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Show 1150 Versteinerte Wald - Vic. Im heutigen Ortspatois: Verperry. Da Pairis im Patois daselbst Parry lautet, so wird das we in We-parry das lat. vetus sein, das sonst als vi und vye erscheint (s. Hor-ning, die ostfranz. Grenzlande [in Körting und Koschwitz's «Französ. Studien» V], S. 20). Es wird das urkundliche, unfern des Klosters Pairis gelegene und ihm geschenkte Landgut sein: «AltParis> (Orig. Bulle des Papstes Lucius III. vom 12. März 1185, im Colmarer Bez.-Archiv), und das «pre-dium quod dicitur Vetus paris» (Orig. Bulle Innocenz III. vom 13.November 1209 im Bez.-Archiv). Vgl. Grandidier, Oeuvres inedites III, 234, und Ingold. Grandidier, Alsat. sacra I, 374. - Herrschaft Rappoltstein. Versteinerte Wald, Der, bei Thann s. Steinerne Wald. Der. Versunkene oder Verlorene Stadt, Die, s.Burg. Vert-Bois, bewaldeter Kopf, 1027,3 m, in der Br£- zouardgruppe, nördl. über Weiler Haut-Voirimont, Gde. Urbach, Kr. Rappoltsweiler. Vertgen, verschw. Hf. (Gde. u Ka. Kattenhofen, Kr. Diedenhofen-Ost, L.). Wird lbS4 als zerstört bezeichnet. Er war Bestandtheil der ehemaligen Herrschaft Kattenhofen (s. d.i. Vertignecourt, verschw. Df. (Gde. Puttigny, Ka. u. Kr. Chäteau-Salins, L.). Vecturningas 777; Vecterneia curte in pago Salninte 7S2; Vecternegio curte 950; Vit reneicur t e 957; Vitrcneicort 1192; Vitrinecourt 1195. - Gehörte zu der ehemaligen Herrschaft Val de Vaxy. Vertignecourt, welches alter Besitz des Priorats Salonnes war, bei diesem schon 777 aufgeführt wird, und ihm noch 950 mit der Kirche zu Ehren der Muttergottes mit XII Hüben durch König Ludwig Transmarinus bestätigt worden war, ist 957 durch Grafen Regimbald an Gorze geschenkt worden. Ein Ministeriale dieser Abtei, Petrus de Vitreneicort, wird 1102 und 119b als Zeuge erwähnt. Die dortige Kirche wurde 1228 durch den Bischof Jacob von Lothringen mit dem Priorat Salonnes verbunden. Die Abtei Salival hatte dort einen Hof, welchen sie an den Bischof von Metz gegen Besitz in Lagarde vertauschte. - Das Dorf soll im 17. Jhdt. zerstört worden sein. Die alte Pfarrkirche war noch bis 1756 Kirche für das benachbarte Puttigny und wurde dann dorthin verlegt. Vert-Pre, Hof. (Gde. Saulxures, Ka. Saales, Kr. Molsheim, U.-E.). 6 E. 3 Hsr. 1845 entstanden. Veschbach s. Saar 46. Vesprez, Hsr. (Gde. Leberau, Ka. Markirch, Kr. Rappoltsweiler, O.-E.). lb E. 3 Hsr. Verusprey 1517; Wisse-prei 159b (Flurname?); Venspres (Hof) 18. Jhdt. Vesprezbach s. Leber 28. Vessong s. Leber 15. Veste Kaiser Wilhelm II., Fort (Gde. Mutzig, Ka. u. Kr. Molsheim, U.-E.). 2 Hsr. 1893 angelegt. Veste Kaiserin, Fort ((iden. Chätel-St. Germain u. Rozerieulles, Ka. Gorze, Kr. Metz, L.). Der Bau ist 1900 begonnen worden. Veste Kronprinz, Fort (Gde. Ancy a. d. Mosel, Ka. Gorze, Kr. Metz, L.). Der Bau ist 1900 begonnen worden. Veste Kronprinz, Fort (Gde. Niederhausbergen, Ka. Schiltigheim, Ldkr. Strassburg, U.-E.) s. Fort Veste Kronprinz. Veste Lothringen, Fort (Gden. Norroy-le-Veneur, Saulny u. Plesnois, Ka. u. Kr. Metz, L.). Der Bau ist 1900 begonnen worden. Veste Prinz Friedrich Karl, Fort, s. Fort Veste Prinz Friedrich Karl. Vexin, ehem. Bann in den Gden. Jussy und Vaux (Ka. Gorze, Kr. Metz, L.i Vezon, Df. (Gde. Marieulles [s. 1812], Ka. Verny, Kr. Metz, L.). 222 E. 71 Hsr. - Vezon 1205; ma. V'zon. - Vor 1812 selbstdg., s. 1790 zum Ka. Corny, s. 1795 zum Ka. Augny und s. 1802 zum Ka. Verny gehörig. - Kapelle des hl. Leonhard (6. Nov.). - Gehörte zum Pays Messin (Isle) und war Sitz einer Herrschaft mit ganzer Gerichtsbarkeit. Alter Besitz der Abtei St. Clemens bei Metz bis zur Revolution. Viagoutte, Geh. (Gde. Colroy-la-Roche, Ka. Saales, Kr. Molshcim, U.-E.). 7 E. 2 Hsr. 1805 entstanden. Vic s. a. Movenvic. Vic, St. (Ka. gl. N. [s. 1790], Kr. Chäteau-Salins, L. . 2123 E. (Sterbf. 22,0, leb. Geb. 21,5 auf 1000). 468 Hsr. ls GRe.) Serv.-Kl. IV. - An der Seille. 2)5 m. - KrHO. Chäteau- Salins (6,3); Bhf. V. (0,6). - Bodesio Vico auf me-rowingischen Münzen; Vigo 709; Subteriori Vico 755; Potestas, quac d ic i t u r Vicus 987; Wich 12. Jhdt.- Die Gde. umfasst den HO. V. (2081 E. 464 Hsr), die AO. Grange-Fouquet, Mine (Saline), Ziegelei (Hs.) und die verschw. O. Beauregard, Calaire, Croix-au-Pre, Gravieres, St. Christophe, St. Urbain. - Zwischen V. und Movenvic lag das verschw. Schloss Chatry. - P. III. Kl. T. Bhf. (s. 1873). AG., umfasst den Ka. V. Notar. Gerichtsvollz. Kantonal- Polizeikommissar für den Ka. V. und einen Theil des Ka. Chäteau-Salins, gleichzeitig Grenzpolizeikommissar. Gendarmeriestat. Obergrenzktr. Nebenzollamt II. VerkehrsStA. StEBez., umfassend die Gden. Aboncourt, Attiloncourt, Bion-court, Chambrey, Gr^mecey, Harraucourt, Manhoue. Marsal, Movenvic, Pettoncourt, Salonnes, Vic, Xanrey. Gde.-Fass-aichungsamt. Oktroi (s. vor 1600). Kantonalarzt. Apoth. Spital Ste. Marie (25 Betten, für Kranke und Sieche; die Anstalt soll schon 1372 bestanden haben, die Schwestern vom Herzen Maria sind seit 1849 darin; Grundbesitz 51,9503 ha, davon 2,lb72 ha Wald). Waisenhs. St. Joseph (s. 1880, 39 Betten). Pensionat der Schwestern vom Herzen Maria aus Nancy (s. 1849, Zweck: Haushaltungsunterricht. Armr. (s. 1845). Filiale der Sparkasse zu Chäteau-Salins (s. 1883, vorher 1861-70 Filiale von Nancy). Schlachths. (s. 1882). Wasserltg. (s. 1835, erneuert 1S94). Fw. (s. 1841, 2 Spritzen). - Kath. Pfarrei II. Kl. (s. 1802). Kirche des hl. Marianus (19. Aug.). 2Privatkapellen: eine zum hl. Herzen Maria, 1849 erbaut (im Pensionat) und eine zu Ehren Maria Himmelfahrt (im Spital). Archipresbyterat des Bisthums Metz für die Pfarrei Vic und die Hilfspfarreien Bourdonnaye, Donnelay, Geistkirch, Klein-Bessingen, Lagarde, Ley, Lezey, Maizieres, Marsal, Moncourt, Movenvic, Ommcrav. - Gipsfabrik mit offener und einer unterirdischen Gipsgrube (12 Arbeiter). Perlkranzfabrik (8 Arbeiter) mit Hausindustrie. Makronenbäckerei. Handel: Brennholz, Wein, Hopfen. Bier. Buchhandlung. Ende Juli Krammarkt. Jeden Dienstag, vom dritten Dienstag im Aug. bis zum letzten Dienstag im Okt. Hopfenmarkt. Jeden ersten Freitag des Monats Ferkelmarkt: fällt der Freitag auf einen christlichen Feiertag, so wird der Markt am vorhergehenden Tage abgehalten. - Neutral (hinsichtlich des Zollverkehrs' erklärter Grenzweg zwischen Grenzstein 1308 und 1369, Länge 290 m. Angrenzende franz. Gde. ist Juvrecourt. Die eine Hälfte der Wegelänge hat Frankreich, die andere die Landesverwaltung von Elsass-Lothringen zu unterhalten. V. war der Hauptort der gleichnamigen Kastellanei (s.d.) und des bischöflichen Bailliage (s.d.). Die Metzer Bischöfe betrachteten V., seitdem sie die Herrschaft über die Stadt Metz (s. d.) verloren hatten, als Hauptsitz ihrer Souveränität. - Dieses uralte Städtchen, dat schon in vorrömischen Zeiten bestand (s. S. 630 f.), wai während der Herrschaft der Römer und der Gallier ein blühender Vicus, der, wie aus einer in Metz gefundenen Inschrift zu schliessen ist, damals Vicus Bodatius genannt J war. Zeitweise durch die Völkerwanderungen des 5. Jhdt. I zerstört, erhob sich das Städtchen immer wieder. Zahl- ! reiche in V. geschlagene merowingische Münzen sind er- I halten geblieben. 709 wird der Ort zum ersten Male urkundlich erwähnt in einer Urkunde, durch welche Graf Will-i foald der Abtei St. Mihiel Sudpfannen schenkte. Die Salinen |