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Show Steinbusch - Steinmauer. lo5:; Holzimprägnir-Anstalt von W a l d h a u s e n (Eisenbahnschwellen, 38 Arbeiter). Fabrik von künstl. Leder von A c k e r m a n n (ca. 50 Arbeiter). Parketfabrik. St. wird schon im Anfang des 12. Jhdts. als Dorf erwähnt. I m 14. Jhdt. erscheint St. als Eigengut der Stahel von W e s t hofen im Lehensbesitz der M ü n c h von Wilsperg. Die Stahel verkauften es 1412 an das B i s t h u m S t r a s s b u r g ; die Lehensinhaber blieben jedoch die Wilsperg. Nach deren Aussterben (1587) w u r d e es v o m Bisthum eingezogen und d e m A m t e Zabern zugetheilt. D a s Schloss zu St., schon 1412 erwähnt, mit Mauern und Graben umgeben, 1525 im Bauernkriege geplündert, wurde 1681 vom Bischof den Mayerhofer verliehen. Grosse Güter (Meierei, Dinghof und Schultheissen-amt) hatte die Abtei Andlau zu St. 1542 verkaufte dieselbe Meierei und Dinghof dem Bischof, der sie 1543 den Wilsperg verlieh, welche das Schultheissenamt schon seit 1495 direkt von der Abtei besassen. Drei Jahre nach dem Aussterben der Wilsperg (der letzte des Geschlechtes, Münch von Wilsperg starb 1587 in seinem Hof zu St.) fiel das Lehen wieder ans Bisthum zurück. Zu dem Andlauer Dinghofe gehörten auch der Monsauerwald und der Hochwald, die gleichfalls 1591 ans Bisthum kamen. 140* wurde St. vom Herzog von Lothringen eingenommen. Ende Febr. 1439 fand bei St. eine Schlacht zwischen den Armagnaken und Graf Ludwig von Lichtenberg mit seinen Bauern statt. Die Armagnaken siegten. 1622 war St. bei der Belagerung von Zabern Mansfelds Hauptquartier; 1636 wurde es von den Schweden zerstört. 1793 wurden die Oesterreicher von den Franzosen bei St. geschlagen. Ein adeliges Geschlecht von St. im 14. Jhdt. als ettendorfische Lehensleute erwähnt. - Kirchlich gehörte St. (s. 1693 mit Filiale Hattmatt) zum Landkapitel Zabern. Das Patronatsrecht gehörte ursprünglich der Abtei Andlau; von dieser wurde es 1588 dem Bischof von Strassburg verkauft. - St. liegt am Keltenwege von Wasselnheim nach Neuweiler und von Brumath nach Zabern. Spätgothischer Kirchthurm aus dem 15.- 16. Jhdt. Die Kirche besitzt einen sog. Tragaltar. Gemeindewald 313,5 ha, davon 146.1 ha in der Oberförsterei Buchswciler und lb7,4 ha in der Oberförsterei Zabern. Diluvium (Lehm Sand, Kies). (In der Ebene: Eichen, im Gebirge: Tannen.) Der zu der Oberförsterei Buchsweiler gehörende Bezirk ist im Besitz der Gde. seit 1S0S, durch Theilung, war bis dahin ungetheilt; die Herkunft des Restes ist unbekannt. Steinbusch s, a. Ober-Steinbusch. Steinbusch, Hf. (Gde. u. Ka. Falkenberg, Kr. Bolchen. L.i. 8 E. 1 Hs. 1842 erbaut. Steinby s. Thur 31. Steindenbach (Steinlebach), Sennh. (Gde. Odern, Ka. St. Amarin, Kr. Thann. O.-E.). 1 Hs. Soll seit etwa 200 Jahren bestehen. Steinenfurthermühle, verschw. M. (Gde. u. Ka. Oberehnheim, Kr. Erstein, U.-E.). 1889 abgebrannt. Steinengesick s. Doller 5. Steinerhof, Hf. (Gde. Kiffis, Ka. Plirt, Kr. Altkirch, O.-E.). 4 E. 2 Hsr. Entstehungszeit unbekannt; doch bestand der Hof schon 1826. Steinerhof, verschw. Hf. (Gde. Wanzenau. Ka. Brumath. Ldkr. Strassburg, U.-E.). U m 1830 entstanden. 1896 abgebrochen. Steinerhütte, verschw. Hf. iGde. Kiffis, Ka. Pfirt, Kr. Altkirch, O.-E.). S. Hütten, verschw. Hf. Steinermühle, Hs. Gde. u. Ka. Geispolsheim, Kr. Erstein, U.-E ). 5 E. 1 Hs. Soll im Jahre 1607 erbaut worden sein und war bis 1895 Mühle. Steinerne Berg, Der, 242 m, zwischen dem Sauerbach und der Strasse Wörth-Lembach. nördl. Wörth. Steinerne Mann, Der, ein merkwürdig gestalteter F. am südlichen Hang (etwas unterhalb des Plateaurandes) des Grossen Rosskopfes bei Dagsburg. Steine rnermannsberg, ; " m, auf der rechten Seite des Spiegelthales (oberes Eichelthal), nördl. Frohmühl, Ka. Lützelstein. Ueber die sagenhafte Entstehung des Namens s. «Vogesenblatt •, Beibl. zur Strassb. Post 1896. Nr. 8. Steinerne oder versteinerte Wald, Der, ein Steinbruch im Kattenhachthal nördl. Thann, mit Petrefakten der untern Steinkohlenformation, z. Th. in mächtigen Stämmen; durch einen Erdrutsch jetzt grösstentheils verschüttet. Steinernkreuz, Waisenhs. (Gde., Ka. u. Kr. Colmar, O.-E.). 104 E. 6 Hsr. - Bi dem stein in crüze 1371; aw ackers bey Steinen Creütz 1640, Das Waisenhaus wurde als Privatlandhaus am Anfange des 19. Jhdts. erbaut. Steingesick s. Doller 3. Steingiessen s. Rhein 13. Steinglitzbach s. Larg 22. Steingraben s. Larg 8. Steingriengiessen s. Rhein 6. Steingrub s. Oben an der Steingrub. Steingrube, Hs. (Gde. Bettingen, Ka. St. Avold, Kr. Forbach, L.). S. Guthaus. Steingrube, Hs. (Gde. u. Ka. Pfalzburg, Kr. Saarburg, L.). 10 E. 1 Hs. 1*75 erbaut. Steingrubenweiher im Dollergebiet, 0,5 km nordöstl. Aue hei Scntheim - 0,7ha. Fischerei. Privatbesitz. Zu-und Abfluss s. Doller 19. Steinhausen, abg. Ort, bei Dambach, (Ka. Barr, Kr. Schlettstadt, U.-E.). Im Jahre 1323 mit Dambach vereinigt. Steinhübel, von den Umwohnern Steinhobel genannt, Grosser. 890,3 m, Kleiner, 876,7 m, am rechten Ufer des obern Magelthaies, südl. Grendelbruch, Ka. Rosheim. Steinigbach s. Falkensteinerbach 5. Steinigensbach s. 111 33. Steinklotz, ca. 700 m, Osthang des Rothhütel (s. d.), westl. Thann. Steinklotzrunz s. Thur 29. Steinköpf el, franz. Tote pelee, pat. Teyte pley, 1118,2 m, Kopf in dem vom Bre"zouard (s. d.) nordöstl. verlaufenden Bergrücken. Steinköpfel, ca. 740 m, östl. Ausläufer des Schwarzkopfes (s. d.i im Rosheimer Wald. Steinkopf, franz. Tu t e-de-Pierre, 1190,1 m, in dem Grenzkamm nordöstl. über dem Bussangsattel (Col de Bussang i. Der Name aus Steigkopf verderbt. Vgl. unter Bussangsattel. [St aigkop f f 1550]. Steinkopf, Xordhang am linken Ufer des Schwangerbaches, westl. Reyersweiler, Ka. Bitsch. Steinkreuz, Hsr. (Gde. Luttenbach, Ka. Münster, Kr. Colmar, O.-E.). 9 E. 2 Hsr. - Acker beim s te i n en Creutz 1590. Die Hsr. sollen seil Anfang des 18. Jhdts. bestehen. Steinlebach, Sennh., s. Steindenbach (Steinlebach). Steinlebach, Wlf., s. Thur 13. Steinlebachrunz s. Lauch 1. Steinleberg, südwestlicher Ausläufer des Breit-f i r s t (s. d.i, zwischen Steinle- und Glaserbach. Steinloch, abgeg. Ort (Gde. Oberhaslach, Ka. u. Kr. Molsheim, U.-E ), war eine Dependenz des Oberschlosses zu Nideck; 1391 als Dorf erwähnt. Unsicher ist, wann es verschwunden. Der Name noch im 18. Jhdt. als Flurname, (St. oder Steinthal) vorhanden. Steinmatt, Hsr. (Gde. Geishausen, Ka. St. Amarin, Kr. Thann, O.-E.). 26 E. 3 Hsr. Soll Ende des 17. Jhdts. entstanden sein. Steinmattenmühle, M. (Gde. Leimen, Ka. Hüningen, Kr. Mülhausen, O.-E.). 7 E. 1 Hs. - Steinmatten 1765 (Flurname). Kleine Getreidemühle mit Wasserkraft. 1802 erbaut. Steinmauer, Fbr. (Gde. Stossweier, Ka. Münster, Kr. Colmar, O.-E.). 56 E. 2 Hsr. - im steinen Muhr, Flurname 1607; 1722. - Baumwollspinnerei F. Koechlin Söhne |