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Show Pfaffenberg dahin ziehenden Strasse, mit Gipfelhöhen bis zu 390 m. Einzelne Theile führen besondere Namen, so der Falkenberg 362,3, Bairisch Lager 390 m, nordwestl. Hof Pfaffi nberg, Lehmberg, 350,2m, östl. vom Hasselfurter Weih,, bei Bitsch. Pfaffenberg, H. 356,5 m TP, zwischen Spichern und Etzlingen, Ka. u. Kr. Forbach. Pfaffenbronn s. a. Alt-, Neupfaffenbronn, Pfaffenbronn, verschw. Fsths. (Gde. Klimbach, Ka. u. Kr. Weissenburg, U.-E.). Gehörte bis 1866 zu Lampertsloch, wurde dann durch Gesetz vom 13. Juni 1866 Klimbach zugewiesen und 1889 abgebrochen. Pfaffenbronn, Staatswald (Gde. Lembach, Ka. Wörth, Kr. Weissenburg. U.-E.). 324 ha. Oberförsterei Lembach. (Buche, Kiefer, Fichte. Tanne, Eiche). Buntsandstein. Alter Besitz der Abtei Neuburg im Hagenauerwalde, 1520 von den Herren von Fleckenstein, 1711 von den Grafen von Hanau- Lichtenberg erworben, 1791 als Staatsdomäne erklärt. 1861 wurden 9 ha an den Hof Pfaffenbronn zur Ablösung von Berechtigungen abgetreten. Pfaffendeckel, B. bei Saareinsberg, südl. Tanneneck. Pfaffeneck, Fsths. (Gde. Erkartsweiler, Ka. Lützelstein, Kr. Zabern, U.-E.). 3 E. 1 Hs. U m 1850 entstanden. Pfaffeneck, Kopf, 364 m, oberhalb des Fsths. gl. N., nordnordw estl. Erkartsweiler, Ka. Lützelstein. Pfaffenfels, Kopf, 702,4 m, am link. Thurufer, nördl. Odern, Ka. St. Amarin. Pfaffenheim s. a. Klein-Pfaffenhcim. Pfaffenheim, Df. (Ka. Rufach [1790-1802 Ka. Egisheim], Kr. Gebweiler, O.-E.). 1445 E. 340 Hsr. (12 GRe.) - 230 m. - AG. Rufach (3,8); Bhf. Rufach (4,9). - Fafen-heim Ende des 9. Jhdts.; ma. Pfaffene. - Die Gde. umfasst den HO. Pf. (1400 E. 334 Hsr.), die AO. Klein-Pfaffen-heim, Laubeck, Ossenbühr, Schauenberg, die unbew. O. Laubeck (Burgruine), Niederkappel und St. Leonhard und den verschw. O. Pfaffenheimer Mühle. - P. F. Oeff. Fernsprechstelle (seit Sept. 1900). StEBez. Rufach II. Wohlthätig-keitsanstalt (s. 1857, an Stelle des abgebrannten Gde.-Spitals. Grundbesitz 9,55 ha, wovon 1,20 ha Wald). Wasserltg. Fw. (s. 1891, 3 Spritzen). - Kath. Hilfspfarrei des Dekanats Rufach (s. 1802), Schutzheiliger hl. Martin (11. Nov.) Wallfahrtsort Schauenberg (s. d.i, Kapelle Niederkappel (s. d.). Die Lutheraner gehören zur Pfarrei Colmar. - Kleine Ziegelei. Pf. gehörte zur oberen Mundat des Bisthums St rass-burg (zum Amt Egisheim, später Stabhalterei Rufach). Vor 1301 war das Kloster St. Markus (s. d.) dort begütert, 1286 die Johanniterkomthurei Colmar, 1596 die Johanniterkomthurei Sulz, 1244 die Deutschordenskomthurei Sundheim- Rufach. Ein scultetus de P. im 13. Jhdt. erwähnt, 1338 durch die Schlettstadter im Krieg Ludwigs des Baiern gegen den Bischof von Strassburg, 1444 durch die Armagnaken verheert. In dem Dorf sollen sich 3 Burgen befunden haben: Presteneck, Hertenfels und Meienheim. Hertenfcls ist jedenfalls identisch mit dem Schloss Herten-berg im Bann von Geberschweier (s. d.). Heute ist keine Spur davon mehr übrig. Nach Presteneck nannte sich eine bischöfliche Ministcrialenfamilie, die vom 12.-15. Jhdt. erwähnt wird. Vielleicht hiess auch die Familie von Meienheim nach dem Schloss in Pf. und nicht nach dem Dorfe imKa. Ensisheim. 1578 soll in Pf. ein Gemeindespital gegründet worden sein, das 1857 abbrannte (vgl. o.). - Kirchlich gehörte Pf. zum Baseler Landkapitel Citia Colles; den Kirchensatz hatte die Familie Reinach. - Pf. liegt am Hauptkeltenwege von Bclfort nach Brumath längs des Vogesenfusses. 1894 wurden fränkische Steinsärge zunächst der Kirche gefunden. Kirchenchor (gesch. Dkm.) und Thurm aus dem 12.-13. Jhdt., mit daran-stossender Sakristei. Zwischen der neuen Kirche und dem alten Chore Reste eines älteren Schiffbaues aus dem 10. -11. Jhdt. Hübsches Sakramentshäuschen aus dem 15. und Weihwasserkcssel aus dem 12. Jhdt. Neuer Glockenthurm - Pfaffenhofen. - i ; 1893 errichtet. Aussen auf den Chorwänden Wandmah aus dem 13.-14. Jhdt. Im Orte sind viele Steinhäuser aus i der spätgothischen und der Renaissance Zeit. Gemeindewald (Oberförsterei Rufach'. 616,5 ha. 360-852 m über dem Meere. Buntsandstein, Granit, Grauwacke. (Tanne, Kieler, Eiche, Buche, Kastanie, Saalweide, Birke, Espe.) Ein Vorbesitzer ist weder durch Urkunden noch durch Ueberlieferung bekannt, die Gde. ist stets im Besitz des Waldes gewesen. Die Forstorte Haberacker und Hauten sind bis 1830 Weideplätze gewesen und dann aufgeforstet wurden. Pfaffenheimer Kopf, 852 m. im Pfaffenheimer Hinterwald über Ruine Laubeck, südl. Sulzbach, Ka. Münster, gelegen. Pfaffenheimer Mühle, verschw. M. (Gde. Pfaffenheim, Ka. Rufach, Kr. Gebweiler, O.-E.). 1*74 abgebrannt. Nicht weit von der Melle der Mühle befindet sich eine Kapelle, die Anfang des 19. Jhdts. von dem damaligen Müh! i besitzer Koch erbaut worden ist. Infolge des Abbrennens der Mühle ist die Kapelle in Verfall gerathen. Pfaffenhofen, Df. (Ka. Buchsweiler [1790-1802 Ka. Ingweiler], Kr. Zabern. U.-E.). 1404 E. 273 Hsr. (12 GRe.) - 170 m. - AG. Buchsweiler (10,3); Bhf. P. (0,6). - Papan-haim 739; Pfaffenhoven 1017; Pfaffoffe und ilothr.) Paff(h)owwe. - Die Gde. umfasst den HO. Pf. (147o E. 271 Hsr.) und die AO. Hard und Sandmühle. - P. III. Kl. T. Oeff. Fernsprechstelle (s. 27. Juli 1900). Stadtfernsprech-einrichtung (dgl.). Bhf. (s. 1881). Ortseinn. StEBez. Buchsweiler. Kantonalarzt. Apoth. Armr. (s. 1830). Wohlthätig-keitsanstalt. Sparkasse (s. 1890). Krg\. (s. 2. Juni 1- Kath. Hilfspfarrei des Dekanats Buchsweiler (s. 1802 Schutzheilige hl. Peter und Paul (29. Juni). Filialen : Niedermodern, Schalkendorf, Walk. Prot. Pfarrei Augsb. Konf. (s. 1845;, s. 1852 Sitz eines Konsistoriums (Inspektion Buchsweiler) für die Pfarreien : Pfaffenhofen, Obermodern und Zutzendorf. Filialen: Niedermodern, Ueberach und Walk. Die Israeliten gehören zum Rabbinat Buchsweiler. - 3 Steinbrüche; 2 Ziegeleien; 2 Kalköfen; Oelmühle; 3 Lohgerbereien; Sägemühle; Holzdreherei und Schlosserei; Getreidemühle ; 5 Bierbrauereien; Schuhfabriken. Handel: Branntwein, Gewebe, Getreide, Vieh. 2 Buchhandlungen (-. 1S75 bez. 1882i. Elektrische Strassenbeleuchtung. Elektrizitätswerk s. Sandmühle. Anfang Febr., Mai, Juli und Nov. je 2 Tage Krammarkt. Altes Dorf; schon 739 war die Abtei Weissenburg daselbst begütert. 1017 wird Pf. bei Gelegenheit einer Grenzbestimmung in einer Urkunde Kaiser Heinrichs II. für das Bisthum Strassburg erwähnt. Pf war Reichsgut und im 14. Jhdt. als Lehen des Reiches zur Hälfte im Besitze der Ochsenstein, zur Hälfte im Besitz der Lichtenberg. 1454 wurden letztere Alleinherren durch einen durch lange Gefangenschaft erzwungenen Verzicht Jörgs von Ochsenstein. Bei der lichtenbergisehen Erbtheilung von 14-80 kam Pf. sammt dem nach ihm benannten Amte (s. d.) an Hanau- Lichtenberg, 1736 an Hessen-Darmstadt. - 1570 wurde Pf. vom Grafen von Hanau-Lichtenberg mit Mauern versehen. Berühmter Markt. - Begütert zu Pf. waren im 14. Jhdt. die Herren von Ettendorf. 1375 wurde Pf. von den Engländern eingenommen und verheert. Im Bauernkrieg von 1525 war Pf. Sammelplatz und Hauptquartier von 20000 aufrührerischen Bauern. 154o April 8. wurde daselbst die erste prot. Synode von Hanau-Lichtenberg abgehalten. - In den Kämpfen zwischen Schweden und Lothringen, 1632-33, wurde Pf. verbrannt. 1633 wurden die Lothringer dort von Christian von Braunschweig geschlagen. 1705 siegreiches Gefecht des Markgrafen von Baden gegen die Franzosen unter Villars bei Pf. 1744 Juli 16. Pf. von den Panduren besetzt. - Ein adliges Geschlecht von Pf. wird 1227 und noch 1500 erwähnt. - Kirchlich gehörte Pf. vor der Reformation zum Landkapitel Ober-Hagenau. 1521 hatte es ein Rektorat und zwei |