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Show St. Anton - St. Avold. 961 St. Anton, verschw. Hf. (Gde. Niederginingen, Ka Metzerwiese, Kr. Diedenhofen-Ost, L.). Ehemaliger Hof, im Banne der Gde. Niederginingen, Besitz der Komthurei St. Anton in Pont-ä-Mousson; 1682 erwähnt. St. Antoni, ehem. Kap. (Gde. Uffholz, Ka. Sennheim, Kr. Thann, O.E.). Die vor dem Dorfe Uffholz an dem W e ge nach Waltweiler ehemals befindliche Kapelle zu Ehren des hl. Antonius wurde sammt Altar 1264 vom Bischof Theodorich Vironensis geweiht, 1406 vom Abte von Luders an den Abt von Murbach abgetreten, 1429 mit einem neuen, von Weihbischof Heinrich von Basel geweihten Altar versehen und von den Vögten von Uffholz dotirt. UV22 fand eine Altarweihe durch den Generalvikar von Basel statt, 1732 eine Glockenweihe. Seit 1725 bediente ein Waldbruder die Kapelle, die seit der franzosischen Revolution verfallen ist und von der heute nur noch Mauerreste übrig sind. Bis in die 80er Jahre des 19. Jhdts. befand sich dort auch eine Arbeiterschutzhütte. Auf Specklins Karte (1576) steht an der Stelle der Kapelle Nothalt, woraus man auf ein jetzt abgegangenes Dorf Nothalden (d. h. Halde an einer Node = Matte) geschlossen hat. St. A p o llinar. Hf. (Gde. Obermichelbach, Ka. Hüningen, Kr. Mülhausen, O.-E.i. 15 E. 2 Hsr. - Hat seinen Namen von dem ehemaligen Kloster St. A (im Volksmunde auch Bollorones genannt; schon 1567 P o 11 o ronn sz), schon 1144 erwähnt; ursprünglich Kloster Michelbach (coeno-bium de Michelembach 1253) genannt und Frauenkloster Benediktiner-Ordens (Cisterziensen, seit 1253 Männerkloster und der Abtei Lützel einverleibt. Der N a m e St. A. kommt erst zu Ende des Mittelalters in ausschliesslichen Gebrauch. Die Kirche war Wallfahrtsort i Heilung von Epilepsie). - Das Kloster lag an einem Kelten-, späteren Römerwege von Burgfelden nach Volkensberg und Pruntrut. Von den mittelalterlichen Anlagen ist nichts mehr erhalten. Die Altäre kamen in der Revolutionszeit nach Volkensberg, die Statue des Heiligen nach Obermichelbach (s. d.). W a l l e r , J., L'ancienne prevöte" de Saint-Apollinaire et les paroisses de son patronage. (Rev. cath. d'Als. II, 1883-84, S. 9-20, 101-109, 203-212, 258-269, 354-3bb.) Sabourin de N a n ton, L'abbaye de St. Apollinaire. (Bull, de la Soc. p. la cons. des mon. hist. d'Als. 2e serie t. II, M e m , p. 73 etc.) St. A pol lonia. Kap. nördl. von Niedersteinbrunn (Ka. Landser, Kr. Mülhausen, O.-E). Erbauungsjahr unbekannt. Die Kap. soll an der Stelle des eingegangenen Ortes Klein- C o l m a r stehen. St. A r b o g a s t , ehem. Df. (Gde. Strassburg, Ka. West (extra murosi, Stdtkr. Strassburg, U.-E.). W a r , wie aus den Strassburger Rechtsaufzeichnungen hervorgeht, der zusammenfassende N a m e für die südwestlich und südlich der Stadt zwischen Breusch und III und noch östlich über diese hinaus gelegenen Vororte Strassburgs. St. A. umfasste die heutigen Vororte Grüner Berg, Elsau, Lingolsheimer Buckel und Schirmecker Strasse. Der N a m e war dem am heutigen Grünen Berg gelegenen Kloster St. Arbogast entlehnt. Der ganze Vorort scheint im Jahre 1520 abgebrochen worden zu sein. Zu diesem Vorort St. A. gehörte auch das vom 13. bis 15 Jhdt. gelegentlich erwähnte Ottenkel. - Vgl. Strassb. Urkundenbuch IV*. S. 144, 11; 227, 7 und 9. St. A r b o g a s t e i c h e im Hagenauer Forst s. Theil I, S. 211. St. A r m u t h , Hf. (Gde. Wolxheim, Ka, u. Kr. Molsheim. U.-E.). b E. 1 Hs. - Führt seinen Namen von der im 18. Jhdt. erbauten Kapelle St. A. (s. Wolxheim). St. A r n o u l d , Ban, s. Ancy a. d. Mosel, Ars a. d. Mosel, Flocourt, Folie (Gde. Montigny bei Metz), Jussy, Noisseville, Pommerieux, Ste. Rufline, Vaux. St. A u b i n , L o g e s. Loge St. Aubin. St. A v o l d , St. (Ka. gl. N. [s. 1790], Kr. Forbach, L.i. 3931 E. (Sterbf. 19,6, leb. Geb. 21,5 auf 1000) 42b Hsr. (21 GRe.) - Serv.-Kl. III. - An der Rössel. 240 m. - KrHO. Forbach (18,3); Bhf. St. A. (2,5). - Hilariacum 8. Jhdt.; N o va Cella?) ca. 717; Cella Bti. N a b o r i s 765; St. N a b o r 12. Jhdt.; St. A vor 1241; St. A v a u 1332; S a n t e r f o r 1592 ; 1793 - 1814 amtlich R o s s e l g e n e genannt; ma. Santeför. - Die Gde. umfasst den HO. St. A. (3810 E. 307 Hsr.i und I die A O . Hollerloch, Lieutenantsgefeld, Lohmühle, Niedeck, Oderfanger-Mühle, Redermühle, Steinberg (Henrioni, W e n - heckerhof, Wirtzmühle. iDie frühern AO. Filzberg, Kirchhof, Mon Idee, Point du Jour und Saarlouisstrasse zählen ; jetzt zum HO.). Ferner lagen im Gebiete der Gde. die verschw. O. Bachmühle, St. Eticnne und Ussingen (z. Th.. vgl. Lubelni. - 0. Lothr. Inf.-R. 173. St., 1., 2 , 3. und 5. Esk. 2. Hannov. Ulan.-R. 14. 3. Lothr. Feldarl -R. 69. Prov.-Amt. Garn.-Verw. Garn.-Laz. (Stand vom 1. Juni 1902). P. II. Kl. , T. Stadtfcrnsprecheinrichtung (s. 1901 >. (Bhf. St. A. [s. 1851] gehört zur Gde. Walmen i. A m Bhf. Posthülfsstelle mit F.-Betrieb (s. 189b). AG., umfasst den Ka. St. A. 2 Notare. i 2 Gerichtsvollzieher. Gendarmerieberitt. Gendarmiestation. Oberförsterei (Forstaufsichtsbez. Metz-Metz). StA. I. Ver-kehrsStA. StEBez. für die Gden. Altweiler, Barst, Beningen, Bettingen, Cappel, Durchthal, Folschweiler, Freimengen, Genweiler, Herrchweiler, Kammern, Karlingen, Machern, Oberhomburg, Oberhost, Pfarrebersweiler, Porce-i lette, St. Avold, Sengbusch, Spittel. Walmen. Bezirks-Obst-bauanstalt St. A. (s 1. April 1902). Gde.-Fassaichungsamt. Oktroi (s. 22. März 1804, durch arrete vom 17. Febr. 1804). Präparandenschule (eröffnet 9. Nov. 1*74). Höh. Mdchnsch. und Mdchnpens. der Schwestern d. hl. Christiana (s. 1*47). 8 J Aerzte, darunter 1 Kantonalarzt und 6 Militär-Aerzte. 2 Apotheken. Hospiz zur Aufnahme von Greisen (s. 1837, 23Betten). Wohlthätigkcitsvereine: a) Zweigverein des vaterl. Frauen- I Vereins (s. 1803); b) Verein des hl. Vincenz von Paula. Armr. is. 1426; Grundbesitz 44 ha i. Filiale der Sparkasse zu J Saargemünd (s. 1862). Schlachths. (s. 1860). Wasserltg. Stadt. Gasanstalt (s. 1S98). Krgv. (s. 2 Sept. 1872). Fw. (s. 1*71, 1 | Spritzen). - Kath. Pfarrei II. Kl. (s. 1802). Sitz eines Archi-j presbyterats (Erzdiakonat Saargemündi des Bisthums Metz, die Pfarrei St. A. und die Hilfspfarreien Altweiler. Barst, Beningen, Bettingen, Cappel, Durchthal. Folschweiler, Freimengen, Genweiler, Herrchweiler, Kammern, Machern, Oberhomburg, Oberhost, Pfarrebersweiler, Porcc-lette, Sengbusch, Spittel, Walmen umfassend. Kirche des hl. Nabor (12 Juli). Kreuzkapelle auf dem alten Kirchhofe, sehr einfacher spätgothischer Bau mit einem hl. Grab und 4 Stationsreliefs aus dem 16. Jhdt.; Dreifaltigkeitskapelle, beim neuen Kirchhofe; Mariahilfkapelle, südl. a m Orte, auch Walmenkapelle genannt, 1891 neugebaut, Wallfahrtsort. Prot. Pfarrei (s. 1897, vorher s. 1875 Vikariat, bis dahin Filiale von Forbach) des Konsistoriums Saargemünd (lnspektion Lützelstein). Sprengel: Ka. St. Avold und Kr. Bolchen. Kirche 1S*7|89 erbaut. Die Israeliten gehören zum I Rabbinat Saargemünd. Kohlenschacht Henriette (1889 neu eröffnet). (Das in alter Zeit betriebene Kupfer- und Bleicrzbergwerk St. A. wurde 1880 durch die Gewerkschaft der Lothringer Bleigruben wieder aufgeschlossen; doch musste der Versuch wegen ungünstigen Erfolges schon 1882 wieder eingestellt werden). Fabrik chemischer Produkte von A. Hertz & Cie. 110 Arbeiter), 1861 in einer mechanischen Werkstätte als Knochenmühle begründet, 1864 durch die Fabrikation von Knochenschwärze erweitert und lSbb in den jetzigen Hauptbetrieb, Leim- und Gelatinefabrikation, mit seinen Nebenprodukten, Knochcnöl und phosphorsaurem Kalk, übergeführt. (1834-81 bestand eine Fabrik von Berliner Blau von Appold und Eichacker, s. a. Bolchen). Werkstätte für Baumschutzvorrichtungen und andere landwirthschaftliche Ge-räthe von J. Holzinger (18 Arbeiter). Aeltere Werkstätte für Maschinen- und Mühlenbau von Remy dl Arbeiter). j Gasanstalt (s. o.). Schlosserei (8 Arbeiten. 2 Wurstmache-reien mit Motorenbetrieb. Brauerei (Aktiengesellschaft), seit blf |