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Show Vögtlinshofen Cantecroix geborenen Tochter Anna, vermählt mit dem Prinzen Franz Maria von Lillebonne, aus dem französischen Hause Lothringen, seit lb65 Prinz von Commercy. als Mitgift überlassen. - 1732 haben für die Baronie V. reversirt die Schwestern Beatrix von Lothringen. Aebtissin von Re-miremont und Elisabeth, Wittwe des Prinzen Ludwig von Melun-Epinov ; Restbestandtheile der alten Baronie waren damals noch Donjeux, Laneuveville, Oron. V. und die Vogteien von Morville a. d. Nied (mit Baudrecourt) und von Moncheux. Die ehemalige Vogtei im Val de Vaxy, die durch den Vertrag mit Gorze (lb04) Hoheitsgebiet von Lothringen geworden war, wurde vom Parlamente zu Metz (Beschluss vom 23. März lb79) später auf Grund des Vertrages von Vincennes vom 28. Febr. lbbl als zu dem damals abgetretenen Gebiete von Gorze gehörig, beansprucht und von Frankreich in Besitz genommen. Frankreich hat erst im Pariser Vertrage vom 21. Januar 1718 die aus dem Vertrage von 1004 abgeleiteten Rechte von Lothringen anerkannt. Im Laufe des 18. Jhdts. sind aus den Domänen der Baronie V. verschiedene kleinere Lehen gebildet worden. Litter.: Kremer, J. M., Genealogische Geschichte des Ardennischen Geschlechts. Frankfurt 1785 (Cod. dipl. Car-tularium Salmense). H. Lepage, Communes de la Meurthe. Nancv 1S53, s. v. Viviers. (II. BdA Nimsgcrn, Hist. de la ville et du pays de Gorze. Paris 1853; s. auch die Litteratur bei Gorze. [dPr.J Vögtlinshofen s. Vöklinshofen. Vöklinshofen (Vögtlinshofen), Df. (Ka. Winzenheim [1790-1802 Ka. Egisheim], Kr. Colmar, O.-E.). b44 E. 111 Hsr. (12 GRej - 340 m. - A.-, L.- u. SchwG. Colmar (10,6); Bhf. Herlisheim (3,5). - Voceline sho ven 1188; ma. Vöklsufe, Vöklsofe. - Die Gde. umfasst den HO. V. (634 E. 110 Hsr.) und die AO. Reckholderacker und Vordermarbacherwald (hiess früher Chalet); im Banne der Gde. lag das verschwundene Kloster Zu dem Wasserfall. Bis 1858 hatte es ein und denselben Bann mit Hattstatt (Ka. Rufach, Kr. Gebweiler), die Waldungen wurden sogar bis 1860 gemeinsam genutzt. - Ortseinn. StEBez. Winzenheim. Wasserltg. (s. 1S76). Fw. (s. 1892, 1 Spritze). - Kath. Hilfspfarrei des Dekanats Egisheim (s. 1802). Schutzheiliger hl. Nikolaus (6. Dez.). Die Lutheraner gehören zur Pfarrei Colmar. - Steinbruch (Pflastersandstein). V. war um die Mitte des 14. Jhdts. Besitz des Bisthums Strassburg und gehörte zum Mundat Rufach. Später war es im Besitze der Herren von Schwartzenberg und der Edlen von Ehingen, welche das Dorf mit Hattstatt 14b0 an Oesterreich verkauften. Von Oesterreich trugen es dann die von Hattstatt und nach deren Aussterben 1585 die von Schauenburg zu Lehen. - Begütert war dort Kloster Marbach um 1211. - 1298 zerstörte der Landvogt Theobald von Pfirt, welcher mit dem Bischöfe von Strassburg Fehde führte, in V. den befestigten Kirchhof. - Die Kirche zu Ehren des hl. Nicolaus wurde 1145 geweiht. Die Pfarrei, bis 1760 als Filiale von Hattstatt, gehörte zum Landkapitel Citra Colles Ottonis des Bisthums Basel. Der Kirchensatz stand dem Basler Kapitel zu. - Ein nach dem Orte benanntes Geschlecht ist vom 12. -14. Jhdt. nachweisbar. - Die Kirche «St. Nicolaus» ist neu. Von der alten romanischen Kirche sind zwei Weih Wasserkessel erhalten (vielleicht auch aus Kloster Marbach herstammend). Gute Altäre und eine Kanzel aus der Rococozeit. Oberhalb V. wurden bei Eröffnung eines Sandsteinbruches 1887 beim sogenannten «Altklösterle» eine grosse Anzahl von Thierknochen der Diluvialzeit gefunden, worunter sich auch Feuersteinsplitter, vielleicht Pfeilspitzen, befanden. Unter den Thierresten befinden sich solche von Maulwürfen, Wölfen, Füchsen, Höhlenbären, braunen Bären, Dachsen, Höhlenhyänen, Luchsen, wilden Katzen, Murmelthieren, Siebenschläfern, Wasserratten, Lemmingen, Weisshasen, Mammut, Nashörnern, Flusspferden, Wildschweinen, Wildpferden, Renn- - Vogelbach. 1159 thieren, gewöhnlichen Hirschen, Höhlenhirschen, Gemsen, Steinböcken, Auerochsen und gewöhnlichen Ochsen ; auch einige Vogelrcste. - Nicht weit von dem Steinbruch wurden 1890 eine Anzahl mittelalterlicher Münzen gefunden. Gemeinde wald (Oberfürsterei Colmar-West) 64,7 ha. Vgl. auch Hattstatt. H a g m a n n . G., Die diluviale Wirbelthierfauna von V. I. Th.Raubthiere und Wiederkäuer mit Ausnahme der Rinder. Abhdl. z. geol. Specialkarte von E.-L. N. F. H. '•',. Strassb. 1899.4«. Hertzog, Aug., Der Wer Münzfund (Mitth. der Ges. f. Erh. der gesch. Dkm. im Elsass. 2. F. 15, 1892 S. 328-333.) Völlerdingen, Df. Ka. Saarunion [1793- 1 so 1 Ka. Diemeringen], Kr. Zabern. U.-E.). 506 E. 116 Hsr (12 GRe.) - 225 m. - AG. Saarunion (5,5s Hp. V. (0,3). - Ad Vil-derodingas um 1120. - Die Gde. umfasst den HO. V. ( 544 E. 108 Hsr.), die AO. Lutterbach (Fsths ) und Lutterbacher-hof; und die verschw. O. Heimeldingen (z. Th., vgl. Deh-lingen und Domfessel) und Limbach (z. Th.. vgl. Lorenzen und Domfessel). - Hp. (s. 1895). StEBez. Saarunion. Armr. (s. 1873). Wasserltg. (s. 1897). Fw. (s. 1888. 1 Spritze). - Kath. Hilfspfarrei des Dekanats Saarunion is. 1891, vorher Filiale von Domfessel). Kirchenfest 14. Sept. (Kreuzerhöhung). Filiale Domfessel (s. 1891, vorher selbständig). Filiale der prot. Pfarrei Augsb. Konf. in Domfessel (S. 1894, vorher von Saarunion). - Getreidemühle. Hausindustrie : Perlkranz-und Blumenverfertigung (erst seit kurzer Zeit- und Palm-hutflechterei, für Firmen. V. gehörte ursprünglich zur Herrschaft Diemeringen, kam jedoch 1421 durch Verpfändung an die Grafschaft Saar werden (s. d.). Eei deren Theilung 1745) fiel es an Nassau-Weilburg (Amt Neusaarwerden). Begütert zu V. war im 12. Jhdt. die Abtei Maursmünster, noch im 15. das Kloster Herbitzheim. Die Grafen von Bitsch hatten zur selben Zeit noch Eigenleute in V. Das sogenannte «Katha-rinengut> gehörte dem Stifte St. Blasien in Saarwerden. - Römische Reste. - Vor der Reformation war V. Pfarrei des Landkapitels Bockenheim (Bisthum Metz). Das Patronatsrecht besass ursprünglich die Abtei Graufthal, später die Landesherrschaft. Nach Einführung der Reformation (15571 war V. bis 1629 Filiale von Domfessel, wurde von 1629-34 kath.. war dann von 1635-1758 Filiale der prot. Pfarrei Lorenzen, 1758-77 von Herbitzheim, 1777-98 von Neu-Saarwerden, 1798-1814 wieder von Lorenzen, 1814-94 von Saarunion, seitdem von Domfessel. Die Kirchenbücher gehen bis 1798 zurück. Die Katholiken sind seit IbSO nach Domfessel eingepfarrt, der AO. Lutterbacherhof jedoch gehörte lb95 zur kath. Pfarrei Bockenheim. - Zu V. gehören Theile der Banne der abgegangenen Orte Limbach und Heimeldingen (s. d.). Der erstere Bann wurde zwischen V., Domfessel und Lorenzen, der letztere zwischen V., Domfessel und Dehlingen aufgetheilt, wahrscheinlic.h zu Anfang des Ib. Jhdts. Gemeinde wald iOberförsterei Saarunion) 149,2 ha; davon b2,5 ha gemeinschaftlich mit der Gde. Domfessel (s. d.). Vogelbach s. a. Hintervogelbach. Vogelbach, abgeg. Ort, nächst St. Amarin (Ka. St. Amarin, Kr. Thann, O.-E.). Vogel bach 1342. - Noch 1550 als selbständige Gde. erwähnt. Obgleich dann mit St. Amarin vereinigt, machten doch noch 1790 die Einwohner von V. den Versuch einen eigenen Gemeinderath zu wählen. Das Direktorium der National-Versammlung erklärte aber die Wahlen für ungültig. Auf dem Banne von V. befand sich früher das Chorherrenstift von Thann. S. auch Hintervogelbach. Vogelbach s. a. Fecht 27, Ohmbach 4, Thur 22. Vogelbach, auch W e i herb ach, M ü h l b a c h, R i e d g r a b e n , B a c h g r a b e n , im unteren Lauf N i e-d e r m a t t g r a b e n , entspringt südwestl. Obersteinbrunn (M.), Niedersteinbrunn (2 M.i, Landser, Dietweiler (M.), |