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Show Tiercom - Todtenkopffelsen, llio zu dem später von Gorze erworbenen Besitze der Abtei St. Arnulf oder des Domkapitels von Metz gehörten. T i e r c o m , Hf. iGde. Urbeis, Ka. Schnierlach, Kr. Rappoltsweiler, O.-E. 3 E. 1 Hs. Erbauungszeit unbekannt. Tiffembach, Sgm. (Gde. Wisch, Ka. Schirmeck, Kr. Molsheim, U.-E.). 7 E. 1 Hs. Früher Paquis genannt. 1846 entstanden. T i g n o m o n t , Wir. (Gde. Plappeville, Ka. u. Kr. Metz, L.). 72 E. 17 Hsr. - Tincnosi m o n t e m 1125; Tigno-m o n s 1300. - Gehörte zum P a y s Messin (Val de Metz) und war Bestandtheil der Herrschaft Plappeville (s. d.). 1155 war die Abtei Senones in T. begütert, 1213 das Metzer Domkapitel. T i g n o m o n t , Zwischenwerk (Gde. Lorry b. Metz, Ka. u. Kr. Metz, L.). Frühere Bezeichnung für das Fort S c h w e rin (s. d.i, A O . derselben Gde. Tillots. L e s , bewaldetes Plateau, 330 m. zwischen dem Conroybach und der Fentsch, südl. Fentsch, (Kr. Diedenhofen- West, L.). Tincry, Df. (Ka. Delme [s. 1700], Kr. Chäteau-Salins, L.). 322 E. 94 Hsr. (10 GRe.) - 270 m. - AG. Delme 2,8 ; Bhf. Baudrecourt (9,8). - Dincrei9b2; Tinquerei 1018. - Im Gebiete der Gde. lag der verschw. O. Montivus. - Ortseinn. StEBez. Delme. Armr. (s. 1875). Wasserltg. (s. 1860). - Geschäftssprache franz. - Steinbruch (Baumaterial). 2 Kalksteinbrüche (9 Arbeiter). Weinhandel. - Kath. Hilfspfarrei des Archipr. Delme (s. 1802), zu welcher bis 1860 auch Viviers gehörte. Kirche des hl. Medardus (8. Juni). T. gehörte zu der Baronie Viviers (s. d.i. Es ist ein uraltes Dorf, das weit über die römische Periode zurück reicht. Es wird jedoch erst 962 urkundlich erwähnt und zwar als Besitz der Abtei St. Maximin bei Trier. Diese Abtei hatte dort im 12. Jhdt einen Bann, der sich auf Prevocourt und Menil ausdehnte, mit Frohnhof und 12 Hüben (816 Morgen Land mit grossen Waldungen) einem Drittel des Kirchensatzes, sowie b Hüben in Oriocourt. Diese ansehnliche Besitzung, über welche die Grafen von Salm die Vogtei hatten, kam 1348 mit ganzer Gerichtsbarkeit durch Tausch an die Abtei St. Arnulf, die auch dort früher schon begütert war und ein Drittel des Kirchensatzes inne hatte. Der andere Theil von Tincry, Prevocourt und Menil war Besitz der Abtei Mettlach, welche dort im 12. Jhdt. 15 Hüben und einen Frohnhof hatte mit einem Drittel des Kirchensatzes. Die Abtei, welche ihre Besitzungen zuerst durch Ordensbrüder verwaltete, überliess sie 1311 gegen eine jährliche Rente zuerst einem Metzer Domherren, dann (1397- 1410) den Wisse von Gerbevillers, 1421 dem Joh. von Fle-ville, 1436 der Abtei Longeville, 1469 den von Helmstadt, zuletzt (1484) den Grafen von Salm, welche sie endlich 15b0 käuflich erwarben. Diese hatten dort schon früher die Vogtei gehabt, und allmählich die ganze Gerichtsbarkeit, sowie die Rechte von St. Arnulf an sich gezogen, so dass sie u m die Mitte des 16. Jhdts. alleinige Herren in T. waren. Von T. nannte sich ein im 11. und 12. Jhdt. sehr mächtiges und reich begütertes Dynasten-Geschlecht, das wahrscheinlich die Burg von Viviers baute und sich auch von Viviers benannte. Nachfolger der T. waren die Grafen von Salm (s. Viviers), die in T. mit den Untervogteien und anderen Gütern ihre Lehensleute wiederholt belehnten. Ritter von T. erscheinen vom 13. bis zum 15. Jhdt. - T. war vor 1802 kath. Pfarrei des Archipr. Delme, und hatte Prevocourt als Annexe. Kirche 1769 erbaut. Der Kirchensatz, welcher, wie oben erwähnt, zwischen den Abteien getheilt war, hatten die Herren von Viviers an das von ihnen gestiftete Priorat geschenkt (s. d.). Auf dem «Mont de Tincry» ausgedehnter halbkreisförmiger Ringwall aus der Hallstatt-La Tene- Zeit mit Wall und Gräben - an der östlichen Seite kleine runde Befestigung, wahrscheinlich aus dem frühen Mittelalter. (Ob das Castrum des alten Geschlechtes von T.?). Römische Reste und Gräber. Litter: Bartheie"my, La Lorraine avant l'histoire. Nancy 18*9. p. 208. Cournault, Ch., Refuge de T. (Journ. de la Soc. d'arch. lorr. 22, 1873, S. 152-154). L a g e r , J. C, Urkundl. Geschichte der Abtei Mettlach Trier 1875. P a u lus, E., L'enceinte prehist. de T. (Jahrb. d. Ges. f. lothr. Gesch. 6, 1894, S. 111-118.) Tincry, Berg von, s. Hochberg. Tinfronce, Hf. (Gde. Diedolshausen, Ka. Schnierlach, Kr. Rappoltsweiler, O.-E.). 2 E. 1 Hs. - Quatre jours ä la Tinfronce 171*; L a Quifrance 17b2; L a Cense ap-i pellee Tainfrons 1772. - Herrschaft Rappoltstein. Tinkelberg, Südhang nördl. über Weiler Gross-Eich, Gde. Ricding, Ka. u. Kr. Saarburg. Tirelire, Meierhf. (Gde. Kossweiler, Ka. Wasselnheim, Kr, Molsheim, U.-E.). Anderer Name des AO. Hagelsacker derselben Gde. Tische, die drei grossen und die drei Kleinen, Felsgruppen auf dem Tännchel s. Drei Tische. Tisson, Hs. (Gde. Ars a. d. Mosel, Ka. Gorze, Kr. ! Metz, L.). Früher AO., jetzt Theil des H O . der Gde. Ars a. d. Mosel. Titanenfelsen auf dem Tännchel s. W a s s e r s t ein. Titschelkopf s. Ditschelkopf. Tittervalen, verschw. Hf. (Gde. Dreibrunnen, Ka. u. Kr. Saarburg, L.). Ueber Zeit und Gelegenheit des Abganges ist nichts bekannt. Tivoli, Hsr. (Gde. Strassburg, Ka. Nord [extra muros], Stkr. Strassburg, U.-E.). 98 E. 8 Hsr. Im Kataster von 1834 j bereits aufgeführt. Tivoli, Schi. (Gde. Plantieres, Ka. u. Kr. Metz, L.). Früher besonderer A O . der Gde. Plantieres, jetzt Theil des AO. Queuleu derselben ("de. Im 17. Jhdt. durch den Bischof Feuillade als Lustschloss erbaut. Tivoli, Villa, wurde 1793 mit Halsidrac, Rivage und j Ste. Agathe (s. d.) zur Gde. S a b l o n (s. d.) vereinigt. T o c k e n h o f , 1742 genannt, jetzt Tockfeld, A O . der ' Gde. Kirchnaumen (Ka. Sierck, Kr. Diedenhofen-Ost, L.). Tockfeld, Hf. (Gde. Kirchnaumen, Ka. Sierck, Kr. ! Diedenhofen-Ost, L.). 4 E. 1 Hs. - Tockenhof 1742. - Gehörte zu der Probstei Busendorf, war Lehen ohne Gerichtsbarkeit. Der Hof wurde 1736 im Forste Kalenhofen, durch ! den Probsteileutnant von Busendorf, Tock, auf einer Rodung I erbaut und nach diesem benannt. Er bestand 1742 aus lbO Morgen Ackerland, nebst einer herrschaftlichen Wohnung und Hofgebäuden. Tockfeld gehörte vor 1802 zur Pfarrei Remelingen. T o d e n b a c h s. Trualb 4. T o d t e n b e r g , Hf. (Gde. Adamsweiler, Ka. Drulingen, Kr. Zabern, U.-E.). 5 E. 1 Hs. Der Hügel T. wird schon lb93 erwähnt. Merowingische Gräber. T o d t e n b e r g , H., 292 m, südöstl. Mackweiler, Ka. Drulingen. Der N a m e von einer gallischen Begräbnissstätte am Nordhang, die in den bOer Jahren z. Th. aufgedeckt wurde. S. Bull, de la Soc. hist. d'Als. 2e s£r. 3, p. 81 suiv. mit Plan. Todtenbreitel, Zgl. (Gde. Niederehnheim, Ka. Oberehnheim, Kr. Erstein, U.-E.). 5 E. 1 Hs. Besteht seit 1S47. T o d t e n g r a b e n s. Rohrbach (Zorm 14. T o d t e n h o l z , ehemaliger Staatswald (Gde. Tetingen, Ka. Falkenberg, Kr. Bolchen, L.). 143 ha; vom Staate 1835 verkauft; ehemaliger Domanialwald der Herrschaft Kriechingen. T o d t e n k o p f , franz. T 0 te des Morts, langgestreckter Rücken in dem vom Schneeberg auf der Bezirksgrenze von ; Unterelsass und Lothringen zum Donon ziehenden K a m m, oberhalb des bei Wisch in das Breuschthal mündenden Langenthaies, mit verschiedenen Kuppen: 900,4, 799,b, 789,3 (Haut de la Corriere) und 850,* m. Todtenkopffelsen, in der Umgegend bekannt unter dem Namen D i e T o ten köpf e\ auch (Stein mit den drei lachenden K ö p f e n , a m Westhang des Kühberges |