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Show Walhelm - Wallerchen. 1175 besass die Aebtissin, die auch lbOO die durch die Andlau um 1570 zu W . eingeführte Reformation wieder abschaffte. 14o4 Rektorat, Plebanat und Kaplanei St. Blasius. Ib66 und 17b3 wird eine Kapelle St. Margaretha in der Mitte des Dorfes erwähnt. - W. liegt am Hauptkeltenwege von Scherweiler nach Brumath und Selz. Bronze-, römische und La Tene-Funde. Der untere Theil des Kirchthurms ist romanisch, der Kirchhof war ehemals befestigt; die Kapelle neben dem Gemeindehause ist ein gothischer Bau des 14. Jhdts. mit Zuthaten aus dem 15. und Ib. Jhdt. Das Schloss im Dorf ist ein spätgothischer Bau aus dem 15. und Ib. Jhdt. mit Spuren aus älteren Zeiten. 'Walheim, Df. (Ka. [s. 1790] u. Kr. Altkirch, O.-E.). b71 E. 125 Hsr. (12 GRe.) - 285 m. - AG. Altkirch (3,5); Hp. W . (0,2). - Walken 123b; Walon 1246; Walchen 142b; Walenheim 1548; ma. Wale. - Die Gde. umfasst den HO. W . >6b3 E. 123 Hsr.), den AO. Obermühlc und den verschw. O. Krispingen. - Hp. (s. 1895). StEBez. Altkirch II. - Kath. Hilfspfarrei des Dekanats Altkirch (s. 1802). Schutzheiliger St. Martin (11. Nov.). Die Lutheraner gehören zum Vikariat Mülhausen, die Reformirten zur Pfarrei Altkirch. - Eine grössere Getreidemühle mit 35, eine kleinere mit 18 Pferdekräften. W. gehörte zum Meierthum im Hundsbacherthal der Herrschaft Altkirch. Im 13. Jhdt. wird ein auch in Lümschweiler begütertes Adelsgeschlecht von W . erwähnt, das in Mülhausen ansässig war. Die frühere Pfarrkirche war ein Rest des schon seit dem 15. Jhdt. verschwundenen Dorfes Krispingen (s. d.); sie wurde 1841 abgetragen, an ihrer Stelle ist jetzt der Kirchhof. Den Kirchensatz hatte im 17. Jhdt. der Rath von Thann, im 18. (bis 17S5) die Familie Mazarin, dann der Herzog von Valentinois. - Ausser dem Banne von Krispingen erhielt W., wahrscheinlich ebenfalls im 15. Jhdt., noch einen Theil des Bannes des gleichfalls verschwundenen Rollingen (s. d.), welcher zwischen Tagolsheim und W. getheilt wurde. Die Bewohner von Rollingen begaben sich wohl ebenfalls nach diesen beiden Orten. Noch heute haben die Einwohner des auf dem rechten Illufer liegenden Theiles von W . den Spitznamen D'Role. - Eine im Dorfe W . befindliche Kapelle des hl. Blasius (angeblich über 700 Jahre alt und noch vom hl. Morand besucht) wurde, wie die alte Pfarrkirche, 1841 abgebrochen. Der darin befindliche, angeblich 400 Jahre alte Hauptaltar (Holzschnitzerei) wurde in die 1841 erbaute neue Pfarrkirche verbracht und 1887 restaurirt. Gemeinde wald (Oberförsterei Altkirch) 100,4 ha. (Eiche, Buche, Hainbuche nebst Weichhölzern, mit Ahorn und einigen Gruppen Fichten. Mittelwald- auf Hochwaldbetrieb zielend.) Alter Besitz der Gde. [Stoffel, G.], Pourquoi appelle-t-on Lott-Aspi la commune d'Aspach, et Drole les habitants d'ure section de celle de Walheim? [Altkirch o. J.]. [Sonderabdr.] Walheimer Berg, auch Wittersdorfer Berg genannt (auf M B »auf dem Berge»), 381,1 m, nördl. Witters-dorf, Ka. Altkirch. •Walk, Df. (Ka. Niederbronn [s. 1790], Kr. Hagenau, U.-E.). 695 E. 140 Hsr. (12 GRe.) - 170 m. - AG. Niederbronn (14.5); Bhf. Pfaffenhofen (0,9). - Uualohom 774; Uualaum 780. - Bis 1847 AO. von Bitschhofen. - StEBez. für die Gden. Bitschhofen, Eng weiler, Griesbach, Gumbrechts-hofen- Niederbronn, Gumbrechtshofen-Oberbronn, Kindweiler, Merzweiler, Mietesheim, Offweiler, Rothbach, Ueberach, Uhrweiler, Uttenhofen, Walk, Zinsweiler. Armr. (s. 1848). - Filiale der kath. und der prot. Pfarrei in Pfaffenhofen. Zum Rabbinat Hagenau. Jüdischer Friedhof in Ettendorf. - Ziegelei und Kalkbrennerei. Sägemühle. Schuhfabriken. Hausierhandel mit Brot und Würsten, sowie mit Töpfer-waaren aus Sufflenheim. W. war Reichsdorf (seit 1648 im Besitz von Frankreich) der Landvogtei Hagenau (s. d.), zum Schultheissen-i amte Bitschhofen gehörig, auf dessen Bann es entstanden ist. Erst seit 9. Aug. 1847 von Bitschhofen abgetrennt und zur selbständigen Gde. erhoben. - Kirchlich gehörte W. ursprünglich zur Pfarrei Bitschhofen, wurde jedoch 1759 der Pfarrei Pfaffenhofen zugetheilt. Gemeinde wald (Oberförsterei Niederbronn) 3,2 ha. Walk. Eisengiesserei u. Sgm., s. Zornthal (Walk). Walk. Fsths. (Gde., Ka. u. Kr. Zabern, U.-E.). b E. 1 Hs. 1841 erbaut an Stelle der 1724 entstandenen alten Walkmühle. 'Walk, Geh. (Gde., Ka. u. Kr. Hagenau, U.-E.). 10 E. 2 Hsr. Durch die Familie Hallez im 19. Jhdt. erbaut. 'Walkenbach s. 111 (Obere). Walkenhausen, M., lrüher AO., jetzt Theil des HO. der Gde. Sierck, Ka. gl. N., Kr. Diedenhofen-Ost, L. Walkmühle, M. (Gde. u. Ka. Sulz u. W., Kr. Weissen- \ bürg, U.-E.). 7 E. 1 Hs. Soll sehr alt sein; war stets Ge-i treidemühle. Walkmühle, Walke u. Wollsp. (Gde. Achen, Ka. Rohrbach, Kr. Saargemünd, L.). 5 E. 1 Hs. Zuerst 1758 er- I wähnt. Walkmühle, W . (Gde., Ka. u. Kr. Weissenburg, U.-E.). 7 E. 1 Hs. Soll seit 1411 bestehen und war bis 1875 Oel-mühle, wurde dann in eine WMrthschaft verwandelt, die aber bald wieder einging, worauf das Anwesen einem Land-wirth zur Wohnung diente. Seit 1895 wieder Wirthschaft. 'Walkmühle, verschw. M. (Gde. Lorenzen, Ka. Saarunion, Kr. Zabern, U.-E.). Lag am Büttener Bache, unterhalb der gleichfalls verschwundenen Wadermühle (s. d.). Sie wurde erst nach dem Untergange des Dorfes Wachten (s. d.) errichtet, vermuthlich durch eingewanderte Hugenotten. 1571 war sie im gemeinschaftlichen Besitze der Gebrüder «Welsch Nickel* und »Welsch Hanns» und ging in demselben Jahre durch Erbtheilung auf «Welsch Hannsen» allein über. Später theilte sie die Schicksale der Wadermühle (s. d.) und wird, wie diese, Anfang des 18. Jhdts. zum letzten Male erwähnt. Walkweiher im Modergebiet westl. an Bischweiler - 2 ha. Fischerei und Eisgewinnung. Wird nicht abgelassen. Eigenthum der Eis. Gesellschaft für Jutespinnerei u. s. w. Zu- und Abfluss s Moder 24. Wallache!, Hf. (Gde. Lanningen, Ka. Grosstänchen, Kr. Forbach, L.). 7 E. 1 Hs. Anfang des 19. Jhdts. erbaut. Wallacker, Hs. (Gde. Felleringen, Ka. St. Amarin, Kr. Thann, O.-E.). Soll älteren Ursprungs sein; der Name (der auch Flurname ist) soll aus Walch und Acker, da die ursprünglichen Besitzer Walch geheissen hätten, entstanden sein. 'Wallerchen, Df. (Ka. Busendorf [s. 1790], Kr. Bolchen, L.). 3b5 E. 101 Hsr. (10 GRe.) - 220 m. - AG. Busendorf (1,3); Bhf. Busendorf (1,2). - Waldracka 1179; Wald-riche 1229; Wald erggen 1450; Vaudrech i ng 1869. - Hatte 1812-33 Alzingen und Elig als AO., Alzingen wurde dann wieder selbstdg. und Elig sein AO. - StEBez. Busendorf II. Wasserltg. (1894 erneuert). - Kath. Hilfspfarrei des Archipr. Busendorf (s. 1802), die Gden. WTallerchen und Alzingen umfassend. Kirche des hl. Remigius (1. Okt.). Die Protestanten gehören zur Pfarrei Augsb. Konf. in St. Avold. - Kuhhandel. W. gehörte zur Herrschaft Berus (s.d.). Diese hatte dort aber nur die Hochgerichtsbarkeit. Das Uebrige war alter Besitz der Abtei Busendorf und war ihr bei ihrer Gründung geschenkt worden. In W . hatten die Herren von Burgesch wegen der Schirmvogtei über die Abtei einen Hof ebenso wie in Busendorf. Die Abtei Rettel und die Herrschaft Siersberg hatten auch in W . einige Güter. - W. war alte Pfarrei des Archipr. Kedingen. zu welcher bis 1751 auch Brettnach. bis 1802 auch Busendorf gehörte. Den Kirchensatz hatte die Abtei Busendorf. Gemeinde wald (Oberförsterei Busendorf) 152,7 ha. |