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Show Niederum - Xiederwiese. zu welchem die oben erwähnten verschwundenen Ort. und Argenchen s. d.) gehörten. - Die Vogtei hatten die Herren von Diedersdorf, welche 1681 den Hof Marcourt (s d i, wohl als Voglgut, besassen. Das Dorf war 991 Besitz des Grafen Odoakar vom Saargau, welcher es gegen das Precarium des Dorfes Maiweiler (s. d.) der Abtei Longeville überliess. - Der Pfarrsitz war nicht, wie oft behauptet worden ist, in Marcourt, sondern immer in Many. Die Pfarrei gehörte bis zum Konkordat 1802 zum Archipr. Habudingen, Kirchensatz und Zehnten hatte die Abtei Longeville. Niederum, verschw. 0. (Gde. Niederum, Ka. Falkenberg, Kr. Bolchen, L.>. Niderheim 1121 und öfter; Niederheim on ban de Main ei 1269; Niderhen 1346; Nidrum 1600; Niederumb 1633. - Der Name dieses verschwundenen O. ging 1877 auf die jetzige (Ale. Niederum, früher M a n y genannt über. Der Ort wurde nicht, wie oft angegeben wird, im 30jährigen Kriege, sondern viel früher zerstört. 15,87 wird das Dorf als -mint- depuis longtemps» bezeichnet. 1296 fand zwischen dem Pfarrer von Marney (Many) und dem Villicus und Schöffen und der ganzen Dorfschaft X. ein Vertrag wegen der Kapelle statt. Niederum-Garten, IL. (Gde. Brülingen, Ka. Grosstänchen, Kr. Forbach, L.). 4 E. 1 Hs. Auch «Jardin-de- Many« genannt. Vor 1823 stand dort schon ein Haus, das 1843 abgerissen wurde. Das gegenwärtige ist erst 1878 erbaut worden. Niederwald, Fsths. (Gde. u. Ka. Rufach, Kr. Gebweiler, O.-E.'. 5 E. 1 Hs. 1830 erbaut. Niederwald, Fsths. u. Hs. (Gde., Ka. u. Kr. Colmar, O.-E.). 4 E. 2 Hsr. A m nid er n wald 1519; auf den niederen w a Kl t 1641. Das Fsths. 1806 erbaut. Niederwald, ehemals Staatswald (Gde. Fort-Louis, Ka. Bischweiler, Kr. Hagenau, U.-E.). 45 ha, 1852 vom Staate verkauft. Niederweiher, 4 zusammenhängende Weiher im Doubsgebiet 1,5 km südwestl. Altenach - zusammen 10 ha. Fischerei. Werden alle 6-10 Jahre abgelassen und bebaut. Privatbesitz. Abfluss zum Lutterbach s. Rhein-Rhone-k anal 2. Niederweiler, Df. (Ka. u. Kr. Saarburg, L. [1790- 1802 KHO.]:. 888 E. 176 Hsr. iL'GRe. - 265m. - AG. Saarburg (5,7); Bhf. Saarburg (6,0).- Niederwilre 1L>3. - Die Gde. umfasst den HO. N. (832 E. 161 Hsr.) und die AO. Altmühle, Chäteau-des-Carrieres, Glasermatten, Krayerbach, Neubruch. - P. III. Kl. T. StEBez. Saarburg II. Sparkasse (s. 1890). Verbds.-Fw. s. 1866, 1 Spritze). - Kath. Hilfspfarrei des Archipr. Saarburg (s. 1802). Kirche zu Ehren der Kreuzerhöhung (14. Sept.i. Die Reformirten gehören zur Pfarrei Saarburg (s. 1891). - Sandsteinbruch (8 Arbeiten. Fayencefabrik, zur Zeit einer anonymen Gesellschaft gehörig, vormals Dryander freres, 1754 von Münzdirektor Beverle mit den Arbeitern der bekannten, damals infolge des Monopols von Vincennes eingegangenen Paul Han-nong'schen Strassburger Manufaktur eröffnet, im 18. Jhdt. besonders 1766-1790) durch ihre damals erzeugten, heute sehr gesuchten Kunstwerke bekannt. Vor der Revolution war die Fabrik, seit 1770, im Besitze des Grafen de Custine. In der Fabrik waren namhafte Künstler wie Cyflle, Le-mire u. a. thätig. Aeltere Dampfziegelei von Bourgon & Sohn -3 Arbeiter- mit 2 Oefen und einer Jahresproduktion von 6000000 Ziegeln. 1898 in eine Aktiengesellschaft -Ziegelei Niederweiler» umgewandelt; kleinere Handziegelei und Kalkbrennerei von Godfroy (20 Arbeiter, Jahresproduktion 500000 Ziegel), sowie die bereits seit Bestehen des Rhein- Marnekanals vorhandene Werft von Messang (39 Arbeiter), die einzige in Lothringen; jährlich können etwa 16 grosse Kanalschiffe fertig gestellt werden. Schifferei. Bretterhandel. N. gehörte zum Amte Saarburg (s. d.) und war zuletzt Lehensherrschaft desselben mit ganzer Gerichtsbarkeit. Es scheint schon in früheren Zeiten zum Amt Saarburg gehört zu haben. Später wurde es vom Bisthum Metz an die Grafen von Saariverden überlassen (ob als Verwalter von Saarburg:-., welche es 1338 mit einem hier schon vorhandenen Schlosse und dem Dorfe Wcnsehweiler dem Berthold von Lützelburg zu Lehen vergaben. Neben den von I Lützelburg erscheinen als Theilherren von 1663 bis 1722 die i Streiff von Lewenstein, dann 1736 und 1769 der Parlaments-j rath Beyerle. Ende des 18. Jhdts. war die ganze Herrschaft in Händen der von Custine, mit Hoch-, Mittel- und Nicder-i Gerichtsbarkeit. Hol war die Deutschordenskomthurei Saarburg in N. begütert. 1661 wurde das Dorf an Frankreich i abgetreten. Es entstanden aber Streitigkeiten, welch, erst im Vertrage von Paris, 1718, ihr Ende fanden. - Während X. in früheren Zeilen Pfarrei gewesen zu sein scheint, war es im 18. Jhdt. nur noch Annexe der Pfarrei Bühl. Gemeinde wald (Oberförsterei Saarburg) 82.5 ha. Benoit, A., Achat de la fa'fencerie de Niedcrwiller par le comte de Custine, en 1770. (Journ. de la Soc. d'arch. hur. 27, 1878, S. 226-228 Ders., Les ouvriers de la fa'fencerie de X. en 1787. (Rev. nouv. d'Als.-Lorr. 7, S. 41-48.« Tain-turier, A., Recherches sur les anciennes manufactures de , porcellaine et de fayence. Alsace et Lorraine. Strasb. Los. Niederweiler, Hf. (Gde. Oberburbach, Ka. Masmünster, Kr. Thann, O.-E.). 8 E. 1 Hs. Der Hof soll so alt sein wie Oberburbach (s. d.) selbst. Niederweiler, ehem. Burg in Geberschweier (Ka. Rui.ich, Kr. Gebweiler, O.-E.i. Siehe Geberschweier. Niederweiler, verschw. O. (Gde. u. Ka. Saaralben, Kr. Forbach, L.). 1392 wird die Lage einer Wiese folgender-massen bezeichnet: /wischen der Saline von Alben und Nyderwylre. Ob mit Niedeck [s. d ] oder Albweiler [s. d.| identisch, bleibt unsicher. Niederweiler, Kanton. Der Ka. X. (1790-1802), 1790- 95 zum Distrikt, 1800-1802 zum Arrondissement Saarburg gehörig, umfasste seit 1790 die Gden. Arzweiler, Biberkirch, Bruderdorf, Bühl, Gunzweiler, Harzweiler, Hommartingen, i Niederweiler, St. Louis und Schneckenbusch. Wahrscheinlich gehörte ihm auch Hochwalsch schon damals an, eb, nso wie Dreibrunnen, das wohl damals mit St. Louis vereinigt war. 1802 kamen Arzweiler, Gunzweiler, Harzweilcr und St. Louis zum Ka. Pfalzburg, die übrigen zum Ka. Saarburg. Niederwiese, Df. (Ka. u. Kr. Bolchen, L. [1790 Ka. Bolchen, 1792-1802 Ka. Lubeln]). 312 E. SI Hsr. (10 GRe.) - 320 m. - AG. Bolchen (7,3); Bhf. Bolchen (7,6). - X i-d erwiese 1284; W e igge-1 a - Basse 1390; Niederwuisen 1682; Niedervisse 1S69. - Im Gebiete der Gde. lagen die verschw. O. Giesingen, Hirschmeierei, Johanneshof (?) und Windhof. - Hatte 1812-80 das dann selbstdg. gewordene Oberwiese zum AO. - P. F. StEBez. Bolchen II. - Kath. i Hilfspfarrei des Archipr. Bolchen (s. 1808, vorher seit 1804 Annexe von Buschborni, die Gden. Nieder- und Oberwiese umfassend. Kirche der hl. Maria Magdalena (22. Juli), 1827 erbaut. Die Protestanten gehören zur Pfarrei Augsb. Konf. in St. Avold. - Steinkohlenfunde (1900). Viehhandel. Das Dorf war zwischen der Reichsgrafschaft Kriechingen und der Abtei St. Avold getheilt is d). Der Bach, welcher durch das Dorf fliesst, bildete die Grenze zwischen beiden Herrschaften. Noch heute beziehen die ehemaligen Leute der Abtei Holz aus den Wäldern von Bisten-Buschborn. Der Kriechingen'sche Thcii war, wie Dentingen. zwischen den Herrschaften Dagslul und Kriechingen getheilt. Der Antheil von St. Avold gehörte zur Meierei und Vogtei Buschborn. 1283 bestätigte Johann von Warsberg dem Ordenshause in Metz das Weiderecht in seinen Wäldern und Wiesen in N. - X. war vor 1802 selbständige Pfarrei des Archpr. Waibelskirchen. Den Kirchensatz hatten die Herren von N. - Römische Münzen. Gemeindcwald (Oberförsterei Bolchen) 329,8 ha, davon 296,2 ha gemeinsam mit den Gden. Bisten im Loch, Buschborn und Oberwiese (vgl. Bisten im Loch . |