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Show 1098 Sulz - Sulz u. W . 1789 wurde es aufgehoben und ist seit 1821 Gemeindespital. Hier starb lvi.: Bischof Saurine von Strassburg. 1865 wurde die Kapelle erbaut. Die schöne gothische Pfarrkirche ist im 13. Jhdt. begonnen und 1489 vollendet worden. (Chcr und Transept mit Vierungsthurme aus dem 13. -14. Jhdt., die Seitenschilfe ebenfalls, das Mittelschili' aus dem 14. bis 15. Jhdt., 2 Grabkapellen aus dem 15. Jhdt., von denen eine die Grabstätte der Waldner war. Alte Grabsteine der Waldner, Dillenburg, Anthes und Neuenbürg [14.-18. Jhdt.]. Kanzel aus der Renaissancezeit, von hohem Werlhe.) Die Pfarrei gehörte zum Baseler Landkapitel Citra Colles. In einer zu dem Bollweiler Thor führenden Seitenstrass,- steht der sog. Heidentempel, ein älteres Gebäude von unbestimmter Herkunft, mit Bautheilen aus dem IL-12. Jhdt.; dort soll die Kapelle Irins zum hl. Petrus, die 727 gegründet wurde. gi -landen haben ?), Ausserdem gab es früher in S. eine Kapelle des hl. Sebastian (beim Thore der St. Johannesvorstadt), die 1535 anlässlich der Pest erbaut sein soll und 1790 als Staatseigentum erklärt und verkauft und 1793 abgetragen wurde, ferner eine Kapelle des hl. Georg, die zu dem verschwundenen Orte Alrichsweiler (s. d. gehört hatte, aber bis 1793 bestand. Gegenwärtig steht eine Kapelle des hl. Georg auf dun Kirchhofe; sie ist 1S54 erbaut worden. - Im Westen, Norden und Süden der Stadt sind noch namhafte Theile der mittelalterlichen Stadtmauer aus dem 1 :. Jhdt. sichtbar; ausserdem sind viele Steinhäuser des Mittelalters und der Renaissancezeit vorhanden. Im Bann von S. ein Tumulus der Hallstatt-La Tenezeit von bedeu-ti nder Ausdt hnung, anscheinend später mit römischen oder fränkischen Bauwerken überbaut. - S. liegt a m Hauptkeltenwege von Beifort nach Brumath u. s. w. längs des Vogesenfusses. 1860 bedeutender Fund römischer Münzen. G e m e i n d e wald: Oberförsterei S.). 1345,6 ha. Bis 1350 m über dem Meer. S\ cnit, Rothliegendes, Kugelporphyr. (Tanne, Buche; Eiche. Ahorn. Fichte, Kiefer, Weichholz, Kastanie.) Ueber den L'r prung dieses alten Besitzes der Gemeinde S. fehlen sichere Nachrichten. Das unbestrittene Eigenthum ist wohl durch die < Gesetzgebung von 17(>:7 : erworben worden is. Wünheim und Rimbach . Litt er.: Gasser, A., Soultz et son ancien bailliage. Ri \ ue d'Alsace, 1892-1900 . - Grandidier [Ph. A.], Notice hist. sur l'etat ancien de la ville de S.Mise au jour par Meglin. Strasb 1*17. - Ders., Soultz. (Rev. d'Als. 186*, S. 115-122, 186-189). - Gasser, A , Observations historiques sur l'etat ancien de la ville d'Obersultz . . . par l'abhe" Grandidier. (Rev. d'Als. N. S. 11., 1897, S. 298- 105). - Ders , Des im-positions seigneuriales d'une petite ville de la Haute-Alsace- (Soultz . Rev. d'Als. 4. ser. 2. 1902. S. 492-505). - Knoll aine, Ch., De l'origine de la ville de Soultz (Haut-Rhin . (Rev. d'Als. VIII., 1857, S. 545-558 - Ders., Histoire de l.i ville dt- S, Ebd. 2. ser. 2, 1861, S. 509-516; 5'_'9-53*; 3, IS62, s. l 17-152; I, 1-''.:. S. 196-511 . 3. s< r. 2. Is.,.,; s. 249-256; 297-304; 395-405; 191-500; 524-530.) - Roesch, L.. Docu-ments inedits trotivi s dans la tour de l'eglise de Soultz. (Rev. d'Als. N. S XV, 1886, S. 12ii-121 . - Ring, M de, Butte de Saint George pn-s de S. (Bull, de la Soc. p la cons. des mon. hist. d'Als. 2. 1857/8, S. 141-145). - Knoll aine", Ch., Mi moire sur l'ancienne commanderie de l'Ordre de Malte, situee ä Soultz (Haut-Rhin). (Rev. d'Als. 9, 1858, S.290-297). - Gasser, A „ Notes sur quelques vestiges prehistoriques des environs de Soultz (Haute-Alsace . (Mitth. der naturh. Gesellschaft in Colmar. N. F. IL, Jahre 18f»l-94, S. 117-121). - Ders., Station prehistorique de Soultz (Haute Alsace). (Bulletin de la societe d'histoire naturelle de Colmar, X. S. 2, 1892 S. 113-116'. [Auch besonders:] Colmar 1894. - Knoll aine, Ch., Les fouilles du tumulus de Soultz. Decouverte d'une eneeinte fortiliee. (Rev. d'Als. 9, 1858, S. 157-160). - Bave- I.I. r Ed., De la restauration des 6difices historiques, ä propos de l'eglise de Soultz Haut-Rhin . Rev, d'Als. II, 1851, S. 475 bi, 180 Sulz, Amt, s. Sulz St. Sulz, Kanton (Kr Gebweiler, O.-E. . Umfasst die Gden. ! Berrweiler, Bollweiler, Feldkirch, Hartmannsweiler, Isenheim, Jungholz, Merxheim, Rädershcim, Sulz, Ungersheim, Wünheim und enthält auf 102,9157 qkm 2131 bewohnte Häuser etc. mit 12826 Einwohnern. 1790-1795 zum Distrikt und 1800-1870 zum Arrondissement Colmar gehörig, umfasste der Ka. Sulz von 1790- 1802 die heutigen Gden. mit Ausnahme von Ungersheim. welches damals zu Ensisheim gehörte und erst 1802 an Sulz kam. Ausser den erwähnten Gden. gehörten dem Ka. noch an: Bergholz, Bergholz-Zell, Bühl, Gebweiler, Gundolshcim, Lautenbach, Lautenbach- Zell, Linthal, Murbach, Orschweier, Rimbach, Rimbach-Zell, welche 1802 sämmtlich in den Ka. Gebweiler kamen. Die heutige Gde. Jungholz war bis 18*0 A O . von Sulz und von Rimbach (Ka. Gebweiler). Knoll, Statistique monumentale du Canton de Soultz. (Bull, de la Soc. p. la cons. des mon. hist. d'Als. 3, 1858-60, 2, S. 194-210 Sulz, Bad, s. Sulzbad. Sulz u. W a l d . Df. (Ka. gl. N. [s. 1790], Kr. Weissenburg. U.-E ) 1582 E. 269 Hsr. (18 GRe.) - A m Selzbach. 150 m. - KrHO. Weissenburg 14,4); Bhf. S. (0,4). - Sulcia 737. - Die Gde. umfasst den HO. S (15,50 E. 264 Hsr.), die AO. Hinterfeld, Hub, Kirchspiel, Lobsannei-Minen, Walkmühle und den verschw. O. Mattenmühle. - P. III. Kl. T. Bhf. (s. 1855). A G . (s. 1876), umfasst den Ka. S. Notar. Gerichtsvollz. Gendarmeriestat. StA. II. VerkehrsStA. StEBez. für die Gden. Birlenbach. Bremmelbach, Drachenbronn, Hermers-weiler, Hohweiler, Hunspach, Ingolsheim, Keffenach, Kutzenhausen, Lobsann, Memmclshofen, Merkweiler, Reimersweiler, Retschweiler, Schönenburg, Schwabweiler, Sulz u. Wald, Surburg. 2 Kantonalärzte. Apoth. Armr. (Grün-dungsiahr unbekannt). Sparkasse (s. 18S3). Oeff. Vorschusskasse (s. 1***). Fw. (s. 1876, 2 Spritzen). Krgv. (s. 20. Juni 1886). - Kath. Pfarrei II. Kl. und D e k a n a t (s. 1802). Letzteres umfasst die Pfarrei S. u. W . und die Hilfspfarreien Bremmelbach, Hatten, Keffenach, Kutzenhausen, Niederbetschdorf, Rittershofen, Schönenburg, Schwabweiler, Sur-burg. Schutzheiliger der Pfarrei Peter und Paul (29. Juni). Filialen derselben : Hermerswciler, Hohweiler und Retschweiler. Prot. Pfarrei Augsb. Konf, seit 1852 Sitz eines Konsistoriums der Inspektion Weissenburg (vorher zum Konsistorium Hatten gehörig . Das Konsistorium umfasst ; jetzt die Pfarreien Birlenbach, Hohweiler, Kutzenhausen und S. u. W . Zur Pfarrei S. u. W . gehören auch die Protestanten in Lobsann, Memmclshofen und Retschweiler. Rabbinat (s. Ende der 50er Jahre des 19. Jhdts., vorher in Surburg). Sprengel: S. u. W., Hatten, Kutzenhausen, Surburg. Synagoge (s. Mitte des 1*. Jhdts.). Jüd. Friedhof s. 1881). - Ziegelei und Kalkfabrik. Töpferwaarenfabrik. Petroleumraffinerie s. Hinterfeld). Bitumcn-(Asphalt-)Bergwerk s. Lob-sanner Minen . Anstalt zum Trocknen und Einsetzen ungegerbter Thierfelle. Oelmühle. Getreidemühle. 2 Hopfendarren. H a n d e l : Wagner-und Tischlerholz, Getreide, Salz, Bier, Vieh, Wolle und Baumwolle. 2 Buchhandlungen (s. 1871 bez. 1881). Anfang März, Juni und Dez. und Mitte Sept. Krammarkt. Anfang März und Sept. Viehmarkt. S. u. W . wird 737 zum ersten Mal erwähnt (doch kann man diese Erwähnung in der Tradit. Wizenb. auch auf Sulzbad beziehen). S. war Hauptort des Amtes und Kirchspiels S. (s. d.), das die Fleckenstein seit 1274 (anfangs zusammen mit den Pullcr von Hohenburg) als Lehen des Erzbisthtuns Köln besassen, und das 1720 an die Rohan- Soubise kam. 1346 wurde S. mit Erlaubniss Kaiser Ludwigs des Baiern zur Stadt erhoben, befestigt und erhielt das gleiche Recht wie Hagenau. Später sank- es wieder zum Dorf herab. Nach deren Aussterben 1351 belehnte der Erzbischof von Köln die von Than mit S., aber die Fleckenstein hielten sich in Stadt und Schloss und erreichten |