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Show 7(,(i Neuweiler - Nid-des-oiseaux. dann im Orte selbst viele architektonisch interessante Gebäude aus dem lo.-17. Jhdt. - In N. starb 1818 der Marschall Clark e, Graf von Hüneburg, der bis 1816 Minister gewesen war und sich dann nach N. zurückgezogen hatte. Vgl. auch Huneburg (Burgruine und Fsths.). G e m e i n d e w a l d (Oberförsterei Buchsweiler). 599,5 ha. 207-415 m über dem Meere. V'ogesensandstein, Buntsandstein, Diluvium, Keuper. (Kiefer, Eiche, Buche, Hainbuche, Fichte, Tanne, Lärche, i Nach der Ueberlieferung wurde der Gemeindewald zugleich mit dem Staatswald Breitschloss im Jahre 723 der Benediktinerabtei Neuweiler durch den Bischof Sigebold von Metz, dem Gründer derselben, geschenkt und ging aus dem Besitz der Abtei durch Kauf oder Tausch später in denjenigen der Gemeinde über. Soviel indessen steht fest, dass u m die Mitte des 18. Jhdts. der Wald bereits der Gemeinde gehörte. Im Gebiete von X. liegen ferner 48,33 ha des Spitalwaldes von Strasshurg. Fischer, D., Abtei und Stadt Neuweiler. Zabern 1876. Barbier de Montault, X., Le Büste de saint Adelphe d'apres une gravure du XVIle siecle. (Mem.de la Soc. d'arch. lorr. 1885, S. 279-300.) [Auch bes.] Benoit, A., Le Büste de saint Adelphe ä X. (La Rev. nouv. d'A.-L. 1886, S.481--480.) [Auch bes.] B[arbier] de Mfontault], X., Dernier mot ä M. Benoit. (Journ. de la Soc. d'arch. lorr. 35, 1886, S. 170-171.) Benoit, A., Dernier mot ä un iconographe poitevin k propos de son article sur un buste alsacien. Strasb., Saverne, Nancy 1886. Barbier de Montault, X.. Appendice k l'article sur le huste de St. Adelphe. (Journ. de la Soc. d'arch. lorr. 35, 1886, S. 98-100.; Benoit, A., Dernicres observations sur le buste de St. Adelphe ä X. (Ebd. S. 146 f.) Benoit, A. Les bustes de Saint Adelphe k N. et ä Rechicourt-le-Chäteau et le surhumeral des eveques de Metz. (Mem. de l'Ac. de Metz 1888-89, S. 69-79.) S t r a u b . A„ Tapisseries de N- (Bull, de la Soc. p. la cons. des mon. hist. d'Als. 2e ser. t. V. Mem., p. 54-57.) N e u w e i l e r , Ahtei (Ka. Lützelstein, Kr. Zahern, U.-E.). N o v u m Villare 8.Jhdt., 830; Neovilla 11.58. - E h e m a lige Benediktiner-Abtei (seit 1496 Collegiatstift i, um 725 von Bischof Sigibald von Metz gegründet und dadurch mit allen ihren Besitzungen stets der Oberhoheit des Bisthums Metz unterworfen ; nahm einen besonderen Aufschwung, als 826 die Gebeine des hl. Adelphus nach X. kamen. 830 war Ratram Abt, Verfasser theologischer Schriften. Die Vogtei über das Kloster und dessen ausgedehnte Besitzungen, die wir zum Theil noch aus einer Bestätigungsbulle Papst j Alexanders III. von 1178 kennen lernen, hatten die Bischöfe i von Metz zunächst den Grafen von Metz-Dagsburg übertragen, seit etwa der Mitte des 12. Jhdts. jedoch den bisher | als Untervögten fungirenden Herren von Hüneburg, die mich 1239 als Vögte erscheinen. Seit etwa 1250 strebten dagegen die Herren von Lichtenberg offenkundig nach der Vogtei und es gelang ihnen auch (um 1300?), dieselbe zu erwerben. Die Stadt Xeuweiler war ihnen seit 1307 verpfändet. Aus dieser Vogtei über die klösterlichen Besitzungen war aber allmählich eine Territorialherrschaft über dieselben erwachsen, und su linden wir denn in der lh.it seit dem 14. Jhdt. den alten Besitz der Abtei entfremdet und als Metzer Lehen in den Händen der Herren von Lichtenberg. So ging die Abtei mehr und mehr zurück. Schon um 1200 hatte si,- durch die staufischen Kämpfe im Elsass sehr gelitten. Z u m Ersatz wurde ihr 1228 die Pfarrei St. Adelphus zu Xeuweiler inkorporirt. 1441 gestattete das Baseler Conzil ' dem Abte, Mitra. Ring und Stab zu Hagen und den Xovizen die niederen Weihen zu ertheilen. Aber die Abtei verfiel zusehends, so dass Papst Alexandei VI, sie 1496, auf eine schon 1481 vorgetragene Bitte des Strassb. Bischofs hin, in ein weltliches Collegiatstift verwandelte und die Collegiale St, Adelphus ZU X. mit ihr vereinigte. Indessen auch so liess sich der Verfall nicht aufhalten. Xach dem verheerenden Bauernkriege (1525) wurde die Zahl der Stiftsherren auf 12 reduzirt, da die Einkünfte für eine grössere Anzahl nicht mehr ausreichten; im Laufe der Reformationszeit brachte der begehrliche Graf von Hanau-Lichtenberg ein Stück des Stiftsvermögens nach dem anderen an sich und der 30jährige Krieg (1622 Brandschatzung durch Mansfeld, 1636 durch die Schweden) vollendete dann den wirth-schaftlichen Ruin des Stiftes. Erst nach der französischen Occupation begannen wieder bessere Zeiten; die entrissenen Güter wurden zum Theil restituirt. 1709 erhielt das Stift neue Statuten. Die Zahl der Stiftsherren wurde auf 14 festgesetzt; dazu kamen noch 6 Vikare. In der Revolution wurde das Stift als Nationalgut verkauft (1792). - 1581 besass das Stift Dinghöfe in N., Menchhofen, Monsweiler, Griesbach, Bossendorf, Ingenheim, Sulzbad, Steinburg und Zutzendorf. Ueber den Güterbesitz der Abtei im Mittelalter vergl. die obengenannte Bulle Alexanders III., sowie in den Statistisch. Mittheil, für Elsass-Lothr.> Heft 27, S. 132 u. 137. A d a m , A., Zur Geschichte des Stiftes N. (Strassb. Diö-zesanblatt N. F. 2, 1900, S. 65-67.) Fischer, Dagob., Abtei u. Stadt Neuweiler. Zabern 1876. Strau b, A., L'ancienne abbaye de St. Pierre et St. Paul a N. (Rev. cath. d'Als. IV, 1862, S. 409-420; 497-501; V, 1863, S. 209-216; VIII, 1866, S. 398-40L. W a l t e r , L.. Les regestes de l'abbaye de X. (Mitth. d. Ges. f. Erh. d. gesch. D k m . im Eis. 2. F. 18, 1S97, S. 251-294; 19. 1898, S. 360-406.) A d a m , A., Testament eines Kanonikers von N. (Strassb. Diüzesanbl. Neue Folge 1, 1899, S. 411-435.) N e u w e i l e r b a c h , entspringt im Schweizer Jura, tritt auf Deutsches Gebiet südl. Neuweiler und auf Schweizer nördl. Neuweiler, verliert sich dann in den Wiesen - 2 km, 3 Brücken. N e u w e r k , i erschw. Hochofen im Bann von Diemeringen Ka. Drulingen, Kr. Zabern, U.-E.). Zur Ausbeutung der Eisenerze von Dehlingen von den Rheingrafen von Salm, Herren zu Diemeringen, im 18. Jhdt. (?) errichtet mit einer Giesserei. Der Betrieb scheint zur Zeit der Revolution eingestellt worden zu sein. N e u w e r k e r m ü h l e . M. (Gde. Ratzweiler, Ka. Saarunion, Kr. Zabern. L'.-E . 10 E. 1 Hs. Soll seit Ende des 18. Jhdts. bestehen. N e u w e y e r h o f , Wir. Gde. Altweiler, Ka. Saarunion, Kr. Zabern, U.-E). 72 E. 14 Hsr. 1603 zuerst erwähnt: der Hof war im 18. Jhdt. Domanialgut der Grafen von Nassau- Saarbrücken, Inhaber der Grafschaft Saarwerden. N e u - W i n d s t e i m Vorder-W.\ Burgruine (Gde. Windstein, Ka. Xiederbronn, Kr. Hagenau, U.-E.). Im Jägerthal. Vermuthlich bald nach der Zerstörung von Alt-W. (1332) durch Wilhelm von Windstein erbaut, bischöfl. Speiersches Lehen, im 14. und 15. Jhdt. in gemeinsamem Besitz der Windstein, Lichtenberg, Leiningen, Kurpfalz, Eckbrecht von Dürekheim u. a. 1435 durch den Grafen von Leiningen genommen. In der 2. Hälfte des 17. Jhdts. mit Alt-W. in den Alleinbesitz der Dürekheim gelangt, theilte N. die Schicksale jener Burg (s. Alt-Windstein). - L e h m a n n , J. G., 13 Burgen des U.-E. . . . (Strassb. 1878), S. 216-243. Neuzinzel, verschw. Hf. (Gde. Egelshardt, Ka. Bitsch, Kr. Saargemünd, L.). Ende der 70er Jahre des 19. Jhdts. an die Forstverwaltung verkauft und dann abgerissen. N e y e r , Hs, Gde. Bühl, Ka. u. Kr. Gebweiler. O.-E.)- 15 E. 1 IL. 18H erbaut. Niargoutte, Hfe. (Gde. Plaine, Ka. Saales, Kr. Molsheim, U.-E.). 9 E. 2 Hsr. Sollen u m 1740 entstanden sein. Nickishof, verschw. Sgm. (Gde. u. Ka. Rosheini, Kr. Molsheim. U.-L.). 1895 abgebrannt. Ein Hof gleichen Namens Li schon 1870 zerfallen. Nicolaushof, Hsr. (Gde. Garburg, Ka. Pfalzburg, Kr. Saarburg, L s E. 3 Hsr. Soll so alt sein wie Garburg selbst. N i d - d e s - o i s e a u x , deutsch amtlich Vogelnest, B.', 601,5 m. zwischen Rothau und Weiler Bambois, Gde. Plaine im ..bereu Breuschthal. |