständiges Rabbinat . Syna- ! goge (s. etwa 177o . Jüd. Friedhof in Hagenau. - Ziegelei und Kalkfabrik. Hanfreibemühle. Holzwollmühle. Eis. Tapetenfabrik (s. Bruchmühle). Getreidemühle. Bierbrauerei. Viehhandel. S war Reichsdorf der Landvogtei Hagenau, mit eigenem Schultheissenamt. Es verdankt seinen Ursprung der im 7. Jhdt. gegründeten Benediktinerabtei S. (s. d.i. Die Vogtei und der Hof von S., in der ersten Hallte des 13. Jhdts. im Lehenshesitz der Geroldseck und Ochsenstein, wurden 1255 als Reichslehen den Fleckenstein übertragen. 1297 erhielten die Fleckenstein von König Adolf auch noch das Reichsschultheissenamt und Theile des Hofgutes zu S. zu I Lehen. Zur Vogtei gehörte später auch noch das hohe Gericht (s. Bestätigung durch Kaiser Karl V. von 1364). Adeliges Geschlecht von S. im 13., 14. und Anfang des 15. Jhdts. genannt. 1*1.5, 26. Jan., Gefecht bei S. zwischen Deutschen und Franzosen. - Kirchlich gehörte S. zum Land- I kapitel Unter-Hagenau. Bis zur Uebersiedelung des Stiftes ; S. nach Hagenau (1738) wurde die Pfarrei durch einen der Stiftsherren besorgt; Filiale der Pfarrei war im 18. Jhdt. I (bis 1820) Reimersweiler. 2 Kirchen, St. Johann Baptist und St. Martin und Arbogast, letztere Pfarrkirche. Das Patronat j besass das Stift S. Israelitische Synagoge, seit ca. 1770, damals wahrscheinlich auch Rabbinat, das im 19. Jhdt. nach Sulz u.W. verlegt wurde- Die Pfarrkirche ist eine Pfeilerund Säulenbasilika aus dem 9.-10. Jhdt., mit Chor aus dem 12. Jhdt. und Sakristei aus dem 15. Jhdt. Als geschichtliches j Denkmal zur Erhaltung bestimmt. Gemein de wald Oberförsterei Weissenburg) 104,6 ha (Buche, Eiche und Hainbuche.' Alter Besitz der Gde. Martz, H., Kulturgeschichtliches Bild der Gemeinde S. (Kathol. Schulztg. f. E.-L. 4, 1900, S. 248 f.) Surburg, ehemalige Bene d ik tin er-Ab t e i, später Kollegiatstift (Ka. Sulz u. W., Kr. Weissenburg), der Sage nach auf Anregung des hl. Arbogast, jedenfalls aber im 7. Jhdt., gegründet und von König Dagobert II. reich ausgestattet. Schon 748 als Kloster urkundlich erwähnt. Schon vor dem 13. Jhdt. wurde die Abtei säkularisirt und in ein Kollegiatstift von 12 Kanonikern verwandelt. Zu Beginn des 14. Jhdts. zerstört, sollte das Stift 1354 nach Zabern verlegt werden. Doch unterblieb die Verlegung ebenso wie eine zweite nach Hagenau, die man 1621 geplant hatte. Bald darauf von den Schweden zerstört, blieb das Stift 40 Jahrelang unbewohnt. U m 1700 wieder hergestellt, wurde es 1738 nach Hagenau verlegt und mit dem zehnten Kanonikati-desselben, der Pfarrei St. Georg zu Hagenau, vereinigt. In Hagenau blieben die Stiftsherren bis zur Revolution. Li11er.: Stift S., Documents relatifs ä la translation de la Collegiale. (Archivalische Beilage zum Ecclesiasticum Arg Surburg, Fsths. (Gde., Ka. u. Kr. Hagenau, U.-E.). 4 E. 1 Hs. Hiess vor 1SSS Sauer bürg. 1843 erbaut. XI, S. 37-40.i Fischer, Leonard, Notice sur la collegiale de Surbourg. i Revue catholique d'Alsace. Nouv. Suite 13 (1894), S. 504-520.) Spach, L., Lettre d'indulgence en faveur du chapitre de Surbourg. (Extr. du Bull, de la Soc. p. la cons. des mon. hist.) Strasb. 1863. Ders., Lettre d'indulgence en faveur du chapitre de S. (Bull, de la Soc. p. la cons. des mon. hist. d'Als. 2. ser. I, 2, S. 18b-191.) Surcenord, Wir. (Gde. Urbeis, Ka. Schnierlach, Kr. Rappoltsweiler, O.-E.). 36 E. 9 Hsr. - Les biens du Sur-senoir 1652; basse chaume, canton du Soursnoire \ 1780. Surpense, Hfe (Gde. St. Kreuz im Leberthal, Ka. |