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Show 972 St. Leo - St. Livier. St. L e o , Kap. (Gde. Dagsburg, Ka. Pfalzburg, Kr. Saarburg, L.). Auf der Stelle des alten Schlosses Dagsburg s. d.) gebaut. St. L e o d e g a r , kath. Hilfspf., s. Mansbach (Ka. D a m merkirch, Kr. Altkirch, O.-E.). St. L e o d e g a r , Wir., s. St. Liggert (St. Leodegar-. St. Leodegar-Kapelle s. St. Glückern. St. L e o n , Hf Gde. Ste. Barbe, Ka. Vigy, Kr. Metz, L.). 7 1-A 1 Hs. 1*72 erbaut. St. L e o n (Leonsberg), Wir. (Gde. Walscheid, Ka. u. Kr. Saarburg, L.i. 111 E. 22 Hsr. Kapelle des heil. Leo. Früher und jetzt noch im Volksmunde Dörre nberg genannt. - Schon 148* als Kapelle des hl. Michael in Dürstein erwähnt: steht auf der Stätte der verschwundenen und 1239 schon erwähnten Ortschaft D ü r r e n - stein (s.d.) auf dem Dürrenberg (Dörrenberg). Nach der Säcularisation des Priorats Dürrenstein is. d.i Einsiedelei, lb23 Kap. auf dem Dürrenberg und Wallfahrtsort zum hl. Marcus. Die Kapelle ist nicht mit der 1892 erneuerten Kap. bei Dagsburg zu verwechseln; die Ueberlieferung, dass dort Papst Leo IX. getauft worden und dass die älteste Stammburg der Dagsburg auf dem Dürrenstein gestanden habe, bleibt unbewiesen - und scheint eher auf Schloss Türkstein zu beziehen zu sein. Der N a m e St. Leo, den die Kap. jetzt trägt, ist ihr erst in neuerer Zeit gegeben worden. St. L e o n a r d , Kap. im Steinbesch bei Fletringen (Ka. Falkenberg, Kr. Bolchen, L.i. Soll uralt sein; über die Entstehung ist nichts bekannt. Bis zur frz. Revolution war in ihrer Nähe ein Wohnhaus, in dem der Kapellcnhüter (Kapellenbruder) wohnte. Die zugehörigen Ackerländereien wurden bis auf einen kleinen Garten während der Revolution kontiscirt, die Kap. selbst nach derRevolution interdicirt. St. L e o n a r d , Kap. bei Walscheid Ka. und Kr. Saarburg. L.i. Im 18. Jhdt. erwähnt, scheint die Kap. St. Leon (Leonsberg) zu sein. St. L e o n a r d , verschw. Sgm. Gde. Plaine. Ka. Saales, Kr. Molsheim, U.-E.). S. Leonhardsäge. St. L e o n h a r d , Wir. iGde. Börsch, Ka. Rosheim, Kr. Molsheim, U.-E. 59 E. 14 Hsr. - St. L e o n h a r d 1677. - Verdankt s. N a m e n und Ursprung dem ehe mal. K 1 ost er St. L e o n h a r d , das 1109 als Benediktinerkloster vom Bischof von Strassburg bestätigt, vom Bischof Hcrzil von Havelberg eingeweiht und 1134 vom Bischof Gebhard von Strassburg reich beschenktwurdc. Es war bereits u m 1200stark verfallen und verwahrlost und wurde daher 1215 in ein weltl. Collegiatstift verwandelt und unter die Verwaltung des Strassburger Domkapitels gestellt. Seitdem waren die Besitzthümer des Stiftes dem Strassburger Domprobst unterstellt. Im Bauernkrieg war St. L. ein Sammelplatz der Aufständischen 11525) und wurde stark verwüstet. Von c. 1550 ab war es 30 Jahre lang ganz verödet, da der Dekan protestantisch geworden war und die Stiftsherren sich zerstreuten. 1582 wieder hergestellt und mit neuen Statuten versehen, wurde es in den Religionskriegen von 1502, lblO und besonders von 1622 (Mansfeld) hart mitgenommen; am meisten aber litt es im Schwedenkriege: lb32 flüchteten die Stiftsherren, das Stift wurde völlig geplündert und verwüstet und blieb verödet bis zum Ende des :;n jähr. Krieges. Erst 1651 wurde die Kirche wieder benutzt, lb53 kehrten auch die Stiftsherren, deren Zahl im 15. Jhdt. gewöhn). 6-8 war, zurück. A m 18. Juni lb77 überfiel der kaiserl. Obrist-waebtmeister von Ramsdorf das Kl. St. L , w o sich der frz. Parteigänger de la Brosse, der Hagenau und Weissenburg zerstört hatte, aufhielt. La Brosse fiel bei dem Ausfalle, den er mit seinen Leuten aus St. L. machte. In der Revolution wurden die Stiftsgüter und die Stiftsgebäude als Nationalgut verkauft. - A m südl. Ende von St.L. liegt die Kap. Maria Schnee zur Eiche, dem hl Leonhard geweiht. Sie ist 1862 erbaut worden an Stelle einer älteren, schon im 16. Jhdt. zerstörten Kap. - St. L. liegt a m Keltenwege von Barr nach Wasselnheim. Münzfund des 12. und 13. Jhdts. [Gide, Gust.] Le prieur6 de St. L. (In Gide, G., Essais historiques. Rixheim 189b). G[ass, J.], St. L. u. Börsch im Bauernkrieg. (Strassb. Diöz.-Bl. N. F. 1, 1899, S. 230-232.) St. L e o n h a r d , ehemaliges Benediktincr-Priorat im Banne von Finstingen (Ka. Finstingen, Kr. Saarburg, L.). 1252 wurde es in der Nähe einer damals dort schon vorhandenen Kap. durch die Brüder Cuno und Brunico von Finstingen gegründet, und demnächst der Abtei St. Mihiel unterstellt, deren Rechte später auf das Priorat Insmingen übertragen worden sind. 15b5 schon war die Kap. ab- | getragen und das Stiftshaus verfallen. Der Rest wurde 1634 durch Feuer zerstört, lb3b abgetragen. Das Stift, später an Titular-Prioren vergeben, wurde 1691 ganz aufgelöst, die Einkünfte wurden 1710 durch den Herzog von Lothringen, Herrn von Finstingen, den Jesuitenpatres in Bockenheim überwiesen. - Gide, Gust., Essais hist. sur l'Als.-Lorr. Rixheim 1896. [Darin S. 33-72: 3. Le prieure de St. Leonard]. St. L e o n h a r d , ehem. Kl. und Kap. iGde. Pfaffenheim, Ka. Rufach, Kr. Gebweiler O.-Ej. St. Lienhart 1258. Frauenkloster, soll im Bauernkriege zerstört worden sein. Die Kap. ist 1703 verkauft und abgetragen worden. Beide lagen nicht weit von dem Wallfahrtsort Schauenberg (s. d.). Trümmer sind noch sichtbar. St. L e o n h a r d s a u , Hf. (Gde. Börsch, Ka. Rosheim, Kr. Molsheim, U.-E). 4 E. 1 Hs. Bis 1900 Bl eiche> genannt. i Soll im 17. Jhdt. entstanden sein. St. L e o n h a r d s a u , Ldgt. (Gde. u. Ka. Oberehnheim, Kr. Erstein, U.-E.). Besteht seit 1899; liegt dicht an dem gleichnamigen Hofgute in der Gde. Börsch. St. L e o n s g r o t t e oder G ross-Dürste 1 f eisen am \ Osthang des Gross-Dürstelberges (auf M B . Grosser Fischberg genannt), nördl. Weiler St. Leon (Gde. Walscheid, Kr. Saarburgi. Die L. ist die grösste Höhle (Sandstein 32 m tief) der Vogesen, aus deren Tiefe eine früher starke, jetzt last ganz versiegte Quelle hervorbricht. Das in der Grotte sich sammelnde Wasser wird vielfach von Eheleuten, denen der Kindersegen versagt ist, getrunken (Mündel). St. Liggert (St. Leodegar), WTlr. (Gde. Mansbach, Ka. Dammerkirch, Kr. Altkirch, O.-E.) 150 E. 46 Hsr. St. Lickhart 1555; St. Leger 1869. - Hier befindet sich die Pfarrkirche des G H O . M., weshalb die Pfarrei auch St. Leodegar heisst. Früher Dorf, aber schon 1795 als AO. von Mansbach genannt; 1474 von den Burgundern geplündert ; gehörte zum Meierthum auf der Larg (Herrschaft Altkirch) und bildete 1441 - 1801 eine Pfarrei des Landkapitels Sundgau: Sanctus Luggerus prope Tamerkilch.- Das Patronatsrecht hatte im 17. Jhdt. Petermann von Ven-delincourt, später die Grafen von Montjoie-Hirsingen. Seit 1802 kath. Hilfspfarrei mit Annexe Mansbach. Schutzheil. St. Leodegar (7. Okt.). - Das Pfarrhaus und das Thor der alten Kirche wurden 17b0 erbaut. St. Livier, Kap. u. Hs. (Gde. Morville b. Vic, Ka. u. Kr. Chäteau-Salins, L.) 3 E. 1 Hs. Berühmter Wallfahrtsort mit Brunnen, Haus u. Kapelle unweit der ehem. Abtei Salival, dem hl. Livarius, einem Metzer Heerführer, welcher während eines feindlichen Einfalles der Barbaren ins Metzer Land gefangen genommen und wegen seiner Weigerung, den christlichen Glauben abzuschwören, dort enthauptet worden sein soll, gewidmet. Die heilsame Quelle in der Nähe des ehemaligen Grabes des Heiligen, dessen Gebeine im 10. Jhdt. nach Metz übertragen worden sind, wird schon 1299 erwähnt, wohl mit einer damals schon vorhandenen Kapelle.- Die gegenwärtige Kap. wurde auf der Stelle der ; älteren, die 1590 zerstört worden war, durch den Abt von Salival, Johann von Gombervaux. neu aufgebaut und 1647 seiner Abtei geschenkt. 1848 erneuert. Jetzt Besitz des Bis- I thums Metz. |