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Show Voloch - Vordere Knabsmühle. 1165 Familie de Vy, 1485 der Baudoche; die Hälfte davon (ein Viertel des Ganzen) war 1632 Lehen der Harraucourt zu Falkenberg, die andere Hälfte davon war damals Besitz der Familie Dumoulin. Die Theilung von V. in eine lothringische und in eine bischöfliche Hälfte bestand noch 1682; erst beim Vollzuge des Friedens- und Grenzvertrages zwischen Frankreich und Lothringen vom 21. Jan. 171S scheint die bischöfliche Hälfte von Volmeringen an Lothringen gekommen zu sein. Zur Herrschaft V. gehörte ursprünglich die rittlings der Grenze von Heinkingen und von V. erbaute Burg Petringen, welche 1287 in Händen der Herren von V. war, die dort tauschweise von der Abtei Villers- Bettnach Besitz erworben hatten. Petringen scheint jedoch im 16. Jhdt. von V. abgetrennt worden zu sein. Die Theilung von Petringen bestand noch 176b. Die Hochgerichtsbarkeit hatte Lothringen 1718 von den Herren von Eltz zu Rothendorf erworben. Die 1593 von Lothringen verliehene Pfandschaft in V. ist lb20 in ein Erblehen verwandelt worden. [dPr.]. Voloch, verschw. Df. (Gde. Tetingen, Ka. Falkenberg, Kr. Bolchen, L.) oder (Gde. Thedingen, Ka. u. Kr. Forbach, L.}. Ein Dorf Volsch wird 13b5 als Bestandtheil der Vogtei St. Avold erwähnt. Im 18. Jhdt. wird auf dem Banne von Tetingen oder Thedingen eine Flur «Foloch» erwähnt, wohl die alte Dorfstätte. Volpersau, Hf. (Gde. Metzingen. Ka. u. Kr. Forbach, L.). 5 E. 1 Hs. 1860 erbaut. Voltaireeiche bei Münster s. Th. I, S. 211. Vorbach s Ehn 1. Vorberg, franz. Petite Cöte, Südosthang des Nid des Oiseaux, deutsch Vogelnest (s. d.), im obern Breuschthal. Vorberg, Gross-, 345 m und Klein-, 319 m, nord-nordöstl. Erkartsweiler, Ka. Lützelstein. Vorbruck, Fsths. u. Sgm. (Gde. Ottrott, Ka. Rosheim, Kr. Molsheim, U.-E.). 12 E. 2 Hsr. U m 1865 entstanden. Gehört zur Pfarrei Klingenthal. Vorbruck, Kanton. Der Ka. V. wurde 1793 im Distrikt Senones des Vogesendepartements gebildet und umfasste von jetzt deutschen Gden. nur Grandfontaine und Vorbruck. 1800 wurde er dem Arrondissement St. Die zugetheilt und ging 1S02 in den Ka. Schirmeck über. Vorbruck (La Broque), Df. (Ka. Schirmeck [1793 KHO. im Distrikt Senones, Departement Vosges, 1S00-1801 dgl. im Arrondissement St. Die (Vosges)], Kr. Molsheim, U.-E.). 2501 E. (Sterbf. 19,S, leb. Geb. 24,3 auf 1000). 429 Hsr. (18 GRe.) - An der Breusch. 315.5 m. - AG. Schirmeck (0,3); Bhf. Schirmeck (0,5). - Vorbruck 1623; la Broque 1869. - Die Gde. umfasst den HO. V. (709 E. 116 Hsr.) und die AO. Albet, Claquette, Freconrupt, Haymonrupt, Kukuk, Maison- Neuve, Malplaquet mit Fsths. Tannwald, Pont-des-Bas, Que-velles, Salm (Fsths.), Salm (Wir.), Vacquenoux, Villa-d'Albet, Vipucelle; ferner die verschw. O. Cense-Freconrupt und La Fraie und den unbew. O. Ruine Salm. - StEBez. Schirmeck. Apoth. Ferienheim für kranke Kinder (Yquell) im AO. Que-velles (s. d.). Armr. (s. 183b, Grundbesitz 1,97 ha). Verbds.- Fw. (s. 1850, 3 Spritzen;. Wasserltg. (s. 1876). - Kath. Hilfspfarrei des Dekanats Schirmeck ;s. 1802). Schutzheiliger hl. Liboria (7. Okt.;. Die Pfarrkirche liegt im AO. Vipucelle. Die Protestanten gehören zum Vikariat Schirmeck (Pfarrei Rothau). - Bildet mit Schirmeck (s. d.) eine Sektion des Vog.-Clubs (s. 1879). - Ziegelei; Eisendreherei von Remy; Gasanstalt der Gasgesellschaft «Vorbruck-Schirmeck»; Nähgarnfabrik und Färberei von Spach (1894: 43 Arbeiter); W e bereien und Spinnereien von Humann & Sohn (1894: 18 Arbeiten, von Marchai ilS°4: 104 Arbeiten, von Jacquet (in Vacquenouxi, von Scheidecker (1894: 183 Arbeiter); Papierfabrik; Gerbereien und Lederbereitung; drei Sägemühlen; Getreidemühle ; Kutschenfabrik. Handel: Petroleum, Wein, Bauholz. Buchhandlung (s. 1SS6). Elektrische Strassenbe-leuchtung. V. gehörte zur Grafschaft Salm (s. d.). In einem früheren Jagdschlösse der Grafen von Salm in V. errichtete der Engländer John Heywood 1810 die erste Baumwonweberei des Bezirks, aus welcher sich dann die zahlreichen Etablissements der Firmen Scheidecker, de Regel & Cie. in Lützelhausen entwickelten. - Kirchlich war V, schon im 12. Jhdt. Pfarrdorf der Abtei Senones, resp. des davon abhängigen Priorats Vipucelle. Gemeindewald (Oberförsterei Rothau) 4^4,2 ha. 360- 630 m über dem Meere. Grauwacke, Porphyr. Tanne, Fichte, Buche, Eiche, Hainbuche, Lärche.) Der Wald gehörte dem Staate. Die Rechte, welche Grandfontaine und Vorbruck am Staatswalde hatten, wurden durch Abtretung von 387,22 ha an die Gde. Vorbruck abgelöst. Der Rest sind Aufforstungsflächen. Vorbusch, Staatswald (Gde. Bisping, Ka. Finstingen Kr. Saarburg, L.). 684 ha. Oberförsterei Finstingen. Forst-i haus Bisping. (Hainbuche, Eiche, Esche, Espe, Erle, Linde, Birke.i Keuper; alte Domäne des Herzogthums Lothringen, zum Amte Dieuze gehörig (s. Bisping, Dorf). 1727 sind die Grenzen des herzoglichen Waldes Danholz gegen die bischöflichen Waldungen von Freiburg versteint worden. Vorder-Bensdorferweiher s. Bensdorferweiher. Vorderberg, Hsr. (Gde. Hohrod, Ka. Münster, Kr. Colmar, O.-E. . Bestandtheil des AO. Hohrodberg. Die Häuser -."lleii aus dem Jahre 1780 stammen. Vorder-Bocklochrunz s. Thur 6. Vorder-Bühl, Hsr. Theil des AO. der Gde. Sonder-nach, Ka. Münster, Kr. Colmar, O.-E., früher als AO. der ! Gde. bezeichnet. Vorderburbachrunz s. Thur 1". Vordere Bächlerunz s. Wunach 3. Vordere Birgmatte, Wir. i Gde. Lüxdorf, Ka. Pfirt, Kr. Altkirch, O.-E.i. 19 E. 5 Hsr. 1567 erwähnt; in der Nähe J befand sich eine Glashütte, wovon der angrenzende Berg den Namen Glaserberg erhielt. Gehörte wohl der Abtei I Lützel. Vordere Glashütte, Wir. iGde., Ka. u. Kr. Rappoltsweiler, O.-E.). 113 E. IS Hsr. - Glashütte 1725; I Verrerie de Vorderybach Anfang des 18. Jhdts.; Alte Glashütte 1734, 1736, 1740, 1742, 1743 u. 1745 (Verrerie vieille); Vordere Glashüt te 1753,1758, 1762, 1783. - Eine Stampfmühle, die im Ibachthale unterhalb Eberlinsmatt errichtet wurde (Concession Johann Jakobs von Rappoltstein vom 19. Juli 1668), war allem Anscheine nach die erste Ansiedelung in jener Gegend. An der Stelle, wo zuvor diese «stampff > gestanden hatte, wurde um 16S8 die erste Glashütte, später Vordere Glashütte genannt, angelegt (Concession des Pfalzgrafen Christian II. von Birkenfeld vom 1. Jan. 1687 bezw. 27. März 16SS). Die hier seitdem ansässigen, «unter dem Hofstab stehenden» Glaser stammten aus Sa-voyen, aus der Schweiz, aus dem Schwarzwald und aus dem Salzburgischen ; die nöthigen Bauplätze erhielten sie von der Herrschaft in Erbpacht. Als Schulthciss erscheint schon vor 1707 der Glaser Wolff Mathis. Unter diesem erfolgte nach Erschöpfung des Waldbestandes die Uebersiedelung der Glaser nach der weiter westlich gelegenen Neuen oder Hinteren Glashütte (s. d.). In der Vorderen Glashütte blieben nur die zurück, welche sich der Landwirthschaft (wohl nur Viehzucht) zuwendeten. Der ganze Ort war in zehn Theile, sog. «Stände», zerlegt, die anfangs sämmt-lich in Erbpacht gegeben waren; sieben dieser Stände waren bereits 1745 an die Herrschaft zurückgelangt und wurden auf 9 bezw. 18 Jahre an einen einzigen Beständer weiter verpachtet, der das Recht hatte, 42 Stück Rindvieh auf die Weide zu treiben. 1783 und 1786 stellte man im Bezirk der Vorderen Glashütte Muthungen auf Steinkohlen an, doch hatten dieselben, wie es scheint, nicht den gewünschten Erfolg. Vordere Knabsmühle s. Knabsmühle. |