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Show Weisskircher Mühle - Welschcnmatten. 1199 Weisskircher Mühle, M. (Gde. u. Ka. Wolmünster, Kr. Saargemünd, L ). 7 E. 1 Hs. Soll schon Anfang des 18. Jhdts. bestanden haben. Weisskritt, Sennh. (Gde. Sewen, Ka. Masmünster, Kr. Thann, O.-E.). 1 Hs. Soll wenigstens 300 Jahre alt sein. Weitbruch. Df. (Ka. Hagenau [1790-1802 Ka. Bisch-weiler], Kr. Hagenau, U.-E.). 1724 E. 355 Hsr. (18 GRe.) - lbO m. - AG. Hagenau (8,0); Hp. Kurzenhausen (3,1). - In Uuiccobrocho 743; ma. W ibr uech, W i tbr u c h. - Die Gde. umfasst den HO. W . (1682 E. 347 Hsr.) und den AO. Birkwald (s. 1879, vorher zu Hagenau gehörig). - P. F. Oeff. Fernsprechstelle (s. 1901). Ortseinn. StEBez. Hagenau II. Armr. (s. 1874). Krgv. (s. 1. April 1889). - Kath. Hilfspfarrei des Dekanats Hagenau (s. 1802). Schutzheiliger hl. Gallus <16. Okt.). Prot. Pfarrei Augsb. Konf. (s. 1840, vorher Filiale von Gries) des Konsistoriums Brumath, Inspektion St. Wilhelm in Strassburg). - Tabackbau. Oelmühle. Altes Dorf; schon 743 war die Abtei Weissenburg daselbst begütert. 1207 hatte das Spital zu Hagenau Besitz zu W . W. gehörte zu Brumath (s. d.), das 8S9 von König Arnulf der Abtei Lorsch geschenkt und mit deren Besitzungen später an das Erzbisthum Mainz kam. Mit Brumath trugen die Landgrafen im Unter-Elsass W . von Mainz zu Lehen verkauften es jedoch 1332 an die Herren von Lichtenberg. Von diesen erbten es 1480 die Grafen von Bitsch-Zweibrücken, 1570 die Grafen von Hanau-Lichtenberg, 1736 die Landgrafen von Hessen-Darmstadt. Es gehörte zum Amte Brumath (s. d.). Der Dinghof zu W . war Reichslehen und im 15. und 16. Jhdt. im Lehensbesitz der Eckbrecht von Dürckheim und der von der Weitenmühle. 1320 erscheint Kloster Lichtenthai in W . begütert. - Kirchlich gehörte W . vor der Reformation zum Landkapitel Unter-Hagenau. Pfarrei 1478 erwähnt. 1570 wurde die Reformation eingeführt. W . wurde damals Filiale der prot. Pfarrei Gries und 1840 selbst Pfarrei. Bis 1840 gehen auch die Kirchenbücher zurück. 1686 Simultaneum, 1693 kath. (königl.) Pfarrei mit Filialen Gries und Kurzenhausen (beide bis 1843). Die prot. Kirche ist 1875 erbaut worden. - W. liegt am Keltenwege von Osthofen nach Selz, der später von den Römern geregelt und ausgebaut wurde. Neolithische Funde. In der Nähe, nach Marienthal zu, römischer Meilenstein, 1859 gefunden, wahrscheinlich ohne Inschrift. Hall-statt- La Tene-Tumuli. Gemeindewald (Oberförsterei Bischweiler) 560,9 ha. 176 m über dem Meere. Diluvium mit grösstenteils frischem unlehmigem, tiefgründigem Boden mit Kies. (Kiefer und Fichte auf 516,2 ha Eiche, Buche, Birke, Erle, Espe, Weide, Vogelbeere, Kastanie, i Der grössere Theil des Waldes ist alter Besitz der Gde. Die Forstorte Tannenberg und Junkerholz sind im 16. Jhdt. von dem Grafen Philipp von Hanau- Lichtenberg um die Summe von 1000 Franken gekauft worden. Weitersweiler, Df. (Ka. Lützelstein [1790-1801 Ka, Ingweiler], Kr. Zabern, U.-E.). 831 E. 191 Hsr. (12 GRe.) - 220 m. - AG. Lützelstein (7,9); Hp. Obersulzbach (3,9). - (Wideroldi vilia, Witario villa um 1120?); Witers-wilre 1381; ma. Witter seh w i 11 er. - Die Gde. umfasst den HO. W . (825 E. 190 Hsr.) und den AO. Galgen. - P. F. Oeff. Sprechstelle. Ortseinn. StEBez. Lützelstein. Armr. (Gründungsjahr unbekannt). Fw. (nicht organisirt, Gründungsjahr unbekannt, 2 Spritzen). - Kath. Hilfspfarrei des Dekanats Neuweiler (s. 1802). Schutzheiliger hl. Michael (29. Sept.). Filialen: Erkartsweiler, Obersulzbach, Sparsbach. Prot. Pfarrei (s. etwa 1547), s. 1802 zum Konsistorium Ingweiler, Inspektion Buchsweiler gehörig. Filiale: Obersulzbach (seit der französischen Revolution, vorher Filiale von Ingweiler). Die Israeliten gehören zum Rabbinat Buchsweiler. Jüdischer Kirchhof (s. 1834). - Ziegel- und Kalkbrennerei; Kalkofen; Lohgerberei; Getreidemühle. - Viehhandel. W . war altes Reichsgut, 1316 von dem Vogt von Was- I selnheim den Lichtenberg verkauft; war jedoch schon in der 2. Hälfte des 14. Jhdts. als Reichslehen im Besitz der Herren von Fleckenstein. 1378 wurde es von den Fleckenstein an die Herren von Lichtenberg. 1381 zur Hälfte an den Bischof von Strassburg verpfändet. 1421 war diese Pfandschaft jedoch wieder eingelöst. Im Laufe des lS.Jhdts. wurde W . wieder verpfändet und zwar an Rudolf Voltz, der es 1475 dem Grafen Heinrich von Zweibrücken-Bitsch verkaufte. Dieser musste es jedoch sammt dem Schlosse auf einen Spruch des Rathes von Strassburg und auf Befehl des Kaisers dem Konrad Dietrich von Rathsamhausen ausliefern. Im Ib. Jhdt. finden wir W . jedoch wieder im Besitz der Herren von Fleckenstein, unter deren Herrschaft es ein eigenes Amt (Schulzeiithum) mit dem Dorfe Zutzendorf bildete. Nach Aussterben der Fleckenstein (1720) kam es an die Rohan-Soubise. - Wenn die Namensdeutungen richtig sind (?), war die Abtei Maursmünster ca. 1120 in W . begütert. Von dem ehemaligen Schlosse ist nichts erhalten. - 1444 lagerten die Engländer bei W . - Kirchlich hatte W . im 15. Jhdt. eine Kaplanei (Primissariat, Vizeplebanat). Nach Einführung der Reformation (1546) prot. Pfarrei. Patronatsrecht gehörte der i Herrschaft. Die Kirchenbücher gehen bis 1601 zurück. 1717 kath. (königl.) Pfarrei (mit denselben Filialen wie heute und Zittersheim) und Simultaneum errichtet, welches bis 1875 dauerte. 1763 wird auch Niedersulzbach als Filiale der kath. Pfarrei W . genannt. Schlosskirche im 30jährigen Kriege zerstört. - Spätgothische prot. Kirche (1525 erbaut } mit Grabsteinen des Hans und des Georg von Fleckenstein, Freiherren von Dagstul (gest. 1552 und 1553). Die kath. Kirche (hl. Michaeli 1875 erbaut. Gemeindewald (Oberförsterei Buchsweiler) 27,8 ha. Wellau, Zgl. (Gde. Hangenbieten, Ka. Schiltigheim, Ldkr. Strassburg, U.-E). 1 Hs. 1892 erbaut. Wellerst, Nordhang des Külberges (s. d.) gegen das Soldatenthal, südöstl. Weiler Soldatenthal, Gde. Alberschweiler, Ka. Lörchingen. Wellingen, Hf. (Gde. Dentingen, Ka. u. Kr. Bolchen, L.). 5 E. 1 Hs. Rest des im 3ojährigen Kriege zerstörten Dorfes Wellingen (s. d.) oder Willingen. Wellingen, verschw. Df. (Gde. Dentingen, Ka. u. Kr. Bolchen, L.i. Waldanges 1272 und 1286; Wellingen 1322; la ruine de Velin g 1730. - Im 30 jährigen Kriege zerstört. Die Kirche, von welcher nur noch ein Thurm (dicht beim Hof Wellingen) vorhanden ist, war Mutterkirche von 7 Ortschaften, zu denen Buschborn und Waibelskirche gehört haben sollen; die Verlegung der Pfarrei nach Dentingen erfolgte 17171?). Das Patronat stand der Abtei Fraulautern zu. ebenso die Hälfte des Zehnten, der zum anderen Theile den Herren von Kriechingen gehörte. Das Dorf selbst gehörte wie Dentingen zur Reichsgraf Schaft Kriechingen. Welschbach s. Kleine Fecht 7. Welschbruch, Fsths. (Gde. u. Ka. Barr, Kr. Schlettstadt, U.-E.). 4 E. 1 Hs. Besteht seit 1842. Welschbruchbach s. Andlau 15. "Welsche Köpfe (der auf der Generalstabskarte verzeichnete Name Rundkopf, die Uebersetzung von Ron de Tete auf der franz. Generalstabskarte, für diesen Berg ist bei den Einwohnern von Wildenstein nicht gebräuchlich), 1170 m, in dem Grenzkamm zwischen Bramont-sattel und Rheinkopf, nördl. Wildenstein im obern St. Ama-rinthal. Der nordöstl. davon gelegene Berghang bis zum Seesattel heisst Andreaskop f. Welschenberg, amtlich Walchenberg genannt, 291 m, westl. Menskirchen, Ka. Busendorf, Kr. Bolchen. Welschenhof, Hf. (Gde. Waldwiese, Ka. Sierck, Kr. Diedenhofen-Ost, L ). S. Hintingerhof (Welschenhof). Welschenmatten, Hf. (Gde. Grendelbruch, Ka. Ros- |