| OCR Text |
Show 7os Obermühle - Oberrhein. Obermühle, M. (Gde. Meienheim, Ka. Ensisheim, Kr. Gebweiler. O.-E.i. 8 E. 1 Hs. Soll seit 1660 bestehen. Obermühle, M. (Gde. Nellingen, Ka. Saaralben, Kr. Forbach, L.). 2 E. 1 Hs. Gehörte früher zu Insmingen (1616) (s. Untermühle, Gde. Insmingen). Obermühle, M. (Gde. Pfetterhausen, Ka. Hirsingen, Kr. Allkirch, O.-E.). 5 E. 1 Hs. Kleine Getreidemühle mit Wasserkraft, soll schon seit dem 18. Jhdt. bestehen. Obermühle, M. (Gde. Rodemachern, Ka. Kattenhofen, Kr. Diedenhofen-Ost, L.). Früher AO., jetzt Theil der Gde. R. Obermühle, M. (Gde. Walheim, Ka. u. Kr. Altkirch, O.-E.). 6 E. 1 Hs. Oberen Mühlen 17. Jhdt. Obermühle, M. u. Sgm. (Gde., Ka. u. Kr. Weissenburg, U.-E.). 9 E. 1 Hs. Soll seit 1 170 bestehen; die Sgm. ist 1844 eingerichtet worden. Obermühle, M. (Gde. Niederehnheim, Ka. Oberehnheim, Kr. Erstein, U.-E.). 5 E. 1 Hs. Soll 1609 erbaut worden sein. War bis 1862 eine Kugelmühle, dann Getreidemühle; ist jetzt ausser Betrieb. Gegenwärtig wird durch das Wasserrad der früheren Mühle eine Dreschmaschine getrieben. Obermühle, verschw. M. (Gde., Ka. u. Kr. Saarburg, Le 1306 als im Banne der Gde. Saarburg gelegen erwähnt. Obermühle, verschw. M. Gde. Tetingen, Ka. Falkenberg, Kr. Bolchen, L.). 1881 abgebrannt. Obermühle (Biethmühlel, \ erschw.M. (Gde.Buseh-bach, Ka. u. Kr. Forbach, L.i. 1862 zerfallen und niedergerissen ; das anstossende Wohngebäude 1890 abgebrannt und 1894 wieder aufgebaut. An Stelle der Mühle steht seit 1897 eine Kalkmühle, welche gleichfalls Obermühle (s. d.) heisst. Obermühle (Inglinger-Mühle), M. (Gde. Inglingen, Ka. Metzerwiese, Kr. Diedenhofen-Ost, L.). 4 E. 1 Hs. Soll älteren Ursprunges sein. Erbauungszeit unbekannt. Obermühle (Moulin sup erieur) (Gde. Helfrants-kirch, Ka. Landser. Kr. Mülhausen, O.-E.). Früherer AO., als Mühle 1864 eingegangen, dann als Ziegelfabrik benutzt und als solche 1S72 verbrannt. Obermühlthal, Wir. (Gde. Bärenthal, Ka. Bitsch, Kr. Saargemünd, L. . 42 E. 7 Hsr. Soll seit dem 12. Jhdt. bestehen. Obermüspach, Df. (Ka. Pfirt [s. 1790], Kr. Altkirch, O.-E.i. 480 E. 102 Hsr. (10 GRe.) - 445 m. - A G . Pfirt (11.5); HSt. Waldighofen (6,8). - Mospach 1103; ma. Oberin ueschbe. - Die Gde. umfasst den HO. O, (467 E. 101 Hsr.) und den AO. Neuhof (Hinterhof). - StEBez. Pfirt IL Wasserltg. (s. 1896). - 1802-8 kath. Hilfspfarrei, dann Filiale von Mittelmüspach. dann 1820 wieder kath. Hilfspfarrei im Dek. Plirt. Schutzheiliger St. Georg (23. April). Die Lutheraner gehören zum Vikariat Mülhausen, die Reformirten zur Pfarrei Altkirch. O. gehörte zum Meierthum Muespach der Herrschaft Pfirt. Hier hatten die Gliers von Montjoie ein Lehen von Oesterreich. Begütert St. Alban und St. Bernhard in Basel. Die Pfarrei gehörte bis 1801 zum Landkapitel Leimenthal des Bisthums Basel. Gemeindcwald (Oberförsterei Plirt) 65,3 ha. Obernai s. Oberehnheim. Obernaumen, Df. (Gde. Kirchnaumen, Ka. Sierck, Kr. Diedenhofen-Ost, L.). 148 E, 39 Hsr. Obrenomen 1594. Wasserltg. (s. 1889). - Dorf der Probstei Sierck, Meierei Kirchnaumen (s. d.). Alte Kapelle zu Ehren des hl. Nikolaus, 1330 umgebaut. Römische Resti . Ober-Parth, Wir. (Gde. Bust, Ka. Kattenhofen, Kr. Diedenhofen-Ost, L.). 75 E. 20 Hsr. - La haute Parette 1756. - War Bestandtheil der Grafschaft Rüttgen (s. d.i In linem Brunnen an der alten Römerstrasse wurden Fragmente einer Amphora gefunden. Gemein de wald Bust-Parth, vgl. Bust. Oberpfennig weiher s. Neuweiher (Illgebiet). Oberranspach, Df. (Ka. Hüningen [s. 1790], Kr. Mülhausen, O.-E.). 358 E. 74 Hsr. (10 GRe.) - 3o5 m. - AG. Hüningen (14.3); Hp. Blotzheim (9,7). - Obern Raraspach 1103; superior Rani spach 1341. - StEBez. Blotzheim. - Kath. Hilfspfarrei des Dekanats Hüningen (s. 1802, vorher Filiale von Niederranspach). Kirchenfest 3. Aug. (Inv. St. Stephanii. Die Lutheraner gehören zur Pfarrei Colmar. - Oelmühle. O. war hahsburgisches Stammgut unbekannter Herkunft; gehörte zur österreichischen Herrschaft Landser, Amt Ober-Landser, Gericht Obermichelbach. Begütert daselbst erscheint 1101/3 Kloster St. Alban zu Basel. (S. auch Niederranspach). - Kirchlich war O. Filiale der Pfarrei Niederranspach. Gemeinde w ald (Oberförsterei Mülhausen) 26,2 ha. Oberrathsamhausen, Wir. (Gde. Baldenheim, Ka. Markolsheim, Kr. Schlettstadt, U.-E.i. 47 E. 9 Hsr. - Telegraphenanstalt mit öff. Fernsprechstelle. - War reichs-rittersc haftlich, und als Lehen der württembergischen Grafschaft Horburg (s. d.) im Besitz der Herren von Rath-i samhausen zum Stein, seit 1689 nach einander des von Cham-ley, des Herrn von Sandersleben-Coligny und der Waldner- : Sierentz. Gehörte kirchlich zu Baldenheim, mit dem es die Reformation annahm. (S. Baldenheim). Ober-Remelingen, Wir. (Gde. Fameck [s. 1810], Ka. Hai ingen, Kr. Diedenhofen-West, L.i. 105 E. 21 Hsr. - Vor 1810 AO. von Morlingen und zu demselben Ka. wie dieses gehörig. - Wegen des Geschichtlichen s. Nieder- Remelingen. Orts wald (Oberförsterei Rombach) 97,4 ha, gemeinsam mit Morlingen (Gde. Fameck) und Nieder-Remelingen. Ober-Rentgen, Df. 'Gde. Nieder-Rentgen [s. 1811], Ka. Kattenhofen, Kr. Diedenhofen-Ost, L.). 105 E. 27 Hsr. - Ober-Runche 1381; Overungen 1391. - Vor 1811 selbständig und seit 1790 zum Ka. Rodemachern, seit 1802 zum Ka. Kattenhofen gehörig. Kapelle des hl. Hippolvtus, i 1756 erbaut. Gehörte zu der Herrschaft Rodemachern, (s. d.) Meierei Rentgen. - Eine Grund-Herrschaft war von Rodemachern den Faust von Stromberg zu Diesdorf zu Lehen gegeben worden und wurde später mit der Grafschaft Rüttgen durch Personalunion verbunden. Sie wurde dann 1631-1743 von den Sibricht von Diestrof zu Lehen getragen. 1331-1391 waren die von Roesern in O.-R. begütert, 1550 die von Larochette. Ortswald 0,6 ha Antheil an dem Gemeindewalde Renigen iOberförsterei Diedenhofen). Oberrhein, Bisthum. Durch die Constitution civile du clerge- wurde seitens der franz. Nationalversammlung am 12. Juli bezw. 24. August 1790 an Stelle der elsässischen Theile der Bisthümer Basel und Besancon ein eigenes Bisthum des Oberrheins errichtet. Zum Bischof desselben wurde am 6. März 1701 in der St. Martinskirche zu Colmar der bisherige Coadjutor des Bischofs von Basel, Johann Baptist Joseph Gobel aus Thann, gewählt, und da dieser unmittelbar darauf zum Erzbischof von Paris ernannt wurde, am 30. März der Unterprinzipal des Colmarer Collegs, Arbogast Martin aus Walbach. Ueber die Hälfte der ober-elsässischen Geistlichen leisteten den gefordeten Eid auf die Verfassung und wurden pretres assermentes des neuen Bisthums, während diejenigen, welche der alten Kirche treu blieben, verfolgt und gefangen gesetzt oder verbannt wurden. Nach dem Tode Martins, der seinen Sitz in Colmar genommen hatte, am 22. Juni 1794, wurde das Bisthum durch ein Presbyteriura zu Sulz verwaltet, bis am 14. Aug. 179o der bisherige Erzpriester von Delle, Marc Anton Berdolet aus Giromagny, zum Bischof gewählt wurde. Dieser residirte von 1798 ab in Sulz, wo er auch 2 Synoden, 1798 und 1800, abhielt. Auf der letzteren wurde das Bisthum in 13 Archipresbyterate neu eingetheilt. Als durch das Konkordat von 1802 die konstitutionelle Kirche wieder aufgehoben wurde, kam das |