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Show Sägemühle - Salees-Eaux. 953 Sägemühle, Wir. bis 1867 AO. der Gde. Barr (Ka. Barr. Kr. Schlettstadt, U.-E.i, 1867 der neugebildeten Gde. Hohwald 's. d.i einverleibt. Sägemühlmatte, Sgm. (Gde. Grendelbruch, Ka. Rosheim, Kr. Molsheim, U.-E.). 5 E. 1 Hs. Besteht seit 1831. Sägenkopf, auf MB. Seegenkopf, 568,7 m am linken Ufer der Doller, zwischen Masmünster und Aue. Sägerberg, franz. Che na goutte, ca. 1015 m, westl. Fortsetzung des Münzfeldes (s. d.i, nordöstl. über Natzweiler im Rolhainethal, Ka. Schirmeck. TP. etwas westlich unter dem Gipfel bei 1002 m. Sägerkopf aul MB. fälschlich Jägerkopf), 670 m, nordöstl. Lützel, Ka. Pfirt, oberhalb des alten Eisendrahtwerkes. Sägmatten und Studersmatt, Fsths u. Sgm. (Gde. Lautenbach-Zell, Ka. u. Kr. Gebweiler, O.-E.i. 2 E. 1 Hs. Forsthaus nach 1870, Sägemühle in den bOer Jahren des 19. Jhdts. erbaut, seit dem Jahre 1900 ausser Betrieb. Sägmattenrain, B., s. Brendenberg. Sägmühlenbach s. Spiegelbach 2. Sagmühlenweiher im Saar gebiet (230 m über dem Meere), 2 km s. Altweiler bei Saarunion - 4,5 ha; Abfluss s. Saar 26. Sägmühlenweiherbach s. Saar 26. Säg wald. B , 07b,5 m, auf der linken Seite des obern Rimbachthales, westl. Rimbach bei Gebweiler. Säsolsheim, Df. (Ka. Hochfelden [s. 1790], Ldkr. Strassburg, U.-E.i. 578 E. 112 Hs. (12 GRe.) -240 m. - AG. Hochfelden (9,0); HSt. Wilwisheim (5,9). - Sahselsheim 1050; Sahselneshcim um 1120; Sehsselsheim 1364; ma. Säselse. - StEBez. Hochfelden I. Armr. fs. 1866). Fw. is 1887, 1 Spritze). - Kath. Hilfspfarrei des Dekanats Hochfelden (s. 1802). Schutzheiliger Johannes der Täufer (24. Juni). Filiale : Dunzenheim. - Hausindustrie : Gänsemästerei, Leineweberei, auf eigene Rechnuni:. S. wird 105H unter den Orten genannt, an denen Papst Leo IX. dem Kloster Hohenburg Besitz bestätigte. Zwischen 112H und 1130 waren auch die Abtei Maursmünster und Kloster Sindeisberg in S. begütert. S. war im Besitz des Bisthums Strassburg. Ist die Annahme richtig, dass es zu den (7) Orten gehörte, die 1224 vom Bischof als zur ehemaligen > Grafeschaft •• (s.d.) gehörig bezeichnet werden, so war es ursprünglich Reichsgut. Das Dorf stand unter dem bischöflichen Amte Kochersberg. Der Dinghof zu S. gehörte dem Strassburger Domkapitel. - Nach S. nannte sich ein Ministerialengeschlecht, das im 14. und 15. Jhdt. im Strassburger Rathe vorkommt. - Kirchlich gehörte S. zum Landkapitel Betbur. 1351 hatte es ein dem Hohen Chor des Strassburger Domstifts inkorporirtes Rektorat. Später Pfarrei, deren Patronatsrecht der Dompropst besass, mit Filiale Dunzenheim. Säsolsheimerbächel s. Rohrbach (Zorn). Sässerle, Hsr. (Gde. Breitenbach, Ka. Münster, Kr. Colmar, O.-E.i. lb E. 2 Hsr. 1571 Flurname. Haus, Hof und Scheuer 1723. Säule, Bei der. Wir. (Gde. Illkirch-Grafenstaden, Ka. Geispolsheim. Kr. Erstein, U.-E.). 120 E. 20 Hsr. S ä u m e n (Wanner), verschw. Hf. (Gde. Orschweiler, Ka. u. Kr. Schlettstadl, U.-E.). 1887 abgehrannt. Saffrigsthalbaeh s. Rothe Saar 7. Sahnickelshang oder Nonnenhang. Osthang des Breitschlosses is. d.). Sailly, Df. (Ka. Verny [1790 KHO. im Distr. Mörchingen, 1795-1802 Ka. Solgne], Kr. Metz, L.). 172 E. 52 Hsr. (10 GRe.) - 230 m. - AG. Remilly (14.1); Bhf. Remilly (13,9). - Serlei 1157; Salley 1170; Cerleium 1188; Sarley 1420. - Die Gde. umfasst den HO. S. (166 E. 50 Hsr.) und die AO. Moulin-dc-Sailly und Tuilerie. - StEBez. Solgne. Verbds.-Fw. (s.1880 1 Spritze, mit Solgne gemeinschaftlich!. •- Kath. Hilfspfarrei des Archipr. Pournov-la-Gras-e (s. 1802 . die Gden. Sailly und Achätel umfassend. Kirche des hl. Aper (15. Sept.i. Die Reformirten gehören zur Hilfspfarrei Mon- , tigny-Sablon <s. 1892, vorher zu Metz). - Geschäftssprache französisch. - Kleine Ziegelei. Brennholzhandel. S. war barisches Dorf und Lehenshei isehaft der Baronie Viviers in der Kastellanei Ponl-ä-Mousson. 1661 wurde der Ort an Frankreich abgetreten. - 1179 schenkte Peter von Bacourt das Dorf S. z. Th. der Abtei St. Arnulf, welche es noch 1192 im Besitz halte. 1420 wird es als Lehen der Baronie Viviers erwähnt, im Besitze einer Familie, die sich von S. nannte; 14<A wurde es wegen Weigerung der Besitzer, Lothringen zu huldigen, durch Lothringen eingezogen. S. scheint damals in Händen der Herren von Kriechingen oder der Beyer von Boppart, als Erben der Herren von Bacourt, gewesen zu sein. Weitere Lehensträger von Viviers waren lolo die Savigny, 166b die Ravenel, dann der Marquis de Sablonnicre, lb81-175b die Le Vayer, dann durch Heirath de la Tournelle bis zur Revolution. - Das Schloss von S. wurde im Febr. 1590 durch Truppen der französischen Besatzung von Metz erobert. Die lothringische Besatzung wurde verrätherisch niedergemetzelt. - S. war früher Pfarrei des Metzer Archipr. Nomeny; Kirche 1732 erbaut. Kirchensatz und Zehnten gehörten zuerst der Abtei St. Martin bei Metz und kamen nach Aufhebung derselben an die Primatial-j Kirche von Nancy. Sailly, Kanton. Der Ka. S. (1790-95), zum Distrikt Mörchingen gehörig, umfasste die Gden. Achätel, Ancy, Buchy. Foville, Moncheux, Ressaincourt, S., Secourt, Solgne I und Vulmont; dieselben gingen 1795 sämmtlich in den Ka. Solgne über. Saint, Sainte- s. Sankt-. Salberg, Schi., s. Herrschaft Niedcr-Bettingen (in dem Artikel: Bettingen, Df. [Ka. St. Avold]). Salcee, Wir. Gde. Ranrupt, Ka. Saales, Kr. Molsheim. U.-E). KU E. 34 Hsr. - S a 1 c e i j e 1303. - Gehörte zur österreichischen Herrschaft Weilerthal (s.d.). 1314 an die Herren von Müllenheim verpfändet, blieb in ihrem Besitz bis ins 16. Jhdt. hinein. Wurde 1262 von bischr>flichen Truppen verbrannt. Die <-Bede« iSteuer) von S. wurde 1260 einem Herrn von Landsberg verpfändet. - Kirchlich wie Ranrupt (s. d.). Salem, Luftkurort (Gde. Urbach, Ka. Schnierlach, Kr. Rappoltsweiler, O.-E.). 3 E. 2 Hsr. 000 m. Privatanstalt. 1891 errichtet, bis 1900 nur «Sanatorium Altweier» genannt. Die Anstalt verpflegt auch erholungsbedürftige Diakonissinnen, sowie Ferienkinder. Oeff. Fernsprechstelle seit 1898. Salees-Eaux, Salzw. (Gde. Ley, Ka. Vic, Kr. Chäteau- Salins, L.). 1(> E. 5 Hsr. - Grangia quae vocatur Salsa Aqua 12. Jhdt.; Salinaria de Salsa aqua 1268; «la fermete» de Sallee awe 12b9. - War Lehensherrschaft mit ganzer Gerichtsbarkeit und Kirchengut in der Kastellanei Lagarde. Besitz der Abtei Salival, ursprünglich Lehen der Metzer Kirche < Feodum St. Stephani • in Händen des Grafen Hugo von Dagsburg, von diesem der Abtei Salival geschenkt, welche dort einen Klosterhof erbaute und später (im 13.Jhdt.) eine Saline anlegte. 1269 wird letztere zum ersten Male erwähnt und war damals schon befestigt. Die Abtei Salival überliess das Salzwerk 12b8 dem Bischof Wilhelm von Traisnel gegen 60 Pf. jährlicher Rente. Der Bischof gab sie gleich darauf an den Grafen von Salm als Pfand. 1300 wurden Hof und Saline durch den Krieg zerstört und zeitweise verlassen. 1415-1468 fanden zwischen dem Bisthum Metz und der Abtei Salival verschiedene Verträge wegen der Saline statt, die endlich durch das Bisthum gegen eine jährliche Rente von 100 Gulden und 25 Muth Salz erworben wurde. Der Betrieb scheint damals eingestellt worden zu sein. Ein eigenthümlicher Plan, das Sudwasser I durch Röhren nach Rosieres (!) zu leiten, welcher 175b ge- [ fasst worden sein soll, wurde nicht durchgeführt. Die Salzquelle wurde- am 23. Dez. 17S9 zugeschüttet, nachdem, zu |